Superzoom-Kamera, Kompaktkamera

Testbericht: Sony MVC-CD1000

2000-12-05 Technisch haben die beiden Digitalkameras besonders in der Objektivtechnik so viel gemeinsam, dass man fast von "Zwillingen" sprechen könnte: Beide Kameras besitzen ein optisches 10-fach-Zoomobjektiv mit optischem Bildstabilisator. Weitere Gemeinsamkeiten sind der bisher noch eher seltene LCD-Sucher als Ergänzung zum LCD-Monitor und die Bildauflösung von 2,1 Megapixeln. Der entscheidende Unterschied zwischen beiden Kameras ist das verwendete Speichermedium. Während Olympus SmartMedia-Karten verwendet, gibt es bei der Sony eine Premiere: Erstmals speichert eine Digitalkamera ihre Bilder auf einer CD-R(ecordable), einem einmal beschreibbaren CD-Rohling also. Das im Vergleich zu einem SmartMedia-Steckplatz natürlich sehr große CD-R-Laufwerk erklärt auch den gewaltigen Größenunterschied beider Kameras. Nach der Olympus C-2100 Ultra Zoom haben wir jetzt die Sony MVC-CD1000 im Rahmen unseres digitalkamera.de-Praxistests (unter http://www.digitalkamera.de/Info/Praxis-Test/SonyMVC-CD1000-de.html) erprobt.  (Jan-Markus Rupprecht)

Sony Mavica MVC-CD1000 [Foto: MediaNord]Jahrelang hat Sony am Konzept seiner ursprünglichen Mavica-Digitalkamera-Serie festgehalten. Es gab auch einen guten Grund dafür: Keine andere Digitalkamera konnte ihre Bilder auf handelsüblichen 3,5"-FloppyDisks speichern, die nicht nur preisgünstig überall zu erhalten sind, sondern auch von praktisch jedem Computer dieser Welt ohne weiteres "geschluckt" und ausgelesen werden können. So hat die Mavica-Familie eine große und treue Fangemeinde gefunden – besonders in den USA, wo der Faktor "Bildauflösung" keine so große Rolle spielt wie hier in Europa. Allerdings ist in den letzten Jahren die Bildauflösung bei Digitalkameras so gestiegen, daß mit üblicher "dezenter" JPEG-Kompression kaum mehr als ein Bild auf die 1,44 MByte einer Diskette paßte. Sony blieb deshalb zunächst nichts anderes übrig, als die Bilder bei seinen Mavica-Modellen sehr stark zu komprimieren, was allerdings auf Kosten der Bildqualität ging.

Daß es so nicht mehr weitergehen konnte, hat Sony rechtzeitig bemerkt und nach einer Alternativlösung gesucht. Und diese wurde im Juni 2000 erstmals in Form der Sony Mavica MVC-CD1000, der ersten Digitalkamera, die ihre Bilder auf CD-R-Medien schreibt, präsentiert. Auch hier können die Bilddaten problemlos mit einem Computer ausgetauscht werden, allerdings bei einer Speicherkapazität von 156 MByte pro Scheibe. Ist die Sony Mavica MVC-CD1000 nun lediglich ein technologisches Vorzeigeobjekt oder kann man auch im Foto-Alltag damit arbeiten? Auf diese Frage liefert unser digitalkamera.de-Praxistest zur Sony Mavica MVC-CD1000 detaillierte Antworten.

Ergonomie und Verarbeitung  Mit ihren Ausmaßen von 137 x 131 x 212 mm (B x H x T) hat die MVC-CD1000 die Größe einer ausgewachsenen Kleinbild-Spiegelreflexkamera bzw. einer Mittelformat-Kamera. Doch aus der Not wird gleich eine Tugend, wenn man bemerkt, daß das hohe Eigengewicht (rund 1 kg) sowie die gute Handlage der Kamera weiter zur Stabilität beiträgt – zusätzlich zum eingebauten Bildstabilisator. Um vielleicht die Tatsache zu unterstreichen, daß die MVC-CD1000 mit silberglänzenden CD-Rs anstatt mit – meistens schwarzfarbenen – 3,5"-Disketten funktioniert, hat Sony der MVC-CD1000 eine silberfarbene Lackierung spendiert; lediglich der Handgriff, die Rückenpartie sowie der vorderste Teil des Objektivtubus sind im schlichten kunststoffblaugrau gehalten. Wer bereits eine Sony Mavica MVC-FD91 oder MVC-FD95 in den Händen gehabt hat, kommt schnell mit der MVC-CD1000 zurecht: Das "look and feel" ist das gleiche und die meisten Bedienelemente findet man an den gewohnten Stellen wieder.

Sony Mavica MVC-CD1000 Unterseite [Foto: MediaNord]Das Stativgewinde aus Metall liegt "strategisch" günstig plaziert zwischen dem Objektivtubus und dem eigentlichen Kameragehäuse; also ziemlich genau am Gravitationsmittelpunkt der Kamera. Allerdings ist die Auflagefläche rund um das Stativgewinde ziemlich klein (viel kleiner als übliche Stativ-Schnellwechselplatten), so daß sich die Kamera beim Hantieren durch Hebelwirkung auf dem Stativ bewegt. Das Gewinde ist weit genug entfernt vom Akkufach, so daß man selbst bei aufgesetztem Stativ mühelos den Lithiumionen-Akku wechseln kann. Die Anschlüsse (Datenschnittstelle, Blitzstecker, A/V-Ausgang, Netzeingang) sind über das Gehäuse verstreut, was weder zur Übersichtlichkeit beiträgt noch dem Kabelsalat vorbeugt. Zumindest sind alle Buchsen durch unverlierbare Gummikappen gegen Feuchtigkeit und Staub geschützt.

