APS-C-Offensive

Kompakte Objektive Sony E 10-20 F4 G PZ, E 11 mm F1.8, E 15 mm F1.4 G

2022-06-01 2022 scheint ein Jahr der APS-C-Kameras und Objektive zu sein. Nach Canon und Fujifilm steht nun eine kleine Produktoffensive von Sony mit drei Objektiven an, die allesamt zeigen, wie schön kompakt und lichtstark man APS-C-Weitwinkelobjektive bauen kann. Das Sony E 11 mm F1.8 bietet einen großen diagonalen Bildwinkel von 104 Grad (16,5 mm KB) bei einem Gewicht von 180 g und weniger als 6 cm Länge. Das Sony E 15 mm F1.4 G ist besonders lichtstark und wiegt dennoch bei einer Länge von unter 7 cm nur 220 g. Der diagonale Bildwinkel beträgt 87 Grad (22,5 mm KB). Das Sony E 10-20 mm F4 G PZ wiegt unter 180 g und ist kürzer als 6 cm, der diagonale Bildwinkel beträgt 70-109 Grad (15-30 mm KB).  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Beim Sony E 10-20 mm F4 G PZ (SELP1020G) handelt es sich um ein intern arbeitendes Motorzoom, so dass das ohnehin sehr kleine Objektiv immer so kompakt bleibt. [Foto: Sony]

    Beim Sony E 10-20 mm F4 G PZ (SELP1020G) handelt es sich um ein intern arbeitendes Motorzoom, so dass das ohnehin sehr kleine Objektiv immer so kompakt bleibt. [Foto: Sony]

Mit lediglich 178 Gramm ist das Sony E 10-20 mm F4 G PZ das leichteste der drei neuen Objektive. Es wiegt sogar 46 Gramm weniger als das bisher einzige APS-C-Ultraweitwinkelzoom von Sony, das E 10-18 mm. Zwar war das 10-18 schon recht kompakt, aber das 10-20 ist bei identischem Durchmesser von sieben Zentimetern noch etwas kürzer, neun Millimeter, um genau zu sein. 5,5 Zentimeter ist es lang. Sony behauptet sogar, es sei das weltweit kleinste und leichteste APS-C-Weitwinkel-Powerzoom.

Trotzdem ist der optische Aufbau des E 10-20 mm F4 G PZ mit elf Linsen in acht Gruppen etwas komplexer, das Powerzoom arbeitet sogar intern. Vier asphärische und zwei ED-Linsen (eine davon ist gleichzeitig asphärisch) sollen optische Fehler minimieren. Die Blende besteht aus sieben Lamellen und lässt sich bis F22 schließen. Auch an einen Spritzwasser- und Staubschutz samt Dichtlippe am Bajonett hat Sony gedacht und dank des 62mm-Frontgewindes lassen sich ganz normale optische Filter verwenden. Der lineare Autofokusantrieb arbeitet intern und fokussiert ab 20 Zentimetern von der Sensorebene gemessen. Manuell kann das Objektiv sogar bereits ab 13 Zentimetern bei zehn Millimetern Brennweite beziehungsweise 17 Zentimetern bei 20 Millimetern Brennweite fokussiert werden. Der elektronische Fokusring arbeitet dabei linear. Der maximale Abbildungsmaßstab beträgt 1:7,1 mit Autofokus beziehungsweise 1:5,6 mit manuellem Fokus. Bereits ab Mitte Juni 2022 soll das Sony E 10-20 mm F4 G PZ zu einem Preis von knapp 850 Euro erhältlich sein.

  • Bild Das Sony E 11 mm F1.8 (SEL11F18) ist das kostengünstigste und "einfachste" Objektiv des Trios, soll aber ebenfalls eine hohe Bildqualität liefern. [Foto: Sony]

    Das Sony E 11 mm F1.8 (SEL11F18) ist das kostengünstigste und "einfachste" Objektiv des Trios, soll aber ebenfalls eine hohe Bildqualität liefern. [Foto: Sony]

  • Bild Das Sony E 11 mm F1.8 (SEL11F18) bietet einen linear arbeitenden elektronischen Fokusring, einen AF-MF-Schalter und sogar eine Fokushalte-Funktionstaste. [Foto: Sony]

    Das Sony E 11 mm F1.8 (SEL11F18) bietet einen linear arbeitenden elektronischen Fokusring, einen AF-MF-Schalter und sogar eine Fokushalte-Funktionstaste. [Foto: Sony]

Mit 181 Gramm kaum schwerer, aber deutlich lichtstärker ist das Sony E 11 mm F1.8. Mit einer Länge von 5,8 und einem Durchmesser von 6,6 Zentimetern (Filtergewinde 55 Millimeter) ist es ähnlich kompakt wie das Zoom. Sein optischer Aufbau besteht sogar aus zwölf Linsen, die in elf Gruppen angeordnet sind. Drei asphärische und drei ED-Linsen soll bei dieser Festbrennweite optische Fehler minimieren. Der interne Autofokus wird von gleich zwei Linearmotoren angetrieben und der manuelle Fokusring arbeitet ebenfalls elektronisch und linear. Die Naheinstellgrenze beträgt 15 Zentimeter mit Autofokus beziehungsweise 13 Zentimeter mit manuellem Fokus, was einen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:7,7 beziehungsweise sogar 1:5 ermöglicht. Videografen dürfte zudem freuen, dass das Fokusatmen minimiert worden sein soll. Selbstverständlich unterstützen zudem alle neuen Objektive die elektronische Unterdrückung des Fokusatmens seitens der Kamera.

