Spiegelreflexkamera, Systemkamera

Testbericht: Canon EOS 300D

2003-11-14 Seitdem Canon im August die EOS 300D angekündigt hat, ist wahrlich eine "Massenhysterie" ausgebrochen. Mit diesem Modell hat Canon die Preisgrenze für den Einstieg in die Welt der digitalen Spiegelreflexkameras nicht nur ein Stück nach unten gerückt, sondern regelrecht "zerschmettert" – und dementsprechend enorm ist die Begeisterung für die "Volks-DSLR". Plötzlich reden alle nur noch von der EOS 300D und das Auftragsheftchen von Canon ist schon so prall mit Vorbestellungen gefüllt, dass die Produktion kaum nachkommt. Und auch in den wenigen Läden, die die EOS 300D vorrätig haben, geht die Kamera weg wie warme Semmeln. Ob ein solcher Tumult berechtigt ist, wollen wir in diesem digitalkamera.de-Erfahrungsbericht auf den Grund gehen.  (Yvan Boeres)

   Canon EOS 300D [Foto: MediaNord]
 

Ob es der Wunsch ist, einen bestehenden Objektivpark weiter zu benutzen, alte Gewohnheiten beizubehalten (Kompaktdigitalkameras haben so ihre Eigenarten) oder von den Vorzügen größerer Bildwandler (besseres Rauschverhalten, häufig bessere Bildqualität usw.) zu profitieren; der Reiz, sich eine digitale Spiegelreflexkamera zu kaufen, überkommt viele früher oder später. Die Canon EOS 300D macht den Wunsch nach einer DSLR (als Akronym für "Digital Single Lens Reflex") auch dem zugänglich, der aus finanziellen Gründen bisher nur mit einer Kompaktdigitalkamera der Prosumer-Klasse liebäugeln konnte. Denn die EOS 300D ist mit einem Straßenpreis von rund 1.000 EUR (Kamerabody ohne Objektiv) nicht teurer als eine Minolta Dimage A1, eine Sony DSC-F828, eine Fujifilm FinePix S7000 oder ähnliche und bietet fast die gleichen Möglichkeiten wie eine wenigstens 500 EUR teurere Canon EOS 10D, Nikon D100, Sigma SD9/SD10 oder Fujifilm FinePix S2 Pro. Man braucht sich nichts vorzumachen: Um einen solchen Preis zu erreichen, hat man bei der EOS 300D die Kosten gedrückt, wo man nur konnte. Die EOS 300D bietet keine Innovationen und kaum etwas, was nicht schon an einer anderen EOS (egal ob analog oder digital) Verwendung gefunden hat. Die Sensation an dieser Kamera ist schlicht ihr Preis.

Canon EOS 300D - Menü [Foto: MediaNord]   
Canon EOS 300D - Menü [Foto: MediaNord]   
Canon EOS 300D - Menü [Foto: MediaNord]   
Canon EOS 300D - Menü [Foto: MediaNord]
  
  

