High-End-Bridgekamera

Testbericht: Sony Cyber-shot DSC-RX10 IV

2017-11-14 In der vierten Generation der RX10 kombiniert Sony die bewährte Technik der RX10 III, etwa das F2,4-4 lichtstarke 25-fach-Zoom mit einem kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 24 bis 600 Millimetern mit dem schnellen Stacked-CMOS-Sensor der RX100 V. Das verhilft der RX10 IV nicht nur zu einer sauschnellen Serienbildfunktion, sondern auch zu einem rasanten Hybrid-Autofokus, der selbst bei 24 Bildern pro Sekunde noch die Schärfe nachführen kann. Auch die Videofunktion profitiert davon. Im ausführlichen Test fühlen wir den Änderungen genau auf den Zahn und bewerten, was dabei herauskommt.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Für eine Kompaktkamera fällt die Sony DSC-RX10 IV äußerst groß aus. Das liegt an der Kombination aus dem großen 1-Zoll-Sensor mit dem licht- und zoomstarken Objektiv. [Foto: MediaNord]

    Für eine Kompaktkamera fällt die Sony DSC-RX10 IV äußerst groß aus. Das liegt an der Kombination aus dem großen 1-Zoll-Sensor mit dem licht- und zoomstarken Objektiv. [Foto: MediaNord]

Da die RX10 IV bezüglich Gehäuse, Objektiv, Bedienung und zum Großteil auch bei der Ausstattung der RX10 III gleicht, basiert der folgende Text auch zu entsprechend großen Teilen auf unserem Test der RX10 III, wurde aber auf die RX10 IV hingehend überarbeitet und von den neuen Messwerten der Serienbildgeschwindigkeit, Bildqualität und noch einigem mehr, was die RX10 IV ausmacht, ergänzt.

Ergonomie und Verarbeitung

Die Sony RX10 IV ist ein wahrer Brocken. Mit ihrem riesigen Objektiv drückt sie fast 1,1 Kilogramm auf die Waage, ihre Abmessungen nehmen es locker mit denen einer DSLR mit großem Objektiv auf. Kompakt ist diese Kompaktkamera also nicht im wahrsten Sinne des Wortes, sondern sie zählt nur wegen ihres fest verbauten Objektivs zu ebendieser Kategorie. Dank ihres sehr ausgeprägten Griffs liegt sie dennoch perfekt und sicher in der Hand. Dafür sorgt nicht zuletzt auch die griffige Gummierung. Die RX10 IV kann problemlos einhändig gehalten werden, Zoom und Auslöser lassen sich mit dem Zeigefinger bedienen. Sogar der kleine Finger findet noch knapp Platz am Handgriff. Das Gehäuse besteht indes trotz des hohen Preises aus Kunststoff, auch eine Abdichtung gegen Umwelteinflüsse hat Sony sich gespart. Zwar spricht der Hersteller von einem gewissen Feuchtigkeitsschutz, Dichtungen sind jedoch beispielsweise am Speicherkartenfach sowie am Akkufach nicht zu finden. Das Gehäuse ist zwar gut verarbeitet und macht einen durchaus robusten Eindruck, das letzte Quentchen Hochwertigkeit fehlt ihm dann aber doch.

Der riesige Objektivtubus bietet Platz für allerlei Bedienelemente, die jedoch alles elektronisch steuern, inklusive des Zooms. Beim Einschalten fährt das Objektiv um weitere 3,5 Zentimeter heraus, beim Zoomen auf 600 Millimeter Kleinbildäquivalent gar um satte acht Zentimeter. Dabei beginnt die Lichtstärke mit F2,4 bei 24 Millimetern kleinbildäquivalenter Brennweite zunächst sogar sehr lichtstark. Beim Zoomen jedoch fällt die Lichtstärke schnell ab und erreicht bereits bei 100 Millimetern Kleinbildäquivalent eine Anfangsöffnung von F4, die bis zum Teleende beibehalten wird. Die Brennweite wird dabei nicht nur auf dem Display angezeigt, sondern bei 24, 100, 135, 200, 300, 400, 500 und 600 Millimetern (jeweils Kleinbildäquivalent) verraten Striche auf dem Objektivtubus zusätzlich die Brennweite.

