Jede Geschichte von zwei Seiten festhalten

Canon PowerShot N100 nimmt gleichzeitig nach vorne und hinten auf

2014-01-06 Mit der PowerShot N100 stellt Canon ein neues Kamerakonzept vor: Das Gerät besitzt sowohl eine „Hauptkamera“ vorn als auch eine „Story-Kamera“ hinten. Beim Druck auf den Auslöser wird nicht nur das Motiv vor der Kamera, sondern auch die Person hinter der Kamera aufgenommen. Die Aufnahme der Story-Kamera wird dabei in die eigentliche Foto- oder Videoaufnahme eingebettet. So werden beide Seiten einer Geschichte erzählt und können anschließend dank WiFi und NFC-Unterstützung über ein Smartphone problemlos geteilt werden.  (Jan-Markus Rupprecht)

  • Bild Die Canon PowerShot N100 kombiniert einen eher konservativen Kamera-Look mit vielen fortschrittlichen Funktionen. [Foto: Canon]

    Die Canon PowerShot N100 kombiniert einen eher konservativen Kamera-Look mit vielen fortschrittlichen Funktionen. [Foto: Canon]

  • Bild Bei der Canon PowerShot N100 gibt es trotz großem, schwenkbarem Touchscreen die üblichen Hardware-Tasten. In der Mitte über dem Monitor erkennt man die rückwärtige "Story-Camera". [Foto: Canon]

    Bei der Canon PowerShot N100 gibt es trotz großem, schwenkbarem Touchscreen die üblichen Hardware-Tasten. In der Mitte über dem Monitor erkennt man die rückwärtige "Story-Camera". [Foto: Canon]

  • Bild Die Frontansicht der Canon PowerShot N100 ist sehr schlicht und unauffällig. Die Frontkamera entspricht im Wesentlichen der Canon PowerShot S120.  [Foto: Canon]

    Die Frontansicht der Canon PowerShot N100 ist sehr schlicht und unauffällig. Die Frontkamera entspricht im Wesentlichen der Canon PowerShot S120. [Foto: Canon]

Die PowerShot N100 bietet als erste Canon-Digitalkamera die Möglichkeit, das Geschehen vor und gleichzeitig auch hinter der Kamera aufzunehmen. Über die neue Funktion „Duale Aufnahme“ hält die rückwärts gerichtete Story-Kamera die Person hinter der Kamera mit allen Emotionen im Moment der Aufnahme im Bild oder Video fest. Diese werden in die eigentliche Foto- oder Movieaufnahme eingebettet. Das ist ideal, wenn die Reaktion des Fotografen genauso bedeutend ist, wie der Moment selbst.

Die Canon Smart Auto Technologie soll dabei ganz automatisch für optimale Aufnahmen sorgen: Die Funktion analysiert die Szene und wählt aus 58 Optionen – vom Sonnenaufgang bis zum Lächeln eines Babys – automatisch die idealen Kameraeinstellungen. Bei aktivierter Funktion „Hybrid Auto“ zeichnet die Kamera vor jeder Foto-Aufnahme automatisch einen Videoclip von vier Sekunden auf. Hybrid Auto kann zudem mit der Funktion „Duale Aufnahme“ kombiniert werden. In diesem Fall wird dann die Person hinter der Kamera jeweils zwei Sekunden vor und nach dem Druck auf den Auslöser aufgenommen. Am Ende des Aufnahmetages werden alle Clips zu einem 720p-Video zusammengefasst, um die Geschichte hinter den Kulissen des Aufnahmetags zu erzählen.

Über den neuen Modus „Story Highlights“ wird besonders einfach und ohne lange Bearbeitungszeit eine Geschichte erzählt. Der Modus stellt automatisch alle besten Aufnahmen des Tages in einem Videoalbum zusammen, das betrachtet und geteilt werden kann. Dank eines besonderen Algorithmus und des DIGIC 6 Prozessors analysiert die Kamera intelligent alle Aufnahmen und sucht – sortiert nach Themen, Datum oder in der Kamera registrierten Personen – die besten davon für das Videoalbum aus. Mit der Favoriten-Taste können sofort nach der Aufnahme Lieblingsfotos oder Videos ausgewählt, organisiert und gekennzeichnet werden. So entscheidet man selbst, ob diese für Story Highlights benutzt werden sollen.

