11.900-Euro-Spezialobjektiv

Hochlichtstarkes Porträtobjektiv Leica Noctilux-M 1:1,25/75 Asph.

2017-11-29 Mit dem neuen Noctilux-M 1:1,25/75 Asph. stellt Leica dem Noctilux-M 1:0,95/50 Asph. ein Spezialobjektiv für Porträts an die Seite und begründet damit gleichzeitig eine hochlichtstarke Objektivserie. Die große Anfangsöffnung von F1,25 soll bei der langen Brennweite von 75 Millimetern zusammen mit der elflamelligen Blende für ein einzigartiges Bokeh sorgen. Interessanterweise kommt das Objektiv mit relativ wenig Gläsern aus und baut recht kompakt.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Nur 74 mm misst das Leica Noctilux-M 1:1,25 75 mm Asph. im Durchmesser und besteht damit fast nur aus Glas. Neun Linsen in sechs Gruppen sind es. [Foto: Leica]

    Nur 74 mm misst das Leica Noctilux-M 1:1,25 75 mm Asph. im Durchmesser und besteht damit fast nur aus Glas. Neun Linsen in sechs Gruppen sind es. [Foto: Leica]

Die optische Konstruktion besteht aus nur neun Linsen, die in sechs Gruppen angeordnet sind. Dabei sollen die Linsen aus Gläsern mit einer hohen anomalen Teildispersion und geringer Farbzerstreuung eine außergewöhnliche Abbildungsleistung garantieren. Zudem verringern zwei der Linsen mit ihren asphärischen Schliffen Abbildungsfehler auf ein Minimum. Die manuelle Fokussierung des Objektivs für das M-System erfolgt mit einem Floating-Elements-Design und damit einer Innenfokussierung für eine gleichbleibende Abbildungsqualität von der 85-cm-Naheinstellgrenze bis unendlich. Dabei wird ein maximaler Abbildungsmaßstab von 1:8,8 erreicht.

  • Bild Die manuelle interne Fokussierung mit Floating-Elements-Design soll beim Leica Noctilux-M 1:1,25 75 mm Asph. für eine gleichbleibende Abbildungsleistung über den gesamten Fokusbereich sorgen. [Foto: Leica]

    Die manuelle interne Fokussierung mit Floating-Elements-Design soll beim Leica Noctilux-M 1:1,25 75 mm Asph. für eine gleichbleibende Abbildungsleistung über den gesamten Fokusbereich sorgen. [Foto: Leica]

Angesichts der hohen Lichtstärke und leichten Telebrennweite fällt das Objektiv mit einem Durchmesser von 74 Millimetern recht schlank aus, das Filtergewinde misst 67 mm. Dass das Objektiv fast nur aus Glas besteht, zeigt der beeindruckende Blick auf die Front beziehungsweise durch das Objektiv hindurch. Das Gewicht liegt entsprechend mit 1,055 Kilogramm recht hoch, 91 Millimeter ist das Noctilux lang. Sogar für eine eingebaute, herausdrehbare Gegenlichtblende hat der Platz gereicht. Ab Anfang 2018 soll das Leica Noctilux-M 1:1,25/75 Asph. in eloxiertem Schwarz erhältlich sein, kostet allerdings stolze 11.900 Euro. Ein Stativadapter gehört zum Lieferumfang.

Hersteller Leica
Modell Noctilux-M 1:1,25/75 Asph.
Unverbindliche Preisempfehlung 11.900,00 €
Bajonettanschluss Leica M
Brennweite 75,0 mm
Lichtstärke (größte Blende) F1,25
Kleinste Blendenöffnung F16
KB-Vollformat ja
Linsensystem 9 Linsen in 6 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
Anzahl Blendenlamellen 11
Naheinstellgrenze 850 mm
Bildstabilisator vorhanden nein
Autofokus vorhanden nein
Wasser-/Staubschutz nein
Filtergewinde 67 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 74 x 91 mm
Objektivgewicht 1.055 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 42, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.