  • Bild Auf der Rückseite ist die Sony DSC-RX10 IV mit einem sehr hellen, klappbaren Touchscreen ausgestattet, bietet aber auch einen großen, hochauflösenden elektronischen Sucher. [Foto: MediaNord]

    Auf der Rückseite ist die Sony DSC-RX10 IV mit einem sehr hellen, klappbaren Touchscreen ausgestattet, bietet aber auch einen großen, hochauflösenden elektronischen Sucher. [Foto: MediaNord]

Der Tubus besitzt einen so großen Durchmesser, dass er schon wieder recht robust wirkt – kein Vergleich zu den relativ wackeligen Konstruktionen anderer Kompaktkameras. Entsprechend ist das Objektiv wie bei einer DSLR mit einem großen, 72 Millimeter messenden Gewinde ausgestattet, was den Anschluss verschiedenster Filter erlaubt. Eine Streulichtblende, die sich zum kompakten Transport verkehrt herum auf dem Bajonett anbringen lässt, gehört gar zum Lieferumfang. Der Zoomring am Objektiv erlaubt ein recht feines Zoomen, bei schnellen Bewegungen kommt der Motor jedoch nicht hinterher, so dass kein besonders direktes, verzögerungsfreies Gefühl entsteht. Man kann sich auch eine Stufen-Zoom-Funktion auf den Zoomring legen, um klassische Festbrennweitenwerte direkt anzufahren. Die Zoomwippe am Auslöser kann dabei weiterhin zum stufenlosen Zoomen verwendet werden. Neben dem Zoomring gibt es auch einen Fokusring am Objektiv, der sich sehr gut bedienen lässt. Der Blendenring hingegen läuft ziemlich stramm und benötigt schon einige Kraft, um bewegt zu werden. Das verhindert versehentliches Verstellen, ist aber dennoch nicht schön zu bedienen. Videofilmer wird der Schiebeschalter freuen, der das Rasten des Blendenrings deaktiviert; dann dreht er auch etwas leichter. Dank des optischen Bildstabilisators ist das Fotografieren aus der Hand auch mit den langen Brennweiten kein Problem.

Die RX10 IV besitzt aber nicht nur am Objektiv viele Bedienelemente, sondern auch auf dem Kameragehäuse. Neben dem Programmwählrad gibt es ein recht fest rastendes Belichtungskorrekturrad auf der Kameraoberseite, das sicherlich nur vereinzelt versehentlich verstellt wird. Des Weiteren befinden sich zwei Daumenräder auf der Kamerarückseite, jedoch leider kein Zeigefingerrad auf der Vorderseite. Von den zahlreichen Tasten sind viele frei belegbar und entsprechend mit C1, C2 und C3 beschriftet beziehungsweise im Falle des Vierwegewählers gar nicht beschriftet. Die Tasten sind durchaus sinnvoll vorbelegt. Schade aber, dass es für keine "echte" ISO-Taste gereicht hat, hierfür muss eine der Funktionstasten herhalten.

Ein Druck auf die Fn-Taste bringt einen ins Schnellmenü, das ebenfalls konfigurierbar ist. Das Hauptmenü sieht aus wie bei jeder Sony. Das bedeutet eine Gliederung in sechs Hauptgruppen mit nummerierten Registerkarten als Untermenüs. Je nach Kategorie sind das eine bis vierzehn Registerkarten. Dies lässt schon erahnen, wie viele Einstellungen die RX10 IV erlaubt, das erfordert allerdings auch ein gewisses Maß an Einarbeitung. Jedenfalls lassen sich die Menüs ohne lästiges vertikales Scrollen schnell durchforsten. Gegenüber der RX10 III gibt es damit eine leichte Änderungen in den Menüs. Die sechste Kategorie ist übrigens ein Mein-Menü, in das sich auf bis zu fünf Registerkarten jeweils sechs Menüpunkte aus einer großen Auswahl von Menüpunkten hinzufügen lassen. Das erleichtert das Auffinden favorisierter Einstellungen, die sich nicht auf eine Taste oder ins Fn-Menü legen lassen beziehungsweise dort keinen Platz mehr fanden.

  • Bild Auf der Oberseite besitzt die Sony DSC-RX10 IV ein praktisches, beleuchtbares LC-Display. Bereits bei 24 mm entsprechend Kleinbild fährt der Objektivtubus deutlich heraus. [Foto: MediaNord]

    Auf der Oberseite besitzt die Sony DSC-RX10 IV ein praktisches, beleuchtbares LC-Display. Bereits bei 24 mm entsprechend Kleinbild fährt der Objektivtubus deutlich heraus. [Foto: MediaNord]

  • Bild Voll ausgefahren auf 600 Millimeter entsprechend Kleinbild macht sich das Objektiv der Sony DSC-RX10 IV sehr lang. Praktischerweise sind Brennweitenangaben auf dem Tubus aufgedruckt. [Foto: MediaNord]

    Voll ausgefahren auf 600 Millimeter entsprechend Kleinbild macht sich das Objektiv der Sony DSC-RX10 IV sehr lang. Praktischerweise sind Brennweitenangaben auf dem Tubus aufgedruckt. [Foto: MediaNord]