Das Gehäuse des E 11 mm F1.8 ist gegen Staub und Spritzwasser geschützt, zudem besitzt es einen AF-MF-Schalter und eine Fokushalte-Funktionstaste. Ab Mitte Juni 2022 soll das Sony E 11 mm F1.8 erhältlich sein. Da es im Gegensatz zu den anderen beiden Neuvorstellungen nicht der hochwertigen G-Objektivserie angehört, ist sein Preis mit knapp 550 Euro etwas günstiger.

Auch wenn die letzte der drei Neuvorstellungen mit 219 Gramm die schwerste ist, handelt es sich beim Sony E 15 mm F1.4 G ebenfalls um ein sehr leichtes Objektiv, vor allem wenn man die hohe Lichtstärke berücksichtigt. Mit einer Länge von knapp sieben und einem Durchmesser von gut 6,7 Zentimetern (Filtergewinde 55 Millimeter) ist es zudem sehr kompakt. Auch wenn die Blende nur aus sieben Lamellen besteht, soll es ein sehr schönes Bokeh liefern, zumal es der hochwertigen G-Linie angehört. Für eine hohe optische Qualität sollen 13 Linsen sorgen, die in zwölf Gruppen angeordnet sind. Drei asphärische, eine ED- und eine Super-ED-Linse sollen optische Fehler minimieren. Die Verzeichnung wird dennoch elektronisch in der Kamera korrigiert, was sich nicht deaktivieren lässt.

  • Bild Das Sony E 15 mm F1.4 G (SEL15F14G) besitzt einen linear arbeitenden manuellen Fokusring, einen Blendenring mit De-Click-Funktion, einen AF.-MF-Schalter sowie einen Fokushalte-Funktionsknopf. [Foto: Sony]

    Das Sony E 15 mm F1.4 G (SEL15F14G) besitzt einen linear arbeitenden manuellen Fokusring, einen Blendenring mit De-Click-Funktion, einen AF.-MF-Schalter sowie einen Fokushalte-Funktionsknopf. [Foto: Sony]

Der interne Autofokus arbeitet mit zwei Linearmotoren, wobei auch hier die Naheinstellgrenze beim Autofokus mit 20 Zentimetern größer ist als bei manueller Fokussierung, wo sie 17 Zentimeter beträgt. Der maximale Abbildungsmaßstab erreicht 1:8,3 mit Autofokus und 1:6,7 mit manuellem Fokus. Der elektronische Fokusring arbeitet linear, das Fokusatmen soll minimal sein. Zusätzlich zum Fokusring besitzt das lichtstarke Weitwinkel einen AF-MF-Schalter und einen Fokushalte-Funktionsknopf. Außerdem ist ein Blendenring verbaut, dessen Klick sich auf Wunsch deaktivieren lässt. Das gegen Spritzwasser und Staub geschützte Gehäuse besteht aus Metall und Kunststoff. Ab Mitte Juni 2022 soll das Sony E 15 mm F1.4 G zu einem Preis von knapp 850 Euro erhältlich sein.

Wir erwarten in den nächsten Tagen Testsamples aller drei Objektive in unserer Redaktion und werden in nächster Zeit die Labortests mit einer Sony Alpha 6400 und danach sukzessive auch ausführliche Testberichte veröffentlichen.

Hersteller Sony Sony
Modell E 11 mm F1.8 (SEL11F18) E 15 mm F1.4 G (SEL15F14G)
Unverbindliche Preisempfehlung 599,00 € 849,00 €
Bajonettanschluss Sony E Sony E
Brennweite 11,0 mm 15,0 mm
Lichtstärke (größte Blende) F1,8 F1,4
Kleinste Blendenöffnung F16 F16
KB-Vollformat nein nein
Linsensystem 12 Linsen in 11 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
13 Linsen in 12 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
Anzahl Blendenlamellen 7 7
Naheinstellgrenze 120 mm 170 mm
Bildstabilisator vorhanden nein nein
Autofokus vorhanden ja ja
Wasser-/Staubschutz ja ja
Filtergewinde 55 mm 55 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 66 x 58 mm 67 x 70 mm
Objektivgewicht 181 g 219 g
Hersteller Sony
Modell E 10-20 mm F4 G PZ (SELP1020G)
Unverbindliche Preisempfehlung 849,00 €
Bajonett Sony E
Brennweitenbereich 10-20 mm
Lichtstärke (größte Blende) F4 (durchgängig)
Kleinste Blendenöffnung F22
Linsensystem 11 Linsen in 8 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
KB-Vollformat nein
Anzahl Blendenlamellen 7
Naheinstellgrenze 130 mm
Bildstabilisator vorhanden nein
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz ja
Filtergewinde 62 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 70 x 55 mm
Objektivgewicht 178 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 44, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.