Taschen-Zoomer

Fujifilm FinePix F500EXR, F550EXR, T200 und T300 mit viel Zoom

2011-01-05 Gleich vier taschentaugliche Superzoommodelle nimmt Fujifilm ins Programm auf. Die FinePix T200 und T300 bringen in ihrem 28,1 mm dünnen Gehäuse ein 10fach-Zoom mit 28-280 mm und einen 14-Megapixel-CCD unter. Gesichtswiedererkennung, Fotobuch-Assistent, Panoramamodus, 720p-HD-Video und ein mechanischer Bildstabilisator gehören zur Ausstattung. Unterscheiden tun sich die zwei Schwestern bei der Displaygröße: 3" bei der T300, 2,7" bei der T200. Die FinePix F500EXR und F550EXR besitzen den neuen 16 Megapixel auflösenden EXR-CMOS-Sensor, ein optisches 15fach-Zoom (24-360 mm), eine FullHD-Videofunktion, einen 3"-Monitor, Bildstabilisator und Panoramamodus. Die F550EXR verfügt zudem ein GPS.  (Benjamin Kirchheim)

Fujifilm FinePix F550EXR [Foto: Fujifilm]Herzstück der FinePix F500EXR und F550EXR ist der neue EXR-Sensor von Fujifilm. Erstmals verbindet Fujifilm die CMOS-Technologie mit dem EXR-Aufbau, ganz nebenbei wird die Auflösung auf 16 Megapixel hochgeschraubt. Der Clou des EXR-Sensors ist der Aufbau der Pixel, der wahlweise eine hohe Auflösung oder bei halbierter Auflösung ein geringeres Rauschen oder wahlweise einen höheren Dynamikumfang realisieren kann. Dazu werden entweder zwei benachbarte Pixel zusammen geschaltet oder alternativ unterschiedlich Belichtet, um Details in hellen und dunklen Bereichen besser einfangen zu können. Die CMOS-Technologie nutzt Fujifilm für einen rückseitig belichteten Aufbau, was die Empfindlichkeit der einzelnen Pixel erhöht und somit das Rauschen verringert. Bei 16 Megapixeln, die sich auf dem kleinen Sensor drängen, ist das auch bitter nötig. Fujifilm vereinigt im neuen Sensor als kurz gefasst BSI mit EXR (jeweils Detailinformationen in den weiterführenden Links).

Fujifilm FinePix F550EXR [Foto: Fujifilm]Der CMOS-Sensor bietet aber noch andere Vorteile wie eine schnelle Serienbildgeschwindigkeit und eine FullHD-Videofunktion; bei verringerter Auflösung können sogar Highspeed-Videos aufgezeichnet werden. Damit ist die EXR-Technologie endgültig in der modernen Highend-Kompaktkamerawelt angelangt. Bei voller Auflösung kann die F550EXR 8 Bilder/s aufzeichnen, wobei maximal 8 Bilder in Folge gemacht werden können. Reduziert man die Auflösung auf 8 Megapixel, können sogar 11,2 Bilder/s aufgenommen werden, nach 16 Aufnahmen ist dann aber erstmal Schluss. Bei 4 Megapixeln erhöht sich die Serienbildgeschwindigkeit nicht mehr, aber die Kamera hält dies 32 Aufnahmen lang durch. Darüber hinaus bedient sich Fujifilm eines Tricks, dass der Fotograf den richtigen Auslösemoment nicht mehr verpasst. Sobald er den Auslöser halb drückt, werden kontinuierlich Bilder aufgenommen, aber nicht gespeichert. Erst wenn der Auslöser durchgedrückt wird, speichert die Fujifilm FinePix F500EXR [Foto: Fujifilm]Kamera wahlweise 7 Bilder vor oder nach dem Durchdrücken.

