Zukunftsmusik

Adobe bringt neuronalem Netz bei manipulierte Bilder zu erkennen

2018-07-20 Adobe ist nicht nur Produzent der als Industriestandard geltenden Bildbearbeitungssoftware Photoshop sondern forscht auch hinter den Kulissen an Zukunftstechnologien. Darunter fällt auch der Einsatz von künstlichen neuronalen Netzen für verschiedenste Aufgaben in der Bildbearbeitung. Doch nicht nur die Erstellung von Bildmanipulationen soll von künstlicher Intelligenz profitieren, sondern auch das Erkennen von solchen Manipulationen.  (Harm-Diercks Gronewold)

  • Bild Erklärung der Manipulationserkennung aus der Forschungsarbeit. [Foto: Adobe Research]

    Erklärung der Manipulationserkennung aus der Forschungsarbeit. [Foto: Adobe Research]

Zwar können Experten zum Aufdecken von Fotomanipulationen auch heute schon auf eine Vielzahl von Werkzeugen zugreifen die beispielsweise über die Rauschverteilung, die Kanten oder die Lichtverteilung. Doch diese Werkzeuge brauchen entweder sehr lange für eine Analyse oder können leicht überlistet werden. Auch menschliche Experten übersehen oftmals Manipulationen oder brauchen ebenfalls viel Zeit für die Analyse.

Bildmanipulationen hinterlassen Spuren und deren Analyse lässt Rückschlüsse auf die Art der Bildmanipulation. Das Adobe-Forscherteam hat mit Hilfe von tausenden von Beispielen manipulierter Bilder eine künstliche Intelligenz trainiert. Diese künstliche Intelligenz prüft anhand eines RGB- und Rausch-Datenstroms nach Auffälligkeiten, und kommt dann zu einem Ergebnis. Diese sind schon recht vielversprechend, haben aber keinen Anspruch auf hundertprozentige Treffsicherheit. Die Technik kann allerdings helfen den Verifikationsprozess von Bildern in beispielsweise Nachrichtenagenturen zu beschleunigen. Wann dieses System eingesetzt werden kann ist nicht bekannt, aber die Forscher sind sich sicher, dass ein solches neuronales Netzwerk in der Zukunft auch Videos und Audioaufnahmen analysieren kann. Mehr zu diesem Thema haben wir in den weiterführenden Links aufgeführt.

Künstliche Intelligenz: Eine neue Lösung für ein altes Problem

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Harm-Diercks Gronewold

Harm-Diercks Gronewold, 47, ist gelernter Fotokaufmann und hat etliche Jahre im Fotofachhandel gearbeitet, bevor er 2005 in die digitalkamera.de-Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Produktdatenbanken, Bildbearbeitung, Fototipps sowie die Berichterstattung über Software und Zubehör. Er ist es auch, der meistens vor der Kamera in unseren Videos zu sehen ist und die Produkte vorführt.