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Fotos auf 4K-Fernsehern: Notwendige Einstellungen am Fernseher und PC

2018-04-10, aktualisiert 2018-04-12 Wenn Sie einen Fernseher an einen Computer anschließen – egal ob dauerhaft als Monitor auf dem Schreibtisch oder temporär im Wohnzimmer zum Anzeigen/Vorführen von Fotos oder Videos – gibt es einige Einstellungen, die Sie ändern sollten. In diesem Fototipp zeigen wir die Einstellungen, die Sie am Fernseher und am PC vornehmen müssen.  (Jan-Markus Rupprecht)

Dieser Fototipp ist Teil unserer Reihe "Fotos auf 4K-Fernsehern", zu der wir uns auch große 4K-Monitore für den Schreibtisch angeschaut haben. Einen Überblick über die ganze Serie finden Sie auf der Übersichtsseite zur digitalkamera.de-Fototipp-Reihe "Fotos auf 4K-Fernsehern", auf der alle zugehörigen Artikel verlinkt sind.

 

  • Bild Aktuelle 4K-Fernseher, wie die der Sony Bravia XE90 Baureihe, eignen sich hervorragend zum Betrachten von Fotos in hoher Auflösung. [Foto: Sony]

    Aktuelle 4K-Fernseher, wie die der Sony Bravia XE90 Baureihe, eignen sich hervorragend zum Betrachten von Fotos in hoher Auflösung. [Foto: Sony]

Einstellungen am Fernseher

Farben und Bildnachbearbeitung

Fernseher haben oft Standardeinstellungen, in denen sie das Eingangssignal mehr oder weniger aggressiv aufbereiten, z. B. schärfen oder farblich bearbeiten, oft sogar dynamisch, abhängig von dem gerade zu sehenden Bildinhalt. Das können Sie gar nicht gebrauchen, wenn Sie den Fernseher am Computer benutzen. Im Menü des Fernsehers müssen Sie deshalb unbedingt eine neutrale Einstellung finden, d. h. eine, in der die Farben möglichst unverfälscht dargestellt werden und das Eingangssignal nicht irgendwie "aufbereitet" wird. Mitunter heißt diese Einstellung "PC" oder "neutral". Mit "Standard" wäre ich vorsichtig, das muss keinesfalls "ohne Bearbeitung" heißen. Einfach mal durchprobieren oder in die Bedienungsanleitung schauen. Auch eine Stromsparfunktion in Form einer reduzierten Bildhelligkeit sollten Sie ausschalten.

  • Bild Overscan sollte unbedingt ausgeschaltet werden, sonst wird der Bildschirminhalt etwas größer skaliert und die Ränder abgeschnitten. [Foto: MediaNord]

    Overscan sollte unbedingt ausgeschaltet werden, sonst wird der Bildschirminhalt etwas größer skaliert und die Ränder abgeschnitten. [Foto: MediaNord]

Overscan

Eine Unsitte aus alten Zeiten ist es, das Bild ein wenig größer zu zoomen, um eventuell vorhandene Ränder zu entfernen. Das Hochskalieren kostet nämlich auch einiges an Bildqualität, weil das 4K-Eingangssignal dabei im Fernseher etwas hochskaliert wird und das Signal gar nicht Pixelgenau wiedergegeben wird. Leider ist dies oft die Standardeinstellung, die Sie dann unbedingt ausschalten sollten, falls sie bei Ihrem Fernsehgerät aktiv ist. Das ist leicht zu erkennen, wenn beispielsweise die Task-Leiste von Windows unten abgeschnitten ist oder komplett fehlt. Suchen Sie einmal im Menü und in der Bedienungsanleitung des Fernsehers nach einer solchen Einstellung und stellen Sie sicher, dass die ausgeschaltet ist.

