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Fujifilm stellt FinePix F600EXR und JX370 vor

2011-08-11 Fujifilm kündigt für den September 2011 zwei neue Digitalkameras der FinePix-Serie an: Die Einsteigerkamera JX370 für knapp 100 EUR sowie die Superzoom-Taschenkamera F600EXR. Während das günstige Modell mit seinem Fünffach-Zoom einen kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 28 bis 140 Millimeter abdeckt, bringt es die F600EXR auf einen fünfzehnfachen Zoombereich von 24 bis 360 Millimeter. Die unter anderem mit GPS, 360°-Panorama-Funktion und der Möglichkeit zur RAW-Aufnahme gut ausgestattete F600EXR soll rund 300 EUR kosten.  (Benjamin Kirchheim)

Fujifilm FinePix JX370 schwarz [Foto: Funifilm]Die FinePix JX370 versteht sich als Nachfolgemodell der JX300 und hat gegenüber dieser nicht viel neues zu bieten: Lediglich das Design sowie das Bedieninterface wurden überarbeitet, so ist beispielsweise der Drehregler für das Aufnahmeprogramm weg gefallen. Die JX370 löst 14 Megapixel auf, verfügt über eine Motivautomatik und manuell wählbare Motivprogramme, Gesichts-, Lächel- und Blinzelerkennung, einen Tracking-Autofokus sowie eine Panoramafunktion, die bei einem Schwenk drei Aufnahmen macht und diese automatisch zusammen fügt. Videos werden in 720p-HD-Auflösung aufgenommen. Für einen einfachen Upload zu sozialen Netzwerken gehört die Software "MyFINEPIX Studio" zum Lieferumfang, Fotobücher lassen sich direkt in der Kamera gestalten und auf dem eingebauten 6,9 Zentimeter großen LC-Display vorab betrachten. Das einzige, was in der Ausstattungsliste zu fehlen scheint, ist ein optischer Bildstabilisator. Ab September 2011 soll die Fujifilm FinePix JX370 in den Farben Schwarz, Silber, Blau und Rot zu einem Preis von knapp 100 EUR erhältlich sein.

Fujifilm FinePix F600EXR weiß [Foto: Fujifilm]Deutlich üppiger ist die Fujifilm FinePix F600EXR ausgestattet, die gegenüber ihrem Vorgängermodell zwar nicht viele, aber durchaus interessante Neuerungen zu bieten hat. So soll der GPS-Empfang nun zuverlässiger funktionieren. Neu ist eine Funktion, die sich "Augmented Reality" nennt. Unter Augmented Reality versteht man das Verschmelzen von wirklicher und virtueller Umgebung. Bei der F600EXR bedeutet es, dass man auf dem Bildschirm die Richtung, Entfernung, Kategorie und den Namen von Sehenswürdigkeiten angezeigt bekommt, die sich im Bereich vor der Kamera befinden. Das gilt auch für vom aktuellen Motiv verdeckte Sehenswürdigkeiten. Schwenkt man die Kamera nach unten, so wird eine Radaransicht aktiv, um die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung identifizieren zu können. Zwar fehlt eine Straßenkartenansicht, aber dennoch ist die Funktion nützlich, um interessante Fotomotive zu finden. Über eine Million Sehenswürdigkeiten weltweit hat die Kamera in ihrer Datenbank gespeichert, sie lässt sich überdies vom Benutzer erweitern. Außerdem ist es möglich, den Standort eines bereits Fujifilm FinePix F600EXR weiß [Foto: Fujifilm]aufgenommenen Fotos wieder zu finden, indem die Kamera Richtung und Entfernung anzeigt. Neu ist auch die Routenaufzeichnung, alle zehn Minuten wird der Standort in eine Logdatei geschrieben, so dass die zurückgelegte Strecke später auf dem Computer in einer Karte dargestellt werden kann. Der Benutzer hat die Wahl, ob die Kamera nur im eingeschalteten Zustand, immer oder niemals die Route aufzeichnet.

Eine weitere Neuerung in der F600EXR ist eine Bewegungserkennung, wie man sie von Panasonic schon eine ganze Weile kennt. Sie sorgt in der Automatik dafür, dass sich bewegende Objekte eingefroren werden, die Kamera also die Belichtungszeit verkürzt und die Empfindlichkeit erhöht. Die dritte Neuerung ist ein intelligentes Digitalzoom, das eine effektivere Kantenschärfung aufweist und dadurch einen qualitativ hochwertigen zweifachen Digitalzoom erlaubt. Man sollte von dieser Funktion aber nicht zu viel erwarten, an ein echtes optisches Fujifilm FinePix F600EXR weiß [Foto: Fujifilm]Zoom kommt das nicht heran, reicht aber für postkartengroße Abzüge. Die vierte und letzte Neuerung betrifft die 360°-Panoramafunktion. Diese sorgt nun auch dafür, dass die Bildenden nahtlos aneinander passen, was bisher nicht der Fall war. Voraussetzung ist aber, dass der Fotograf die Kamera einigermaßen gerade geschwenkt hat.

Weiterhin setzt Fujifilm auf den eigenen rückwärtig belichteten (BSI) EXR-Sensor, der auf der CMOS-Technologie basiert. Er löst 16 Millionen Bildpunkte auf und die spezielle Anordnung der Pixel erlaubt es, zwei nebeneinander liegende Pixel für eine höhere Empfindlichkeit beziehungsweise geringeres Rauschen zusammen zu legen oder sie alternativ unterschiedlich stark zu belichten, um den Dynamikumfang zu erhöhen. Die Auflösung sinkt dann auf jeweils acht Megapixel. Im Automatikmodus kann die Kamera zudem nicht nur Motive erkennen, sondern anhand der Lichtsituation auch den passenden Sensormodus alleine bestimmen. Eine weitere Besonderheit der F600EXR ist die Tatsache, dass man Fotos im RAW-Format speichern kann, um sie Fujifilm FinePix F600EXR weiß [Foto: Fujifilm]später selbst im RAW-Konverter am PC zu optimieren.

Das Objektiv zoomt optisch 15-fach von umgerechnet 24 bis 360 Millimeter, deckt also einen sehr großen, alltags- und reisetauglichen Bereich ab. Ein mechanischer Bildstabilisator (Sensor-Shift) ist ebenfalls verbaut. Videos werden maximal in FullHD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde) inklusive Stereoton im Format H.264 (MPEG-4) aufgezeichnet. Bei geringerer Auflösung sind sogar Highspeed-Bildwiederholraten von bis zu 320 Bilder pro Sekunde möglich. Auch Serienbilder können mit einer hohen Bildwiederholrate von acht Bildern pro Sekunde bei voller Auflösung aufgenommen werden. Dabei schafft die Kamera acht Bilder in Folge. Bei reduzierter Auflösung von acht Megapixeln sind 16 Bilder in Folge bei 11,2 Bildern pro Sekunde möglich. Bei Action-Aufnahmen hilft ein Modus, der insgesamt sieben Aufnahmen speichert – zusätzlich zum eigentlichen Foto noch drei Bilder vor der Auslösung und drei danach, so dass sich die Chance erhöht, den richtigen Moment zu erwischen. Auf der Kamerarückseite prangt ein drei Zoll großer Bildschirm, was einer Bilddiagonalen von 7,6 Zentimeter entspricht. Ab September 2011 soll die Fujifilm FinePix F600EXR in den Farben Rot, Weiß und Schwarz zu einem Preis von knapp 300 EUR erhältlich sein.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.