Zwei weitere neue Kameras von Fujifilm

1999-02-15 Mit der MX-600 Zoom hat der Hersteller nun auch eine 1,5-Megapixel-Kamera mit Zoom-Objektiv im Programm und die DX-10 mit XGA-Auflösung schließt die Lücke zu den preisgünstigen VGA-Kameras.  (Jan-Markus Rupprecht)

Fujifilm MX-600 Zoom FrontansichtTechnisch auf der Fujifilm MX-700 basierend besitzt die MX-600 Zoom zusätzlich ein 3-fach Zoomobjektiv mit einem Brennweitenbereich von 35 bis 105 mm (verglichen mit Kleinbild), das doch von vielen Interessenten gewünscht wird. Dies wird aber mit einer weitaus größeren Bauform erkauft: Bei ähnlichen Frontabmessungen baut die MX-600 Zoom fast doppelt so tief wie die MX-700.

Das Autofokus-Objektiv stellt ab 90 cm scharf. Ein separater Makro-Modus deckt den Bereich von 25 bis 90 cm ab. Die richtige Belichtung wird über eine 64-Zonen-TTL-Messung sichergestellt. Während sich der Anfänger auf die Automatikfunktionen verlassen kann, stehen dem engagierteren Fotografen auch manuelle Einstellmöglichkeiten zur Verfügung. Beispielsweise kann über die automatische Belichtung mit Blendenpriorität gezielt die Schärfentiefe beeinflußt werden und eine Langzeitsynchronisation ermöglicht es, bei Blitzaufnahmen auch einen wenig beleuchteten Hintergrund mit aufzunehmen.

Der CCD-Sensor mit 1,5 Millionen Pixeln wurde laut Fujifilm an den Farbfiltern weiterentwickelt, wodurch jetzt eine noch exaktere Aufzeichnung aller Farbnuancen ermöglicht werden soll. Sein von Fujifilm entwickelter Vorverstärker sorgt für einen hohen Rauschabstand. Die resultierende Auflösung beträgt 1.280 x 1.024 Bildpunkte, gespeichert wird auf SmartMedia-Wechselspeicherkarten. Zur Bildkontrolle oder als Alternative zum optischen Sucher steht ein 1,8" LCD-Monitor zur Verfügung. Die Kamera wird voraussichtlich ab Ende Februar in Europa zum Preis von rund 1.500 DM erhältlich sein. Im Preis enthalten ist bereits ein Lithium-Ionen-Akku und ein Netzgerät, mit dem der Akku in der Kamera geladen werden kann. Serielle Kabel und Übertragungssoftware liegen für PC und Macintosh dabei. Abgerundet wird der Lieferumfang durch das Bildbearbeitungsprogramm Adobe PhotoDeluxe 2.0. Die kompletten Infos enthält wie immer unser Datenblatt zur Fujifilm MX-600 Zoom.

Fujifilm DX-10 Frontansicht    

Mit der neuen DX-10 bringt Fujifilm erstmals eine Digitalkamera in der XGA-Klasse mit 850.000-Pixel-CCD-Sensor auf den Markt. Die Auflösung von 1.024 x 768 Bildpunkte wird als künftige Einsteigerklasse gehandelt, die bisher von den VGA-Kameras besetzt war. Im Gegensatz zu anderen Herstellern, die einfach ihre bisherigen XGA-Modelle mit einigen Preissenkungen im Programm lassen können, mußte Fujifilm in dieser Klasse noch eine Kamera entwickeln um hier weiterhin mitspielen zu können.

Herausgekommen ist die Fujifilm DX-10, die als moderne Kamera in dieser Klasse beispielsweise bereits 16-MByte-SmartMedia-Karten verarbeiten kann. Die übrigen Eckwerte in Kürze: Festbrennweite mit 40 mm Brennweite, eingebauter Blitz inklusive Langzeitsynchronisation, optischer Sucher plus 1,8"-LCD-Monitor, Betrieb mit 4 Mignon-Batterien oder Akkus. Die Kamera wird ebenfalls ab Ende Februar verfügbar sein und rund 750 DM kosten. Ausführliche Infos enhält unser Fujifilm DX-10 Datenblatt.

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Jan-Markus Rupprecht

Jan-Markus Rupprecht, 54, fotografiert mit Digitalkameras seit 1995, zunächst beruflich für die Technische Dokumentation. Aus Begeisterung für die damals neue Technik gründete er 1997 digitalkamera.de, das Online-Portal zur Digitalfotografie, von dem er bis heute Chefredakteur und Herausgeber ist. 2013 startete er digitalEyes.de als weiteres Online-Magazin, das den Bogen der digitalen Bildaufzeichnung noch weiter spannt.