Eco-Modus

Bei vielen Fernsehgeräten, die wir gesehen haben, ist der Spar-Modus (Eco Mode) standardmäßig eingeschaltet. Vielleicht stehen die Geräte dadurch bei der Energieeffizienz-Klasse besser da. Leider reduziert dies auch die Bildqualität, denn die Hintergrundbeleuchtung wird dabei reduziert, was zwar Strom spart, aber auch zu weniger leuchtstarken, kontrastärmeren Wiedergabe führt. Den Eco Mode sollten Sie im Interesse einer bestmöglichen Bildwiedergabe deshalb unbedingt ausschalten.

  • Bild Eco-Mode hört sich ja gut an, ist aber einer guten Bildqualität abträglich, denn dabei wird die Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung reduziert, was zu einer dunkleren, weniger kontrastreichen Wiedergabe der Fotos führt. Unbedingt ausschalten! [Foto: MediaNord]

    Eco-Mode hört sich ja gut an, ist aber einer guten Bildqualität abträglich, denn dabei wird die Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung reduziert, was zu einer dunkleren, weniger kontrastreichen Wiedergabe der Fotos führt. Unbedingt ausschalten! [Foto: MediaNord]

Automatische Abschaltung

Fernseher haben oft eine Funktion standardmäßig aktiviert, die das Gerät nach längerer Zeit, in der es nicht bedient wird, automatisch in den Standby schaltet. Da Sie den Fernseher ja nicht bedienen, wenn Sie ihn als Monitor benutzen, würde er also nach einiger Zeit einfach abschalten. Die Funktion sollten Sie also ausschalten oder – noch besser – auf eine sehr lange Zeit einstellen, z. B. vier Stunden oder mehr. Die Funktion nicht ganz auszuschalten hätte den Vorteil, dass sich das Gerät doch irgendwann abschaltet, falls Sie vergessen, es nach der Benutzung als Monitor manuell auszuschalten.

HDMI 2.0

Wir haben Fernseher gesehen, die HDMI 2.0 können, deren Eingänge aber standardmäßig auf HDMI 1.4 eingestellt sind. Wenn Ihr PC 4K-Auflösung ohnehin nur mit maximal 30 Bildern/s anzeigt, muss das kein Nachteil sein (60 Bilder/s funktionieren erst ab HDMI 2.0). Sollten Sie allerdings kopiergeschützte 4K-Filme wiedergeben wollen, wird das mit HDMI 1.4 nicht gelingen. Stellen Sie daher im Einstellungs-Menü des Fernsehgerätes am besten alle HDMI-Eingänge auf HDMI 2.0 um, das benötigen Sie auch, wenn Sie z. B. mal einen der 4K-fähigen Wiedergabegeräte von Amazon (Fire TV 2017) oder Google (Chromecast Ultra) anschließen wollen (bei HDMI 1.4 schalten diese auf FullHD-Auflösung herunter).

  • Bild Falls die HDMI-Eingänge standardmäßig auf HDMI 1.4 eingestellt sind (wie bei unserem Testgerät von Medion), sollten diese auf HDMI 2.0 umgestellt werden, damit angeschlossene Signalquellen nicht begrenzt werden. [Foto: MediaNord]

    Falls die HDMI-Eingänge standardmäßig auf HDMI 1.4 eingestellt sind (wie bei unserem Testgerät von Medion), sollten diese auf HDMI 2.0 umgestellt werden, damit angeschlossene Signalquellen nicht begrenzt werden. [Foto: MediaNord]

 

Fortsetzung auf Seite 2

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Autor

Jan-Markus Rupprecht

Jan-Markus Rupprecht, 53, fotografiert mit Digitalkameras seit 1995, zunächst beruflich für die Technische Dokumentation. Aus Begeisterung für die damals neue Technik gründete er 1997 digitalkamera.de, das Online-Portal zur Digitalfotografie, von dem er bis heute Chefredakteur und Herausgeber ist. 2013 startete er digitalEyes.de als weiteres Online-Magazin, das den Bogen der digitalen Bildaufzeichnung noch weiter spannt.

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