Rubrik: Video

Ken-Burns-Effekt in DaVinci Resolve 16 erstellen

2019-11-17 In den drei letzten Fototipps haben wir gezeigt, wie einfach es ist, Videos in DaVinci Resolve 16 zu arrangieren, auf den Frame genau zu schneiden und Überblendeffekte zu setzen, das Projekt als Video zu exportieren und wie Titel eingefügt werden. Mit diesem Fototipp zeigen wir, wie Sie den beliebten Ken-Burns-Effekt, also eine virtuelle Zoom- oder Kamerafahrt in eine Präsentation von Fotos beziehungsweise Videos einbauen.  (Harm-Diercks Gronewold)

  • Bild Unten links ist das Menü zur Feineinstelung des dynamischen Zooms zu finden. (Für diesen Screenshot haben wir das Vorschaufenster vergrößert). [Foto: Medianord]

    Unten links ist das Menü zur Feineinstelung des dynamischen Zooms zu finden. (Für diesen Screenshot haben wir das Vorschaufenster vergrößert). [Foto: Medianord]

  • Bild Nachdem die Rahmen eingeblendet wurden, können Sie diese Verschieben, in ihrer Größe verändern und auch eine Bewegungsrichtung vorgeben. [Foto: Medianord]

    Nachdem die Rahmen eingeblendet wurden, können Sie diese Verschieben, in ihrer Größe verändern und auch eine Bewegungsrichtung vorgeben. [Foto: Medianord]

Virtuelle Zooms verdanken ihre Beliebtheit dem Oscar-nominierten amerikanischen Dokumentarfilmer Ken Burns. Trotz seiner Einfachheit schafft es der Effekt, Dynamik in ansonsten undynamische Fotos beziehungsweise Videos zu bringen. In DaVinci Resolve 16 können Sie diesen Effekt sehr einfach realisieren. Dazu suchen Sie sich zunächst das Foto beziehungsweise den Videoclip raus, der diesen Effekt bekommen soll und klicken auf die "Inspector"-Schaltfläche oben rechts. Dann scrollen Sie im Inspector etwas nach unten, bis Sie zum "Dynamic Zoom" kommen. Dieser wird mit einem Klick aktiviert. Mit einem Doppelklick kann der dynamische Zoom angepasst werden. Die vier Optionen, die Ihnen zur Verfügung stehen, definieren das Verhalten des Zooms. "Linear" bedeutet, dass die Zoomgeschwindigkeit konstant bleibt. "Ease in" bedeutet, dass die Zoomgeschwindigkeit am Anfang langsamer ist als am Ende. "Ease out" ist das genaue Gegenteil von "Ease in". Die "Swap"-Schaltfläche verändert die Zoomrichtung. Damit ist der Ken-Burns-Effekt im Prinzip auch schon fertig.

Als nächstes können die Richtung und die Stärke des Zooms festgelegt werden. Dazu klicken Sie links unterhalb des Vorschaufensters auf das kleine Rahmensymbol und wählen "Dynamic Zoom" aus. Im Vorschaufenster werden daraufhin ein grüner und ein roter Rahmen eingeblendet. Der grüne Rahmen zeigt die Anfangsposition des Zooms und der rote Rahmen die Endposition. Die Zoomgeschwindigkeit wird vom Größenunterschied der Rahmen und der Spieldauer des Clips/Fotos bestimmt. Die Rahmen können über die Eckpunkte in der Größe verändert werden. Zudem sind die Rahmen verschiebbar. Sie können also einen virtuellen Zoom mit einer Kamerafahrt kombinieren. 

Neben dem Ken-Burns-Effekt kann die Funktion des dynamischen Zooms auch als virtueller Schwenk eingesetzt werden. Dazu werden die beiden Rahmen einfach auf die gleiche Größe gezogen und voneinander versetzt, so dass die Software anstelle eines Zooms eine Kamerafahrt macht. Bitte beachten Sie, dass die Bild- beziehungsweise Videoauflösung ausreichen sollte, um einen Ken-Burns-Effekt anzuwenden.

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Autor

Harm-Diercks Gronewold

Harm-Diercks Gronewold, 48, ist gelernter Fotokaufmann und hat etliche Jahre im Fotofachhandel gearbeitet, bevor er 2005 in die digitalkamera.de-Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Produktdatenbanken, Bildbearbeitung, Fototipps sowie die Berichterstattung über Software und Zubehör. Er ist es auch, der meistens vor der Kamera in unseren Videos zu sehen ist und die Produkte vorführt.