Das Gehäuse der Canon EOS 300D ist aus Kunststoff und vermittelt trotz Leichtigkeit des Materials und "Plastikbomber Look & Feel" ein gewisses Maß an Solidität. Anders als bei den analogen EOS-Kameras der untersten Preisklasse ist das Bajonett nicht aus Kunststoff, sondern aus Metall; gleiches gilt für den Blitzschuh und das Stativgewinde. Die EOS 300D ist weder ein Fliegengewicht (das Kameragehäuse allein bringt rund 650 Gramm auf die Waage) noch kann sie als kompakt bezeichnet werden (Außenmaße: 142 x 99 x 73 mm). Dafür liegt sie aber gut und fest in der Hand; mit dem optional erhältlichen Batteriegriff BG-E1 verbessern sich noch das Handling sowie "nebenbei" auch die Batterielaufzeit und das professionelle Aussehen. Wer schon einmal irgendeine andere EOS sein Eigen genannt hat, kommt mit der EOS 300D schnell zurecht. Von anderen EOS-Modellen her kennt man den Drehkranz an der Kameraoberseite, der den Belichtungsmodus auswählt (Programmautomatik mit Shift-Funktion, Zeit- und Blendenautomatik, manuelle Belichtungssteuerung, Schärfentiefeautomatik, Vollautomatik, Motivprogramme) und dem bei der EOS 300D noch der Ein/Aus-Schalter "angewachsen" ist (die Einschaltzeit beträgt rund 2,8 s). Vom Griff aus mit dem Zeigefinger oder dem Daumen erreichbar sind der Auslöser, ein Drehrad (u. a. zur Einstellung von Blende und/oder Verschlusszeit), eine Taste für die Wahl des Auslösemodus (Selbstauslösung, Fernauslösung, Serienbildmodus) sowie eine Taste für die Belichtungsmesswertspeicherung (Verkleinerungslupe im Wiedergabemodus) und für die Wahl des AF-Feldes (Vergrößerungslupe im Wiedergabemodus). Direkt unterhalb des Suchers an der Kamerarückseite findet man die Kameraanzeige. Sie ist unterteilt in ein zweizeiliges und monochromes Status-LCD und in ein 1,8" großes Farb-LCD (mit 118.000 Bildpunkten). Während das Status-LCD bei Benutzung der Kamera immer eingeschaltet ist und die Haupteinstellungen (Belichtungsparameter, Belichtungsabweichung bzw. Belichtungskorrektur, Auslösemodus, Weißabgleich-Einstellung, Batteriestatus und Bildzähler) der Kamera bei Tag und Nacht (dank entsprechender Taste zur Beleuchtung des Displays) anzeigt, wird der Farbbildschirm nur auf Knopfdruck mittels Menü-Taste aktiviert. Dieser dient dann entweder der Wiedergabe der aufgenommenen Bilder oder der Anzeige des Einstellungsmenüs. Von der Abbildungsqualität her ist am Farb-LCD nichts auszusetzen: Die Auflösung ist hoch genug, um mit den Vergrößerungstasten die Bildschärfe zu kontrollieren; Rausch- oder Mitzieheffekte gibt es systembedingt nicht, denn ein Live-Bild gibt es – wie bei fast allen DSLRs – bei der EOS 300D nicht. Durch die insgesamt vier Menüebenen (Aufnahmeeinstellungen, Wiedergabeeinstellungen, Kameraeinstellungen 1, Kameraeinstellungen 2) navigiert man mit den entsprechenden Steuertasten (Links, Rechts, Oben/ISO, Unten/WB, Eingabe), die blütenförmig neben dem Bildschirm angeordnet sind. Canon EOS 300D - oben [Foto: MediaNord]Die Menüstruktur hat sich die 300D dabei bei den PowerShot-Modellen abgeguckt. Bei den angebotenen Einstellungen erinnert die 300D eher an die EOS 10D, wobei der Funktionsumfang jedoch stark reduziert wurde. Am deutlichsten wird das beim vergeblichen Suchen nach den Individualfunktionen; die EOS 10D bietet immerhin 14 dieser Custom-Funktionen mit insgesamt 38 Einstellmöglichkeiten. Zu den wichtigsten Einstellungen der 300D gehören die Einstellung der Bildqualität bzw. Auflösung und Kompression (wobei uns eine numerische Angabe der Auflösung lieber wäre als solche schwammigen Angaben wie "großes/mittelgroßes/kleines Bild"), die Aktivierung der Rote-Augen-Reduktion für den eingebauten Blitz, das Aufrufen und Einstellen der Weißabgleichs- und Belichtungs-Reihen sowie das Datenübertragungsprotokoll und die Sensorreinigungsfunktion. Insgesamt 25 Menüpunkte stellt die EOS 300D zur Auswahl; damit man nicht den Überblick verliert, lassen sich die wichtigsten Einstellungen in drei Benutzerspeichern ablegen. Dort, wo man im Menü die Benutzerspeicher findet, kann man dann auch noch die Bildparameter Kontrast, Scharfzeichnung, Farbsättigung und Farbton in +/- 2 Stufen verändern.

An der Kamera findet man noch Tasten zur Eingabe einer Belichtungskorrektur (die auch den Zweck der Blendeneinstellung im manuellen Belichtungsmodus erfüllt), zum Ausklappen des Blitzes, zum Umschalten in den Wiedergabemodus, zum Löschen von angezeigten Bildern, zum Anzeigen der Aufnahmedaten (EXIF-Informationen) und zum Springen vom ersten angezeigten Bild auf das letzte angezeigte Bild. Selbst an eine Abblendtaste hat Canon bei der EOS 300D gedacht. Bei Betätigen dieser schließt die Kamera die Blende auf den eingestellten Wert. Der Sucher verdunkelt sich dabei mehr oder weniger stark, doch auf diese Weise kann man die Schärfentiefe visuell kontrollieren. Bei offener Blende erscheint der Sucher der EOS 300D ein klein bisschen dunkler als der Sucher der EOS 10D; was aber nicht auf die Mattscheibe zurückzuführen ist. Vielmehr ist der minimale Lichtverlust im Vergleich zur EOS 10D auf die ganz spezielle Prismenarchitektur des EOS 300D-Spiegelreflexsuchers zurückzuführen. Aus Kosten- aber auch aus Miniaturisierungsgründen hat man sich bei der EOS 300D entschieden, anstatt eines Pentaprismas (ein fünfeckiges Glaselement) eine fünfeckige Spiegelkonstruktion im Prismenkasten einzubauen. Auf gleichem Niveau wie bei der EOS 10D ist die Sucherbildabdeckung der EOS 300D. Die Sucher beider Kameras zeigen einen 95-prozentigen Ausschnitt des tatsächlich aufgenommenen Bildes. Canon EOS 300D - Rückansicht [Foto: MediaNord]Beschneidet man das Bild später auf den bei der Aufnahme gesehenen Ausschnitt, verschenkt man praktisch 5 Prozent Auflösung. Hauptsächlich die "Brillenschlangen" unter uns werden das Vorhandensein einer Dioptrienkorrektur (-3 bis +1 dpt.), die 0,8-fache Sucherbildvergrößerung sowie den Augenabstand von 21 mm des 300D-Suchers zu schätzen wissen. Und tatsächlich lässt sich auch mit aufgesetzter Brille sehr gut mit der EOS 300D arbeiten.