Der Sucher der MVC-CD1000 ist wie bei ihren Vorgängern elektronischer Art, vergleichbar mit den Videosuchern von Camcordern und mit seinen 180.000 Pixeln fein genug, um die Bildschärfe einigermaßen gut beurteilen zu können. Zusätzlich verfügt der Sucher über eine Eye-Start-Funktion (der Sucher wird automatisch eingeschaltet, sobald das Auge an das Okular geführt wird) und einen Dioptrienausgleich. Leider leidet die Mavica unter derselben "Krankheit" wie z. B. die DSC-F505(V) oder die MVC-FD95: Werden die wichtigsten Informationen (z. B. Auflösung, Bildzahl, Batteriestand) in das elektronische Sucherbild eingeblendet, sucht man vergebens Autofokus-Markierungen. Man weiß also nie, wo die Kamera nun genau scharfgestellt hat. Die einzige Aushilfe besteht in der Aktivierung der Spotmessung. In diesem Fall wird ein Fadenkreuz in der Bildmitte abgebildet, so daß man zumindest die Schärfe in der Mitte festlegen kann. Natürlich ist die Spotmessung eigentlich für die Belichtung zuständig, aber mit dem Fadenkreuz hat man zumindest ansatzweise eine Scharfstellhilfe. Ansonsten muß man dem Autofokus-System der Kamera blind vertrauen.

Bedienungsanleitung  Die Bedienungsanleitung für die Kamera ist in einem handlichen, einfarbig gedruckten DIN A5 Handbuch untergebracht; wobei sich die 77-seitige, deutsche Version ein Buch mit der französischen Version teilt (insgesamt liegen Anleitungen in neun verschiedenen Sprachen bei). Zusätzlich gibt es ein 14-seitiges Handbuch für die Brenn-Software und ein 23-seitiges Handbuch für die Bildübertragungs- und Bildbetrachtungssoftware PictureGear. Die beiden zusätzlichen Handbücher teilen sich ebenfalls den Platz im einfarbig gedruckten DIN A5 Format mit der französischen Anleitung. Für die gezielte Suche nach bestimmten Themen stehen sowohl ein Inhalts- als auch ein Stichwortverzeichnis zur Verfügung und erlauben somit die gezielte Suche nach bestimmten Themen. Auch eine grafische Anatomie der Kamera ist vorhanden, zwar nicht als Ausklappseite, aber eine einfache Zuordnung der einzelnen Kamerateile ist mühelos möglich. Alle Kamerafunktionen sind verständlich beschrieben und bei Bedarf mit Illustrationen versehen. Eine Online-Version auf CD-ROM steht zu dieser Kamera nicht zur Verfügung.

   Sony Mavica MVC-CD1000 Menü: Gesamtansicht [Foto: MediaNord]
   Sony Mavica MVC-CD1000 "Disc Tool"-Menü öffnen [Foto: MediaNord]
   Sony Mavica MVC-CD1000 "Disc Tool"-Menü verlassen [Foto: MediaNord]
Sony Mavica MVC-CD1000 Finalisierungsvorgang aufrufen [Foto: MediaNord]
   Sony Mavica MVC-CD1000 Finalisierungsvorgang beenden [Foto: MediaNord]
Menüführung, Kameraeinstellung  Am Handgriff der Kamera findet man die zentralen Bedienelemente: den Sony-typischen Betriebsmodus-Wahlschalter ("Still" für Standbildaufnahme, "Movie" für Videoaufnahme und "Play" für Wiedergabe), den Auslöser sowie – unmittelbar unterhalb des Auslösers – den Zoomknopf (Schiebeschalter). Eingeschaltet wird die MVC-CD1000 über den Hauptschalter an der Kamerarückseite; funktionsspezifische Knöpfe findet man unterhalb des Suchers (Blitzmodus, Makromodus, Spotmeßknopf, Lautstärke, LCD-Bildschirm Ein/Aus sowie Menüwahlschalter) und an der linken Kameraseite (Blitz-Auswurfknopf, Programm-Wahlschalter, Weißabgleich, Fokussierart und Stabilisation). Sämtliche anderen Einstellungen wie z. B. die Auflösung, der Selbstauslöser oder die Belichtungskorrektur werden über das Menüsystem der Kamera gemacht. Die Steuerung des Menüsystems erfolgt – in gewohnter Sony-Manier – über die rundliche Cursor-Wippe mit 5 Positionen (rechts, links, oben, unten, gedrückt) unterhalb des Suchers. Das Menüsystem der MVC-CD1000 ist mit dem der letzten Vorgänger aus der Mavica-Serie nahezu identisch. Es gibt nur zwei Ausnahmen: Angesichts der enormen Speicherkapazität der CD-R-Medien im Vergleich zu 1,44-MByte-Disketten zeigt die MVC-CD1000 unter dem Menü "File/Rec Mode" einen zusätzlichen Eintrag für die Speicherung der Bilder als unkomprimierte TIFF-Dateien auf, zum anderen ist das Untermenü "Disc Tool" wegen der unterschiedlichen Speichermedien bei beiden Kameras anders aufgebaut. Während bei den "konventionellen" Mavicas Befehle zum Formatieren und Kopieren der Diskette vorhanden sind, wurden sie bei der MVC-CD1000 durch Befehle zum Initialisieren und Finalisieren der CD-R ersetzt. Bei der Menüsprache besteht bei der MVC-CD1000 (genau wie bei anderen Sony-Modellen) lediglich die Auswahl zwischen Japanisch und Englisch.

