Testbilder als Bezahlinhalte bzw. Gratis bei Labortest-Flatrate

digitalkamera.de veröffentlicht Original-Testaufnahmen von 170 Kameras

2019-07-30 Mit den Testbildern können Sie die Leistung von Kameras untereinander direkt visuell vergleichen, denn alle sind unter identischen Bedingungen entstanden. Bei Kameras, die Aufnahmen im Raw-Format unterstützen, sind die Raw-Versionen ebenfalls enthalten. Die Original-Testbilder stehen seit kurzem auf digitalkamera.de ab 49 Cent zum Kauf bereit und sind in der Labortest-Flatrate mit enthalten.  (Jan-Markus Rupprecht)

  • Bild Die neue Testbilder-Rubrik auf digitalkamera.de finden Sie als Unterrubrik unter dem Reiter "Tests". [Foto: MediaNord]

    Die neue Testbilder-Rubrik auf digitalkamera.de finden Sie als Unterrubrik unter dem Reiter "Tests". [Foto: MediaNord]

Seit mehreren Jahren nehmen wir im Rahmen unserer Kameratests zusätzlich zu den messtechnischen Aufnahmen auch Testbilder zur visuellen Beurteilung auf. Die Aufnahmen entstehen unter immer identischen Bedingungen und zeigen das gleiche Motiv. Dadurch eignen sich die Bilder sehr gut zum visuellen Vergleich verschiedener Kameras bzw. Kamera-Objektiv-Kombinationen miteinander. Die Aufnahmen zeigen einen Testaufbau mit typischen Elementen. Auf einer überdimensionalen Graukarte als Hintergrund mit einem Raster zur Sichtbarmachung von Verzeichnungen sind Testtafeln und dreidimensionale Gegenstände befestigt. Dabei haben wir darauf geachtet, dass diese nicht zu weit aus dem Hintergrund herausragen, um nicht zu sehr aus dem optimalen Schärfebereich herauszukommen. Fokussiert wird immer auf den Hintergrund. Das kann bei Kameras mit großem Sensor und relativ großen Blendenöffnungen  bedeuten, dass die auf dem Hintergrund montierten Objekte schon leicht aus der Schärfeebene herausstehen (damit müssen wir leben).

Testbilder mit vielen Details

Das Testbild zeigt in der Mitte ein kleines Augenoptiker-Testchart. Damit lässt sich die Auflösung verschiedener Kameras im Bildzentrum gut vergleichen: je kleinerer Text noch lesbar ist, desto besser. Die Auflösung am Bildrand kann man sehr schön anhand des Holzlineals am oberen Bildrand und der Millimeter-Skala rechts an der Farbtafel erkennen. Ist beim Lineal die Holzmaserung sichtbar und werden die auf dem Lineal aufgedruckten Ziffern scharf abgebildet? Sind die Millimeter-Skalen auf Lineal und Testtafel gut zu erkennen? Das stark gewölbte Sieb in der unteren linken Ecke eignet sich zum Beurteilen von Spitzlichtern (Überstrahlungen) und zeigen auch sehr schön eine elektronische Bildentzerrung bei Ultraweitwinkelaufnahmen (es ist dann unnatürlich verzerrt). Farben lassen sich recht gut mit den Textmarkern und der ColorChecker-Testtafel beurteilen bzw. vor allem untereinander vergleichen. Auf die Anwendung der Testaufnahmen gehen wir demnächst noch in einem Fototipp detailliert ein.

  • Bild Eine Kamera vor dem Testaufbau im digitalkamera.de-Testlabor. [Foto: MediaNord]

    Eine Kamera vor dem Testaufbau im digitalkamera.de-Testlabor. [Foto: MediaNord]

