Super-Zoomer

Fujifilm FinePix HS20, S2950, S3300 und S4000 mit viel Tele

2011-01-05 Fujifilm erneuert mit den FinePix-Modellen S2950, S3000, S4000 und HS20 sein Superzoom-Lineup. Die S2950 zoomt 18fach von 28-504 mm, die S3300 26fach von 24-624 mm und die S4000 30fach von 24-720 mm. Allen gemeinsam ist ein 3"-Bildschirm, der 14-Megapixel-CCD, eine HD-Videofunktion, ein optischer Bildstabilisator sowie eine HDMI-Schnittstelle. Die HS20 hingegen besitzt einen neu entwickelten, 16 Megapixel auflösenden EXR-CMOS-Sensor, ein bildstabilisiertes 30fach-Zoom (24-720 mm), einen 3"-Bildschirm, FullHD-Videofunktion sowie Highspeed-Serienbilder- und Videoaufzeichnung.  (Benjamin Kirchheim)

Fujifilm FinePix HS20EXR [Foto: Fujifilm]Die größte Besonderheit der FinePix HS20 ist der neue EXR-CMOS-Sensor, der die BSI- und EXR-Technologie vereint (siehe Meldung zur F550EXR in den weiterführenden Links). Er ermöglichst wahlweise eine hohe Auflösung oder geringes Rauschen oder einen hohen Dynamikumfang. Neben der manuellen Wahl des Modus kann die Kamera dies auch automatisch tun. Die hohe Serienbildgeschwindigkeit erreicht 8 Bilder/s bei voller Auflösung und maximal 8 Bildern in Folge. Bei halber Auflösung von 8 Megapixeln sind 11 Bilder/s möglich, was die Kamera 16 Bilder lang durchhält. Doch auch der Autofokus soll mit 0,16 Sekunden sehr rasant zur Sache gehen. Da die Kamera auf Wunsch bereits beim halben Drücken des Auslösers Fotos in den Buffer aufnimmt, kann sie beim vollständigen Durchdrücken 7 Fotos vor oder nach dem Durchdrücken speichern, so dass der Fotograf den richtigen Moment nicht verpassen sollte.

Neu ist der Tiple-Core-EXR-Prozessor, der mit drei Kernen auch dreimal so schnell arbeitet wie noch der Bildprozessor der HS10. Seine Leistungsfähigkeit reicht aus, um Farbsäume aus den Fotos herauszurechnen und die Randbereiche schärfer zu zeichnen, was dem Auflösungsverlust am Bildrand entgegen wirken soll. Das Objektiv zoomt schon wie bei der HS10 30fach von 24-720 mm (KB), wobei die Zoomstellung manuell am Objektivring eingestellt wird. Durch die Verkleinerung des eingebauten Blitzes soll der Ring noch besser Fujifilm FinePix HS20EXR [Foto: Fujifilm]bedienbar sein. Ein Bildstabilisator (CMOS- bzw. Sensor-Shift) sorgt für verwackelungsarme Aufnahmen auch am Teleende. Praktisch ist der klappbare 3"-Bildschirm (7,6 cm) mit 460.000 Bildpunkten Auflösung. Er erleichtert bodennahe sowie Über-Kopf-Aufnahmen. Aber auch ein elektronischer Sucher steht zur Verfügung, der sich mittels Augsensor automatisch aktiviert.

Der Standard-Blitzschuh verfügt nun über TTL-Kontakte, Fujifilm bietet zwei optionale Blitzberäte an. Der EF-42 besitzt eine Leitzahl von 42 und ist horizontal sowie vertikal schwenkbar. Der EF-20 ist nur kippbar und hat eine Leitzahl von 20. Außerdem gibt es eine Sonnenblende, die sogar im Lieferumfang ist, und optional kann man die HS20 mit der Fernbedienung RR-80 auslösen. Der Speicherkartenschacht ist zu SD, SDHC und SDXC kompatibel. Interessant ist aber auch die FullHD-Videofunktion (1.080p), die im H.264-MOV-Format 30 Bilder/s mit Ton speichert. Bei VGA-Auflösung sind Fujifilm Finepix S4000 [Foto: Fujifilm]80 Bilder/s möglich, bei QVGA 160 Bilder/s und bei 320x112 sogar 320 Bilder/s. Zur weiteren Ausstattung gehören die Stromversorgung mit 4 AA-Batterien (oder Akkus), der Fotobuch-Assistent, Filmsimulations-Modi, eine 360°-Panoramafunktion, 27 Motivprogramme mit manueller oder automatischer Wahl, Halbautomatik und manueller Modus, RAW-Aufzeichnung etc. Im April 2011 soll die HS20 in Schwarz für 430 EUR auf den Markt kommen.

Drei fast gleiche Schwestern sind die FinePix S2950, S3300 und S4000. Sie unterscheiden sich lediglich beim Zoom und im Preis. Die S2950 deckt einen 18fachen-Brennweitenbereich von 28-504 mm (KB) ab und soll für 200 EUR ab Januar 2011 in Schwarz auf den Markt kommen. Für 230 EUR bekommt man ab März 2011 die ebenfalls schwarze S3300, die optisch 26fach von 24-624 mm (KB) zoomt. Mit 24-720 mm (KB) ist die S4000 am zoomstärksten, der Faktor ist 30x. Sie ist ebenfalls ab März 2011 in Schwarz erhältlich und soll 250 EUR kosten. Der Zoomhebel der S-Modelle ist ergonomisch um den Auslöser angeordnet. Die S4000 besitzt 45 Zoomstufen, so dass der Bildwinkel fein abgestuft eingestellt werden kann. Allen gemeinsam ist der beweglich gelagerte CCD-Sensor, der so Verwackelungen ausgleicht. Die Auflösung beträgt 14 Megapixel. Der Bildschirm aller drei Kameras ist 3" (7,6 Fujifilm Finepix S4000 [Foto: Fujifilm]cm) groß, wobei die S4000 mit 460.000 doppelt so viele Bildpunkte besitzt wie die S3300 und S2950. Der elektronische Sucher löst bei allen 200.000 Bildpunkte auf. Ebenfalls gemeinsam ist der 720p-Videomodus sowie die HDMI-Mini-Schnittstelle. Motive erkennen die Kameras automatisch und stellen das passende Motivprogramm ein, eine Gesichtserkennung samt Lächel- und Blizelerkennung gehört selbstverständlich auch dazu; auf Wunsch kann die Belichtung aber ebenso manuell eingestellt werden. Eine Gesichtswiederkennung haben hingegen nur die S3300 und S4000. Der Tracking-Autofokus ist in der Lage, ein bewegtes Motivdetail scharf zu halten, der Panoramamodus erleichtert Übersichtsfotos, indem drei Bilder in einem Schwenk aufgenommen und automatisch zusammen gefügt werden. Schließlich verfügen die drei S-Modelle auch über einen Fotobuch-Assistenten (siehe Meldung zur FinePix XP30).

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.