Auf der Oberseite besitzt die Sony ein Statusdisplay, das Auskunft über viele eingestellte Aufnahmeparameter, den Akkustand oder etwa die Restbildzahl gibt. Auf Knopfdruck lässt es sich sogar beleuchten, die Tasten hingegen leider nicht. Der rückwärtige Bildschirm misst rund 7,5 Zentimeter in der Diagonale und löst mit 1,44 Millionen Bildpunkten leicht höher auf als beim Vorgängermodell. Die Bildschirmhelligkeit lässt sich auf über 1.000 cd/m² hochregeln, was eine gute Ablesbarkeit auch bei Sonnenlicht gewährleistet. Zudem handelt es sich nun endlich um einen Touchscreen. Verwendet wird diese Funktionalität jedoch lediglich für eine Touch-AF-Funktion. Weder lassen sich die Menüs bedienen, noch können in der Wiedergabe per Touch durch Bilder geblättert oder diese vergrößert werden. Wie schon beim Vorgängermodell lässt sich das Display nach oben und unten klappen, was eine bequeme Handhabung bei bodennahen oder Über-Kopf-Perspektiven ermöglicht.

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Wie es sich für eine Bridgekamera gehört, ist auch ein elektronischer Sucher verbaut. Typisch für ein OLED flimmert das Display in hellen Bereichen leicht, sofern man es überhaupt wahrnimmt. Die Auflösung ist mit 2,36 Millionen Bildpunkten hoch. Dank der 0,7-fachen Vergrößerung (verglichen mit Kleinbild) braucht sich dieser Sucher durchaus nicht hinter DSLRs zu verstecken. Aufgrund der 23 Millimeter großen Austrittspupille können sogar Brillenträger den Sucher recht gut verwenden, ein wenig muss man ihn aber schon an die Brille pressen, um von links bis rechts das gesamte Bild ohne Abschattungen überblicken zu können. Der Näherungssensor aktiviert den Sucher auf Wunsch automatisch und auch an eine Dioptrienkorrektur hat Sony gedacht. Im Livebild auf dem Monitor oder im Sucher lassen sich allerlei Aufnahmeinfos und Hilfen einblenden, etwa verschiedene Gittermuster, eine 3D-Wasserwaage oder ein Livehistogramm. Wer möchte, nutzt den Monitor alternativ als reine Statusanzeige. 

Auch an Schnittstellen mangelt es der RX10 IV nicht. Das Fernauslösegewinde im Auslöser mag etwas anachronistisch anmuten und passt nicht so sehr zu dieser durch und durch modernen Kamera, aber mancher Fotograf wird sicher seine Freude daran haben, den alten mechanischen Fernauslöser aus Opas Zeiten aus der Schublade zu kramen. Auf der linken Gehäuseseite befinden sich vier Schnittstellen. Neben dem Mikrofoneingang gibt es auch einen Kopfhörerausgang, eine Micro-HDMI-Schnittstelle sowie eine Micro-USB-Schnittstelle. Über letztere wird übrigens der wechselbare Lithium-Ionen-Akku geladen. Das ist einerseits praktisch, kann aber auch lästig sein, da das Laden des Akkus die Kamera blockiert. Unterwegs mit einer Powerbank lässt sich jedoch der Akku auch mal zwischendurch schnell fernab einer Steckdose nachladen.

  • Bild Seitlich besitzt die Sony DSC-RX10 IV zahlreiche Schnittstellen: Mikrofonein- und Kopfhörerausgang, Micro-HDMI mit Cleant Output sowie Micro-USB samt Ladefunktion. [Foto: MediaNord]

    Seitlich besitzt die Sony DSC-RX10 IV zahlreiche Schnittstellen: Mikrofonein- und Kopfhörerausgang, Micro-HDMI mit Cleant Output sowie Micro-USB samt Ladefunktion. [Foto: MediaNord]

Der Lithium-Ionen-Akku wird auf der Kameraunterseite entnommen. Zwar soll er nach CIPA-Standard für 400 Fotos bei Monitorbetrieb (das sind 20 Bilder weniger als beim Vorgängermodell, vermutlich aufgrund des höher auflösenden und damit etwas stromhungrigeren Displays) beziehungsweise 370 Aufnahmen bei Sucherverwendung reichen, bei eingeschalteter Kamera jedoch entlädt sich der Akku recht schnell, man sollte also die Stromsparfunktionen nutzen oder die Kamera ganz ausschalten, wenn man nicht fotografiert. Letzteres ist mit der über zwei Sekunden langen Einschaltzeit allerdings etwas lästig. Wer möchte, kann die RX10 IV aber auch über einen entsprechenden Akkufach-Adapter mit Strom aus einem Netzteil versorgen. Das Metallstativgewinde sitzt übrigens in der optischen Achse, allerdings äußerst weit hinten, was die Kamera auf dem Stativ recht kopflastig macht. Der Akku jedenfalls bleibt aufgrund der großen Kamera auch auf dem Stativ entnehmbar. Die SD-Speicherkarte (wahlweise auch MemoryStick möglich) wird in einem eigenen Fach seitlich entnommen, was äußerst bequem ist.