Im Sucher bzw. auf der Suchermattscheibe der EOS 300D dargestellt sind die sieben kreuzförmig angelegten AF-Felder, auf denen die automatische Scharfstellung stattfindet. Wie jede moderne Autofokus-Kamera erkennt die EOS 300D mit ziemlicher Zuverlässigkeit die Position des Hauptmotivs im Bild und stellt auf die entsprechende Stelle scharf. Obwohl die EOS 300D dabei wesentlich präziser arbeitet als z. B. eine PowerShot G5, die ebenfalls über einen Mehrpunkt-Autofokus verfügt, kommt es auch bei der 300D in vereinzelten Fällen vor, dass das System versagt und statt auf das Hauptmotiv auf Objekte im Vordergrund scharf stellt. Glücklicherweise sind solche Fälle recht selten, aber man sollte dennoch das Aufleuchten der aktiven AF-Messfelder im Sucher im Auge behalten, um auf Nummer Sicher zu gehen. Hier zeigt sich auch, wo Canon bei der EOS 300D noch gespart hat. Anstatt dass wie bei anderen EOS-Modellen (egal ob analog oder digital) die Umrandung der entsprechenden Markierung rot aufleuchtet, blitzt bei der EOS 300D lediglich ein kleiner Punkt in der Mitte des Kästchens auf. Selbst wenn das keine Auswirkung auf die Bedienbarkeit der Kamera hat, wirkt das weniger elegant als man es sonst von Canon kennt. Auch überstrahlt die Markierung etwas, wenn man durch die gleichzeitige Verwendung des Messfeldwahltaste und des Wählrades am Handgriff der Kamera manuell das AF-Feld wählt. Egal, ob man das AF-Feld manuell vorwählt oder die Automatik arbeiten lässt: Der Autofokus des EOS 300D ist rasend schnell und übertrifft bei weitem alles, was man von Kompaktdigitalkameras her gewohnt ist. Selten braucht die EOS 300D mehr als 0,2 Sekunden, um erfolgreich scharf zu stellen und auszulösen. Die reine Auslöseverzögerung liegt im – von uns nicht mehr messbaren – Millisekundenbereich. Nur wenn das Licht knapp wird (die Empfindlichkeit des AF-Sensors reicht bis -0,5 IL) kann es einmal bis zu einer Sekunde dauern, bis der Fokussiervorgang abgeschlossen ist. Ein absoluter Fehltritt ist in dieser Hinsicht die AF-Hilfslichtfunktion der EOS 300D (und auch der EOS 10D). Hier bedient sich die Kamera einer Blitzsalve, um dem Autofokus genügend Licht für die Scharfstellung zu liefern. Das ist weder praktisch (man muss jedes Mal den Blitz öffnen) noch diskret. Wenigstens unterstützt die EOS 300D den Rotlicht-Messstrahl externer Blitzgeräte (wie z. B. der Systemblitzgeräte der Speedlite-EX-Serie von Canon), der wesentlich weniger stört. Alles in allem erreicht aber die EOS 300D beim Autofokus fast das gleiche Leistungsniveau wie die EOS 10D. Das ist kein Wunder, da beide Kameras das gleiche AF-Modul verwenden. Dank einer etwas komplexeren AF-Steuersoftware ist die 10D zwar noch ein Quäntchen schneller und präziser als die 300D, aber der Leistungsunterschied ist für den Normalsterblichen unbedeutend. Unterschiede gibt es zwischen den beiden Kameras jedoch bei der Flexibilität: Kann man bei der EOS 10D einstellen, Canon EOS 300D - rechte Kameraseite [Foto: MediaNord]ob die automatische Scharfstellung an statische (One-Shot-Betrieb) oder an bewegliche Motive (AI-Servo) Nachführ-Autofokus) entweder manuell oder automatisch (AI-Focus) angepasst wird, ist bei der EOS 300D die AF-Betriebsart nicht wählbar und an das Belichtungsprogramm gekoppelt. So ist die Schärfenachführung im Sport-Programm und der Einzelbild-AF in den Programmen Porträt, Landschaft, Nahaufnahme, Nachtporträt und A-DEP aktiviert; in allen anderen Belichtungsprogrammen (u. a. auch Programmautomatik, Zeit- u. Blendenautomatik, manuelle Belichtungssteuerung) muss man der AI-Focus-Automatik der Kamera die Wahl der AF-Betriebsart überlassen.

