Viele kühle Bilder

Nikon bringt Coolpix L14/L15, S51/S51c,S510, S700, P50 und P5100

2007-08-30 Nach der jüngsten spektakulären Präsentation seiner Spiegelreflexmodelle D3 und D300 setzt Nikon das Innovationstempo fort und stellt gleich acht neue Kompaktkameras der Coolpix-Reihe vor. Allen gemeinsam ist die automatische Kontrastanpassung D-Lighting, eine erweiterte Rote-Augen-Korrektur sowie die Kompatibilität mit SD- bzw. SDHC-Karten. Viele Modelle verfügen über eine automatische Erkennung von jetzt maximal 16 Gesichtern, die bis zu zehnmal schneller zu Werke gehen soll als die bisherige Version und die Belichtung inklusive Blitzaufhellung entsprechend anpasst. In den Neumitgliedern der S- und P-Serie steckt jetzt der schnelle Expeed-Bildprozessor mit schnellerer Signalverarbeitung und verbesserten Rauschunterdrückungsverfahren. In vielen Modellen sorgt Nikons Vibration Reduction (VR) durch bewegliche Elemente im Objektiv für eine optische Bildstabilisierung.  (Matthias Herrmannstorfer)

Nikon Coolpix P5100 [Foto: Nikon] Als neues Flaggschiff verfügt das Prosumer-Modell P5100 über Hardwarefeatures wie einen 1/1,72"-Sensor mit 12,1 Megapixeln, ein VR-stabilisiertes 3,5-fach-Objektiv mit Bildwinkeln entsprechend einem 36-126mm-Kleinbildzoom, ein 9-Segment-Autofokusmodul sowie einen 2,5"-Monitor mit 230.000 Bildpunkten. Ergänzt wird Letzterer durch einen optischen Sucher. Die Kamera verfügt über Nikons erweiterte Erkennungsautomatik und detektiert nun bis zu 16 Gesichter. In der P5100 bietet der Expeed-Prozessor zusätzlich eine digitale Verzeichnungskorrektur des Objektivs. Diese erfolgt bei allen Brennweiten während der Aufnahme und lässt sich am Monitor überprüfen. Mit einem Verstellbereich bis ISO 1.600 und – bei reduzierter Auflösung – bis ISO 3.200 lässt sich auch in dunkler Umgebung ohne Blitz fotografieren, wobei die verbesserte Rauschunterdrückung des Expeed-Chips zum Tragen kommt. Dem semiprofessionellen Anspruch genügen soll die P5100 durch ihr griffiges und stabiles Magnesiumgehäuse, Zeit- und Blendenvorwahl und manuelle Einstellung beider Parameter mit Belichtungswaage sowie einen iTTL-kompatiblen Blitzschuh oder die Histogrammanzeige. Der optional erhältliche 0,67-fach-Weitwinkel- und 3-fach-Telekonverter verschieben den kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich bis 24 mm nach unten respektive 380 mm nach oben. Allerdings muss der selbsternannte Profi bei diesem Modell ohne die Möglichkeit auskommen, Aufnahmen im RAW-Format speichern zu können. Die Coolpix P5100 wird voraussichtlich ab Ende September 2007 zum Preis von rund 420 EUR im Handel erhältlich sein.

Nikon Coolpix P50 [Foto: Nikon] Mit 1/2,5" ist der Sensor der Coolpix P50 deutlich kleiner bei der P5100, doch trotzdem lässt Nikon Empfindlichkeitseinstellungen bis ISO 2.000 zu, was in Kombination mit dem verbesserten Rauschfilter des Expeed-Prozessors scharfe und rauscharme Bilder auch unter schlechten Lichtbedingungen liefern soll. Allerdings stellt dieses Verfahren den einzigen Verwackelungsschutz der Kamera dar, da das Objektiv keinen optischen Stabilisator besitzt. Dafür verbaut Nikon in der P50 ein verhältnismäßig weitwinkliges 3,6-fach-Zoom, dessen Bildwinkelbereich dem eines 28-102mm-Kleinbildiobjektivs entspricht. Neben der Belichtungsautomatik erlaubt der M-Modus manuelle Eingriffe über die Vorwahl von Zeit und Blende. Die verbesserte Gesichtserkennung ist ebenso mit von der Partie wie D-Lighting und die erweiterte Rote-Augen-Korrektur. Der Rotstift war offenbar bei der Energieversorgung mit im Spiel, sie erfolgt über zwei AA-Zellen. Ab Ende Oktober soll die Coolpix P50 für rund 250 EUR käuflich zu erwerben sein.