Ausstattung

Die Sony RX10 IV will ein breites Nutzerspektrum abdecken. Vom Automatikknipser über den ambitionierten Fotografen, der gerne selbst die Belichtung regelt, bis hin zum Videografen, egal ob gelegentliche Clips oder weitreichendere Camcorderfunktionen gefragt sind. Sogar Highspeedvideos nimmt die Sony auf. Dank des Programmwählrads kann schnell zwischen den entsprechenden Aufnahmefunktionen gewechselt werden, die klassischen Belichtungsprogramme P, A, S und M dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Zusätzlich können gleich drei Aufnahmekonfigurationen abgespeichert und schnell abgerufen werden, sogar das Speichern und Abrufen via Datei ist möglich. An Sonderfunktionen hat die RX10 IV etwa eine HDR-Aufnahmefunktion oder die bei Sony zum Standard gehörende Schwenkpanoramafunktion zu bieten.

Des Weiteren kann der Fotograf Einfluss auf die Bildeinstellungen nehmen und diverse Filterfunktionen aktivieren. Im Wiedergabemodus hingegen sind die Bearbeitungsmöglichkeiten äußerst eingeschränkt. So lassen sich Bilder lediglich beschneiden, drehen oder eine Ausschnittsvergrößerung durchführen. Die bei früheren Modellen zum Einsatz gekommenen Kamera-Apps zur Erweiterung des Funktionsumfangs wurden ersatzlos gestrichen.

Das mächtige Zoomobjektiv deckt nicht nur einen großen Brennweitenbereich ab, sondern auch einen großen Fokusbereich. Besonders deutlich wird dies am langen Brennweitenende, denn trotz der enormen Brennweite von 600 Millimeter entsprechend Kleinbild erlaubt die RX10 IV einen Mindestaufnahmeabstand von 72 Zentimetern. Dies ermöglicht Telemakroaufnahmen mit ausreichend Abstand zum Motiv. Etwa 6,5 mal 4,3 Zentimeter kleine Motive lassen sich damit formatfüllend abbilden, das entspricht einem kleinbildäquivalenten Abbildungsmaßstab von fast 1:2. Die lange Brennweite ist aber auch der Haken an der Sache, denn am besten nutzt man die Telemakrofunktion aufgrund der erhöhten Verwackelungsgefahr trotz des Bildstabilisators vom Stativ. Für Makroliebhaber ist die RX10 IV aber ein echter Tipp.

  • Bild Das optisch bildstabilisierte 25-fach-Zoom der Sony DSC-RX10 IV deckt bei einer Lichtstärke von F2,4-4 einen kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 24-600 Millimeter ab. [Foto: MediaNord]

    Das optisch bildstabilisierte 25-fach-Zoom der Sony DSC-RX10 IV deckt bei einer Lichtstärke von F2,4-4 einen kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 24-600 Millimeter ab. [Foto: MediaNord]

Dank des neuen Bildsensors bietet die RX10 IV einen Hybrid-Autofokus aus 315 im Sensor integrierten Phasensensoren sowie einem Kontrastautofokus, der auf 25 Messfelder zurückgreift. Sony verspricht dabei ein 0,03 Sekunden schnelle Fokussierung, dreimal schneller als noch im Vorgängermodell. In unserem Labor benötigte der Autofokus im Weitwinkel fast die vierfache Zeit davon, nämlich 0,11 Sekunden, um von unendlich auf zwei Meter zu fokussieren. Hinzu kommen noch eine 0,01 Sekunden kurze Auslöseverzögerung, die auch ohne Fokussierung auftritt. Beides ist immerhin minimal schneller als beim Vorgänger. Zoomt man hingegen ordentlich ein, so wird der Autofokus deutlich träger. Knapp 0,4 Sekunden genehmigt er sich am langen Brennweitenende. Das ist zwar immer noch recht flott, aber die Fokuszeit hängt stark von der gewählten Brennweite ab. Der Fokus ist im Tele auch nicht schneller als beim Vorgängermodell. Neu ist der Fokusbegrenzer, mit dem sich die Naheinstellgrenze auf drei Meter erhöhen lässt. Das spart bei entfernteren Motiven gelegentlich etwas Fokuszeit, da die Kamera nicht auf die Idee kommt, auf ein irrelevantes Detail im Vordergrund zu fokussieren. Die Fokussierung selbst erfolgt im Gegensatz zum Zoomen absolut lautlos. Das manuelle Fokussieren gelingt nicht nur aufgrund des schönen Fokusrings sehr gut, sondern auch dank der Hilfen wie Fokuslupe und Fokuspeaking.