Ähnlich verhält sich die EOS 300D bei der "Wahl" der Belichtungsmessart. Die EOS 300D verfügt zwar über drei verschiedene Messarten (Matrix- bzw. Mehrfeldmessung über 35 Messfelder, mittenbetonte Integralmessung, Selektivmessung auf 9 % des Bildfeldes), aber lediglich die Selektivmessung lässt sich vom Benutzer manuell auswählen, indem man die Belichtungsmesswertspeicherungstaste in einem der Kreativprogramme (P/Av/Tv/M/A-DEP) drückt. Alle anderen Belichtungsprogramme sind – mit Ausnahme der manuellen Belichtungssteuerung – mit der Mehrfeldmessung gekoppelt. Bei der manuellen Belichtungssteuerung wird das Licht nach mittenbetonter Integralmessung gemessen und die Abweichung zwischen dem eingestellten Zeit/Blenden-Paar auf einer Belichtungsskala im Sucher und auf dem Status-LCD angezeigt. Eingestellt werden (automatisch oder manuell – abhängig vom gewählten Belichtungsprogramm) Verschlusszeiten von 1/4.000 bis 30 Sekunden in Drittelstufen. Längere Verschlusszeiten sind dank Bulb-Funktion mit angehaltenem Auslöser möglich. Das Aufgebot an einstellbaren Blenden ist vom verwendeten Objektiv abhängig. Beim Blitzen gipfelt die kürzeste Verschlusszeit (sofern man nicht die Highspeed-Blitzsynchronisationsfunktion mancher Blitze benutzt) bei 1/200 s. Verlässt man sich auf die Belichtungsautomatiken der EOS 300D, wird man selten enttäuscht. Zu groben Fehlbelichtungen lässt sie sich selbst bei schwierigem Licht nicht hinreißen. Nur bei schwach reflektierenden Motiven oder bei manchen Motiven mit größeren Schattenpartien neigt die EOS 300D zu einer leichten Überbelichtung.

