Für schönes Bokeh und Available-Light-Fotografie

Besonders leichtes Sigma 50 mm F1,2 DG DN Art vorgestellt

2024-03-26 Mit dem Sigma 50 mm F1,2 DG DN Art stellt der japanische Objektivspezialist seinem 50 mm F1,4 Art ein noch lichtstärkeres Schwestermodell an die Seite. Dabei haben die japanischen Ingenieure es geschafft, dass das neue F1,2-Objektiv trotz einer halben Blendenstufe höheren Lichtstärke kaum größer und schwerer als sein F1,4-Pendant geworden ist. Vergleichbare Objektive anderer Hersteller sind jedenfalls größer. Zudem kommen erstmals 13 Blendenlamellen für ein noch schöneres Bokeh und ein neuer Dual-HLA-Fokusantrieb zum Einsatz.  (Benjamin Kirchheim)

Das Sigma 50 mm F1,2 DG DN Art misst lediglich 8,1 Zentimeter im Durchmesser (nur drei Millimeter mehr als das F1,4) und ist rund elf Zentimeter lang (genauso wie das F1,4). Dabei wiegt es 740 Gramm (70 g mehr als das F1,4) und besitzt selbstverständlich ein gegen Spritzwasser und Staub abgedichtetes Gehäuse, das auch einem hochwertigen TSC-Kunststoff besteht. Zum Vergleich: Das Sony 50 mm F1,2 ist dicker und schwerer, das von Canon ist noch dicker und erheblich schwerer, das Nikon ist obendrein deutlich länger und knackt sogar die Marke von einem Kilogramm.

Dank eines 72mm-Gewindes lassen sich optische Filter vor das Sigma 50 mm F1,2 DG DN Art schrauben. Die optische Konstruktion setzt sich aus 17 Linsen zusammen, die in zwölf Gruppen angeordnet sind. Vier asphärische Linsen sollen Bildfehler korrigieren und für eine hohe Auflösung bis zum Bildrand sorgen.

Die kompakte Bauweise ist nicht zuletzt dank zweier Fokusgruppen möglich, die jeweils von einem leisen Linearmotor (HLA) angetrieben werden. Damit verspricht Sigma nicht nur einen besonders schnellen, sondern auch leisen Autofokus. Videografen dürfte freuen, dass das Fokusatmen durch diese Konstruktion ebenfalls minimiert werden konnte. Die Naheinstellgrenze liegt bei 40 Zentimeter, was einen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:6,2 ermöglicht. Dank AF-MF-Taste kann am Objektiv auf manuellen Fokus umgeschaltet werden, der wahlweise linear oder nicht-linear arbeitet, zudem gibt es eine AFL-Taste, die sich kameraseitig mit einer anderen Funktion belegen lässt; beides natürlich nur, wenn die Kamera solche Funktionen unterstützt.

Die Blende setzt sich erstmals bei Sigma aus 13 Lamellen zusammen, die selbstverständlich abgerundet sind. Das soll für eine besonders gleichmäßige, kreisrunde Öffnung sorgen, die neben der asphärischen Korrektur zu dem schönen, weichen Bokeh beitragen soll. Dank eines Blendenrings lässt sich die Blende direkt am Objektiv in Drittelstufen zwischen F1,2 und F16 steuern. Videografen können den Click abstellen und die Blende dann sogar stufenlos steuern. Wer möchte, kann den Blendenring aber auch auf die Automatikposition stellen und damit automatisch oder manuell über die Kamera steuern. Dank einer Lock-Funktion für den Blendenring verstellt sich dieser nicht versehentlich.

Ab 18. April 2024 soll das Sigma 50 mm F1,2 DG DN Art zu einem Preis von knapp 1.500 Euro für L-Mount (Leica, Panasonic und Sigma) sowie E-Mount (Sony) erhältlich sein. Neben den obligatorischen Deckeln gehören auch eine Streulichtblende und ein Objektivköcher zum Lieferumfang.

Hersteller Sigma
Modell 50 mm F1.2 DG DN Art
Unverbindliche Preisempfehlung 1.499,00 €
Bajonettanschluss Sony E, L-Mount
Brennweite 50,0 mm
Lichtstärke (größte Blende) F1,2
Kleinste Blendenöffnung F16
KB-Vollformat ja
Linsensystem 17 Linsen in 12 Gruppen
inkl. asphärische Linse(n)
Anzahl Blendenlamellen 13
Naheinstellgrenze 400 mm
Bildstabilisator vorhanden nein
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz ja
Filtergewinde 72 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 81 x 109 mm
Objektivgewicht 745 g

Sigma Produktmanager Harald Bauer stellt das Sigma 50 mm F1,2 DG DN Art im Detail vor


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 46, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.