Im Serienbildmodus will die RX10 IV mit nochmals erhöhter Performanz punkten. 24 Serienbilder pro Sekunde verspricht Sony – und erreicht diese in JPEG für 221 und in Raw für immerhin 113 Bilder in Folge. Das beste: Dabei wird sowohl der Autofokus nachgeführt, also auch ein Livebild angezeigt, das nur von superkurzen Schwarzbildern unterbrochen wird. Somit ist es kein Problem mehr, auch bei Mitziehern das Motiv im Bild zu halten. Ist der dank des dem Bionz X vorgeschalteten Front-End-LSI extrem große Pufferspeicher jedoch voll, dann geht es in Raw mit nur noch 3,1 Serienbildern pro Sekunde weiter, in JPEG ist die RX10 IV mit 1,9 Bildern pro Sekunde dann sogar noch langsamer. Als extrem nervig erweisen sich die langen Speicherzeiten, während denen beispielsweise das Menü gesperrt ist, sich aber immerhin auf das Schnellmenü, die Tastenfunktionen und die Auslösung zugreifen lassen, man kann also eingeschränkt weiterfotografieren. In Raw dauert es etwas über 30 Sekunden, bis die Schreibleuchte erlischt und damit die volle Einsatzbereitschaft der Kamera signalisiert, in JPEG hingegen dauert es über 90 Sekunden! In Raw wird damit eine maximale Schreibgeschwindigkeit von 62,6 MByte pro Sekunde erreicht. Hier merkt man, dass der RX 10 IV die Unterstützung von UHS II fehlt, was Schreibraten deutlich jenseits der 95 MB/s erlauben würde. Aber auch die UHS-I-Geschwindigkeit wird nur zu gut 2/3 ausgenutzt. Warum die Sony in JPEG länger schreibt, bleibt Spekulation. Vielleicht liegt es an der umfangreicheren Bildaufbereitung, vielleicht auch an einem schlechten Dateimanagement. Bei der Serienbildfunktion kommt übrigens der elektronische Verschluss zum Einsatz, der jedoch so gut wie keinen Rolling-Shutter-Effekt mehr zeigt.

Rasant geht es auch bei den Videoaufnahmen zu, jedenfalls sofern dies gewünscht ist. Die Videoqualität jedenfalls kann sich mit 4K-Auflösung und 1,7-fachem Oversampling wahrlich sehen lassen. Der Fokus wird sanft angepasst wie auch die Belichtung und Videoexperten finden zahlreiche Einstelloptionen, die für reine Fotografen ein Buch mit sieben Siegeln darstellen. Das interne Mikrofon beispielsweise zeichnet in Stereo auf, kann aber selbstverständlich ausgepegelt werden oder durch ein externes Mikrofon ersetzt werden. Dank der Kopfhörerbuchse kann der Videograf den Ton live kontrollieren. Die Clean-HDMI-Videoausgabe beispielsweise für eine externe Aufzeichnung gehört da schon zum guten Ton. Schaltet man die Auflösung herunter, so erhöht sich auf Wunsch die Bildrate entsprechend auf bis zu 960 (NTSC) beziehungsweise 1.000 (PAL) Bilder pro Sekunde. 40-fache Zeitlupen sind damit möglich. Die ganz hohen Bildraten (über 120 fps) stehen allerdings nur für eine kurze Aufnahmedauer (zwei oder vier Sekunden) zur Verfügung. Als Videograf sollte man jedoch den Crop beachten, der sich je nach Modus zwischen 27-650 mm entsprechend Kleinbild und 60-1390 mm entsprechend Kleinbild bewegt.

Der integrierte Pop-Up-Blitz springt, sofern mechanisch entriegelt, sehr hoch auf. Allerdings erlaubt der Klappmechanismus kein "getrickstes" indirektes Blitzen, da sich der Blitz nicht mit dem Finger nach hinten klappen lässt. Ob der geringen Leistung von etwa Leitzahl 6 ist dies aber verschmerzbar. Für eine Bridgekamera ist der Blitz damit ziemlich leistungsschwach. Auch die Blitzfunktionen sind auf das Nötigste beschränkt, etwa eine Blitzbelichtungskorrektur, eine Langzeitsynchronisation, eine Synchronisation auf den zweiten Verschlussvorhang, geblitzt wird dann am Ende der Belichtung, sowie eine Rote-Augen-Korrektur. Als Drahtlos-Master taugt der integrierte Blitz hingegen leider nicht, dafür muss schon ein externer in den Multifunktionsschuh geschoben werden. Immerhin besitzt die RX10 IV einen Zentralverschluss und erlaubt damit eine 1/2.000 Sekunde kurze Blitzsynchronzeit – jedenfalls sofern mindestens auf F8 abgeblendet wurde. Bei Offenblende liegt die kürzeste mechanische Verschlusszeit nämlich bei 1/1.000 Sekunde. Mit dem bis zu 1/32.000 Sekunde schnellen elektronischem Verschluss kann leider nicht geblitzt werden, dem steht der Rolling-Shutter-Effekt entgegen. Egal ob der Verschluss elektronisch oder mechanisch betätigt wird, sehr leise bis unhörbar ist er allemal.