Was die restliche Bildqualität betrifft, gibt sich die EOS 300D etwas differenzierter. An der Auflösung und am Rauschverhalten gibt es grundsätzlich nichts auszusetzen. Canon hat zwar den Fertigungsprozess seiner CMOS-Bildwandler eigenen Angaben zufolge optimiert, aber die Senkung der Fertigungskosten ging augenscheinlich nicht zu Lasten der Fertigungsqualität. Die Eckdaten des EOS-300D-Bildwandlers sind die gleichen wie bei der EOS 10D: Der CMOS-Chip beherbergt auf einer Fläche von 22,7 x 15,1 mm insgesamt 6.518.336 Pixel, von denen 6.291.456 Pixel zur Erzeugung der aus maximal 3.072 x 2.048 Bildpunkten bestehenden Bilddateien herangezogen werden. Canon EOS 300D - linke Kameraseite [Foto: MediaNord]Dementsprechend hoch ist auch der Informationsgehalt bzw. die Detailfeinheit der Bilder. Nichts auszusetzen gibt es auch am Bildrauschen. Dank, im Vergleich zu Kompaktdigitalkameras, großer Pixel (ein einzelnes Pixelelement ist etwa 7,4 µ groß) und ausgefeilter Rauschunterdrückungsalgorithmen (ausgeführt vom leistungsfähigen DiGIC-Signalprozessor) steht das Rauschverhalten der EOS 300D dem exzellenten Rauschverhalten der großen Schwester EOS 10D in nichts nach. Sowohl bei der automatischen (ISO 100 oder ISO 400) als auch bei der manuellen Empfindlichkeitseinstellung (ISO 100/200/400/800/1.600) liefert die EOS 300D Bilder, bei denen das Bildrauschen mit bloßem Auge gar nicht (ISO 100, 200, 400) bis kaum (ISO 800 und 1.600) sichtbar und nicht störend ist. Nicht eindeutig festzumachen ist die Tendenz zu Farbsäumen. Fallen die Farbsäume je nach Qualität des verwendeten Objektives mehr oder weniger stark aus, was auf chromatische Aberrationen hindeutet, ist selbst beim Einsatz sehr guter Linsen (wie z. B. bei der L-Objektivserie von Canon) an manchen Bildteilen bei genauer Betrachtung noch ein Restsaum zu erkennen. Hier liegt der Verdacht nahe, dass Blooming bei der EOS 300D eine Art Farbsaum-"Grundierung" erzeugt, die erst im Zusammenspiel mit den chromatischen Aberrationen dafür sorgt, dass Farbsäume störend sichtbar werden. Verwendet man aber Objektive der oberen Preis-/Leistungsklasse, braucht man sich keine Sorgen zu machen, weil dann die Farbsäume so gering sind, dass es dann unerheblich ist, ob diese nun durch Blooming oder chromatische Aberrationen bedingt sind. Weitaus auffallender und ärgerlicher sind da die Schärfeverluste an den Bildrändern. Bemerkbar ist nämlich eine leichte Tendenz zu unscharfen bzw. weniger scharfen Bildecken, wenn man mit offener Blende fotografiert. Egal ob mit L-Objektiv oder mit billigem "Flaschenboden": Die Randunschärfen sind – selbst bei planen Motiven ohne Schärfentiefe – immer da; nur deren Ausmaß nimmt mit der Qualität des Objektivs zu oder ab (von "katastrophal" bis "passabel"). Je nach Qualitätsbewusstsein und Motiv wird man sich mehr oder weniger an den Randunschärfen stören, aber Schärfefanatiker sollten auf jeden Fall die Blende um mindestens einen Wert schließen. Ob dieses Unschärfeproblem nun kameraspezifisch ist oder nicht, lässt sich zurzeit noch nicht eindeutig festlegen, da das Phänomen noch nicht genug untersucht worden ist (z. B. auch an Kameras anderer Marken), aber es liefert Nährstoff für die These bzw. das Verkaufsargument von Olympus, dass Kleinbild-Objektive von der optischen Konstruktion her nicht optimal für die Verwendung an Digitalkameras geeignet sind. Wie dem auch sei: Selbst mit einem solchen "Handicap" liefert die EOS 300D mehr als brauchbare Bilder ab; das Gespann EF-Objektive/EOS-300D kann man auf jeden Fall noch als praxistauglich bezeichnen.