Nikon Coolpix S700 [Foto: Nikon] Wie bei der P5100 ist auch in der Coolpix S700 ein 1/1,72"-CCD für die Bilderfassung zuständig, und auch bei diesem Modell ist der Expeed-Prozessor in der Lage, die Verzeichnungen des VR-stabilisierten 3-fach-Zooms entsprechend 37-111 mm im Kleinbildformat herauszurechnen. Unterstützt durch die verbesserte Expeed-Rauschunterdrückung sollen Empfindlichkeitseinstellungen von ISO 64 bis ISO 1.600 erforderlichenfalls für kurze Belichtungszeiten auch bei schlechten Lichtverhältnissen sorgen. Erweiterte 16-fach-Gesichtserkennung, D-Lighting und erweiterte Rote-Augen-Korrektur gehören auch hier zur Ausstattung. Ohne optischen Sucher ausgestattet, lassen sich Bilder auf einem 2,7" großen LCD mit 230.000 Pixeln gestalten und betrachten. Nikon streicht die Schnelligkeit der Kamera hervor und gibt eine Einschaltzeit von 0,9 Sekunden sowie eine Auslöseverzögerung von 5 Millisekunden an, wobei der zweite Wert vermutlich bei im Voraus erfolgter Scharfstellung gemessen wurde. Interessenten für die Coolpix S700 müssen sich bei der Verfügbarkeit voraussichtlich bis Ende Oktober 2007 gedulden und dann rund 380 EUR bereithalten.

Nikon Coolpix S51 (c) [Foto: Nikon] Das vollständig innen liegende, umgerechnet von 38-114 mm zoomende Objektiv verhilft der 8-Megapixel-Kamera Coolpix S51 zu einer flachen Form auch im Betrieb. Auch hier sorgt der VR-Bildstabilisator für scharfe Bilder zumindest bei ruhenden Motiven. Schnelle Bewegungen soll die Kamera durch die automatische Erhöhung der Sensor-Empfindlichkeit bis ISO 1.600 zusammen mit der Rauschunterdrückung des Expeed-Prozessors in den Griff bekommen. Dieser kann in der S51 allerdings keine digitale Verzeichnungskorrektur für das Objektiv ausführen. Bilder lassen auf dem 3" großen 230.000-Pixel-Display betrachten und bei der Variante S51c auch drahtlos via schnellem WLAN-Standard 801.11 b/g auf den Computer übertragen. Auch die Coolpix S51/S51c verfügt neben D-Lighting über eine automatische Gesichtserkennung mit entsprechender Optimierung von Schärfe und Belichtung. Die Auslieferung der beiden Coolpix-Modelle soll Anfang September 2007 beginnen. Nikon veranschlagt den Preis für die Coolpix S51 mit rund 280 EUR, für die Coolpix S51c mit knapp 330 EUR.

Nikon Coolpix S510 [Foto: Nikon] Als weiteres S-Modell ist die nicht ganz so flache Coolpix S510 mit einem 8-Megapixel-Sensor, einem VR-stabilisierten 3-fach-Zoomobjektiv mit kleinbildäquivalenten 35-105 mm sowie einem 2,5"-Monitor mit 230.000 Bildpunkten ausgestattet. Mit an Bord sind auch die verbesserte Gesichtserkennung sowie der Expeed-Bildprozessor mit Rauschunterdrückung sowie D-Lighting und erweiterte Rote-Augen-Korrektur. Die Sensor-Empfindlichkeit lässt sich bis ISO 2.000 einstellen. Ansonsten fällt die Kamera höchstens durch ihre Spezifikationen zur Einschaltzeit und Auslöseverzögerung auf, die Nikon mit 0,61 Sekunden (eingeschaltet) respektive 1,4 Sekunden vom Einschalten bis zum Auslösen angibt. Für die Coolpix S510 gibt Nikon einen Preis von knapp 310 EUR an und stellt die Verfügbarkeit ab Ende September 2007 in Aussicht.

Nikon Coolpix L15 [Foto: Nikon] Nikon Coolpix L14 [Foto: Nikon] Zu guter Letzt bringt Nikon die beiden Sparmodelle Coolpix L14 und L15 auf den Markt. Beide Kameras müssen ohne Expeed-Prozessor auskommen, warten aber mit Gesichtserkennung, der Kontrastanpassung D-Lighting sowie einer erweiterten Rote-Augen-Korrektur auf. Während der 8-Megapixel-Sensor der L15 Bilder durch ein VR-stabilisiertes 3-fach-Standardobjektiv entsprechend einem 35-105mm-Kleinbildobjektiv aufnimmt, muss sich der 7 Millionen Bildpunkte auflösende Sensor in der L14 mit einem umgerechnet von 38-114 mm reichenden Zoom begnügen und erfährt zudem keine Unterstützung durch einen VR-Stabilisator. Auch bei den Displays unterscheiden sich die beiden Modelle stark. Während die L15 noch über ein großes 2,8"-LCD mit 230.000 Pixeln verfügt, gönnt Nikon der L14 nur noch einen grob auflösenden 2,4"-Monitor mit mageren 115.000 Bildpunkten. Die Stromversorgung über schwere AA-Zellen lässt den Rotstift bei beiden Modellen deutlich erkennen. Die L15 soll Ende September 2007 für fast 200 EUR in die Regale gelangen, zwei Wochen später soll dann die L14 für rund 170 EUR folgen.

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