Cyberminis

Sony Cyber-shot DSC-T1 und DSC-U40 machen auf klein und bissig

2003-10-23 In aller Frühe von Sony angekündigt, am selben Tag noch im Laufe des Morgens als digitalkamera.de-Datenblätter verfügbar und gegen halb zwei in einer Sondermeldung kurz angerissen, standen die beiden neuen Cyber-shot-Modelle DSC-T1 und DSC-U40 von Sony gestern bereits mit einem "Fuß" im Mittelpunkt der Aktualität. Nun ist es an der Zeit, die zwei neuen "Cyberminis" etwas ausführlicher vorzustellen.  (Yvan Boeres)

   Sony Cyber-shot DSC-T1 [Foto: Sony]
 

Bei Sony hat man sich offenbar vorgenommen, in jedem Marktsegment ein möglichst großes Stück vom Kuchen abzuschneiden. Zielt die offiziell auf der IFA vorgestellte DSC-F828 auf den Prosumer-Bereich, tritt die gestern angekündigte DSC-T1 gegen Ultrakompaktkameras wie die Minolta Dimage Xt, die Casio Exilim EX-Z4 bzw. die Pentax Optio S4, die Sanyo Xacti VPC-J1/J2 und die – ebenfalls gestern vorgestellte – Fujifilm FinePix F420 an. Wie die Minolta und die Sanyo besitzt die Sony ein innen liegendes Zoomobjektiv mit "Periskop"-Architektur. Auf diese Weise gelang es Sony, das Carl Zeiss Vario-Tessar-Zoom (38-114 mm/F3,5-4,4 entspr. KB) in ein stellenweise nur 17,3 Millimeter flaches Gehäuse zu quetschen; die übrigen Abmessungen (Länge 91 mm, Breite 60 mm) der T1 sind nicht viel größer als eine Kreditkarte. Können die direkten Konkurrenten der T1 in puncto Kompaktheit noch mithalten, setzt sich Sonys Neuling in Sachen Ausstattung von Minolta, Casio und Co. ab. Nicht nur, dass die T1 mit ihrem 5-Megapixel-SuperHAD-CCD (1/2,4"-Interlace-Bildwandler) die höchste Auflösung bietet und zur Bildwiedergabe den größten (2,5") und feinsten LCD-Farbbildschirm (211.000 Bildpunkte) besitzt. Noch dazu leistet sie sich als einzige den Luxus, Videos in VGA-Qualität aufzuzeichnen (MPEG-VX), und das sogar mit Ton, mit ruckelfreier Bildfrequenz von 30 Bildern pro Sekunde und ohne feste Aufnahmezeit (maßgebend ist die Speicherkapazität des verwendeten Memory Sticks).

Einzigartig ist auch der so genannte "Magnifier Mode", der es erlaubt, einen Mindestabstand zum Motiv von bis zu 1 cm einzunehmen. Neben dem MPEG-VX-Modus erbt die DSC-T1 auch noch den "Real Imaging Processor" von ihrer großen Schwester DSC-F828. Der "maßgeschneiderte" bzw. "hausgemachte" Signalverarbeitungsprozessor sorgt für eine verbesserte Bildqualität, für mehr Tempo (Einschaltzeit von 1,3 Sekunden, reine Auslöseverzögerung von nur 0,009 Sekunden und gesamte Auslöseverzögerung von 0,24 Sekunden) sowie für einen niedrigen Stromverbrauch. So soll die T1 aus dem speziell für sie entworfenen, nur 5,3 Millimeter dünnen InfoLithium-Akku NP-FT1 im Normalbetrieb bis zu 170 Bilder herauskitzeln können. Platz für "ausgewachsene" Memory Sticks bot die T1 allerdings offenbar nicht mehr, so dass bei der T1 die kleinere Duo-Variante (Duo und PRO Duo) des Sony-Speichers zum Einsatz kommt. Übertragen werden die Bilder der DSC-T1 von der Speicherkarte auf den Computer per USB 2.0-Schnittstelle; verwendet man das optional erhältliche "USB-Cradle", erfolgt die Bildübertragung und die Akkuaufladung automatisch, sobald man die Kamera auf ihren Sockel setzt. Weiterhin wäre noch hervorzuheben, dass die DSC-T1 einen A/V-Anschluss besitzt und es für die T1 auch ein Unterwassergehäuse bzw. "Marine Pack" gibt. Die Sony DSC-T1, die erst später von Sony Deutschland offiziell vorgestellt wird, soll hierzulande im Januar nächsten Jahres erhältlich sein; der Preis ist noch nicht bekannt.

   Sony Cyber-shot DSC-U40 [Foto: Sony]
  

Bei der gleichzeitig mit der DSC-T1 vorgestellten DSC-U40 stellt Sony eine weitere Vertreterin der Cyber-shot-U-Produktfamilie vor. Streng genommen handelt es sich bei der DSC-U40 um eine "neu verpackte" DSC-U50. Demnach verzichtet die DSC-U40 auf das DSC-U50-typische Design mit den drehbaren Gehäusehälften zugunsten eines "traditionelleren" Designs, das sich an die Gehäuseform der Cyber-shot-U-Modelle DSC-U10, DSC-U20 und DSC-U30 anlehnt (jedoch mit neu gestalteten Zügen). Bis auf das Drehobjektiv ist die DSC-U40 in Ausstattung und Funktion mit der DSC-U50 identisch (genaue Beschreibung siehe unsere Meldung vom 15.08.2003); größere Unterschiede konnten wir beim Vergleich der technischen Daten nicht feststellen. Genau wie bei der DSC-T1 gibt es auch bei der DSC-U40 derzeit keine Preisangabe von Sony Deutschland. Die Markteinführung der DSC-U40 soll laut Sony Deutschland "Anfang 2004" stattfinden.

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