Auch nicht optimal bzw. bedingt praxistauglich ist die Weißabgleichs-Automatik der EOS 300D. Funktioniert diese unter den meisten natürlichen Lichtquellen zuverlässig, produziert sie unter Kunstlicht (bei gewissen Leuchtstofflampen- und Glühlampen-Typen) einen ziemlich ausgeprägten Rot-Orange-Farbstich. Bei Leuchtstofflampen hilft dann selbst die entsprechende Voreinstellung nicht, so dass man am Besten gleich einen manuellen Weißabgleich vornimmt. Canon EOS 300D mit Metz mecablitz 44AF [Foto: MediaNord]Dieser ist – wie systembedingt bei allen digitalen Spiegelreflexkameras im Vergleich zu Kompaktdigitalkameras – etwas umständlich in der Ausführung (Bild schießen, Referenzbild für den manuellen Weißabgleich wählen, Bild noch mal schießen), führt aber jedenfalls zum gewünschten Resultat. Bequemer, wenn auch Speicherplatz verschwendender, ist da eine automatische Weißabgleichs-Reihe (WB-Bracketing). Eine Weißabgleichs-Feinkorrekturfunktion oder manuelle Eingabe der Farbtemperatur sucht man allerdings bei der EOS 300D vergebens. Bei den Weißabgleichs-Voreinstellungen gibt es übrigens auch eine Voreinstellung für Blitzlicht, was uns direkt zum Blitzsystem der EOS 300D führt. Wie es sich für eine Einsteigerkamera mit gehobenen Ansprüchen gehört, verfügt die EOS 300D sowohl über einen eingebauten Miniaturblitz als auch über die Anschlussmöglichkeit für externe Blitzgeräte. Der interne Blitz der EOS 300D kann entweder per Knopfdruck oder ganz automatisch (zumindest im Vollautomatik-Betrieb) aktiviert werden; er springt dann bei Bedarf heraus. Die Nützlichkeit dieses kleinen Helfers wird oft verkannt; vielleicht weil es für manche "unprofessionell" aussieht, wenn man nicht mit einem Kilo schweren Stabblitzgerät durch die Gegend läuft. Mit seiner Leitzahl von 13 (bei ISO 100 und 50 mm-Brennweite) ist der eingebaute Blitz natürlich nicht so leistungsstark wie ein externer Blitz, aber im Notfall immer noch besser als gar kein Blitz. Sehr begrüßenswert ist die Tatsache, dass der Miniaturblitz der EOS 300D viel höher herausspringt als z. B. bei der EOS 10D. Das verringert noch weiter das Rote-Augen-Risiko und erlaubt auch den Anschluss etwas voluminöserer Objektive an der Kamera, ohne dass diese den Blitz abschatten. Eine Blitzkorrekturfunktion gibt es an der EOS 300D kameraseitig nicht; wer die Blitzintensität korrigieren will, braucht ein externes Blitzgerät, das mit einer entsprechenden Funktion ausgestattet ist. Zum Anschluss eines externen Blitzes thront auf dem Sucher-"Dach" der Blitzschuh. Die darauf befindlichen Kontakte (Mittenkontakt und vier herstellerspezifische Kontakte) werden voll ausgenutzt. Während viele PowerShot-Modelle nur die Basisfunktionen (wie die E-TTL-Blitzsteuerung, die drahtlose E-TTL-Blitzsteuerung und die Ansteuerung des motorischen Zoomreflektors an die eingestellte Brennweite) unterstützen, funktionieren bei den EOS-D-Modellen auch die erweiterten Funktionen. Endlich kann man auch z. B. das rote AF-Hilfslicht des Blitzgerätes in Aktion sehen und Blitz-Belichtungsreihen sind ebenfalls möglich. Sowohl der interne Blitz als auch externe Blitzgeräte sind E-TTL gesteuert. Bei dieser Art der Blitz-Steuerung und -Messung bedient sich die Kamera ein- und derselben Messzelle für die Messung von Umgebungslicht (d. h. des natürlich vorhandenen Lichts) und Blitzlicht. Einfachere TTL-Systeme brauchen für die Messung des Blitzlichtes eine separate Messzelle. Die "Verschmelzung" von Umgebungslicht-Messzelle und Blitzlicht-Messzelle hat eine bessere Abstimmung zwischen Blitzlicht und Umgebungslicht zur Folge; das E-TTL-System bringt aber noch weitere Vorteile wie u. a. die drahtlose Steuerung mehrerer Blitzgeräte, die Blitz-Belichtungsmesswertspeicherung (FEL) oder die Highspeed-Blitzsynchronisation. Einzige Voraussetzung sind ein oder mehrere E-TTL-kompatibles Blitzgeräte, wie z. B. die Speedlite-EX-Systemblitzgeräte von Canon oder entsprechend kompatible Fremdblitzgeräte. Ein gleichzeitiger Betrieb von internem und externem Blitz ist übrigens nicht möglich; ebenso wenig kann man den internen Blitz zur Ansteuerung anderer Blitzgeräte im E-TTL-Betrieb benutzen. Canon EOS 300D - unten [Foto: MediaNord]Wer lieber Studioblitze an die Kamera anschließt, muss sich – mangels PC-Synchronbuchse – einen Adapter für den Blitzschuh zulegen, der für einige Euro im Zubehörhandel erhältlich ist.

