Actioncam-Outdoorkamera-Premiumkompaktkamera

Sony RX0 II mit beweglichem Display und interner 4K-Aufzeichnung

2019-03-26 Die mit weitem Abstand kleinste "Premium-Kompaktkamera", die Sony DSC-RX0, bekommt ein verbessertes Schwestermodell, das nun vor allem endlich das kann, was man bei der ursprünglichen RX0 schmerzlich vermisst hatte: 4K-Videos können jetzt auch intern auf der Speicherkarte gespeichert werden (mit 24, 25 oder 30 fps). Bislang ging das nur über einen externen Recorder, was dem Konzept der klitzekleinen, wasserdichten und robusten Kamera doch sehr zuwider lief. Dazu gibt es nun auch einen Schwenk-Monitor und eine Videostabilisierung.  (Jan-Markus Rupprecht)

Bei der vor anderthalb Jahren vorgestellten ersten Version der Sony RX0 waren wir uns nicht ganz sicher, wie das Gerät einzuschätzen war, und haben es zunächst auf digitalEyes.de gemeldet, unserem Online-Magazin, das sich vor allem mit Actioncams, Videothemen, Smartphone-Fotografie und 360-Grad bzw. Virtual Reality beschäftigt. Während unseres Tests der RX0 wurde dann aber klar: Das ist doch irgendwie mehr eine Fotokamera im klassischen Sinne, wenn auch natürlich irgendwie doch ganz anders. Dafür sprachen vor allem die Bedienung und die Tatsache, dass die erste RX0 intern nur maximal FullHD-Videos speichern konnte. Das war Ende 2017 schon etwas ungewöhnlich und disqualifizierte eine Kamera dieser Preisklasse als zeitgemäße Actioncam oder Videokamera.

  • Bild Sony DSC-RX0 II. [Foto: Sony]

    Sony DSC-RX0 II. [Foto: Sony]

Mit dieser Einschränkung ist nun Schluss: Die zweite Auflage der RX0, praktisch die RX0 Mark II, kann 4K-Videoaufzeichnung mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde nun auch intern. Gleichzeitig wird sie aber doch noch wieder etwas mehr wie eine Fotokamera, denn sie hat sogar einen Klappmonitor. Der ist natürlich weiterhin winzig: 1,5 Zoll klein. Aber er kann um bis zu 90 Grad nach unten und 180 Grad nach oben geschwenkt werden. Damit sind dann auch Selfie-Aufnahmen möglich. Auf denen sollte man allerdings nicht zu dicht vor die Kamera treten, denn die RX0 II hat, wie ihre Vorgängerin, zwar kein Actioncam-typisches Fisheye-Objektiv, doch aber mit 24 mm äquivalenter Kleinbild-Brennweite ein recht extremes Weitwinkel. Mit einem solchen Objektiv aus der Nähe aufgenommene Personen sehen nicht gerade vorteilhaft auf. Hält man sich hingegen bei der Aufnahme in gebührendem Abstand zu der Kamera, dürfte es schwer fallen, auf dem Monitor mit grade mal 3,8 cm Bilddiagonale noch irgendwas zu erkennen. Im Grunde ist so ein Klapp-Display aber natürlich nicht schlecht, zumal im Fall der RX0 II auch gleich alle Tasten der Rückseite mit nach oben klappen, sodass diese auch dann gut erreichbar sind, wenn man sich vor der Kamera befindet. Einen Nachteil, wenn mal so will, hat die Monitor-Neigetechnik allerdings: Das Gehäuse wird dicker. Die Tiefe wächst von 30 auf 35 mm. Und etwas schwerer ist es auch: 132 statt vormals 109 Gramm betriebsbereit (inkl. Akku und Speicherkarte) wiegt die RX0 II. 

Ein drittes neues Feature gibt es: Eine elektronische Videostabilisierung. Diese nutzt den Umstand aus, dass zwischen den genutzten 15,3 Megapixeln des 1-Zoll-Bildsensors (dessen Fläche in der winzigen Kamera allerdings nur zu etwa drei Viertel genutzt wird) und den für 4K Videos (8,3 Megapixel) oder FullHD-Videos (2 Megapixel) eine Menge Platz bleibt, der für die Stabilisierung genutzt werden kann. Das könnte gut funktionieren! Natürlich reduziert sich damit der effektiv nutzbare Bildwinkel etwas, aber das kann man gut verschmerzen. Übrigens lässt sich mit ähnlicher Technik auch quasi verlustfrei Zoomen: Bei 4K-Videos immerhin mit einem Zoomfaktor von max. 1,5 während bei FullHD maximal Faktor 2 möglich ist.