Sehr aufschlussreich sind auch die beiden Barbie-Puppen, die wir im Testaufbau platziert haben. Zum einen kann man anhand der Gesichter schön sehen, was die Kamera noch auflöst und wie natürlich die Kamera Gesichter wiedergibt. Sind die Augen gut zu erkennen? Durch die sanften Helligkeitsverläufe an den Wangen und unterm Kinn sieht man auch gut eventuelle stufige Helligkeitsverteilungen und andere unschöne Effekte. Werden die feinen Haare der Puppen noch aufgelöst? Fast ein Testbild für sich sind die Kleider der beiden Puppen. Es ist natürlich kein Zufall, dass wir ein weißes Kleid und ein graues Kleid, jeweils mit Struktur, gewählt haben. Bei hochauflösenden Kameras sieht man von dem grauen Kleid quasi jede Faser und der Stoff bekommt den leichten Glanz, den er tatsächlich hat. Bei niedrig auflösenden Kameras (und höheren ISO-Werten) verschwindet das feine Muster und der Stoff wird matt. Ist bei der schwarzen Strumpfhose die Stoffstruktur noch erkennbar oder wird daraus ein homogenes Schwarz? Auch hier ist idealerweise ein deutlicher Glanz im Stoff zu sehen. Auch was weiße Kleid fordert das Auflösungsvermögen der Kameras sehr.

ISO-Reihe bei höchstmöglicher Auflösung

Die Testaufnahmen machen wir in der Regel bei der Brennweite und Blende, in denen die vorherige Labormessung die beste Auflösung ergeben hat. In dieser Einstellung machen wir dann eine Aufnahmereihe vom niedrigsten bis zu hohen ISO-Werten. Wenn die Kamera Raw-Dateien aufnehmen kann, nahmen die wir Fotos zusätzlich in Raw auf. Die Raw-Bilder sind für uns oft aufschlussreich um zu sehen, welche Korrekturen die Kamera intern elektronisch vornimmt, z. B. ein Herausrechnen der Verzeichnung und Vignettierung auf dem Weg zur fertigen JPEG-Datei. Anwender von Raw-Konvertern können mit Hilfe der Raw-Dateien auch sehr gut probieren, ob sie damit eine bessere Qualität hinbekommen, als die Kamera intern in Echtzeit schafft, bzw. wie viel Zeit- oder Arbeitsaufwand das ist.

  • Bild Unser Testaufbau im Ganzen. Die roten Markierungen am Rand zeigen den Ausschnitt in den Seitenverhältnissen 4:3, 3:2 oder 16:9, die wir bei der eigentlichen Testaufnahme nutzen. [Foto: MediaNord]

    Unser Testaufbau im Ganzen. Die roten Markierungen am Rand zeigen den Ausschnitt in den Seitenverhältnissen 4:3, 3:2 oder 16:9, die wir bei der eigentlichen Testaufnahme nutzen. [Foto: MediaNord]

  • Bild Hochauflösende Kameras mit guten Objektiv geben nicht nur die untere Zahlenreihe der Autenoptiker-Testtafel lesbar wieder, sondern zeigen auch feinste Fusseln. Die hier in der Internet-Darstellung sichtbare Schärfung ist im Original nicht vorhanden. [Foto: MediaNord]

    Hochauflösende Kameras mit guten Objektiv geben nicht nur die untere Zahlenreihe der Autenoptiker-Testtafel lesbar wieder, sondern zeigen auch feinste Fusseln. Die hier in der Internet-Darstellung sichtbare Schärfung ist im Original nicht vorhanden. [Foto: MediaNord]

  • Bild Gut sichtbare Holzmaserung und feine Darstellung der aufgedruckten Millimeterskala und Zahlen zeigen eine hohe Auflösung auch am Bildrand. Die übertriebene Schärfung kommt wiederum durch die automatische Aufbereitung für die Darstellung im Internet. [Foto: MediaNord]

    Gut sichtbare Holzmaserung und feine Darstellung der aufgedruckten Millimeterskala und Zahlen zeigen eine hohe Auflösung auch am Bildrand. Die übertriebene Schärfung kommt wiederum durch die automatische Aufbereitung für die Darstellung im Internet. [Foto: MediaNord]

  • Bild Der Stoff des Kleids wird fein aufgelöst, ebenso die Haare. Unterm Kinn der Barbie-Puppe ist ein sanfter Helligkeitsverlauf sichtbar ohne Stufenbildung und Abrisse. [Foto: MediaNord]