Objektiv  Zumindest von den technischen Daten her handelt es sich bei dem Objektiv der MVC-CD1000 um einen "alten Bekannten". Die Rede ist von dem gigantischen 10-fach-Zoom (optisch) mit eingebautem optischen SteadyShot-Bildstabilisator, der schon bei der MVC-FD95 und ähnlich als 14-fach-Zoom bei deren Vorgängerin MVC-FD91 als "besonderes Kennzeichen" galt. Die resultierende Brennweite entspricht einem 40-400 mm-Objektiv bei Kleinbild – und das bei einer durchgehenden Lichtstärke von F2,8. Auf Wunsch läßt sich der Brennweitenbereich dank zusätzlichem digitalen 2-fach-Zoom auf 80-800 mm (zumindest theoretisch) erweitern. Man kann nicht oft genug die Vorzüge eines optischen Bildstabilisators erwähnen: Damit sind selbst unter eigentlich unzureichenden Lichtbedingungen noch Freihandaufnahmen (sogar bei langer Brennweite) möglich, ohne daß man Verwacklungen zu befürchten braucht. Durch die durchgehende Lichtstärke von F2,8 über den gesamten Brennweitenbereich ergeben sich relativ kurze Verschlußzeiten, so daß auch Bewegungsunschärfen größtenteils verhindert werden können. Wer trotzdem auf Stativaufnahmen nicht verzichten will, kann die Bildstabilisierungsfunktion ausschalten, da die Stabilisation in Verbindung mit einem Stativ wenig Sinn macht und dann unnötig Strom verbraucht (siehe Abschnitt: Stromversorgung). Die optische Qualität des Objektives erfüllt die hohen Sony-Qualitätsstandards: Bei kürzester Brennweite (40 mm) noch gerade so erkennbar (sehr leicht tonnenförmig), ist eine Verzeichnung bei längster Brennweite mit bloßem Auge nicht mehr auszumachen. Vignettierungen treten ebenfalls nicht auf und die Bildschärfe ist sowohl in der Bildmitte als auch an der Rändern gut.

Sony Mavica MVC-CD1000 mit Weitwinkelkonverter Sony VCL-MH07 [Foto: MediaNord]Das Objektiv ist mit einem 52 mm-Filtergewinde versehen, so daß Filter, Nahlinsen und Konverter daran angeschraubt werden können. Das 52 mm-Maß ist in der Fotobranche stark verbreitet, so daß man unter Umständen die Filter seiner KB-Kameraausrüstung weiterverwenden kann bzw. entsprechende Filter überall und relativ günstig im Fachhandel auftreiben kann. Sony legt der MVC-CD1000 ein Faltblatt bei, in dem zwei Konverter aufgeführt sind, der 1,4-fach-Telekonverter VCL-1452H und der 0,7-fach-Weitwinkelkonverter VCL-MHG07 aus der High Grade-Serie. Da angesichts der enormen serienmäßigen Telebrennweite kaum Bedarf an einem Telekonverter besteht und der von Sony empfohlene zumindest in Europa auch nicht mehr im Sony-Zubehörprogramm erhältlich ist, haben wir unseren Test auf den Weitwinkel-Konverter beschränkt. Durch den Einsatz des Weitwinkel-Konverters wird die Verzeichnung ein bißchen verstärkt; Vignettierungen und Randunschärfen bleiben aber weiterhin unsichtbar. Ein Rest-Zoombereich bleibt bestehen, so daß man den Brennweitenbereich von 28 mm mit Konverter bis zu den serienmäßigen 40 mm durchgängig nutzen kann.

Belichtungsmessung und -steuerung  Durch einen Druck auf den Program-AE-Knopf an der linken Kameraseite kann man zwischen der Programmautomatik und der Zeiten- bzw. Blendenautomatik wechseln. In der Zeitenautomatik stehen dem Benutzer dann 9 Blendenwerte zwischen F2,8 und F11 und in den Blendenautomatik Verschlußzeiten zwischen 1/500 und 8 Sekunden zur Auswahl. Leider muß man für jeden einzelnen Sprung von einem Wert zum anderen einen Knopfdruck auf die Plus- oder Minus-Taste betätigen. Wer also schnell von einem extremen Wert zum anderen gelangen will, muß sich im Dauertippen üben. Im Kameramenü gibt es noch die zusätzliche Möglichkeit, Belichtungskorrekturen einzugeben (+/- 2 Blenden in Drittelschritten); sonstige Belichtungsfunktionen wie Intervallaufnahmen, automatische Belichtungsreihen oder Langzeitbelichtungsfunktionen gibt es nicht. Sony Mavica MVC-CD1000 linke Kameraseite [Foto: MediaNord]Verstellbare CCD-Empfindlichkeiten gibt es ebenfalls nicht. Dafür bietet die MVC-CD1000 aber einen sogenannten "Dämmerungsmodus" in zwei Stufen an, der fast denselben Effekt bewirkt. Dazu gibt es noch zwei weitere Motivprogramme: einen Landschafts-Modus (hier wird der Fokus einfach auf unendlich gestellt) sowie einen sogenannten Panfokus-Modus (hier wird die Hyperfokale eingestellt, so daß Vordergrund und Hintergrund gleich scharf sind).