Was man sich auf jeden Fall beim Kauf einer EOS 300D zulegen muss, sind entsprechende Objektive und eine Speicherkarte – ohne die die EOS 300D nicht funktioniert und die auch nicht im Lieferumfang der Kamera enthalten sind (zumindest nicht in der Basiskonfiguration). Die EOS 300D ist ausnahmslos mit allen EF-Objektiven von Canon (oder entsprechend kompatiblen Fremdfabrikaten) kompatibel, Spezialobjektive wie die Tilt-Shift-Serie (z. B. TS-E24) von Canon inbegriffen. Einzige Einschränkung ist die Verengung des Bildwinkels aufgrund des ungleichen Verhältnisses zwischen CMOS-Bildwandler und Kleinbildfilm, was "virtuell" zu einer Brennweitenverlängerung um den Faktor 1,6 führt. So wird z. B. aus einem 28 mm-Weitwinkelobjektiv ein 45 mm-Standardobjektiv. Was Weitwinkel-Fans verärgert, freut Anhänger von langen Brennweiten, wie z. B. Tier- oder Sportfotografen. Denn durch die Brennweitenverlängerung wird aus einem 300 mm-Objektiv plötzlich ein 480 mm-Objektiv; zumindest vom erfassten Bildausschnitt her. Trotz "Sparprogramm" hat Canon der EOS 300D ein Anschlussbajonett aus Metall gegönnt, so dass man auch ruhigen Gewissens schwere Objektive an der 300D montieren kann. Dafür hat Canon aber an einer anderen Seite gespart und von den im Vergleich zum Kleinbildfilm kleinen Abmessungen des CMOS-Bildwandlers profitiert, um die Größe des Schwingspiegels zu verkleinern. Das hat keinen Einfluss auf die Bildqualität, die Handhabung (ein größerer Spiegel würde nur überflüssige Bildteile erfassen, die den Sucher sowieso nicht passieren) oder auf die Objektivkompatibilität – spart aber Kosten. Und das nicht nur bei der Kamera, sondern auch bei speziellen Objektiven. So hat Canon zeitgleich mit der EOS 300D das neue Objektiv EF-S 18-55 mm/F3,5-5,6 vorgestellt, dessen Konstruktion extra auf den kleineren Schwingspiegel der Kamera abgestimmt ist, weshalb das Objektiv bisher auch nur mit der 300D kompatibel ist. So ragt das hintere Objektivteil tiefer in die Kamera hinein als bei anderen Kameras üblich, was den Auszug, d. h. den Abstand zwischen dem Bildwandler und dem Objektivansatz, verkürzt. Diese "Short Back Focus"-Konstruktion (daher auch das 'S' in der Bezeichnung 'EF-S') erlaubt eine wesentlich kompaktere Objektivbauweise, auch weil Canon den Bildkreis ebenfalls der Größe des Schwingspiegels und des CMOS-Sensors angepasst und somit den Durchmesser der Linsen reduziert hat. Das alles macht es überhaupt erst möglich, das EF-S-Objektiv für nur 100 EUR Aufpreis zum Basispaket zusammen mit der EOS 300D anzubieten. Das EF-S-Zoomobjektiv gibt es ausschließlich im Paket mit der 300D. Weitere Vorteile als die Kompaktheit und den Preis gibt es bei der EF-S-Linse nicht. Auch wenn das EF-S-Konzept bereits eine maßgeschneiderte Lösung ist, kann man es nicht mit Konzepten wie dem FourThirds-System verglichen werden, wo die Systemintegration noch viel weiter geht und Qualitätsvorteile bringen soll.

Canon EOS 300D - Speicherplatz [Foto: MediaNord]Zu den Speicherkarten: Die EOS 300D nimmt CompactFlash-Karten des Typs I und II (inkl. Microdrive) auf. Dabei ist die EOS 300D in der Lage, automatisch zu erkennen, welches Dateisystem (FAT 16 oder FAT 32) die Speicherkarte mitbringt. So kann man auch Speicherkarten oberhalb der 2-GByte-Grenze verwenden. Grundsätzlich nimmt die EOS 300D ihre Bilder entweder im RAW- oder JPEG-Format auf. Im RAW-Modus bettet die Kamera ein JPEG-Abbild mit geringerer Auflösung von 2.048 x 1.360 Bildpunkten in die Rohdaten mit ein. Da das eingebettete JPEG-Bild (das mit Hilfe der mitgelieferten RAW Image Converter-Software extrahiert werden kann) je nach Kompressionsfreundlichkeit des Motivs unterschiedlich groß ausfallen kann, schwankt damit auch die Dateigröße der RAW-Datei, die bei Canon die Dateiendung CRW trägt. In der Regel ist eine RAW-Datei zwischen 5,9 und 6,9 MByte groß und ist innerhalb von ca. 5,6 Sekunden auf die Karte geschrieben (die Zeit kann mit der Schnelligkeit der verwendeten Speicherkarte variieren). Die Größe der JPEG-Dateien ist von der gewählten Qualitätsstufe (eingeteilt in drei Auflösungen mit je zwei Kompressionsstufen) abhängig; in der höchsten Auflösung (3.072 x 2.048 Bildpunkte) und niedrigsten Kompression ist ein Bild durchschnittlich 1,9 bis 2,0 MByte groß und hat in ca. 2,5 Sekunden ihren Weg auf die Speicherkarte gefunden. Dank intelligenter Verwaltung des Zwischenspeichers ist die 300D unmittelbar nach dem Auslösen wieder schussbereit, unabhängig davon, ob man im Einzelbild- oder Serienbildmodus fotografiert. Man braucht die o. a. Speicherzeiten nicht abzuwarten, um weiter fotografieren zu können; die Speicherung und Aufbereitung der Bilder erfolgt im Hintergrund. Im Serienbildmodus vermag die 300D jedenfalls bis zu 4 Bilder in Folge bei einer Bildfrequenz von 2,5 Bildern pro Sekunde einzufangen – unabhängig davon, ob die Bilder im RAW- oder JPEG-Format aufgezeichnet werden. Erst dann legt die 300D eine kleine Ruhepause ein, die nur so lange dauert, bis wieder Platz genug für wenigstens eine weitere Aufnahme im Zwischenspeicher ist.