    Der Stoff des Kleids wird fein aufgelöst, ebenso die Haare. Unterm Kinn der Barbie-Puppe ist ein sanfter Helligkeitsverlauf sichtbar ohne Stufenbildung und Abrisse. [Foto: MediaNord]

Anders als unsere Aufnahmen für die Labortests machen wir die ISO-Reihe mit einer Beleuchtung aus Tageslicht-Leuchtstoffröhren (die kommen im Labortest nur bei der Texturmessung zum Einsatz), die wir für bestimmte Untersuchungen zweistufig schalten können (volle und halbe Lichtmenge). Die Testbilder nehmen wir immer mit der reduzierten Lichtmenge auf, die eine Lichtmenge entsprechend Lichtwert 7 auf den Testaufbau bringt. Die volle Lichtmenge (Lichtwert 8) oder gar die 3.200-Watt-Halogenlicht-Beleuchtung mit Tageslicht-Filtern (Lichtwert 11), die wir bei den Aufnahmen für die Labortests verwenden, wären für die höheren ISO-Werte mancher Kameras viel zu hell.

Die Aufnahmen zu jeweils einer Kamera fassen wir in einer ZIP-Datei zusammen, wir nennen das "Testbilder-Paket". Je nach Kamera können das entweder nur relativ wenige JPEG-Aufnahmen sein (abhängig davon, wie viele ISO-Stufen die Kamera anbietet) oder auch recht große Pakete mit z. B. 16 JPEG- und 16 Raw-Dateien. Bei hochauflösenden Kameras kommen so Dateigrößen von teilweise deutlich über 1 Gigabyte zusammen. Nach der Anzahl der enthaltenen Fotos und der Größe der ZIP-Datei richtet sich auch der Preis für das Testbilder-Paket im Einzelverkauf. Die Bandbreite geht von 0,49 Euro bei den kleineren Archiven bis hinauf zu 1,49 Euro bei den größten. Dabei entfallen die weitaus meisten Testbilder-Pakete auf den Preisbereich bis 0,79 Euro. Mehr kosten aktuell nur 16 der insgesamt 170 Testbilder-Pakete.

Kostenlos für digitalkamera.de-Leser mit Labortest-Flatrate

Wer eine aktive Labortest-Flatrate auf digitalkamera.de gebucht hat, zahlt für die Testbilder übrigens gar nichts extra. Sie sind dann direkt inklusive und können im eingeloggten Zustand einfach heruntergeladen werden, genau wie alle Labortests. Damit wollen wir die Labortest-Flatrate weiter aufwerten und sind im Grunde auf dem Wege zu einer Art Premium-"Mitgliedschaft", in die wir künftig noch weitere Sachen integrieren wollen. Wobei wir das Wort "Mitgliedschaft" nicht mögen, denn hier bindet sich niemand. Die Flatrate ist auch kein Abonnement. Sie verlängert sich nicht automatisch, sondern läuft nach Ende des im Voraus bezahlten Zeitraums automatisch aus, falls man nicht aktiv verlängert. Bei Verlängerung vor Ablauf gibt es dafür einen Rabatt. Das werden wir genau so auch bei dem Premium-Angebot handhaben. Die Labortest-Flatrate kostet (je nach Laufzeit) ab 2,08 € pro Monat und ermöglicht den Zugriff auf alle Kamera- & Objektiv-Testprotokolle und jetzt auch auf alle Testbilder-Pakete für die Dauer des gebuchten Nutzungszeitraumes.

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Jan-Markus Rupprecht

Jan-Markus Rupprecht, 54, fotografiert mit Digitalkameras seit 1995, zunächst beruflich für die Technische Dokumentation. Aus Begeisterung für die damals neue Technik gründete er 1997 digitalkamera.de, das Online-Portal zur Digitalfotografie, von dem er bis heute Chefredakteur und Herausgeber ist. 2013 startete er digitalEyes.de als weiteres Online-Magazin, das den Bogen der digitalen Bildaufzeichnung noch weiter spannt.