  • Bild Sony DSC-RX0 II mit Monitor in Selfie-Stellung. [Foto: Sony]

    Sony DSC-RX0 II mit Monitor in Selfie-Stellung. [Foto: Sony]

Interessanterweise hat Sony für das neue Modell offenbar den Preis gesenkt, bzw. packt als serienmäßiges Zubehör den Kameragriff VCT-SGR1 mit ins Bundle, der alleine eine UVP von 119 Euro hat. Beides zusammen soll 800 Euro kosten. Das Vorgängermodell liegt im UVP 50 Euro höher und wird auch aktuell ab rund 700 Euro gehandelt. Die neue RX0 II bietet also ganz klar mehr fürs Geld!

Wer sich grundsätzlich für die Kamera interessiert, dem empfehlen wir unseren Test des Vorgängermodells. Auch die RX0 II werden wir sicherlich wieder testen, sobald diese erhältlich ist. Das soll im Mai 2019 der Fall sein.

  • Bild Der Monitor der Sony DSC-RX0 II kann um bis zu 90 Grad nach unten und bis zu 180 Grad nach oben geklappt werden. [Foto: Sony]

    Der Monitor der Sony DSC-RX0 II kann um bis zu 90 Grad nach unten und bis zu 180 Grad nach oben geklappt werden. [Foto: Sony]

Nachfolgend geben wir die die Pressemitteilung im Original wieder, die noch einige interessante Details enthält, gerade für diejenigen, die mit der RX0-Baureihe noch nicht vertraut sind.

 

Die weltweit leichteste und kompakteste Premium-Kamera: die RX0 II von Sony

Die neue RX0 II vereint das Beste der ersten Generation mit vielen neuen intelligenten Funktionen: 4K Videos sind jetzt intern möglich. Das Display ist neigbar und für Bildstabilisierung ist ebenfalls gesorgt. Im Innern der neuen Kamera arbeitet ein mehrschichtiger Ein-Zoll-Sensor mit 15,3 Megapixeln. Das Gehäuse ist kompakt, robust und wasserfest. Das ZEISS Tessar T* 24 Millimeter Objektiv steht für erstklassige Bildqualität. Damit auch die Tonqualität stimmt, verfügt die Kamera über eine separate Mikrofonbuchse und harmoniert perfekt mit dem Aufnahmegriff VCG-SGR1.

Mit der Einführung der weltweit kleinsten und leichtesten Premium-Kompaktkamera RX0 II(Modell DSC-RX0M2) mit großem Ein-Zoll-Sensor hat Sony heute einen spannenden Neuling im Kompaktkamerabereich vorgestellt. Die Neue im Sortiment hat viele Eigenschaften ihres Vorgängers geerbt: ein wasserfestes und staubresistentes sowie stoßfestes und bruchsicheres Gehäuse zum Beispiel. Gleichzeitig glänzt die neue RX0 mit interner 4K Videofunktion, einem um bis zu 180 Grad nach hinten und bis zu 90 Grad nach vorn neigbarem LC-Display, das sogar unter Wasser funktioniert, und einer Bildstabilisierung im Videomodus.

Im Inneren der RX0 II befinden sich ein mehrschichtiger Exmor RS CMOS-Bildsensor (Typ 1,0 Zoll) mit 15,3 Megapixeln plus BIONZ X Bildprozessor, der eine im Vergleich zum Vorgänger erweiterteFarbwiedergabe einschließlich natürlicher Hauttöne ermöglicht. Diese leistungsstarke Kombination sorgt für eine extrem schnelle Bildverarbeitung und eine hervorragende Bildqualität bei Foto- und Videoaufnahmen mit einem großen Empfindlichkeitsbereich von ISO 80 für Fotos bis ISO 12800 für besonders schnelle Aufnahmen in dunkler Umgebung. Die ZEISS Tessar T* 24-mm F4 Weitwinkelfestbrennweite hat einen kurzen Mindestfokusabstand von 20 Zentimetern und eignet sich somit perfekt für Selfies oder Tabletop-Fotos.

  • Bild Der Handgriff Sony VCT-SGR1 gehört bei der Sony DSC-RX0 II jetzt offenbar zum Lieferumfang. [Foto: Sony]

    Der Handgriff Sony VCT-SGR1 gehört bei der Sony DSC-RX0 II jetzt offenbar zum Lieferumfang. [Foto: Sony]

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Jan-Markus Rupprecht

Jan-Markus Rupprecht, 54, fotografiert mit Digitalkameras seit 1995, zunächst beruflich für die Technische Dokumentation. Aus Begeisterung für die damals neue Technik gründete er 1997 digitalkamera.de, das Online-Portal zur Digitalfotografie, von dem er bis heute Chefredakteur und Herausgeber ist. 2013 startete er digitalEyes.de als weiteres Online-Magazin, das den Bogen der digitalen Bildaufzeichnung noch weiter spannt.