Ebenfalls per Knopfdruck geht der Weißabgleich vonstatten. Dabei wechselt man von der Weißabgleich-Automatik zu zwei Voreinstellungen (Indoor, Outdoor) sowie zu einem manuellen Weißabgleich (One-Push). Die Belichtungsmessung bei der MVC-CD1000 erfolgt nach mittenbetonter Integralmessung. So kommt es dann auch, daß die Belichtung auf mittig anvisierte Motive am besten herauskommt. Ist das Motiv allerdings außerhalb der Bildmitte, muß man mit einer Fehlbelichtung (besonders bei Gegenlicht) rechnen. Geübte Fotografen werden sich auszuhelfen wissen, indem sie die alternativ zur Verfügung stehende Spotmessung aktivieren, den bildwichtigsten Punkt anmessen und den Auslöser halb niedergedrückt halten, um die Belichtung (und unvermeidlich auch die Schärfe) zu speichern. So ein Aufwand ist eigentlich nicht gerechtfertigt: Die mittenbetonte Integralmessung ist seit längerer Zeit schon nicht mehr der aktuelle Stand der Technik; bei einer 3.500-DM-Kamera könnte man schon eine Mehrfeld-Messung erwarten.

Sony Mavica MVC-CD1000 mit Pop-Up-Blitz [Foto: MediaNord]Blitz  Der eingebaute Blitz (von uns gemessene Leitzahl: etwa 4 bis 6) der Sony Mavica MVC-CD1000 ist ein sogenannter Pop-Up-Blitz und wird per Knopfdruck freigesetzt. Das hat seine Vor- und Nachteile: Einerseits wird der Blitz nur dann aktiviert, wenn der Benutzer dies auch will, andererseits kann das bei "vergeßlichen" Fotografen gefährlich sein. Da der Blitz nicht mehr automatisch losgeht, sind die Bilder bei Dunkelheit oder Gegenlicht erbarmungslos unterbelichtet oder verwackelt (der Stabilisator hat auch seine Grenzen). Vergeßliche Fotografen sollten in diesem Fall lieber den Blitz pauschal herausnehmen; dieser wird dann nur gezündet, wenn die Kameraautomatik es für nötig hält. Durch seine herausragende Position liefert der interne Kamerablitz schattenfreie Bilder – lediglich bei Nahaufnahmen wirft der Objektivtubus einen Schatten auf die Bilder. Das Risiko der roten Augen wird durch die höhergestellte Blitzposition ebenfalls beträchtlich verringert. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann zusätzlich noch die Rote-Augen-Korrektur (in Form einer Blitzsalve vor dem eigentlichen Blitz) einschalten. Die Blitzintensität fällt an den Rändern geringfügig ab. In der Praxis wird man das kaum bemerken; lediglich bei uniformen weißen Flächen wird das Phänomen leicht sichtbar sein. Die Blitzdosierung neigt selbst bei Nahaufnahmen kaum zu Überblitz-Effekten; auf Wunsch kann man im Kameramenü die Blitzstärke herauf- bzw. herabsetzen (high, normal, low). Die Farbtemperatur des Blitzlichtes ist neutral. Eine Blitzlangzeitsynchronisation gibt es bei der MVC-CD1000 leider nicht.

Seine ganze Stärke entfaltet das Blitzsystem der Sony MVC-CD1000 bei angeschlossenem Sony-Systemblitz (siehe Foto in der Rubrik "Optik"). In diesem Fall wird ein über die Klinken-Buchse angeschlossener HVL-F1000 (zur Zeit das einzige Systemblitzgerät im Sony Zubehörprogramm) über ein "unechtes" TTL-Blitzbelichtungssystem gesteuert. Das Blitzgerät kann sowohl direkt an der Kamera Platz finden (über den Aufsteckschuh) oder mit der mitgelieferten Blitzschiene seitlich an der Kamera angebracht werden. Allerdings besitzt der HVL-F1000 nur grundlegende Blitzfunktionen: Einen motorgesteuerten Zoomreflektor gibt es nicht, der Reflektorkopf ist lediglich nach oben schwenkbar und ein AF-Einstellhilfslicht (Rotlicht) gibt es auch nicht. Dort, wo man eigentlich letzteren vermuten würde, befindet sich laut Bedienungsanleitung eine Meßzelle. Sony Mavica MVC-CD1000 mit Sony Systemblitz HVL-F1000 [Foto: MediaNord]Daraus muß man schlußfolgern, daß der HVL-F1000 eigentlich gar kein TTL-, sondern ein einfaches computerblendengesteuertes Blitzgerät ist. Diese Vermutung wird bestätigt, sobald man den Blitzsensor mit dem Finger verdeckt. In diesem Falle gibt das Blitzgerät die volle Leistung ab; die Bilder werden hoffnungslos überblitzt. Die von uns gemessene Leitzahl des HVL-F1000 Blitzes beträgt 21 bis 24 – statt 28, wie von den Herstellerspezifikationen angegeben. Das ist – im Vergleich zu anderen Blitzherstellern – ein durchaus "ehrlicher" Wert. Obwohl interner und externer Blitz sich – mechanisch gesehen – gegenseitig nicht stören, ist es nicht möglich, beide Geräte parallel zu zünden. Ein Aufhellen von Schattenpartien bzw. das Anbringen von Spitzlichtern in den Augen mit dem kamerainternen Blitz bei indirektem Blitzen mit dem Zusatzblitz ist also leider nicht möglich. Der HVL-F1000 wird übrigens nur aktiviert, wenn auch die Kamera eingeschaltet ist. Das ist praktisch, denn es schont die Batterien. Ebenfalls als positiv zu bewerten ist die "saubere" Abstimmung der Blitzautomatik: In den meisten Fällen sind die Bilder korrekt ausgeleuchtet; was über die fehlende "echte" TTL-Blitzsteuerung hinwegtröstet.