Das WLAN der PowerShot N100 erleichtert das Teilen schöner Alltagsgeschichten. Aufnahmen können bei Verbindung mit einem Smartphone oder Tablet, das über einen Internetzugang verfügt, direkt via Canon Image Gateway auf ein soziales Netzwerk hochgeladen werden. Auch die Vernetzung mit einem Smartphone ist besonders einfach. Die auf einem Smartphone konfigurierbare Taste zum Verbinden mit Mobilgeräten mit NFC-Unterstützung ermöglicht das Verbinden auf Knopfdruck und in wenigen einfachen Schritten das schnelle Teilen über die auf dem Smartphone installierte Canon App CameraWindow. Ebenso wird auch das Erstellen eines Backups auf einem Cloud-Speicher wie Google Drive oder Flickr via Canon Image Gateway zum Kinderspiel. Mit der CameraWindow App lassen sich zudem die wichtigsten Funktionen der PowerShot N100 – wie Zoom, Blitz und sogar der Selbstauslöser – direkt über das Smartphone-Display fernsteuern – ideal für Gruppenaufnahmen oder Aufnahmen mit entlegenen Kamerapositionen.

Solcherlei Features verbindet man bislang normalerweise mit mittelmäßiger Bildqualität: Sehr viele Megapixel aus sehr kleinen Sensoren und mit lichtschwachen Zoom-Objektiven. Nicht so die Canon PowerShot N100. In dieser verbirgt sich offenbar als Frontkamera im Wesentlichen die Canon PowerShot S120, eines der Kompaktkamera-Flaggschiffe von Canon. Der aktuelle DIGIC 6 Prozessor und 12,1 Megapixel 1/1,7-Zoll-CMOS-Sensor kombiniert mit einem hochwertigen, lichtstarken (F1.8) 5-fach-Zoom-Objektiv mit 24mm-Weitwinkelbrennweite und optischem Bildstabilisator. Das kann sich sehen lassen und verspricht wirklich ordentliche Aufnahmen! Die rückwärts gerichtete Story-Kamera, die parallel zur Hauptkamera arbeitet, fängt mit ihrem 25-mm-Weitwinkelobjektiv bis zu zwei Personen hinter der Kamera ein.

Zur Bildbetrachtung (vor, während und nach der Aufnahme) und zur Bedienung der Kamera dient der aufklappbare 3"-Touchscreen, der es zudem ermöglicht, auch aus ungewöhnlichen Positionen zu fotografieren oder zu filmen. Anders als das Schwestermodell PowerShot N besitzt die PowerShot N100 aber zusätzlich alle wichtigen Bedienelemente, wie Auslöser und Zoomwippe und etliche andere und auch einen richtigen Xenon-Blitz. Die Canon PowerShot N100 bietet also viele moderne und innovative Ausstattungsmerkmale ohne Abstriche in der Bildqualität. Für die gebotene Ausstattung bleibt die unverbindliche Preisempfehlung von knapp 370 € noch durchaus im Rahmen (auch im Vergleich zur PowerShot S120, die teurer ist). Die Markteinführung ist für Mitte Mai 2014 vorgesehen.


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Jan-Markus Rupprecht

Jan-Markus Rupprecht, 54, fotografiert mit Digitalkameras seit 1995, zunächst beruflich für die Technische Dokumentation. Aus Begeisterung für die damals neue Technik gründete er 1997 digitalkamera.de, das Online-Portal zur Digitalfotografie, von dem er bis heute Chefredakteur und Herausgeber ist. 2013 startete er digitalEyes.de als weiteres Online-Magazin, das den Bogen der digitalen Bildaufzeichnung noch weiter spannt.