WLAN für alle

Samsung WB30F, WB200F/WB250F, WB800F DV150F, ST150F, WB2100, ST72

2013-01-09, aktualisiert 2013-02-25 WLAN ist das zentrale Thema bei Samsung, hübsch verpackt unter dem Titel "Smart Camera 2.0". Sechs der achte Kameraneuheiten können damit aufwarten, alle zu erkennen am Namenszusatz "F". Die WB30F, WB200F, WB250F und WB800F gehören der kompakten Superzoomklasse an, die WB2100 hingegen der Superzoomklasse im Bridge-/DSLR-Design. Die DV150F weist als Besonderheit ein kleines Frontdisplay beispielsweise für Selbstporträts auf, die technisch ansonsten identische ST150F verzichtet auf dieses Zusatzdisplay. Die achte Kamera im Bunde nennt sich ST72.  (Benjamin Kirchheim)

Samsung WB800F [Foto: Samsung]Besonders viele technische Details zu den Kameras verrät Samsung nicht, auch Markteinführungstermine und Preise bleiben ein Geheimnis des koreanischen Herstellers. Samsung konzentriert sich ganz auf das Thema "Smart Camera 2.0", bei der innovative Nutzerführung und kinderleicht einsetzbare Netzwerkfunktionen dem Fotografen eine Vielzahl an innovativen Anwendungen eröffnen. So sucht die Kamera im Internet nach Firmwareupdates und informiert den Anwender, wenn eines vorliegt. Eine Smart-Link-Taste an den Kameras soll eine gewünschte WiFi-Funktion per Knopfdruck aktivieren, beispielsweise um Bilder per E-Mail zu verschicken oder in sozialen Netzwerken zu teilen. Neu ist die Auto-Share-Funktion, die aufgenommene Fotos automatisch per WLAN an ein vorher verbundenes Gerät überträgt, so dass man diese Funktion nicht mehr im Nachhinein aktivieren muss.

Die beiden Apps "Mobile Link" und "Remote Viewfinder" hat Samsung nun in der neuen App "Smart Camera" vereint. Mit ihr lässt sich ein Smartphone Samsung WB800F [Foto: Samsung](oder auch Tablet-PC) als Fernsteuerung für die Kamera verwenden, inklusive Livebildanzeige – eine Funktion, für die sich bisher die App "Remote Viewfinder" verantwortlich zeigt. Auslöser, Blitz- und Zoomsteuerung sind möglich. Für das Auswählen und Übertragen der Bilder war hingegen die App "Mobile Link" verantwortlich, diese Funktionalität übernimmt nun ebenfalls die App "Smart Camera", deren sieben Megabyte große Version 1.0 bereits seit 11. Dezember 2012 im Google-Play-Store kostenlos herunter geladen werden kann. Aber auch ohne kompatibles Smartphone sind viele WLAN-Funktionen direkt nutzbar, etwa das Übertragen von Bildern auf Fernseher via "TV-Link" oder DLNA. WiFi-direct hingegen dient der Übertragung von Fotos über eine direkte WLAN-Verbindung zu einem anderen Gerät. Dies kann eine andere Kamera, ein PC oder ein Smartphone sein. Für die Datensicherung der Fotos zeichnet sich die Auto-Backup-Funktion verantwortlich, die nun nicht nur auf Samsung ST150F [Foto: Samsung]PCs, sondern auch auch Macs läuft. Das Teilen von Fotos in sozialen Netzwerken sowie den Versand per E-Mail erlaubt die Kamera sogar direkt und ohne Smartphone.

Wie bei heutigen Smartphones, bei denen man immer wieder erstaunt feststellt, dass man damit auch noch telefonieren kann, kann man mit den Samsung-Kameras trotz der vielen smarten Funktionen natürlich auch noch fotografieren. Den Einstieg markiert das Modell ST150F. Es besitzt einen 16,2 Megapixel auflösenden CCD-Bildsensor und ein optisches Fünffach-Zoom von 25-125 Millimeter (alle Brennweitenangaben bezogen auf Kleinbild). Auf einen optischen Bildstabilisator muss der Fotograf jedoch verzichten. Der rückwärtige Drei-Zoll-Bildschirm misst 7,5 Zentimeter in der Diagonale und löst 230.000 Bildpunkte auf. Videos werden mit kleiner HD-Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln bei 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen und als MP4 mit H.264-Kompression gespeichert. Die Aufnahmeeinstellungen übernimmt die Kamera auf Wunsch völlig automatisch, sogar das passende Motivprogramm kann sie Samsung DV150F [Foto: Samsung]anhand einer Motivanalyse selbst aussuchen. "Smart Auto" heißt diese Funktion bei Samsung. Alternativ kann der Anwender das Motivprogramm selbst wählen oder auf die Programmautomatik umschalten. Digitale Fotofilter, eine Panoramafunktion, digitale Bilderrahmen, die digitale Gesichtsretusche "Beauty Shot" und einiges mehr komplettieren die Ausstattung. Als Speicherkartenformat kommt übrigens das kleine Micro SD (bzw. die SDHC- und SDXC-Variante) zum Einsatz, das auch bei Smartphones verwendet wird.

