Jetzt mit Leica-Label und Optimierungen

Panasonic Leica DG Vario-Elmarit 12-35 mm F2.8 Asph. OIS vorgestellt

2022-12-14 Mit dem Leica DG Vario-Elmarit 12-35 mm F2.8 Asph. Power OIS (H-ES12035) kündigt Panasonic die dritte Version seines lichtstarken 24-70mm-Standardzooms für Micro Four Thirds an. Zwar bleiben der optische Aufbau und das Gehäuse identisch, aber im Detail wurden Optimierungen für eine höhere Transmission und weniger Reflexionen sowie eine verbesserte Naheinstellgrenze vorgenommen. Zudem trägt das Objektiv jetzt ein Leica-Label.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Das Panasonic Leica DG Vario-Elmarit 12-35 mm F2.8 Asph. Power OIS (H-ES12035) besitzt Detailverbesserungen bei der optischen Konstruktion, was die Farbwiedergabe und Gegenlichtfestigkeit sowie den Abbildungsmaßstab verbessern soll. [Foto: Panasonic]

    Das Panasonic Leica DG Vario-Elmarit 12-35 mm F2.8 Asph. Power OIS (H-ES12035) besitzt Detailverbesserungen bei der optischen Konstruktion, was die Farbwiedergabe und Gegenlichtfestigkeit sowie den Abbildungsmaßstab verbessern soll. [Foto: Panasonic]

Während Olympus beziehungsweise nun OM System auf eine im Vergleich zum etablierten Kleinbild-Standard 24-70 mm größere Brennweite von 12-40 mm (24-80 mm Kleinbildäquivalent) setzt, bleibt Panasonic dem 24-70mm-Kleinbildäquivalent mit seinem 12-35 mm treu. Dafür ist das Panasonic-Objektiv im Vergleich zum OM System um einen Zentimeter kürzer und 76 Gramm leichter.

Beim optischen Aufbau setzt Panasonic nach wie vor auf 14 Linsen, die in zehn Gruppen angeordnet sind. Darunter sollen vier asphärische Linsen, eine UED-Linse (Ultra Extra-Low Dispersion) und eine UHR-Linse (Ultra High Refractive Index) Bildfehler minimieren und für eine hohe Auflösung bis an den Bildrand sorgen. Dabei besteht das UHR-Element des neuen 12-35 mm aus einem lichtdurchlässigeren Glas als bei den älteren Versionen, was für eine noch natürlichere Farbwiedergabe des neuen Objektivs sorgen soll. Zudem kommt eine Nanovergütung zum Einsatz und neue lichtabschirmende Teile im Inneren des Objektivs sollen Reflexionen und Geisterbilder minimieren. Diese in vielen Bereichen verbesserte optische Konstruktion trägt nun erstmals das Leica-Label, wie man es bereits von vielen anderen Panasonic-Objektiven kennt.

Ebenfalls verbessert wurde die Naheinstellgrenze, die nun im Brennweitenbereich von 12-17 mm nur noch 15 Zentimeter beträgt, bei 18 bis 35 mm sind es nach wie vor 25 Zentimeter. Damit wird nun bei 17 mm Brennweite die maximale Vergrößerung von 0,21-fach erreicht, bisher war bei einer 0,17-fachen Vergrößerung Schluss. Das entspricht einem Abbildungsmaßstab von 1:4,8. Aufgrund des Cropfaktors bräuchte man für dieselbe minimale Aufnahmefläche bei einem Kleinbildobjektiv sogar einen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:2,4.

Geblieben ist es beim 58 mm großen Filtergewinde, dem geringen Gewicht von nur 306 Gramm und den kompakten Abmessungen mit 6,8 Zentimetern Durchmesser und knapp 7,4 Zentimetern Länge. Auch die Blende besteht nach wie von aus sieben Lamellen und das Gehäuse besitzt neben einem Spritzwasser- und Staubschutz auch eine Frostfestigkeit bis -10 °C. Der Autofokus arbeitet mit 240 Hz und soll damit flott fokussieren können.

Dank eines geringen Fokusatmens und der Blendeneinstellung im Mikroschritten soll sich das Panasonic Leica DG Vario-Elmarit 12-35 mm F2.8 Asph. Power OIS (H-ES12035) auch für Videoaufnahmen eignen. Ab März 2023 soll es zu einem Preis von knapp 1.000 Euro erhältlich sein. Damit ist der Preis trotz allgegenwärtiger Inflation nicht höher als beim Vorgängermodell.

Hersteller Panasonic
Modell Leica DG Vario-Elmarit 12-35 mm F2.8 Asph. Power OIS (H-ES12035)
Unverbindliche Preisempfehlung 999,00 €
Bajonett Micro Four Thirds
Brennweitenbereich 12-35 mm
Lichtstärke (größte Blende) F2,8 (durchgängig)
Kleinste Blendenöffnung F22
Linsensystem 14 Linsen in 9 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
KB-Vollformat nicht relevant
Anzahl Blendenlamellen 7
Naheinstellgrenze 150 mm
Bildstabilisator vorhanden ja
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz ja
Filtergewinde 58 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 68 x 74 mm
Objektivgewicht 306 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 44, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.