Für Videofreunde hat die FinePix F550EXR auch einiges zu bieten: FullHD-Auflösung 1.920x1.080p bei 30 Bildern pro Sekunde mit Stereoton. Gespeichert wird mit effektiver H.264-Komprimierung im Quicktime-Container (MOV). Reduziert man die Videoauflösung auf VGA (640x480), sind 80 Bilder pro Sekunde möglich, bei 320x240 werden 160 Bilder/s erreicht und bei 320x112 sogar 320 Bilder/s. So kann der Videograf flüssige Slow-Motions und Zeitlupen erstellen.

Das Objektiv der F550EXR zoomt optisch 15fach von 24-360 mm (KB). Zwecks Bildstabilisierung ist der CMOS-Sensor beweglich gelagert und kann damit Verwackelungen ausgleichen. Zusätzlich kann die Kamera aus vier Fotos mit der "Multi-Frame-Technologie" ein scharfes berechnen. Der Rückwärtige Bildschirm ist 3" (7,6 cm) groß und löst 460.000 Bildpunkte auf. Außerdem beherrscht die F550EXR neben einer Fujifilm  FinePix T300 [Foto: Fujifilm]Vollautomatik mit automatischer Motivprogrammwahl und dem EXR-Auto-Modus, bei dem die Kamera den optimalen Sensormodus selbstständig wählt, auch Halbautomatiken. Aber auch manuell kann der Fotograf die Belichtung einstellen, neben JPEG ist die Speicherung auch im bildbearbeitungsfreundlichen RAW-Format möglich. Weitere Ausstattungsdetails sind die 360°-Panoramafunktion, der eingebaute Fotobuch-Assistent (siehe Meldung zur Fujifilm FinePix XP30 in den weiterführenden Links), die Filmsimulations-Modi und der SD/SDHC/SDXC-Speicherkartenschacht.

Das i-Tüpfelchen der F550EXR ist ihr eingebautes GPS: So werden Geodaten mit den Bildern gespeichert. Auf dem Bildschirm zeigt sie wahlweise Lägen- und Breitengrad oder den Ortsnamen an, was auch die Wiederauffindbarkeit von Bildern erhöht. Die Kamera hilft dem Fotografen sogar, den Fujifilm FinePix T300 [Foto: Fujifilm]Aufnahmestandort eines Fotos wieder zu finden. Dazu muss nur das Foto ausgewählt werden, dann zeigt die Kamera Entfernung und Marschrichtung an. Auf Wunsch kann die Kamera die Geodaten nicht nur in jedem Foto, sondern auch permanent alle 10 Minuten speichern, so dass man seine Reiseroute später auf einer Karte darstellen lassen kann. Im Februar 2011 soll die F550EXR für 330 EUR in Schwarz und Champagner in den Handel kommen.

Die kleine Schwester der F550EXR heißt F500EXR. Sie soll 300 EUR kosten und in Schwarz, Champagner, Rot und Weiß ebenfalls im Februar 2011 in den Handel gelangen. Für den günstigeren Preis verzichtet der Käufer auf das GPS und das RAW-Speicherformat, außerdem beträgt die Serienbildgeschwindigkeit nur 3 statt 8 Bilder/s.

Fujifilm FinePix T200  [Foto: Fujifilm]Mit den beiden Modellen FinePix T300 und T200 möchte Fujifilm dem Kunden für wenig Geld viel Zoom bieten. Im nur 28,1 mm dünnen Gehäuse, das 97 mm breit ist, verbirgt sich ein optisches 10fach-Zoom von 28-280 mm (KB). Der 14 Megapixel auflösende CCD-Sensor ist mechanisch beweglich, was als Bildstabilisierung fungiert. Fotobuch-Assistent, Panoramamodus und Gesichtswiedererkennung gehören zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen. Unterscheiden tun sich die Schwestern bei der Bildschirmgröße. Der Monitor misst bei der T300 3" (7,6 cm) in der Diagonale, die T200 bringt es auf 2,7" (6,9 cm). Beide lösen 230.000 Bildpunkte auf. Gemeinsam ist den Kameras die HD-Videofunktion (720p). Die T300 und T200 kommen im März 2011 in den Farben Graphit und Schwarz auf den Markt, wobei die T300 etwa 180 EUR kosten soll, die T200 hingegen nur 170 EUR.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.