Produktpflege und Neugeburt

Pentax stellt Optio A40 und V10 vor

2007-10-02 Mit der Optio A40 bringt der Kamerahersteller Pentax turnusgemäß – der Produktzyklus beträgt lediglich etwa 6 Monate – die A30 auf den aktuellen technischen Stand. So verfügt die A40 nun über einen 12 Megapixel auflösenden Bildsensor. Während die A-Serie den Highend-Bereich von Pentax digitalen Kompaktkameras darstellt, beginnt mit der 8 Megapixel auflösenden Optio V10 eine neue Kameraserie, die sich ausstattungsmäßig zwar unterhalb der A40 einreiht, dafür aber durchaus auch andere verlockende Vorzüge zu bieten hat.  (Benjamin Kirchheim)

Pentax Optio A40 [Foto: Pentax]Mit der Auflösung ist bei der A40 gegenüber der A30 auch die CCD-Sensorgröße etwas gewachsen. So ist nun ein 12 Megapixel 1/1,7" CCD statt eines 10 Megapixel 1/1,8" CCDs verbaut. Damit einhergehend ändert sich die kleinbildäquivalente Brennweite auf nun 38-114 mm bei einer maximalen Blendenöffnung von F2,8 im Weitwinkel und F5,4 im Tele. Weitere Änderungen betreffen den Digitalzoom, der nun einen 6-fachen Faktor erreicht, sowie die Empfindlichkeit, die bei der A40 von ISO 50 bis 1.600 einstellbar ist und deren Automatik bei aktivierter Shake-Reduction sogar bis ISO 3.200 reicht. Bei Letzterer handelt es sich um eine echte, opto-mechanische Bildstabilisierung, bei der der Sensor frei beweglich gelagert ist und dessen Position von Magneten gesteuert wird. Pentax verspricht dabei 2,5 bis 3,5 Lichtwerte (Blendenstufen) an Gewinn gegenüber einer Kamera ohne Bildstabilisator. Neu hingegen ist die partielle Tonwertkorrektur, die Schatten aufhellen und Lichter abdunkeln soll, damit mehr Zeichnung sichtbar wird – eine Funktion, die oft auch gerne bei der Bildoptimierung auf dem Rechner oder beim Ausbelichten vorgenommen wird.

Ansonsten ist die A40 einer Flagschiff-Kamera entsprechend mit (fast) allem ausgestattet, was Pentax in seinem Technologie-Repertoire zu bieten hat bzw. was man von so einer Kamera auch erwarten kann. Dazu gehört die halb- und voll manuelle Kontrolle (Belichtung, Fokus etc.) genauso wie die Gesichtserkennung zur Optimierung von Fokus und Belichtung sowie die Entfernung roter Augen bei Blitzaufnahmen. Außerdem verfügt die Kamera über eine Fixfocus-Funktion für Schnappschüsse und über einen 2,5 Zoll großen und 232.000 Pixel auflösenden Monitor, der einen besonders großen Betrachtungswinkel von 170° horizontal und vertikal erlaubt. Vollgestopft mit viel Technologie bleibt die Kamera trotzdem mit ca. 91 x 57 x 24 mm recht klein und handlich sowie mit 150 g recht leicht.

Pentax Optio V10 [Foto: Pentax]Die V10 ist teilweise nicht ganz so üppig ausgestattet, dafür aber knapp 5 mm dünner und 10 g leichter als ihre große Schwester. Mit nur 19 mm Dicke knüpft sie an die S-Serie von Pentax an. Möglich wird dies durch die Verwendung eines kleineren 1/2,35" CCDs, der 8 Megapixel auflöst und im Gegensatz zur A40 keinen optischen Bildstabilisator besitzt. Durch den kleineren CCD ist auch eine kürzere Brennweite von 6,3-18,9 mm möglich, die dem Kleinbildäquivalent von 36-108 mm entspricht. Die V10 verfügt zwar auch über eine "Shake-Reduction", allerdings von der digitalen Sorte und kann somit salopp als "Schummelbildstabilisator" bezeichnet werden – schade, denn mit einer maximalen Blendenöffnung von F3,1 im Weitwinkel und F5,9 ist sie nicht gerade lichtstark. Gegenüber der A40 gibt es auch weniger Einstellungsmöglichkeiten, es fehlen z. B. die Kreativprogramme, in denen der Benutzer gezielt Blende und/oder Belichtungszeit selbst bestimmen kann. Immerhin verfügt sie über die Gesichtserkennungsfunktionen der A40. Zwei weitere erwähnenswerte Highlights betreffen zum einen das Objektiv, das über den gesamten Brennweitenbereich eine Naheinstellgrenze von lediglich 10 cm verfügt, was besondere Makroqualitäten im Telebereich verspricht. Zum anderen ist der Monitor 3 Zoll groß, löst 230.000 Pixel auf und verfügt über die bei ausgewachsenen TFT-Monitoren bereits gängige IPS-Technologie. IPS ist die Abkürzung für "In Plane Switching" und verspricht eine sehr helle, kontrastreiche und scharfe Darstellung bei einem Betrachtungswinkel von 170° horizontal und vertikal.

Die Markteinführung der beiden Kameras ist für Ende Oktober 2007 geplant, wobei die A40 knapp 350 EUR und die V10 knapp 300 EUR kostet.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.