43-Zoll-Monitor (108 cm)

Testbericht: ViewSonic VX4380-4K Großbild-Monitor

2018-03-23 Im Zuge unserer Fototipp-Reihe "Fotos auf 4K-Fernsehern" haben wir uns auch zwei richtig große Bildschirme für den Schreibtisch angeschaut. Einer davon ist der hier getestete ViewSonic VX4380-4K in "Fernsehgröße" mit 43 Zoll (108 Zentimeter) Bilddiagonale. Die enorme Größe ermöglicht es, bei 4K-Auflösung das Betriebssystem unskaliert (bei 100 Prozent) zu verwenden, ohne dass Schrift, Schaltflächen oder Symbole besonders klein dargestellt werden. Sein hochwertiges IPS-Panel ermöglicht zudem einen breiten Blickwinkel ohne Farbverfälschungen.  (Jan-Markus Rupprecht)

  • Bild Viewsonic VX4380-4K. [Foto: Viewsonic]

    Viewsonic VX4380-4K. [Foto: Viewsonic]

Fotos auf 4K-Fernsehern  Dieser Test ist Teil unserer Reihe "Fotos auf 4K-Fernsehern", zu der wir uns auch große 4K-Monitore für den Schreibtisch angeschaut haben. Direkt hierzu gehört der Fototipp "Fotos auf 4K-Fernsehern: Riesen-Monitore auf dem Schreibtisch", der am 26.03.2018 erscheint, und der Testbericht des 40 Zoll großen 4K-Monitors Philips BDM4037UW. Einen Überblick über die ganze Serie finden Sie auf der Übersichtsseite zur digitalkamera.de-Fototipp-Reihe "Fotos auf 4K-Fernsehern", auf der alle zugehörigen Artikel verlinkt sind.

Im Oktober 2017 kam der ViewSonic VX4380-4K auf den Markt, unseres Wissens nach der größte reguläre "Schreibisch-Monitor", den es gibt. Er ist noch drei Zoll größer (immerhin fast acht Zentimeter), als der von uns ebenfalls getestete Philips BDM4037UW. In der Fläche macht das wiederum einiges aus, sodass dieses Gerät, das wir als Testgerät angefordert haben, sogar noch etwas weiter zurück an die Position, die ehemals ein 24-Zoll-Monitors inne hatte (Betrachtungsabstand zur Bildmitte ca. 90 Zentimeter). Der ViewSonic ist plan, also nicht "curved". Wenn man zuvor ein halbes Jahr lang die leichte Wölbung des Philips gewohnt ist, kommt einem das Flache Bild im ersten Moment wie "andersherum gewölbt" vor, aber da spielt einem natürlich das Gehirn einen Streich.

  • Bild Viewsonic VX4380-4K. [Foto: Viewsonic]

    Viewsonic VX4380-4K. [Foto: Viewsonic]

Durch die "nicht-Wölbung" sind die äußeren Ecken enorm viel weiter entfernt als die Bildmitte. Und durch die noch etwas größere Fläche habe ich beim Viewsonic, selbst nach der Gewöhnung an den 40-Zoll-Philips, das Gefühl "43 Zoll reicht wirklich – größer sollte ein Schreibtisch-Monitor nicht sein". Aber man gewöhnt sich schnell an den noch größeren Bildschirm und tatsächlich kommt mir nach einiger Zeit das Arbeiten noch etwas entspannter vor, weil eben doch jede Schrift, jede Schaltfläche, jedes Symbol noch rund zehn Prozent größer sind als beim 40-Zoll-Philips.

Monitore dieser Größe haben keinen höhenverstellbaren Fuß, wie man es von kleinen Monitoren kennt. Das wäre auch überhaupt nicht sinnvoll, denn die Oberkante des Monitors ist auch so schon auf Augenhöhe (oder sogar darüber, je nach Sitzposition und Körpergröße). Der Monitor ist aber immerhin neigbar und ich hatte ihn auch in Maximalstellung (12 Grad) nach hinten geneigt und fand diese Stellung optimal. Der Monitorfuß des ViewSonic VX4380-4K ist scheinbar aus silber lackiertem Kunststoff. Darunter verbergen sich aber Metallprofile. Die Standsicherheit ist deshalb sehr gut.

  • Bild Viewsonic VX4380-4K. [Foto: Viewsonic]

    Viewsonic VX4380-4K. [Foto: Viewsonic]

Die Neigung des Monitors auf dem Fuß reicht nicht, um einen bedingt lustigen Effekt zu verhindern: Die kleinen Markierungen unter den Symbolen der Windows-10-Taskleiste, die anzeigen, welche Programme aktiv sind, werden unsichtbar, wenn man schön grade vor dem Monitor und nicht zu weit weg sitzt. Die Hintergrundbeleuchtung sitzt bei diesem Panel offenbar ein Stückchen hinter den LCDs. Schaut man nun schräg von oben drauf – was ja bezogen auf den linken unteren Rand bei dem Riesen-Monitor unvermeidbar ist – dann bekommen die untersten zwei bis drei Pixel kein Licht von der dahinterliegenden Beleuchtung ab. Und genau dort liegt der dezente kleine hellblaue Balken, der die aktiven Programme anzeigt. Ein spezifisches Problem, das nur bei solchen Riesen-Monitoren überhaupt auftreten kann. Ein gebogener Monitor würde diesen Effekt mindern. Eine stärkere Neigung ebenfalls. Auch eine höhere Positionierung würde das Problem am unteren Bildrand natürlich mildern.

Fortsetzung auf Seite 2

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Autor

Jan-Markus Rupprecht

Jan-Markus Rupprecht, 53, fotografiert mit Digitalkameras seit 1995, zunächst beruflich für die Technische Dokumentation. Aus Begeisterung für die damals neue Technik gründete er 1997 digitalkamera.de, das Online-Portal zur Digitalfotografie, von dem er bis heute Chefredakteur und Herausgeber ist. 2013 startete er digitalEyes.de als weiteres Online-Magazin, das den Bogen der digitalen Bildaufzeichnung noch weiter spannt.