Relativ klein und leicht

Sigma 500 mm F5.6 DG DN OS Sports angekündigt

2024-02-21 Mit dem 500 mm F5.6 DG DN OS Sports kündigt Sigma seine erste Tele-Festbrennweite für spiegellose Systemkameras an. Dank mäßiger Lichtstärke soll es einen guten Kompromiss aus Bildqualität, Abmessungen, Gewicht und Preis bieten. Neben einer hohen Bildqualität soll auch die umfangreiche Ausstattung mit Bildstabilisator, Blendenring samt De-Click-Funktion, schnellem Linear-Autofokus und Arca-Swiss-kompatibler Stativschelle.  (Benjamin Kirchheim)

Für seine Brennweite ist das Sigma 500 mm F5.6 DG DN OS Sports relativ leicht und kompakt. Es ist halb so groß und schwer wie das 500 mm F4 für DSLRs, wofür man jedoch auch eine Blendenstufe Lichtstärke verzichten muss. Das 500 mm F5.6 DG DN OS Sports wiegt weniger als 1,4 Kilogramm und misst lediglich 23,5 Zentimeter in der Länge. Der Durchmesser beträgt weniger als 11 Zentimeter, sodass Sigma noch ein normales Filtergewinde mit 95 Millimeter Durchmesser verbauen konnte. Das Gehäuse ist mit zahlreichen Dichtungen gegen das Eindringen von Spritzwasser und Staub geschützt, zudem ist die Frontlinse mit einer schmutzabweisenden Fluorbeschichtung versehen. Selbstverständlich verfügt die Tele-Festbrennweite über eine Stativschelle. Sie rastet in 90-Grad-Schritten und verfügt über einen Arca-Swiss-kompatiblen Fuß. So benötigt man nicht einmal eine Schnellwechselplatte, sofern der Stativkopf eine entsprechende Aufnahme besitzt.

Die optische Konstruktion besteht aus 20 Linsen, die in 14 Gruppen angeordnet sind. Drei SLD- und zwei FLD-Linsen sollen optische Fehler auf ein Minimum reduzieren und für eine hohe Auflösung bis an den Bildrand sorgen. Auch im Gegenlicht soll das Objektiv hohe Kontraste liefern, Flares und Ghosting will Sigma auf ein Minimum reduziert haben. Zudem ist das Tele kompatibel mit Sigmas Telekonvertern, sodass sich mit dem 1,4-fach Konverter ein 700 mm F8 und mit dem 2-fach Konverter ein 1.000 mm F11 ergibt. Dank des optischen Bildstabilisators sollen bis zu 5 Blendenstufen längere Belichtungszeiten verwackelungsfrei möglich sein. Für den Bildstabilisator gibt es nicht nur einen Ein/Aus/Modusschalter, sondern auch einen Benutzermodus-Schalter, der die Wirksamkeit im Suchermodus umschaltet. Dieser Schalter kann zudem in der L-Mount-Variante über das optionale USB-Dock umprogrammiert werden.

Der Autofokus wird von einem High-response Linear Actuator, kurz HLA, angetrieben. Die Innenfokussierung arbeitet also mit einem schnell ansprechenden, lautlosen Linearantrieb. Die Naheinstellgrenze beträgt 3,2 Meter, womit sich ein maximaler Abbildungsmaßstab von 1:6 erzielen lässt. Neben einem AF-MF-Schalter verfügt das Objektiv auch über einen Fokusbegrenzer. Zudem gibt es drei AFL-Tasten, die über die (kompatible) Kamera umprogrammiert werden können. Ebenfalls nur mit kompatiblen Kameras ist es möglich, die Übersetzung des Fokusrings zwischen linear und nicht-linear umzuschalten (nur mit L-Mount).

Des Weiteren verfügt das Sigma 500 mm F5.6 DG DN OS Sports über einen Blendenring mit Automatikstellung. Der Ring rastet wahlweise in Drittelschritten oder arbeitet dank der De-Click-Funktion ohne Rastungen. Zudem gibt es eine Lock-Funktion für den Blendenring. Die Blende selbst arbeitet mit elf Lamellen und für eine möglichst gleichmäßige, nahezu runde Öffnung. Sie lässt sich bis F22 schließen.

Ab März 2024 soll das Sigma 500 mm F5.6 DG DN OS Sports zu einem Preis von knapp 3.200 Euro erhältlich sein. Damit fällt es in die Kategorie der leistbaren Supertele-Objektive, denn bei solchen Objektiven sind auch fünfstellige Preise keine Seltenheit. Neben der Streulichtblende, der Stativschelle und dem Front- sowie gehört auch ein Objektivköcher zum Lieferumfang. Es ist wahlweise mit L-Mount (Leica, Panasonic und Sigma) oder E-Mount (Sony) erhältlich, wobei der Anschluss bei Bedarf sogar kostenpflichtig gewechselt werden kann.

Hersteller Sigma
Modell 500 mm F5.6 DG DN OS Sports
Unverbindliche Preisempfehlung 3.199,00 €
Bajonettanschluss Sony E, L-Mount
Brennweite 500,0 mm
Lichtstärke (größte Blende) F5,6
Kleinste Blendenöffnung F32
KB-Vollformat ja
Linsensystem 20 Linsen in 14 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
Anzahl Blendenlamellen 11
Naheinstellgrenze 3.200 mm
Bildstabilisator vorhanden ja
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz ja
Filtergewinde 95 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 108 x 235 mm
Objektivgewicht 1.370 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 46, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.