Kleiner und leichter

Sigma mit neuem Superzoom 18-250 mm 3.5-6.3 DC Macro OS HSM

2012-06-15 Nachdem Tamron bereits ein kleineres und leichteres Superzoomobjektiv vorgestellt hatte, folgt nun Sigma mit einem neuen 18-250 mm 3.5-6.3 DC Macro OS HSM. Doch nicht nur das Gewicht schrumpfte um ca. 150 Gramm, sondern praktischerweise auch die Naheinstellgrenze um zehn Zentimeter, so dass das Objektiv jetzt einen größten Abbildungsmaßstab von 1:2,9 erreicht und sich damit die Bezeichnung "Macro" im Namen verdient.  (Benjamin Kirchheim)

Größenvergleich Sigma 18-250 mm 3.5-6.3 DC Macro OS HSM mit Sigma 18-250 mm 3.5-6.3 DC OS HSM [Foto: Sigma]Die Konstruktion scheint mit 16 Elementen in 13 Gruppen gegenüber dem Vorgängermodell, das noch 18 Elemente in 14 Gruppen besaß, einfacher geworden zu sein. Die einzelnen Linsen aber sind aufwändiger, etwa weil zweiseitig asphärische Schliffe zum Einsatz kommen. Die Abmessungen betragen nun 73,5 mal 88,6 Millimeter statt 79 mal 101 wie noch bei alten Modell, das Gewicht schrumpft von 630 auf 475 Gramm und der Filterdurchmesser von 72 auf 62 Millimeter. Bei der optischen Konstruktion kommen neben beidseitig asphärisch geschliffenen Gläsern auch SLD-Glaselemente (Super Low Dispersion) und einseitig asphärisch geschliffene Gläser zum Einsatz. All dies soll chromatische Aberrationen und andere Arten von Bildfehlern minimieren, wie etwa auch Astigmatismus. Außerdem wurde die Konstruktion auf die Robustheit gegenüber Gegenlicht optimiert. Vor allem die moderne Super Multi-Laver Vergütung Sigma 18-250 mm 3.5-6.3 DC Macro OS HSM [Foto: Sigma]soll Reflexe und Geisterbilder reduzieren. Eine tulpenförmige Gegenlichtblende gehört zum Lieferumfang. Für ein weiches Bokeh sollen die sieben abgerundeten Blendenlamellen sorgen.

Das Objektiv mit seiner Brennweite von 18-250 Millimeter ist nur für Kameras mit APS-C-Sensor geeignet, so dass sich die Brennweite auf ca. 28-380 Millimeter im Kleinbildäquivalent verschiebt. Auch bei der Konstruktion geht Sigma neue Wege. Das Bajonett besteht aus langlebigem Messing, aus dem laut Sigma auch Bajonette an Sigma 18-250 mm 3.5-6.3 DC Macro OS HSM [Foto: Sigma]Kameragehäusen gefertigt sind. Eine spezielle Behandlung der Oberfläche verstärkt die Festigkeit des Bajonetts für einen langlebigen Einsatz. Das Objektivgehäuse besteht aus dem neuen Material TSC (Thermally Stable Composite). Es verändert seine Ausdehnung bei verschiedenen Temperaturen nur minimal und behält dadurch seine Struktur bei. Andererseits besitzt TSC gegenüber dem üblichen Polycarbonat eine 25 Prozent höhere Elastizität. Zudem ermöglicht das neue Material die Herstellung dünnerer Fokussier- und Zoomringe.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist der optische Bildstabilisator (OS). Er ist allerdings nur bei den Anschlussvarianten für Nikon, Canon und Sigma verbaut, Pentax- und Sony-Anwender, für die das Objektiv ebenfalls mit passendem Anschluss angeboten wird, sollen auf den kamerainternen Bildstabilisator zurück greifen. Der optische Stabilisator erlaubt bis zu vier Blendenstufen längere Belichtungszeiten, nimmt zum Weitwinkel aber laut Sigma an Effektivität ab. Außerdem ist das Objektiv mit einem schnellen und leisen Ultraschallantrieb (HSM) sowie einer Innenfokussierung ausgestattet, die Frontlinse dreht nicht mit. Vor versehentlichem Herausfahren des Zoomtubus beim Tragen schützt ein Lock-Schalter. Das Reiseobjektiv soll noch in diesem Monat (Juni 2012) auf den Markt kommen und knapp 750 EUR kosten.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.