Rubrik: Sonstige Tipps

Wo auf der Festplatte sind die Fotos – Ordnung in der Bilderflut

2009-07-13 Früher kamen uns die Papierbilder aus dem Fotoladen immer mal wieder in die Hände, denn sie lagen als Objekt irgendwo in der Wohnung. Heute sind sie auf der Festplatte und nicht einmal dann gegenwärtig, wenn der Computer läuft. Sie sind nur da, wenn sie mit Namen und Adresse aufgerufen werden. Nicht selten kommt dann noch die Frage: "Wo ist es denn, das Bild von der Biene in der Heckenrosenblüte damals in der Hecke vor Müllers Garten?" Der aktuelle Fototipp stellt eine sehr simple, praktisch kostenlose Methode vor, hier individuell Ordnung zu schaffen.  (Günter Hauschild)

Mögliche Ordnerstruktur auf einer Festplattenpartition »Fotografie« [Foto: Günter Hauschild]Die erste Möglichkeit, Bilder auf der Festplatte zu finden, ist die Vergabe von Suchbegriffen, mit denen das Foto dann auf der Festplatte, zusammen mit anderen Fotos, auf die der Suchbegriff ebenfalls zutrifft, gefunden werden kann. Allerdings benötigt man dazu besondere Programme.

Solche Programme sind für den Hobbyfotografen eigentlich nicht nötig, richtet er sich auf seiner Festplatte einen Ordner (z. B. den Ordner Eigene Bilder) oder sogar eine separate Partition Fotografie ein und untergliedert er ihn weiter nach seinen (!) Vorstellungen und Bedürfnissen (siehe Bild): Der eine Fotograf macht das nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten (siehe Ordner Wirbeltiere bzw. Ahorn), ein anderer will einen Baum im Verlauf der Jahreszeiten dokumentieren (siehe Ordner Buche) und der Dritte sucht schließlich zielsicher nach seinen Urlaubszielen (siehe Ordner Landschaften) usw. Jede Ordnerstruktur, die dem Nutzer hilft und Ordnung individuell für ihn schafft, ist gerechtfertigt.

Eine solche Ordnerstruktur erleichtert auch die Sicherung der Fotos auf einem externen Datenträger (z. B. CD oder DVD), indem für jeden Ordner eine CD vorgesehen, oder die gleiche Ordnerstruktur im ursprünglichen Speicher übernommen wird. Interessant sind in diesem Zusammenhang diverse Bildbearbeitungsprogramme, die registrieren, wann welche Fotos in irgend einer Form gesichert worden sind und sich melden sich, wenn Fotos existieren, die noch nicht gesichert worden sind.

Nun werden aber die Bilder in aller Regel mit einem Bildbearbeitungsprogramm bearbeitet, also verändert. Nicht selten will man zu einem späteren Zeitpunkt das Bild anders verwenden und muss es deshalb neu bearbeiten. Dann benötigt man das Originalfoto. Ein Weg wäre dieser: Jedes Original behält die von der Kamerasoftware erhaltene Nummer (z. B. xyz00123), die bearbeitete Variante den Zusatz b (z.B. xyz00123b). So lassen sich die beiden Dateien nicht nur sicher voneinander unterscheiden, sondern – und das kann noch wichtiger sein – die Bearbeitung auch eindeutig dem Original zuordnen.

Die gleichen Überlegungen wie für die einzelnen Fotos sind auch für die erstellten Präsentationen oder Sammlungen notwendig, damit man diese genauso sicher und schnell wie die einzelnen Fotos findet.

So mancher Hobbyfotograf kennt aus seiner Kindheit noch den Spruch: "Übe Ordnung, liebe sie, sie erspart dir Zeit und Müh!" Als der ihm in das eine Ohr hinein und aus dem anderen gleich wieder heraus ging, dachte er nicht daran, dass er diesen in späteren Jahren bei seinem Hobby fast als überlebensnotwendig betrachten würde. Ordnung schaffen in der Bilderflut – eine ständige Aufgabe gerade in der digitalen Fotografie. Das Ordnungsprinzip gibt es nicht, jeder muss für sich die Ordnung suchen und finden, die für ihn die optimale Lösung ist.

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