Neuvorstellungen

OM System stellt 9-18 mm ED II und 150-600 mm IS vor

2024-01-30 Neben der OM-1 Mark II stellt OM Digital Solutions zwei neue Objektive vor. Das 9-18 mm F4-5.6 ED II ist ein Nachfolger eines bislang unter Olympus erhältlichen Micro-Four-Thirds Weitwinkelzooms. Das 150-600 mm F5-6.3 ED IS ist dagegen eine “Neuentwicklung”, die in Zusammenarbeit mit einem ungenannten großen japanischen Objektivhersteller erfolgte und einen enormen Zoombereich verspricht.  (Harm-Diercks Gronewold)

9-18 mm F4-5.6 ED II

Das 9-18 mm F4-5.6 II ist der Nachfolger des Olympus 9-18 mm F4-5.6 ED, was vor mehr als 13 Jahren das Licht der Welt erblickte und als letztes noch erhältliches Objektiv das alte Pen-Design besitzt. Es wurde also Zeit für einen Nachfolger und genau hier liefert OM Digital Solutions. Das 9-18 mm F4-5.6 ED II hat den Bildwinkel eines 18-36 Millimeter Objektivs an einer Kamera mit Kleinbildsensor. Dank einer minimalen Aufnahmedistanz von 25 Zentimetern in jeder Brennweite ermöglicht das Objektiv eine maximale Vergrößerung von 0,11-fach im Weitwinkel und 0,2-fach bei 18 Millimeter Brennweite.

Dank seiner geringen Abmessungen von 56 x 49 Millimetern (Durchmesser x Länge) und einem Gewicht von etwas mehr als 150 Gramm ist das 9-18 mm F4-5.6 ED II ein echtes Leichtgewicht. Im Inneren des Gehäuses arbeiten zwölf Linsen in acht Gruppen an scharfen und verzerrungsfreien Aufnahmen. Darunter zwei Dual Super Aspherical, kurz DSA-Linsen, die im vorderen Bereich der Konstruktion zu finden sind sowie eine asphärische Linse ganz am Ende im Linsensystem. Unter den Linsen befindet sich zudem mindestens eine mit hoher Dispersion.

Zum Lieferumfang des OM System 9-18 mm F4-5.6 ED II gehören die Streulichtblende LH-55D, die beim Vorgängermodell nur optional erhältlich war sowie der Objektivdeckel LC-52D und natürlich der Objektiv-Bajonettdeckel LR-2. Das 9-18 mm F4-5.6 ED II ist ab Mitte Februar 2024 für knapp 700 Euro im Fachhandel erhältlich.

150-600 mm F5-6.3 ED IS

OM Digital Solutions verrät leider nicht, mit welchem japanischen Objektivhersteller man zusammengearbeitet hat, um das OM System 150-600 mm F5-6.3 ED IS zu entwickeln, allerdings spricht das Design ganz klar, dass es sich dabei um Sigma handeln dürfte. Das OM System 150-600 mm F5-6.3 ED IS unterscheidet sich zudem nur in wenigen Details vom Vollformat-Objektiv Sigma 150-600 mm F5-6.3 DG DN OS Sports.

Das OM System 150-600 mm F5-6.3 ED IS wiegt etwas mehr als 2.060 Gramm und hat eine Länge von 264 Millimetern und einen Durchmesser von etwa 109 Millimetern. Das aus Metall und Kunststoff gefertigte Objektiv hat einen Kleinbild-äquivalenten Brennweitenbereich von 300 bis 1.200 Millimeter. Außerdem kann das Objektiv mit den OM System Telekonvertern TC-14 und TC-20 kombiniert werden, um Brennweiten von bis zu 2.400 Millimetern zu erreichen. Darüber hinaus ist das Objektiv noch dank einer Vielzahl von Dichtungen vor Spritzwasser sowie Staub geschützt und besitzt die IPX1-Zertifizierung.

Bei diesen großen Brennweiten ist ein Bildstabilisator extrem wichtig, das weiß auch OM Digital Solutions und hat dem Objektiv nicht nur einen Bildstabilisator spendiert, sondern diesen auch gleich Dual-IS-kompatibel gemacht. Damit arbeiten die Bildstabilisatoren in der Kamera und dem Objektiv zusammen und erreichen eine Stabilisierungsleistung von bis zu sieben EV. Das konnten wir sogar im eigenen Praxistest bestätigen (siehe weiterführende Links). Ohne Dual IS stabilisiert das Objektiv bis zu 5 EV laut Hersteller.

Das 150-600 mm F5-6.3 ED IS lässt sich als Dreh- und Schiebezoom einsetzen. Es bietet dazu zwei mechanische "Widerstände" an, die das Handling in zwei Stufen individualisieren, zudem lässt sich mit dem Schalter die Brennweite als Transportsicherung auf 150 Millimeter fixieren. Auch ein Schalter für eine Fokus-Limitierung ist vorhanden, so dass der Autofokus nicht den kompletten Fokusbereich durchlaufen muss. Besonders beeindruckend ist der Nahbereich des 150-600 mm F5-6.3 ED IS von nur 56 Zentimetern. Hier wird ein Abbildungsmaßstab von 1:2,5 erreicht. Das Objektiv unterstützt zudem den Fokusstacking-Modus der OM System Kameras.

Im Inneren des Gehäuses arbeiten 25 Linsen in 15 Gruppen, darunter Linsen aus Spezialglas und asphärisch geschliffene Linsenelemente. Mit dem Einsatz der Speziallinsen sollen der Auflösungsverlust zum Bildrand sowie Farbsäume und andere optische Fehler minimiert werden.

Zum Lieferumfang des OM System 150-600 mm F5-6.3 ED IS gehören die Streulichtblende LH-103, der Frontlinsendeckel LC-95 sowie der Bajonettdeckel LR-2. Die Stativschelle ist hingegen fest verbaut, lediglich der zu Arca Swiss kompatible Fuß lässt sich mit etwas Schraubarbeit entfernen. Eine Tasche gibt es zu dem etwa 2.700 Euro teuren Objektiv nur optional mit der LSC-1642. Das OM System 150-600 mm F5-6.3 ED IS soll ab Mitte Februar 2024 im Fachhandel erhältlich sein.

Hersteller OM System OM System
Modell 9-18 mm F4-5.6 ED II 150-600 mm F5-6.3 ED IS
Unverbindliche Preisempfehlung 699,00 € 2.699,00 €
Bajonett Micro Four Thirds Micro Four Thirds
Brennweitenbereich 9-18 mm 150-600 mm
Lichtstärke (größte Blende) F4 bis F5,6 F5 bis F6,3
Kleinste Blendenöffnung F22 F22
Linsensystem 12 Linsen in 8 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
25 Linsen in 15 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
KB-Vollformat nicht relevant nicht relevant
Anzahl Blendenlamellen 7 9
Naheinstellgrenze 250 mm 560 mm
Bildstabilisator vorhanden nein ja
Autofokus vorhanden ja ja
Wasser-/Staubschutz nein ja
Filtergewinde 52 mm 95 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 56 x 49 mm 109 x 264 mm
Objektivgewicht 154 g 2.065 g

Vorstellungs-Video

Nils Häußer von OM Digital Solutions stellt die Neuerungen der OM System OM-1 Mark II Digitalkamera und das M.ZUIKO DIGITAL ED 150-600mm F5.0-6.3 IS Supertelezoom-Objektiv vor.


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