Technisch fast identisch ist die DV150F ausgestattet. Sie besitzt aber einen etwas kleineren rückwärtigen 2,7-Zoll-Bildschirm mit 6,7 Zentimeter Diagonale und wartet dafür mit einen 3,8 Zentimeter (1,48 Zoll) großen Frontdisplay auf. Dieses dient als Sucher bei Selbstporträts, aber auch als spezielle Anzeige in diversen Programmen, beispielsweise werden lustige Animationen im Samsung WB250F [Foto: Samsung]Kinderporträt-Programm abgespielt, damit die kleinen Zwerge auf den Fotos lachen und in die Kamera schauen. Die ST72 ist technisch ebenfalls identisch zur ST150F, muss aber ohne WLAN-Funktionalität auskommen.

Die drei Modelle WB200F, WB250F und WB800F sind ebenfalls sehr ähnlich ausgestattet. Die WB200F und WB250F besitzen ein optisches 18-fach-Zoom im kaum 22 Millimeter dicken Gehäuse, auch den optischen Bildstabilisator hat Samsung nicht vergessen. Die Brennweite reicht von 24 Millimeter Weitwinkel bis 432 Millimeter Tele. Während die WB250F einen 16,2 Megapixel auflösenden BSI-CMOS-Sensor besitzt, muss die WB200F mit einem 14,2-Megapixel-CCD auskommen. Dies begründet auch die Unterschiede im Empfindlichkeitsbereich (WB250F ISO 100 bis 3.200, WB200F ISO 80 bis 3.200) sowie der Videofunktion. Die WB200F nimmt maximal in kleiner Samsung WB250F [Foto: Samsung]HD-Auflösung 720p auf auf, während die WB250F standesgemäß Full-HD mit 1.920 x 1.080 Pixeln erreicht. Die Bildrate beträgt bei beiden Kameras 30 Bilder pro Sekunde, gespeichert wird im H.264 komprimierten MP4-Format. Die WB800F unterscheidet sich von der WB250F durch den größeren 21-fachen Zoombereich von 23 bis 489 Millimeter, dennoch fällt ihr Gehäuse nicht dicker aus, aber jeweils rund vier Millimeter höher und breiter. Die drei WB-Modelle besitzen einen Drei-Zoll-Touchscreen (7,5 Zentimeter Diagonale), dessen Auflösung Samsung leider nicht angibt. Gespeichert wird auf normalen SD/SDHC/SDXC-Karten, auch der Lithium-Ionen-Akku SLB-10A ist identisch. Smart Auto, Motivprogramme, eine HDR-Funktion, Beauty Shot, eine Panoramafunktion und noch viel mehr bieten ebenfalls alle drei.

Etwas magerer kommt das optische Zoom der WB30F daher, denn mit einem Brennweitenbereich von 24 bis 240 Millimeter zoomt es nur zehnfach. Ein optischer Bildstabilisator ist dennoch verbaut. Durch den Zoomverzicht fällt das Gehäuse mit nur 16,5 Millimetern äußerst flach aus. Der Drei-Zoll-Bildschirm muss ohne Touch-Funktion auskommen. Der CCD-Sensor löst 16,2 Megapixel auf, im Samsung WB2100 [Foto: Samsung]Videomodus werden maximal 1.280 x 720 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen und als H.264-komprimiertes MP4 gespeichert. Bei den Aufnahmefunktionen bietet die WB30F ähnliches wie auch die anderen Modelle, also Smart Auto, Motivprogramme, Beauty Shot, Live Panorama, Magic Frame, Filterfunktionen etc. Der Speicherkartenschacht nimmt Speicherkarten des Typs SD, SDHC und SDXC auf.

Die achte neue Kamera von Samsung gehört der klassischen Superzoomserie an, verzichtet aber auf die Smart-Camera-2.0-Funktionen. Sie zoomt 35-fach von 25 bis 875 Millimeter und besitzt einen optischen Bildstabilisator. Der 16 Megapixel auflösende BSI-CMOS-Sensor nimmt auch Videos in Full-HD-Auflösung auf, und zwar sogar mit 60 Halbbildern pro Sekunde. Gespeichert wird mit H.264-Kompression im MP4-Format auf Speicherkarten des Typs SD, SDHC und SDXC. Die Aufnahmefunktionen umfassen wie üblich Smart Auto, Motivprogramme, HDR, Panorama, Beauty Shot, Fotofilter etc. Der rückwärtige Drei-Zoll-Bildschirm (7,6 Zentimeter Diagonale) lässt sich nach oben und unten klappen.

Nachtrag vom 4.2.2013: Die Samsung WB250F besitzt zwar einen 16,4 Megapixel auflösenden BSI-CMOS, nutzt davon effektiv aber nur 14,2 Megapixel für Fotos. Die Kamera soll ab sofort für knapp 260 EUR in den Farben Weiß, Grau und Kobalt-Blau im Handel erhältlich sein.

Nachtrag vom 21.02.2013: Die Samsung ST150F ist ab sofort zu einem Preis von knapp 140 EUR in den Farben Silber, Weiß und Schwarz erhältlich.

Nachtrag vom 25.02.2013: Die Samsung WB30F soll in den Farben Schwarz, Weiß, Rot und Pflaume ab März 2013 zu einem Preis von ca. 180 EUR erhältlich sein. Die WB800F soll ab sofort zu einem Preis von knapp 300 EUR in Schwarz und Weiß erhältlich sein.

Nachtrag vom 13.03.2013: Die Samsung WB2100 soll ab März 2013 für knapp 330 Euro in Schwarz erhältlich sein.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.