iD-Photo-Digitalkamera Schritt für Schritt

Sanyo stellt iD-Photo-Digitalkamera IDC-1000Z vor

2000-10-16 Zum ersten Mal auf der CeBIT 2000 gesehen, hat die erste iD-Photo-Digitalkamera von Sanyo einen weiten Weg hinter sich. Nun scheint Sanyo die Kamera endgültig auf den Markt zu bringen; jedenfalls hat Sanyo Japan erste Spezifikationen seiner iD-Photo-Digitalkamera IDC-1000Z offiziell bekanntgegeben.  (Yvan Boeres)

   Sanyo iD-Photo-Digitalkamera IDC-1000Z [Foto: Sanyo]
 
Wurde die iD-Photo-Digitalkamera von Sanyo noch auf der CeBIT als "Designstudie" unter dem Produktnamen SX-111 gezeigt (siehe Meldung vom 14. März 2000), konnte man auf der diesjährigen Photokina dieselbe Kamera unter dem Namen IDC-MV2000 unter einer Glaskuppel in Augenschein nehmen. Trotzdem hielt sich Sanyo-Deutschland bezüglich dieser Kamera – und besonders dessen technischen Spezifikationen – äußerst bedeckt. Knapp zwei Wochen nach der Photokina gibt nun Sanyo-Japan die Kamera unter dem Namen IDC-1000Z offiziell (samt technischer Daten) bekannt. Unter dem vertrauten Gehäuse verbirgt sich iD-Photo-Technik (siehe Bericht vom 23. Februar 2000), die es erlaubt, auf einer einzigen 730 MByte fassenden, Speicherdisk bis zu 12.000 Standbilder, respektive bis zu 2-stündige Videoaufnahmen, zu speichern. Die IDC-1000Z ist eine der wenigen Foto-Digitalkameras, die Videosequenzen in voller VGA-Auflösung aufnehmen kann, dies – aus CCD-spezifischen Gründen – leider zu Kosten der Foto-Auflösung, die auf 1,5 Megapixel (nutzbare Höchstauflösung 1.360 x 1.024 Pixel) beschränkt bleibt. Die Fotos können bei einer Serienbildgeschwindigkeit von 7,5 Bildern pro Sekunde in höchster Auflösung wahlweise JPEG-komprimiert (auf eine iD-Photo-Disk passen bei höchster Auflösung und niedrigster Kompression etwa 1.000 Bilder) oder unkomprimiert im TIFF-Format (Fassungsvermögen iD-Photo-Disk: 450 Bilder) gespeichert werden; die Videoaufnahmen werden im QuickTime-Movie-Format aufgezeichnet. Bei Videoclips zeigt die IDC-1000Z ihre wahre Stärke: nicht nur, daß diese in voller VGA-Auflösung (640 x 480 Bildpunkte) aufgenommen werden, dies geschieht sogar bei einer Bildwiederholrate von wahlweise 15 oder 30 Bildern pro Sekunde (8 bzw. 16 Minuten Aufnahmezeit pro iD-Photo-Disk). Dank eingebautem Mikrofon läßt sich auch Ton mit aufnehmen.

Ansonsten verfügt die IDC-1000Z noch über einen optischen 3-fach-Zoom (entspr. 38-114 mm/F2,4-4,4 bei Kleinbild), einen eingebauten ND-Filter (Neutral-Dichte-Filter), einen Autofokus mit Makrostellung (Nahgrenze 3 cm), Verschlußzeiten zwischen 16 und 1/2.000 Sekunden, Blenden von F2,4 bis F14,7 (ohne ND-Filter), verschiedene Belichtungsprogramme (Programmautomatik, Blenden- und Zeitenautomatik), Belichtungskorrekturen (+/- 1,5 Blenden in halben Schritten) und Intervallaufnahmen sowie einen eingebauten Blitz (automatisch, erzwungen, aus und Rote-Augen-Verringerung), verstellbare Empfindlichkeiten (ISO 100, 200 und 400) und einen 1,8"-LCD-Farbmonitor. Auf letzterem kann z. B. während der Aufnahme das zuletzt aufgenommene Bild in Miniatur in das Live-Bild mit eingeblendet werden. Ein Digitalzoom, verschiedene Weißabgleichs- (automatisch, voreingestellt, manuell) und Belichtungsmethoden (Mehrfeld, mittenbetont integral) sowie zwei Hochgeschwindigkeits-Schnittstellen (Firewire IEEE-1394 sowie USB) und ein Hochkapazitäts-Akku (Lithiumionen; 7,2 V; 1.600 mAh) runden das Ausstattungsangebot der Sanyo IDC-1000Z ab. Weitere technische Details erfahren unsere Besucher in unserem ausführlichen digitalkamera.de-Datenblatt zu dieser Kamera. Eingeführt wird die Sanyo IDC-1000Z in Europa Anfangs 2001. Der Preis für Europa steht noch nicht fest; in Japan soll die Sanyo IDC-1000Z für 160.000 Yen (rund 3.300 DM) gehandelt werden. Trotz ihres hohen Preises, verglichen mit der bescheidenen Standbild-Auflösung, setzt die Sanyo IDC-1000Z einen Meilenstein in der digitalen Fotografie, ist sie doch die erste marktreife Digitalkamera mit iD-Photo-Massenspeicher. Weitere iD-Photo-Digitalkameras werden noch von anderen Herstellern (u. a. von Olympus) demnächst vorgestellt werden, man darf also gespannt sein, was das Medium iD-Photo noch in Zukunft an Entwicklungen mit sich bringen wird.

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