Kompakt und Edel

Canon enthüllt die Digital Ixus 95 IS, 100 IS, 110 IS und 990 IS

2009-02-18 Ixus ist der Inbegriff kompakter und stylischer Digitalkameras bei Canon. Vier neue Modelle aktualisieren nun die Produktpalette. Das sind zum einen die Ixus 95 IS und Ixus 100 IS mit optischen 3-fach-Zooms, optischen Suchern und 10 bzw. 12 Megapixeln Auflösung und zum anderen die Ixus 110 IS und 990 IS mit optischem 4- bzw. 5-fach-Zoom, 12 Megapixeln Auflösung und großen Bildschirmen. Alle Modelle verfügen darüber hinaus über einen optischen Bildstabilisator.  (Benjamin Kirchheim)

Canon Digital Ixus 95 IS Grau [Foto: Canon]
Canon Digital Ixus 100 IS Gold [Foto: Canon]
Canon Digital Ixus 110 IS Blau [Foto: Canon]
Canon Digital Ixus 990 IS [Foto: Canon]
Den "günstigen" Einstieg stellt mit rund 250 EUR die Canon Digital Ixus 95 IS dar, die in den Gehäusefarben Silber, Grau, Blau und Rot auf den Markt kommt. Sie bietet ein bildstabilisiertes optisches 3-fach-Zoom von umgerechnet 35-105 mm Brennweite bei 10 Megapixeln Auflösung. Wer sich bei hellem Umgebungslicht über das möglicherweise schlecht ablesbare, 2,5" (6,4 cm) große und 230.000 Bildpunkte auflösende Display ärgert, kann zur Bildkomposition auch den optischen Sucher verwenden – durchaus inzwischen eine Rarität bei Kompaktdigitalkameras. Um dem Fotografen das Leben möglichst zu vereinfachen, hat Canon zahlreiche Automatiken verbaut. Die Kamera analysiert das Motiv akribisch und ist in der Lage, blitzschnell eines von 18 Motivprogrammen zur Aufnahmesituation passend zu wählen. Darüber hinaus erkennt sie, ob der Fotograf verwackelt oder das Motiv sich bewegt und steuert den Bildstabilisator und die Aufnahmeparameter so, dass das Motiv möglichst scharf abgebildet wird. Gesichter werden erkannt, rote Augen digital retuschiert, und vor geschlossenen Augen wird immerhin gewarnt – aber erst, wenn das Bild "im Kasten" ist. Dann greift auch die i-Contrast-Technologie, die für mehr erkennbare Bilddetails in dunkleren Bereichen sorgt. Der FaceSelf-Timer sorgt dafür, dass der Fotograf genügend Zeit hat, sich selbst im Bild (z. B. bei Gruppenfotos) zu positionieren. Neben Fotos nimmt die Ixus 95 IS auch Videofilme auf SD- bzw. SDHC-Speicherkarten auf, allerdings "nur" in VGA-Auflösung mit dem veralteten Motion-JPEG-Codec.

Da sind die anderen Ixus-Modelle schon besser ausgestattet, nämlich mit einer 1.280 x 720 Pixel HD-Videofunktion, die 30 Bilder/s im MOV-Format (Quicktime) H.264-komprimiert aufzeichnet. Auch eine HDMI-Schnittstelle fehlt bei ihnen nicht, dafür allerdings das passende Kabel, das man gesondert kaufen muss. So auch bei der 18,4 mm flachen Ixus 100 IS, die in diesem dünnen Gehäuse ein 33-100 mm (auf Kleinbild bezogen) 3-fach-Zoomobjektiv beherbergt, das obendrein noch optisch bildstabilisiert ist. Sie verfügt über 12 Megapixel Auflösung, ist aber ansonsten von der Ausstattung identisch zur kleineren Schwester Ixus 95 IS. 280 EUR muss man ab Ende Februar 2009 auf den Tisch legen, wenn man die Ixus 100 IS erwerben möchte. Dabei hat man die Wahl zwischen den Gehäusefarben Silber, Schwarz, Rot und Gold. Für beide Modelle ist optional auch ein Unterwassergehäuse erhältlich.

Technisch hochwertiger ist die Ixus 110 IS, die als Nachfolgerin der 870 IS Ende Februar 2009 auf den Markt kommt. Dieses Vorgängermodell haben wir ausführlich getestet (siehe weiterführende Links). Sie soll in den Gehäusefarben Silber, Gold, Pink und Blau rund 340 EUR kosten. In dieser Preisklasse muss man allerdings auf einen optischen Sucher verzichten, stattdessen bekommt man bei der Ixus 110 IS einen 2,8" (7 cm) großen, 230.000 Bildpunkte auflösenden 16:9-Breitbildschirm. Der CCD löst 12 Megapixel auf, und das Zoom ist mit 28 mm Anfangsbrennweite (auf Kleinbild bezogen) etwas weitwinkelfreudiger. Es zoomt optisch 4-fach – selbstverständlich optisch bildstabilisiert – bis zu einer Endbrennweite von umgerechnet 112 mm. Die bereits im ersten Absatz beschriebenen digitalen Helferlein wie Motiv-, Gesichts-, Verwackelungserkennung etc. wurden auch in der Ixus 110 IS verbaut. Zusätzlich gibt es ein paar weitere "Gimmicks": Kippt man die Kamera im Wiedergabemodus leicht nach oben oder unten, blättert sie durch die Bilder – man kann sich also den einen oder anderen Knopfdruck sparen. Einsteiger finden darüber hinaus zahlreiche Erklärungen sowie Tipps und Tricks, die direkt auf dem Kamerabildschirm eingeblendet werden und den Fotografen bei seiner "Arbeit" unterstützen.

Am oberen Ende der Preisscala ist die Ixus 990 IS angesiedelt, die als Nachfolgerin der Ixus 970 IS ab Ende März 2009 für rund 370 EUR auf den Markt kommen soll. Bei der Gehäusefarbe sollte dem Käufer die Entscheidung leicht fallen, denn es wird die Digitalkamera nur im "klassischen" Look – sprich: Silber – geben. Bei der Ausstattung entspricht sie bis auf zwei Ausnahmen der Ixus 110 IS. Der Mehrpreis begründet sich im etwas größeren Bildschirm, der 3" (7,6 cm) in der Diagonale misst und dem bildstabilisierten optischen 5-fach-Zoom von umgerechnet 37-185 mm Brennweite. Für experimentierfreudige Fotografen hat sich Canon bei der Ixus 990 IS noch etwas Besonderes ausgedacht: Im "Zoom Blur"-Modus bedient die Kamera während der Belichtung das optische Zoom, so dass auf dem Foto durch eine leichte Zoom-Unschärfe ein besonders dynamischer Effekt entsteht. Der Modus "Creative Light Effect" sorgt hingegen bei längeren Belichtungszeiten mit Hilfe des Bildstabilisators für interessante Effekte.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.