Scharfeinstellung  Das Autofokus-System der Sony Mavica MVC-CD1000 funktioniert nach dem Prinzip des Kontrastvergleiches. In der Praxis arbeitet der Autofokus der MVC-CD1000 zuverlässig und halbwegs schnell (knapp über 1 Sekunde); jedoch gibt die Kamera keine visuelle Rückmeldung, wo nun tatsächlich im Bild die Scharfeinstellung erfolgt ist. Das ist umso ärgerlicher, da heutige LCD-Bildschirme (und auch der elektronische Sucher) noch nicht hochauflösend genug sind, um darauf eine präzise Scharfeinstellung vornehmen zu können. Durch Aktivierung der Spotbelichtungsmessung läßt sich zumindest ein Fadenkreuz in der Bildmitte einblenden, so daß man wenigstens einen Referenzpunkt zur automatischen Scharfeinstellung besitzt. Der Arbeitsbereich des Autofokus liegt zwischen 25 cm und unendlich (in Weitwinkel-Stellung); schaltet man per Knopfdruck in den Makro-Modus, geht die Nahgrenze auf 2 cm (in Weitwinkel-Stellung) herunter, im Tele-Bereich liegt die Nahgrenze bei 80 cm. Sony Mavica MVC-CD1000 Rückseite [Foto: MediaNord]Die akustischen und visuellen Fokusbestätigungen kann man leider nicht ganz ernst nehmen; der Signalton ertönt manchmal auch, obwohl das Bild unscharf ist. Ein prüfender Blick auf den LCD-Bildschirm bzw. in den Videosucher ist also unbedingt anzuraten.

Angesichts dieser Tatsachen wird so mancher Benutzer das Autofokus-System der Kamera abstellen und die Scharfeinstellung manuell vornehmen. Und die Chancen sind groß, daß einige die manuelle Fokussierung lieb gewinnen werden: Erstens ist der manuelle Fokussierring an der Objektivfront gut dimensioniert und sehr feinfühlig zu bedienen, zweitens wird auf dem LCD-Bildschirm (bzw. im Videosucher) die aktuelle Distanz sowie ein vergrößerter Abschnitt des Bildes eingeblendet, was die manuelle Fokussierung unheimlich einfach macht. Der Fokusring wirkt übrigens nicht mechanisch auf das Linsensystem, sondern steuert die auch beim Autofokus arbeitenden Stellmotoren.

Auflösung und Weißabgleich  Die MVC-CD1000 besitzt denselben 2,1-Megapixel-Sensor wie die Disketten-Zwillingsschwester MVC-FD95. So stehen folglich auch dieselben Auflösungen (1.600 x 1.200; 1.024 x 768; 640 x 480 sowie 1.600 x  .072 für das kleinbildtypische Seitenverhältnis von 3:2) zur Verfügung – mit dem Unterschied zu anderen Mavica-Modellen, daß neben "normalen" JPEG-Bildern auch unkomprimierte TIFF-Bilder aufgenommen werden können. Auf den ersten Blick sehr nützlich erscheint auch die Funktion im Wiedergabemenü, die Auflösung eines bereits aufgenommenen Bildes nachträglich verändern zu können. Da die aufgenommenen Bilder allerdings wegen des CD-R-Konzeptes (nur einmal beschreibbar) auf der Silberscheibe "verewigt" sind, werden diese nicht überschrieben, sondern die Kamera fertigt eine Kopie des Bildes in der gewünschten Auflösung an, die dann zusätzlich mit auf die CD-R geschrieben wird.

Die Bildqualität liegt im oberen Mittelfeld aller Digitalkameras, trifft aber nicht jedermanns Geschmack. Die Bilder sind von einem leichten Grauschleier umgeben (kann durch eine gezielte Überbelichtung von +0,3 Blenden ausgemerzt werden) und leiden – hauptsächlich bei spärlich beleuchteten Motiven – unter etwas mehr Bildrauschen als bei den Spitzenreitern der 2,1-Megapixel-Klasse (Nikon, Olympus). Der Weißabgleich tendiert sehr leicht zu warmtönigen Bildern; Überstrahlungseffekte konnten wir auf den Testbildern keine erkennen. Insgesamt liefert die MVC-CD1000 eine Bildqualität, die sich mit den meisten anderen Kameras der 2,1-Megapixel-Generation messen kann. Auf dem Siegertreppchen würde die MVC-CD1000 in Sachen Bildqualität auf Platz zwei landen; den ersten Platz würden sich Nikon und Olympus teilen.