  • Bild Das Stativgewinde der Sony DSC-RX10 IV sitzt zwar in der optischen Achse, liegt jedoch dermaßen weit hinten, dass die Kamera auf dem Stativ arg kopflastig wird. [Foto: MediaNord]

    Das Stativgewinde der Sony DSC-RX10 IV sitzt zwar in der optischen Achse, liegt jedoch dermaßen weit hinten, dass die Kamera auf dem Stativ arg kopflastig wird. [Foto: MediaNord]

Dank des integrierten NFC-Chips sowie Bluetooth und WLAN lässt sich die Sony RX10 IV einfach mit einem Smartphone verbinden, wobei dies "dank" der Restriktionen in Apples iPhones unter Android deutlich einfacher gelingt. Die dauerhafte Bluetoothverbindung erlaubt energiesparend die Verwendung vom Smartphone-GPS, was sehr praktisch ist. Für die Bildübertragung sowie die Kamerafernsteuerung wird das WLAN hinzugeschaltet.

Bildqualität

Die beste Kamera nützt nicht viel, wenn die Bildqualität nichts taugt. Diese ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Objektiv und Bildsensor. Letzterer bietet mit 20 Megapixeln auf dem für Kompaktkameras recht großen Ein-Zoll-Sensor (13,2 mal 8,8 Millimeter) gute Voraussetzungen. Da auch das Objektiv mit großem Aufwand ohne Rücksicht auf Kompaktheit konstruiert wurde, verspricht dies ebenfalls eine gute Qualität. Überprüft haben wir das nicht nur in der Praxis, sondern vor allem unter kontrollierten Bedingungen in unserem Lübecker Testlabor. Wer sich für den detaillierten Laborbericht mit allen Diagrammen interessiert, kann diesen über die weiterführenden Links zu einem Preis von 1,40 € abrufen oder mittels einer Prepaid-Flatrate ab umgerechnet 2,08 € monatlich auf das gesamte Testarchiv zugreifen, beispielsweise um die Messergebnisse mit denen anderer Kompaktkameras oder sogar DSLRs zu vergleichen. Ein Kauf unterstützt uns, nebenbei bemerkt, bei unserer redaktionellen Arbeit. Die folgenden Betrachtungen jedenfalls beruhen auf unserem Labortest.

Das Objektiv erreicht eine Maximalauflösung von 56 Linienpaaren pro Millimeter (lp/mm) im Kleinbildäquivalent bei 50 Prozent Kontrast. Das sind gut fünf Prozent weniger als noch beim Vorgängermodell. Jedoch ist die RX 10 IV deutlich zurückhaltender abgestimmt, die Schärfeartefaktrate ist halb so hoch. Erreicht wird die Maximalauflösung im Weitwinkel bei F4 im Bildzentrum. Offen löst sie knapp unter 50 lp/mm auf, abblenden kostet ebenfalls deutlich Auflösung. Sind es bei F5,6 noch 50 lp/mm, erreicht die RX10 IV bei F8 nur noch 40 lp/mm. Die Randauflösung bewegt sich bei 24 Millimeter Kleinbildäquivalent indes von F2,4 bis F8 im Bereich von 33 bis knapp 38 lp/mm, was einen sichtbaren, aber nicht dramatischen Randabfall bedeutet. Für 20x30 cm und größere Ausbelichtungen reicht das problemlos. Beim Zoomen verliert die Sony an Auflösung, wobei jedoch bei mittlerer Brennweite von ca. 120 Millimetern entsprechend Kleinbild ab einer Stufe abgeblendet kein Randabfall der Auflösung mehr auftritt, sondern die Randauflösung durch leichte Überkompensation der Randunschärfe sogar minimal die Auflösung im Bildzentrum überflügelt. Im Zentrum wird bereits bei Offenblende von F4 das Auflösungsmaximum von 48 lp/mm erreicht. Dann fällt die Auflösung über 41 lp/mm bei F5,6 auf nur noch 33 lp/mm bei F8. Zoomt man weiter, so sinkt auch die Auflösung nochmals ab. Mehr als 43 lp/mm bei F4 und nur noch 33 lp/mm bei F5,6 sind in Telestellung nicht drin. Weiter abgeblendet sind es weniger als 30 lp/mm, zu wenig für 20x30 cm Ausdrucke, am Bildrand wird diese kritische Marke bereits leicht abgeblendet unterschritten.

