Suche mit künstlicher Intelligenz für Adobe Lightroom Classic

Excire Search jetzt mit neuen Funktionen und neuen Tutorials

2018-06-11, aktualisiert 2018-06-17 Über die Bildersuche mit künstlicher Intelligenz, das Lightroom-Plugin Excire Search, haben wir in der Vergangenheit schon einige Male berichtet. Seitdem gibt es einige Neuigkeiten, die ich hier einmal kurz zusammengefasst habe. Beispielsweise ist die Ähnlichkeitssuche mittlerweile beispielsweise auch mit Fotos möglich, die man z. B. im Internet gefunden hat. Die ermittelten Tags können jetzt in den Lightroom-Katalog übertragen werden. Statt einzelner Module gibt es jetzt zwei fertig zusammengestellte Pakete. Und eine Standalone-Version, die dann ohne Adobe Lightroom Classic funktioniert, ist in der Entwicklung.  (Jan-Markus Rupprecht)

  • Bild Mit der neuen Version von Excire Search ist es möglich, anhand von Beispielfotos zu suchen, die nicht in Lightroom importiert wurden. Also zum Beispiel Fotos im Internet oder E-Mails, auf der eigenen Festplatte oder anderen Speichermedien. [Foto: PRC GmbH]

    Mit der neuen Version von Excire Search ist es möglich, anhand von Beispielfotos zu suchen, die nicht in Lightroom importiert wurden. Also zum Beispiel Fotos im Internet oder E-Mails, auf der eigenen Festplatte oder anderen Speichermedien. [Foto: PRC GmbH]

Wie schon in der Einleitung angedeutet, gibt es massenhaft Neuigkeiten, die wir hier nur kurz anreißen wollen:

  • Eine Ähnlichkeitssuche ist mittlerweile nicht mehr nur mit Beispielfotos möglich, die man schon in seinem Lightroom-Katalog hat, sondern auch Fotos, die man z. B. im Internet gefunden oder per E-Mail bekommen hat, können als Vorlage für die Ähnlichkeitssuche im eigenen Bildbestand dienen.
     
  • Hinsichtlich der Programmversionen verfolgen die Entwickler nun eine andere Strategie: Bislang gab es einzelne Module, die man beliebig kombinieren konnte. Das machte den Kauf bzw. die Produktauswahl aber recht unübersichtlich und viele Anwender haben sowieso das Bundle mit allen Modulen gekauft. Das Bundle heißt nun "Excire Search Pro" und kostet 119,00 Euro. Daneben gibt es eine reduzierte Version für 69,00 Euro ohne den Zusatz "Pro" mit 125 vorgegebenen Stichwörtern (Pro-Version: 500 Stichwörter).
     
  • Nur in der Pro-Version enthalten ist auch die lang ersehnte Funktion "Stichwörter übertragen" (ehemaliges Tag-Transfer-Modul TT), die seit der Version 1.3 enthalten ist. Damit ist es möglich, die von Excire Search in den Bildern gefundenen Objekte und Eigenschaften (aus einer vorgegebenen Auswahl von immerhin 500 verschiedenen Attributen) als Stichwörter in die normale Lightroom-Datenbank zu schreiben. Dort sind sie zum einen noch bequemer suchbar, zum anderen bleiben sie bei der Weitergabe eines Katalogs erhalten. Eine wirklich tolle Funktion für Lightroom-Power-User!
     
  • Ganz neu erschienen ist eine ganze Reihe Video-Tutorials, in denen alle Funktionen von Excire Search sehr anschaulich vorgeführt werden. Der Text ist in deutsch gesprochen und sehr verständlich. Die Videos sind nicht nur für Anwender interessant, die Excire Search "erlernen" wollen, sondern auch um sich vorab über alle Möglichkeiten der Bildersuche zu informieren.
     
  • Dass die Videos zwar in Deutschland produziert und deutsch besprochen wurden, aber mit der englischsprachigen Version der Excire Search Benutzeroberfläche gefilmt wurden zeigt, wie wichtig der internationale Markt mittlerweile für das Unternehmen ist. Jenes steckt auch gerade in der Gründung einer amerikanischen Tochterfirma, die auf den Namen Excire Inc. hört. Der Programmname wird hier also zum Firmennamen. Entwickelt wird Excire Search ja im Unternehmen PRC (Pattern Recognition Company GmbH), das im Innovations Campus Lübeck ansäßig ist, nur einen "Steinwurf" vom Büro der digitalkamera.de-Redaktion entfernt.
     
  • Und last but not least arbeiten die Entwickler mit Hochdruck an einer Standalone-Version von Excire Search. Bislang ist Excire Search ja ausschließlich ein Plugin für Adobe Lightroom und damit auch nur interessant für Lightroom-Besitzer. Mit der alleinstehenden Version spricht der Hersteller dann aber ALLE professionell oder semiprofessionell agierenden Anwender mit großem Fotobestand an – an die 300 Millionen potenzielle Fotografen sollen es weltweit sein. Der dann aktuelle Stand der Entwicklung wird auf der Photokina 2018 in Köln gezeigt werden.

Update 2018-06-17: In einer früheren Version dieser Meldung stand, dass die Standard-Version nicht über die Ähnlichkeitssuche verfügt. Das ist falsch. Der Unterschied der beiden Versionen liegt nur in der Anzahl der Stichwörter und in der Stichwort-übertragen-Funktion, die der Pro-Version vorbehalten ist.

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Jan-Markus Rupprecht

Jan-Markus Rupprecht, 53, fotografiert mit Digitalkameras seit 1995, zunächst beruflich für die Technische Dokumentation. Aus Begeisterung für die damals neue Technik gründete er 1997 digitalkamera.de, das Online-Portal zur Digitalfotografie, von dem er bis heute Chefredakteur und Herausgeber ist. 2013 startete er digitalEyes.de als weiteres Online-Magazin, das den Bogen der digitalen Bildaufzeichnung noch weiter spannt.