Sony Mavica MVC-CD1000 mit geöffneter Rückseite und eingelegter CD-R [Foto: MediaNord]Speicherung  Die MVC-CD1000 ist die einzige derzeit am Markt erhältliche Digitalkamera, die ihre Bilder auf CD-R aufnimmt. Die Medien sind mit 8 cm Durchmesser etwas kleiner als gewöhnliche 12-cm-Medien; sind aber trotzdem Standardware und somit relativ einfach im Fachhandel zu beschaffen. Eine CD-R faßt 156 MByte, was einem Fassungsvolumen von 25 unkomprimierten TIFF-Bildern bzw. 160 JPEG-komprimierten Bildern in höchster Auflösung entspricht. Vor der ersten Benutzung müssen die CD-R-Medien in der Kamera "initialisiert" werden. Dabei fordert eine Meldung auf dem LCD-Bildschirm den Benutzer auf, die Kamera während des Formatierungsvorgangs auf eine ebene Fläche abzustellen. Der Vorgang nimmt etwa 12 Sekunden in Anspruch. Das Laufwerk selbst besitzt eine Lesegeschwindigkeit von 8-fach und eine Schreibgeschwindigkeit von 4-fach. In Sekunden ausgedrückt braucht das Laufwerk im Durchschnitt 4,75 Sekunden um ein Bild anzuzeigen und etwa 3 Sekunden, um ein Bild auf CD-R zu schreiben. Leider scheint die MVC-CD1000 keinen internen Pufferspeicher zu besitzen, so daß man den Speichervorgang abwarten muß, bevor man weiter fotografieren kann.

Es gibt zwei Wege, die aufgenommenen Bilder auf einen Computer zu bekommen: Entweder man nimmt die CD-R aus der Kamera heraus und legt sie in das CD-ROM-Laufwerk (unter Umständen muß dazu der mitgelieferte 12-cm-Adapter benutzt werden) des Computers ein, oder man schließt die Kamera mittels USB-Kabel an den Computer an. In beiden Fällen muß man zuvor die auf CD-ROM mitgelieferte Software DirectCD von Adaptec installieren, damit der Computer auf die CD-R direkt zugreifen kann. Im Falle einer USB-Verbindung wird bei der ersten Installation ein geeigneter USB-Treiber von der Software-CD-ROM installiert. Wer Adaptec DirectCD nicht installiert hat, wird zwar auch vom CD-ROM-Laufwerk aus den Inhalt der CD-R auslesen können; allerdings muß die CD-R in diesem Fall zuvor in der Kamera "finalisiert" werden. Der Finalisierungsvorgang dauert etwa 1 Minute und 15 Sekunden und es gehen pro Finalisierungsvorgang 13,5 MByte Speicherkapazität auf der CD-R verloren. Will man eine finalisierte, aber noch nicht vollbeschriebene CD-R anschließend in der Kamera weiterbenutzen, muß ein neuer Initialisierungsvorgang vorgenommen werden. Es ist also äußerst ratsam, die Software Adaptec DirectCD auf dem Rechner zu installieren.

Stromversorgung  Die Stromversorgung über die sonyspezifischen InfoLithium-Akkus ist sozusagen ein Wahrzeichen von Sony. Die MVC-CD1000 bedient sich eines NP-F550-Akkus (mitgeliefert), der mit seiner Kapazität von 1.500 mAh eine Betriebszeit von bis zu 1,5 Stunden bzw. eine Bildausbeute (ohne Blitzgebrauch) von bis zu 1.000 Bildern verspricht. Das Powermanagement der Sony-Digitalkameras funktioniert so präzise, daß die Restlaufzeit des Akkus in Minuten angezeigt wird – komfortabler geht es wohl kaum! Ist der Akku einmal leer, kann er mit dem mitgelieferten Netz-/Ladegerät innerhalb von rund 3,5 Stunden wieder voll aufgeladen werden. Sony Mavica MVC-CD1000 Oberseite [Foto: MediaNord]Mit dem als Zubehör erhältlichen Schnell-Ladegeräten von Sony (AC-VQ800 für Wechselspannung, DC-VQ800 für 12-V-Bordspannung eines Fahrzeuges) kann die Ladezeit weiter verkürzt werden. Wird die Kamera bei angeschlossenem Netz-/Ladegerät eingeschaltet, wird der Ladevorgang des Akkus unterbrochen: Es ist also nicht möglich, mit der Kamera zu arbeiten und gleichzeitig den Akku aufzuladen.

Einschalt- und Auslösezeiten  Vom Einschalten bis zum betriebsbereiten Zustand braucht die Sony MVC-CD1000 knapp 3,5 Sekunden; ist die CD-R frisch eingesetzt, kann sich diese Zeitspanne auf bis zu 13 Sekunden erhöhen. Der LCD-Farbbildschirm ist sofort aktiviert; will man den größeren LCD-Videosucher benutzen, braucht man – dank EyeStart-Funktion – lediglich das Auge ans Okular zu führen. Die Auslöseverzögerung beträgt etwa 1,3 Sekunden; zusammen mit dem Fokussiervorgang von 1 Sekunde (siehe Abschnitt "Scharfeinstellung") ergibt das eine gesamte Auslöseverzögerung, die sich zwischen 2 und 2,5 Sekunden bewegt. Die anschließende Verarbeitung und Speicherung der Bilder auf CD-R beansprucht rund 3 Sekunden (höchste Auflösung); während dieser Zeit bleibt der Auslöser blockiert. Erst wenn der Schreibvorgang beendet ist, kann das nächste Bild geschossen werden. Im TIFF-Modus beansprucht der Verarbeitungs- und Schreibvorgang in der Regel etwa 35 Sekunden. Für eine 2,1-Megapixel-Kamera ist das nicht gerade schnell, wofür allerdings die CD-R-Technik verantwortlich sein dürfte.