  • Bild Die Speicherkarte wird bei der Sony DSC-RX10 IV praktischerweise seitlich entnommen. Das schnelle UHS II wird allerdings nicht unterstützt, was die Kamera merklich ausbremst, sobald der immerhin sehr große Puffer voll ist. [Foto: MediaNord]

    Die Speicherkarte wird bei der Sony DSC-RX10 IV praktischerweise seitlich entnommen. Das schnelle UHS II wird allerdings nicht unterstützt, was die Kamera merklich ausbremst, sobald der immerhin sehr große Puffer voll ist. [Foto: MediaNord]

Die Verzeichnung sowie die Randabdunklung des Objektivs sind völlig unkritisch. Eine Verzeichnung gibt es schlicht nicht, die Randabdunklung ist minimal. Bei den Farbsäumen wiederum sieht es schon etwas anders aus. Im Mittel fallen sie zwar gering aus, im Weitwinkel und bei mittlerer Brennweite werden die Extreme in der Nähe der Bildränder jedoch leicht sichtbar, in Telestellung hingegen deutlich stärker.

Die von Sony gewohnte gute Performance des 20-Megapixel-1-Zoll-Sensors leistet auch die RX10 IV problemlos, kommt jedoch nicht ganz an das Vorgängermodell heran. So liegt der Signal-Rauschabstand nur bei ISO 64 im guten Bereich von über 40 dB, bis ISO 1.600 hält er sich im akzeptablen Bereich von über 35 dB. Das Rauschen ist generell feinkörnig, wobei Helligkeitsrauschen ab ISO 3.200 langsam sichtbar wird und sich bei ISO 6.400 und 12.800 deutlicher steigert als noch bei der RX10 III. Farbrauschen spiel hingegen praktisch keine Rolle. Dabei bleibt die Rauschunterdrückung so zurückhaltend, dass bis ISO 800 keine Detailverluste auftreten und selbst bei ISO 1.600 nur minimale Verluste zu beklagen sind. Erst ab ISO 3.200 werden die Detailverluste deutlicher sichtbar. Die Messkurve selbst zeigt vor allem von ISO 64 bis ISO 400 einen hohen Messwert mit einer Überschärfung, der oberhalb von ISO 400 zu sinken beginnt. Hier liegt die RX10 IV auf annähernd gleichem Niveau wie das Vorgängermodell.

Die Eingangsdynamik bewegt sich von ISO 64 bis 1.600 auf einem hohen Niveau von knapp zehn bis minimal über elf Blendenstufen. Ab ISO 3.200 sinkt der Dynamikumfang deutlicher ab als noch beim Vorgängermodell und wird oberhalb von ISO 3.200 kritisch gering. Die bei ISO 64 noch etwas gedämpfte Tonwertkurve zeigt bei allen anderen Empfindlichkeiten eine leichte, aber keineswegs übertriebene Steilheit. Die Bilder wirken knackig, aber keineswegs künstlich. Feine Helligkeitsunterschiede vermag die RX10 IV vor allem von ISO 64 bis 800 darzustellen. Bei ISO 3.200 sinkt der Messwert in den noch akzeptablen Bereich, bei höheren Empfindlichkeiten sind dagegen nur noch etwa ein Drittel der Helligkeitsstufen vorhanden. Hier war das Vorgängermodell deutlich besser. Die Farbtreue der RX10 IV ist im Mittel gerade noch gut. Einzelne Messwerte weichen zugunsten einer "schönen" Farbdarstellung ab. Vor allem warme Farben, insbesondere Violett und Rot, leuchten kräftiger als in der Realität, aber auch Magenta und Orangetöne sind davon betroffen. Der manuelle Weißabgleich arbeitete hingegen im Messlabor ohne Fehl und Tadel und auch die Automatik leistet auch in der Praxis in der Regel gute Dienste.