Ärgerlich wäre es, wenn gerade im entscheidenden Moment einer Aufnahme plötzlich das Akku den Geist aufgibt. Das braucht man bei der EOS 300D nicht zu befürchten. Da der LCD-Bildschirm als größter Stromverbraucher systembedingt bei digitalen SLR-Kameras im Aufnahmemodus nicht in Betrieb ist, kommt man ohnehin auf eine größere Batterieausbeute. 380 Bilder mit einer Ladung des serienmäßigen Lithiumionen-Akkus BP-511 (7,4 V bei 1.100 mAh) sind normalerweise das Minimum, nur bei intensiver Benutzung des Selbstauslösers kann die Batterieleistung drastisch zurückgehen. Bis zu 600 Bilder bei schonendem Umgang mit dem eingebauten Blitz und dem LCD-Farbbildschirm sind auch ohne weiteres möglich. Und wem das immer noch nicht genug ist, kann sich den Batteriegriff BG-E1 dazu kaufen, der die Batterieausbeute dank zweitem Akku gleich verdoppelt und der der Kamera zudem eine bessere Handlage (besonders bei Hochformat-Aufnahmen) sowie einen Hochformat-Auslöser gibt. Schnittstellenmäßig ist die EOS 300D mit einem umschaltbaren PAL/NTSC-Videoausgang, einem Anschluss für eine elektrische Kabelfernbedienung und mit einer USB-Schnittstelle versehen. Letztere dient nicht nur der Übertragung der Bilder zum PC (oder direkt zu manchen Druckern dank PictBridge- und Bubble-Jet-Direct-Kompatibilität), sondern ermöglicht auch in anderer Richtung die Steuerung der Kamera vom Rechner aus (PC/Mac mit der beiliegenden Software Remote Capture). Canon EOS 300D [Foto: MediaNord]Doch selbst für eine "Budget"-Kamera wie die EOS 300D ist eine gewöhnliche USB 1.1-Schnittstelle eine Zumutung – liefert die 300D doch Bilder, die in Auflösung bzw. Dateigröße eine solch unzeitgemäße Schnittstelle hoffnungslos überfordern. Die USB-Schnittstelle dient also bestenfalls für die Fernsteuerung der Kamera oder für den USB-Direktdruck; wer Bilder gerne auf seinen Rechner überträgt, greift lieber zu einem externen Kartenlaufwerk mit USB 2.0- oder Firewire-Schnittstelle.

Fazit: Auch wenn die Bildqualität bei der Canon EOS 300D erste Anzeichen eines konzeptionellen Konfliktes zwischen dem Aufbau von Kleinbild-Objektiven und den Anforderungen einer modernen Digitalkamera zu offenbaren scheint, zeigt der CMOS-Sensor der EOS 300D ziemlich eindrucksvoll, dass aus den "guten alten" Kleinbildobjektiven noch eine Menge herauszuholen ist. Die EOS 300D liefert ausgezeichnete Bilder, die in puncto Bildqualität viele Kompaktdigitalkameras übertreffen und die jeder visuellen Betrachtung Stand halten können. Die Tatsache, dass die EOS 300D letztendlich nichts anderes als eine in der Funktion und Ausstattung, aber nicht in der Bildqualität "abgespeckte" EOS 10D ist, wird kaum jemanden stören. Es sei denn, man will als anspruchsvoller Fotograf die Kontrolle über Funktionen wie die Wahl der Belichtungsmessart und der AF-Betriebsart behalten und die Kamera bis ins letzte kleine Detail parametrieren. Doch die EOS 300D richtet sich nicht an solche Fotografen, sondern an den Einsteiger bzw. Umsteiger (diejenigen die schon EF-Objektive ihr Eigen nennen und weiter verwenden wollen) in die digitale Spiegelreflexfotografie. Für diese Kundschaft ist es dann nicht so entscheidend, ob es zukunftssicherere und/oder besser integrierte Systeme auf dem Markt gibt oder in unmittelbarer Zukunft geben wird. Was für diese Kunden zählt ist, dass die EOS 300D für verhältnismäßig wenig Geld die Vorzüge der bewährten SLR-Architektur mit den Reizen der digitalen Technik verbindet. Und sie sind dann auch bereit in Kauf zu nehmen, dass die neue Technik aus Gründen der Rückwärtskompatibilität  eventuell nicht hundertprozentig ausgereizt wird. Wie dem auch sei: Mit der EOS 300D hat Canon die digitale Spiegelreflexfotografie einer breiteren Käuferschicht zugänglich gemacht und so setzt die EOS 300D zumindest preislich einen neuen Meilenstein in der Digitalfotografie.

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