Einen Serienbildmodus sucht man bei der MVC-CD1000 vergebens. Es gibt keinen Menüeintrag oder einen spezifischen Knopf dafür; selbst wenn man den Auslöser während der Aufnahme gedrückt hält, muß man diesen wieder loslassen und neu betätigen um das nächste Bild zu schießen. In diesem Sinne ist die MVC-C1000 im wahrsten Sinne des Wortes eine Standbildkamera.

Ausstattung  Sonderfunktionen bietet die MVC-CD1000 in Form von verschiedenen Bildeffekten (Solarisation, Schwarz-Weiß- und Sepiaaufnahmen, Negativbilder), eines E-Mail-Modus (nimmt zusätzlich zur ausgewählten Bildauflösung eine niedrigauflösende Version des Bildes im JPEG-Format auf), einer Sprachnotiz-Funktion (dank eingebautem Mikrofon), einer Bildrotations-Funktion sowie einer automatischen Bildausrichtungsfunktion (ein Sensor merkt sich, ob die Kamera vertikal oder horizontal gehalten wird und die Bilder werden seitenrichtig gespeichert). Zusätzlich kann man noch die Intensität des Blitzes steuern, den digitalen Zoom (2-fach) zuschalten, Bilder zum Drucken markieren (DPOF-kompatibel), Text-Aufnahmen machen (Schwarz-Weiß-Modus kombiniert mit Speicherung im GIF-Format), Dia-Shows von den aufgenommenen Bildern abspielen oder die Bildschärfe einstellen, Sony Mavica MVC-CD1000 mit Weitwinkelkonverter Sony VCL-MH07 [Foto: MediaNord]Bilder nachträglich in der Auflösung ändern (siehe Abschnitt "Auflösung"), von NTSC- auf PAL-Wiedergabe umschalten und einen Demo-Modus aufrufen (funktioniert nur bei Verwendung des Netzteils). Die MVC-CD1000 ist ebenfalls in der Lage, Videosequenzen (Betriebsschalter auf "Movie") in Auflösungen von 320 x 240 (in zwei Qualitätsstufen) bzw. 160 x 112 Bildpunkten und Aufnahmezeiten von 5, 10, 15 und 60 Sekunden (letztere nur bei niedriger Auflösung) im MPEG-1-Format aufzunehmen. Die Videoclips werden in einem gesonderten Ordner abgelegt. Allerdings war es uns nicht möglich, auf diesen Ordner zurückzugreifen, wenn die CD-R nicht finalisiert oder über die USB-Verbindung ausgelesen wurde – trotz installierter Adaptec DirectCD. Eine Fernbedienungsmöglichkeit gibt es bei der MVC-CD1000 nicht – weder serienmäßig, noch als Sonderzubehör.

Lieferumfang  Im Lieferumfang enthalten sind bei der Sony Mavica MVC-CD1000 ein InfoLithium-Akku NP-F550 samt Netz-/Ladegerät, 5 CD-R-Rohlinge sowie ein Audio/Video-Kabel, ein USB-Kabel (mit einer Länge von 80 cm etwas spärlich bemessen) sowie eine Schulterschlaufe und ein Objektivdeckel. Zusätzlich liegen der MVC-CD1000 noch ein CD-Adapter (von 8 cm auf 12 cm), Handbücher für Kamera und Software sowie eine Garantiekarte für die einjährige, europaweit gültige Garantie bei. Das Softwarepaket der MVC-CD1000 besteht aus 3 CD-ROMs. Die erste CD-ROM beinhaltet die Treibersoftware (USB-Treiber für Windows, Adaptec DirectCD für Windows, Adaptec UDF Volume Access für Macintosh), die zweite das Bildverwaltungsprogramm PictureGear für Windows 98/95/NT4.0, die dritte CD-ROM ein Software-Bundle von MGI (PhotoSuite 8.0 und VideoWave SE+ jeweils für Windows-Plattformen sowie PhotoSuite SE V.1.0 für Macintosh).

Zusätzliches, optionales Zubehör bietet Sony in Form von einer Weichtasche (LCS-CD1000), einem Neutraldichte-Filterset (VF-R52K) sowie diversen Reinigungsmitteln und Stativen an. Zusätzliche CD-R-Rohlinge sind ebenfalls im Sony-Zubehörprogramm enthalten (entweder einzeln oder im 5er-Pack). Optisches Zubehör, Blitzzubehör sowie Ladegeräte werden ebenfalls von Sony angeboten und in diesem Test im Detail – in den Unterrubriken "Blitz", "Optik" und "Stromversorgung" – erläutert.