Fazit

Die Sony RX10 IV ist eine in der Leistung nochmals gesteigerte RX10 III, die dafür allerdings auch deutlich teurer ist. Wer diese Mehrleistung, die sich vor allem bei der Serienbildfunktion bemerkbar macht, nicht benötigt, kann getrost zur RX10 III greifen. Für eine 2.000-Euro-Kamera ist die RX10 IV ordentlich, aber nicht überragend verarbeitet, bietet jedoch immerhin eine gute Ergonomie und Individualisierbarkeit. Das Display ist sehr hell, die Touchfunktion jedoch arg beschränkt. Der schnellere Autofokus kann seine Vorteile im Labor zwar nicht in messbare Zahlen ummünzen, zeigt in der Praxis jedoch deutliche Vorteile bei Action-Aufnahmen. Bei 24 Bildern pro Sekunde bleiben sowohl das Livebild, als auch die Autofokusfunktion weiterhin aktiv. Ist der Puffer jedoch mit gut 220 JPEG oder 110 Raw-Bildern gefüllt, braucht die Kamera vor allem in JPEG eine ziemlich lange Denkpause, in der sie nur eingeschränkt verwendbar ist. Die Bildqualität bewegt sich auf dem gewohnt hohen Niveau von 1"-Sensor-Kameras. Sie ist bis ISO 800 sehr gut, bei ISO 1.600 gut und bei ISO 3.200 kommen noch akzeptable Bilder mit wenig Rauschen und ausreichend Details dabei heraus. Hier muss sich die RX10 IV jedoch knapp ihrem leicht besseren Vorgängermodell geschlagen geben.

  • Bild Die Sony DSC-RX10 IV verspricht zwar einen gewissen Feuchtigkeitsschutz, aber weder das Akku-, noch das Speicherkartenfach sind mit Dichtungen versehen. [Foto: MediaNord]

    Die Sony DSC-RX10 IV verspricht zwar einen gewissen Feuchtigkeitsschutz, aber weder das Akku-, noch das Speicherkartenfach sind mit Dichtungen versehen. [Foto: MediaNord]


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Kamera-Tests Auswahl

Hersteller
Modell

Steckbrief

Steckbrief
HerstellerSony
ModellDSC-RX10 IV
SensorCMOS 1" 13,2 x 8,8 mm (Cropfaktor 2,7)
21,0 Megapixel (physikalisch)
20,1 Megapixel (effektiv)
Pixelpitch2,4 µm
Auflösung (max.)5.472 x 3.648 (3:2)
Video (max.)3.840 x 2.160 30p
ObjektivF2,4-4,0/24-600mm
Filtergewinde72 mm eingebaut
VideosucherEVF, 100 % Bildfeldabdeckung, 2.359.296 Bildpunkte Auflösung, 1,89-fache Vergrößerung (Sensor-bezogen), 0,70-fache Vergrößerung (KB-Äquiv.), Dioptrienausgleich (-4,0 bis 3,0 dpt)
Monitor3,0" (7,5 cm)
  Auflösung1.440.000 Bildpunkte
  kippbarja
  drehbar
  schwenkbar
  Touchscreenja
AV-AnschlussHDMI-Ausgang Micro (Typ D)
Vollautomatikja
Motivautomatikja
Motivprogramme9
Programmautomatikja
Programmshiftja
Blendenautomatikja
Zeitautomatikja
Manuellja
Bulb-Langzeitbelichtungja
HDR-Funktionja
Panoramafunktionja, Schwenkpanorama
BelichtungsmessungMehrfeld, mittenbetont Integral, Spot
kürzeste Verschlusszeit1/2.000 s
Blitzeingebaut
  Synchronzeit1/2.000 s
  BlitzanschlussSony Multi Interface, Standard-Mittenkontakt Blitzschuh
WLANja
NFCja
GPSextern, dauerhafte Smartphone Verbindung
Fernauslöserja, Fernsteuerung über Smartphone/Tablet
Intervallaufnahme
Speichermedium
Memory Stick (Duo, Duo Pro)
SD (SDHC, SDXC, UHS I)
Empfindlichkeit
  automatischISO 100-12.800
  manuellISO 64-12.800
Weißabgleich
  automatischja
  manuelle Messungja
  Kelvin-Eingabeja
  Feinkorrekturja
Autofokusja
  Anzahl Messfelder25 Kontrastsensoren
  Geschwindigkeit0,12 bis 0,42 s
  AF-HilfslichtLED
Abmessungen (BxHxT)133 x 94 x 127 mm
Gewicht (betriebsbereit)1.095 g
Stativgewindein optischer Achse
Zoom
  ZoomverstellungObjektivring (motorisch), Ringwippe (motorisch)
Akkulaufzeit400 Aufnahmen (gem. CIPA-Standard)

– = "entfällt" oder "nicht vorhanden"

Kurzbewertung

  • Griffiges Gehäuse mit guter Ergonomie
  • Schneller Autofokus (wenn auch langsamer als versprochen)
  • Hohe Serienbildrate bei Erhalt von Livebild und Fokusverfolgung
  • Sehr gute Videofunktion inklusive Highspeed-Funktionen
  • Gute bis sehr gute Bildqualität auch bei höheren ISO-Empfindlichkeiten
  • Langsames Schreiben auf die Speicherkarte
  • Leistungsschwacher integrierter Blitz mit nur wenigen Funktionen
  • Weit hinten sitzendes Stativgewinde macht die Kamera kopflastig

Autor

Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 40, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.