Layoutsoftware für Fotokalender

Testbericht: Aquasoft PhotoKalender 3

2011-10-26 Fotokalender sind grundsätzlich ein tolles Geschenk, welches andere an den eigenen Kreationen teilhaben lässt. Doch erweist sich das Layouten des Kalenders schnell als Problem. Zwar hat jedes Online-Labor eine eigene Software, mit der man schnell Kalender gestalten kann – aber man ist mit diesem Layout auch an das Labor gebunden. Natürlich kann man das Layout auch selber machen, das kostet aber Zeit und auch Nerven. Die Firma AquaSoft, bekannt durch ihr umfangreiche Diashow-Programme, bietet mit "PhotoKalender 3" ein Tool an, welches einfach zu bedienen ist und gleichzeitig den Geldbeutel schont. Ob die Software ebenso hochwertig ist wie die "DiaShow", haben wir versucht zu ermitteln.  (Harm-Diercks Gronewold)

AquaSoft PhotoKalender – Bildwahl [Foto: MediaNord]Die knapp 35 Megabyte große Installationsdatei kann als Demo-Version von der Aquasoft-Website (siehe weiterführende Links) heruntergeladen werden. Die Software läuft unter Windows XP, Vista und Windows 7. Es werden 512 Megabyte RAM und 50 Megabyte  Festplattenplatz benötigt, richtig angenehm läuft das Programm mit Multikern-Prozessoren.

Ist die Software installiert, begrüßt sie den Nutzer mit eine Browseransicht nebst Schaltflächen und einer durchnummerierten Schrittfolge, die mit dem fünften Schritt, der Ausgabe, endet. Um Bilder einzufügen, muss man nur das "Addieren"-Zeichen anklicken und schon können auf der Festplatte gespeicherte Bilder in das Storyboard geladen werden. Im Storyboard kann nun die Reihenfolge der Bilder beliebig geändert werden und die Bilderliste kann sogar gespeichert werden. Im zweiten Schritt wird nun aus den vorhandenen Vorlagen aus den Kategorien Jahres-, Monats-, Wochen-, Weihnachts- und Desktop-Kalender, sowie Partner- und Familienplanern gewählt. Jede Kategorie beinhaltet zudem mehrere verschiedene Vorlagenstile. Diese Stile kann man selber mit dem Vorlagen-Editor individualisieren. Beim Individualisieren sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. So lassen sich beispielsweise Hintergrundfarbe, Schrifttyp, Hintergrundbild sowie Aufbau des Kalendariums nach Geschmack ändern. Hat man auch hier die gewünschten Einstellungen vorgenommen, gelangt man zum dritten Schritt. Hier wird das Start- sowie Enddatum eingetragen und man kann durch das AquaSoft PhotoKalender – Vorlage [Foto: MediaNord]Setzen von Haken Schulferien sowie Feiertage eintragen. Hinzu kommt noch die Wahl der Sprache des Kalenders. Der vierte Schritt ist das Ausgabeformat. Hier kann man den Kalender entweder selber ausdrucken, sich ein PDF oder einen Desktop Kalender erstellen lasen. Aber auch eine Bilddateifolge ist möglich bei der Ausgabe. Wahlweise kann man den Kalender aber auch bei AquaSoft ausdrucken lassen. Wählt man die PSDF-Option, dann kann man im nächsten Schritt die Auflösung und den Namen der Datei vergeben. Die Erstellung der Datei geht, je nach Rechenleistung und Bildanzahl, schnell vonstatten.

Die Anlage von eigenen Vorlagen ist allerdings nicht mehr ganz so einfach wie das Erstellen eines Kalenders mit einer Vorlage. Doch mit ein wenig Durchhaltevermögen und der Hilfe des aktiven Aquasoft-Forums sind auch diese schwierigen Passagen zu meistern.

Fazit Auf den ersten Blick mag es nicht nach sonderlich viel aussehen, doch oft sind es die simplen Dinge, die überzeugen. Dies ist auch im Fall dieser handlichen Software der Fall. Für knappe 20 Euro bekommt man ein voll individualisierbares Kalenderlayout-Programm, welches nicht an einen Ausdruckservice gebunden ist. Die mitgelieferte Vielfalt an unterschiedlichen Vorlagen spricht für sich, dass hier dann noch volle Individualisierung geboten wird, ist die Kirsche auf dem Sahnehäubchen. Dafür sieht man der Software auch nach, dass nach einem Schrittwechsel zurück auf "Vorlage auswählen" alle Vorlagekategorien wieder ausgeklappt ist und man nur mit einigem Scrolling den Überblick behält. Sicherlich gibt es ähnliche Programme in kostenloser Form von Fotoausbelichtungsdiensten und Laboren, allerdings ist es bei diesen nicht möglich, eine solche Vielfalt an verschiedenen Kalendern mit nur einem Mausklick zu generieren. Vor allem aber ist man bei diesen Programmen immer an das jeweilige Labor gebunden.

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Kurzbewertung

  • Individuelle Vorlagenerstellung
  • Umfangreiche Vorlagenbibliothek
  • Hochqualitative Vorschau ist ressourcenhungrig

Autor

Harm-Diercks Gronewold

Harm-Diercks Gronewold, 50, ist gelernter Fotokaufmann und hat etliche Jahre im Fotofachhandel gearbeitet, bevor er 2005 in die digitalkamera.de-Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Produktdatenbanken, Bildbearbeitung, Fototipps sowie die Berichterstattung über Software und Zubehör. Er ist es auch, der meistens vor der Kamera in unseren Videos zu sehen ist und die Produkte vorführt.