Sony Mavica MVC-CD1000 [Foto: MediaNord]Fazit  Die Sony Mavica MVC-CD1000 ist eine Digitalkamera, die durch ihr Konzept und nicht zuletzt wegen ihres Preises von rund 3.500 DM eine ganz spezifische Kundschaft für sich gewinnen wird. Sie ist zur Zeit die einzige digitale Standbildkamera, die ihre Bilder auf einmal beschreibbaren CD-R-Datenträgern aufnimmt. Das macht sie nicht nur zum technologischen Vorzeigeobjekt, sondern erklärt auch zum Teil ihre im Vergleich zu anderen Digitalkameras großen Abmessungen und ihren hohen Preis. Dafür sind die Speichermedien umso billiger: Mit einem Preis von weniger als 10 Pfennig pro MByte (eine CD-R kostet laut Sony 15 DM) schlägt das CD-R-Speicherkonzept alle derzeit auf dem Markt erhältlichen Speichermedien. Dazu kommt noch, daß eine finalisierte CD-R auf praktisch jedem Computer mit CD-ROM- oder DVD-Laufwerk ohne weiteres ausgelesen werden kann. Das war bereits der Grund für den Erfolg der Sony Mavica-Kameras, die noch mit handelsüblichen 3,5"-Computerdisketten gearbeitet haben; Sony hat es fertiggebracht, das Problem der mangelnden Speicherkapazität bei Disketten (1,44 MByte) im Verhältnis zur ständig wachsenden Bildauflösung von Digitalkamers unter Beibehaltung des Mavica-Konzeptes elegant zu "umgehen". Der optische 10-fach-Zoom gekoppelt mit einem optischen Bildstabilisator sowie die verhältnismäßig hohe Auflösung von 2,1-Megapixel und die gute Bildqualität dürften für viele ein zusätzliches Kaufargument für die Sony Mavica MVC-CD1000 sein.

Detaillierte Informationen über die Ausstattung der Sony Mavica MVC-CD1000 finden Sie im "Steckbrief" links und im ausführlichen digitalkamera.de-Datenblatt. Testbilder der MVC-CD1000 enthält unsere Rubrik ComputerFoto-Testbilder.

Artikel-Vorschläge der Redaktion

High-ISO-Auflösungs-Vergleich der Sony Alpha 9 und Alpha 7R III

High-ISO-Auflösungs-Vergleich der Sony Alpha 9 und Alpha 7R III

Ist eine niedriger auflösende Kamera bei hohen ISO-Empfindlichkeiten wirklich besser? Wir wagen den Vergleich. mehr…

Welchen Einfluss die Sensorgröße auf die Bildgestaltung hat

Welchen Einfluss die Sensorgröße auf die Bildgestaltung hat

Neben Blende, Belichtungszeit und Brennweite beeinflusst auch die Sensorgröße die Bildwirkung und Aufnahmetechnik. mehr…

Das große Systemkamera-Handbuch 2019

Das große Systemkamera-Handbuch 2019

Eine ganzes Magazin über spiegellose Systemkameras – gedruckt im Handel, versandkostenfrei vom Verlag oder als PDF. mehr…

Den richtigen Gewindeadapter (Übergewinde) von 1/4 auf 3/8 Zoll finden

Den richtigen Gewindeadapter (Übergewinde) von 1/4 auf 3/8 Zoll finden

Je nach Anwendungsfall macht es ggf. Sinn einen bestimmten Typ Gewindeadapter für Stativgewinde zu verwenden. mehr…

Kamera-Tests Auswahl

Hersteller
Modell

Steckbrief

Steckbrief
Hersteller Sony
Modell Mavica MVC-CD1000
Preis ca. 3.500 DM
Bildauflösung
physikalisch
1.600 x 1.200
Auflösung CCD-Sensor 2.110.000
Brennweite 39 – 390 mm
Filtergewinde 52 mm
Weitwinkelkonverter 0,7-fach
Telekonverter
optischer Sucher
   Dioptrienausgleich
–**
ja
Spiegelreflex
LCD-Monitor
   Auflösung
   schwenkbar
   als Sucher
   verzögerungsfrei
2,5"
123.000

ja
ja
PAL-Videoausgang
   als Sucher
   verzögerungsfrei
ja
ja
ja
Serienbilder
   Auflösung
   Geschwindigkeit
   Anzahl mit Blitz



Programmautomatik ja
Zeitautomatik ja
Blendenautomatik ja
Manuelle Belichtung
TTL-Belichtungs-
messung
ja
Blitz eingebaut ja
Blitzanschluß Sony Systemstecker
Empfohlene Blitzgeräte Sony HVL-F1000
TTL-Blitzsteuerung
externer Blitz
–***
Multitasking
Einhandbedienung* ja
Fernauslöser
Intervall-Aufnahmen
Steckplatz für
Speichermedium
CD-R-Laufwerk für CD-R-Rohlinge (8 cm)
unkomprimierte
Speicherung
ja
Tonaufzeichnung ja
 
– = "entfällt" oder "nicht vorhanden"

* mindestens Zoom und Auslöser mit einer Hand bedienbar
** LCD-Videosucher (0,56") mit 180.000 Bildpunkten
*** siehe Testbericht, Abschnitt "Blitz"

In unserem Test verwendetes Blitzgerät: Sony HVL-F1000 (ca. 330 DM)

Kurzbewertung

  • großer Zoombereich
  • extrem groß

Autor

Jan-Markus Rupprecht

Jan-Markus Rupprecht, 54, fotografiert mit Digitalkameras seit 1995, zunächst beruflich für die Technische Dokumentation. Aus Begeisterung für die damals neue Technik gründete er 1997 digitalkamera.de, das Online-Portal zur Digitalfotografie, von dem er bis heute Chefredakteur und Herausgeber ist. 2013 startete er digitalEyes.de als weiteres Online-Magazin, das den Bogen der digitalen Bildaufzeichnung noch weiter spannt.