Das zoomstärkste Objektiv für APS-C-DSLRs

Tamron kündigt Reisezoom 18-400 mm F3.5-6.3 Di II VC HLD an

2017-06-23 Mit dem Reisezoom 18-400 mm F3.5-6.3 Di II VC HLD kündigt Tamron das bisher stärkste Superzoomobjektiv an, das es für DSLRs gibt. Bei Kompaktkameras sind 30-, 40-, 60- oder gar 83-fach-Zooms längst normal und werden in teilweise äußerst kompakten Kameras verpackt. Bei DSLRs hingegen war bisher bei einem 18,8-fachen Zoomfaktor Schluss. Das neue Tamron jedoch bringt es auf einen 22,2-fachen Zoomfaktor. Kompakt im Sinne von "klein" ist es allerdings nicht.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Das Tamron 18-400 mm F3.5-6.3 Di II VC HLD bietet mit dem 22,2-fachen Zoomfaktor den bisher größten Brennweitenbereich aller Reisezoomobjektive. [Foto: Tamron]

    Das Tamron 18-400 mm F3.5-6.3 Di II VC HLD bietet mit dem 22,2-fachen Zoomfaktor den bisher größten Brennweitenbereich aller Reisezoomobjektive. [Foto: Tamron]

  • Bild Das Tamron 18-400 mm F3.5-6.3 Di II VC HLD gibt es nur mit Canon- sowie Nikon-Bajonett. Dank des Spitzwasser- und Staubschutzes kann das Reisezoom auch unter widrigen Umweltbedingungen verwendet werden. [Foto: Tamron]

    Das Tamron 18-400 mm F3.5-6.3 Di II VC HLD gibt es nur mit Canon- sowie Nikon-Bajonett. Dank des Spitzwasser- und Staubschutzes kann das Reisezoom auch unter widrigen Umweltbedingungen verwendet werden. [Foto: Tamron]

Da es sich beim Tamron 18-400 mm F3.5-6.3 Di II VC HLD um ein APS-C-Objektiv handelt, beträgt die kleinbildäquivalente Brennweite an einer Nikon-DSLR 27-600 Millimeter, an einer Canon dagegen 29-640 Millimeter. Tamron betitelt das neue Reisezoomobjektiv aufgrund des enormen Brennweitenbereichs als "Ultra-Tele-Megazoom" mit gleich zwei Superlativen. Die optische Konstruktion setzt sich aus 16 Linsenelementen in elf Gruppen zusammen, wobei LD-Glaselemente sowie asphärische Linsenelemente für eine hohe Abbildungsleistung sorgen sollen. Mit einer Länge von 12,4 Zentimetern und einem Durchmesser von knapp acht Zentimetern baut das Tamron 18-400 zwar nicht unbedingt klein, aber angesichts des Brennweitenbereichs durchaus kompakt. Erreicht wird dies durch eine dreistufige Objektivtubus-Konstruktion.

Mit einer Naheinstellgrenze von 45 Zentimetern erreicht das Tamron einen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:2,9, dabei taucht man mit einer APS-C-Kamera schon in den Makrobereich ein. Mit ermöglicht wurde die kompakte Linsenkonstruktion durch den HLD-Autofokusmotor, der eine hohe Leistung bei einer geringen Größe erbringt. Auch einen optischen Bildstabilisator hat Tamron integriert. Mit 710 Gramm ist das Objektiv zwar kein Leichtgewicht, angesichts des Brennweitenbereichs aber durchaus schon. Besonders erfreulich für Reisefotografen dürfte die spritzwassergeschützte Konstruktion sein, wodurch das Objektiv verschiedenen Umwelteinflüssen standhält.

Ab Ende Juli 2017 soll das Tamron 18-400 mm F3.5-6.3 Di II VC HLD mit den Anschlüssen Canon EF und Nikon F zu einem Preis von knapp 890 Euro erhältlich sein. Nikon-Fotografen sollten jedoch beachten, dass das Objektiv eine elektromechanische Blendensteuerung verwendet, die nur mit den vierstelligen DSLRs sowie der D300S und D500 kompatibel ist. Mit der optional erhältlichen Tamron TAP-in-Konsole soll sich das Objektiv übrigens den individuellen Bedürfnissen des Fotografen anpassen lassen, etwa indem Autofokus und Bildstabilisator justiert werden können. Firmwareupdates sind damit ebenfalls möglich.

Hersteller Tamron
Modell 18-400 mm F3.5-6.3 Di II VC HLD (B028)
Preis (UVP) 889,00 EUR
Bajonett
Canon EF
Nikon F
Brennweitenbereich 18-400 mm
Lichtstärke (größte Blende) F3,5 bis F6,3
Kleinste Blendenöffnung F40
Linsensystem 16 Linsen in 11 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
KB-Vollformat nein
Anzahl Blendenlamellen 7
Naheinstellgrenze 450 mm
Bildstabilisator vorhanden ja
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz ja
Filtergewinde 72 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 79 x 124 mm
Objektivgewicht 710 g

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Autor

Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 39, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.