Rubriken: Bildbearbeitung, Bildpräsentation

3D-Fotos justieren mit Stereo Photo Maker

2014-06-30 Wenn 3D-Funktionen in System-, DSLR- und Kompaktkameras funktionieren, dann freut das den Anwender, denn man muss keine zusätzliche Arbeit inverstieren, um diese Bilder am heimischen TV-Gerät anzuschauen. Doch was ist, wenn eine Kamera ein 3D-Foto produziert, welches nicht als solches erkennbar ist oder wenn man bei der Betrachtung denkt, dass man einen „Knoten“ im Blick hat. Verursacht werden diese Probleme oft durch nicht korrekt ausgerichtete Bilder. Wie man diese schnell und einfach mit der kostenlosen Software „Stereo Photo Maker“ automatisch und manuell ausrichtet, zeigen wir in diesem kleinen Fototipp.  (Harm-Diercks Gronewold)

  • Bild Das Bild zeigt vor der Justage einen starken Versatz, welcher in einer fehlerhaften Darstellung resultiert. [Foto: MediaNord]

    Das Bild zeigt vor der Justage einen starken Versatz, welcher in einer fehlerhaften Darstellung resultiert. [Foto: MediaNord]

  • Bild Der manuelle Justage-Dialog in Stereo Photo Maker ist umfangreich und für jede Eventualität bestens ausgestattet. [Foto: MediaNord]

    Der manuelle Justage-Dialog in Stereo Photo Maker ist umfangreich und für jede Eventualität bestens ausgestattet. [Foto: MediaNord]

  • Bild Die Bildanzeige für das linke und hier das rechte Bild helfen dem Anwender bei der manuellen Justage der Bilder. [Foto: MediaNord]

    Die Bildanzeige für das linke und hier das rechte Bild helfen dem Anwender bei der manuellen Justage der Bilder. [Foto: MediaNord]

  • Bild Das Justageergebnis nach der automatischen Justage kann sich sehen lassen, da alle Aspekte von Fehler behoben werden. [Foto: MediaNord]

    Das Justageergebnis nach der automatischen Justage kann sich sehen lassen, da alle Aspekte von Fehler behoben werden. [Foto: MediaNord]

  • Bild Die Stereo Photo Maker Arbeitsfläche ist übersichtlich und zeigt alle relevanten Funktionen oberhalb des Vorschaufensters an. [Foto: MediaNord]

    Die Stereo Photo Maker Arbeitsfläche ist übersichtlich und zeigt alle relevanten Funktionen oberhalb des Vorschaufensters an. [Foto: MediaNord]

Der „Stereo Photo Maker“, auch kurz SPM genannt, kann kostenlos von der „Stereo Photo Maker“-Website heruntergeladen werden und ist sowohl als 32- als auch als 64-Bit-Version für Windows-Betriebssysteme verfügbar (siehe weiterführende Links). Da es sich bei der knapp 1,5 bis 2 Megabyte großen Software um Freeware handelt, übernimmt der Entwickler keine Garantie auf fehlerfreie Funktionen. In unseren bisherigen Tests funktionierte die Software ohne Probleme oder Abstürze.

In unserem Beispielfall wurden 3D-Aufnahmen mit einer Systemkamera und einem Dual-Linsen-Objektiv erstellt. Bei der Betrachtung an einem 3D-TV-Gerät war das Betrachten der mpo-Datei zwar möglich, es stellte sich aber kein wirklicher 3D-Effekt ein, und das Betrachten war sehr anstrengend für die Augen. Der Grund für diese Probleme musste analysiert werden. Dazu wird die betreffende  mpo-Datei via „Datei öffnen“-Schaltfläche geladen. In der Grundeinstellung werden beide in der mpo-Datei enthaltenen Bilder nebeneinander geöffnet. Um mit bloßem Auge eine Fehlausrichtung zu erkennen, bedarf es entweder eines brillanten Auges oder einer massiven Fehlausrichtung der Bilder.

Der SPM bietet zwei einfache Funktionen an, mit welchen der Anwender eine Fehlausrichtung aufspüren und auch beseitigen kann. Zum Aufspüren einer Fehlausrichtung klickt der Anwender auf das Schaltfeld „Justage“ oder auf das entsprechende Icon. Möchte man es sich einfach machen, so klickt man lediglich auf „automatische Justage“ und lässt den SPM die Arbeit machen. Um aber zu Verstehen, was SPM macht, sollte der Anwender einfach einmal auf „Justage“ klicken und sich den Dialog anschauen. Der Dialog zeigt auf der rechten Seite die überlappenden Bilder in rot und cyan an. Es ist leicht erkennbar, dass eines der Bilder nicht nur einen starken horizontalen, sondern auch einen vertikalen Versatz aufweist. Ist der Versatz beider Bilder nicht zu erkennen, hilft unter Umständen die Schaltfläche „Wechsel“ weiter, diese wechselt beide Ansichten in voreingestellter Wechselfrequenz an. Durch den Wechsel wird es einfacher einen Versatz zu erkennen, in welcher Richtung er auch vorliegen mag. In unserem Beispiel ist der Versatz in beide Richtungen sehr deutlich erkennbar.

Mit diesen Erkenntnissen ausgestattet kann der Anwender sich nun entscheiden, das Bild selber mit den vorhandenen Werkzeugen zu justieren und dabei direkten Einfluss auf Bilddrehung, Prespektivkorrektur, Objektivbildwinkel, Skalierungen und eine Korrekturfunktion für tonnenförmige Verzeichnungen zu nutzen und so den 3D-Aufnahmeeffekt perfekt anzupassen. Dennoch macht es durchaus Sinn, die „groben“ Voreinstellungen von der „Automatik Justage“-Funktion durchführen zu lassen und nur noch etwaige Feinheiten zu korrigieren. Um die automatische Justage zu nutzen, muss der Anwender anstelle der „Justage“ Schaltfläche einfach die Schaltfläche daneben klicken und schon justiert SPM das Bild selbsständig.

Danach kann das Bild erneut als mpo- oder oder einem anderen Bildformat gespeichert und  auf einem 3D-tauglichen TV-Gerät abgespielt werden. 

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Harm-Diercks Gronewold

Harm-Diercks Gronewold, 49, ist gelernter Fotokaufmann und hat etliche Jahre im Fotofachhandel gearbeitet, bevor er 2005 in die digitalkamera.de-Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Produktdatenbanken, Bildbearbeitung, Fototipps sowie die Berichterstattung über Software und Zubehör. Er ist es auch, der meistens vor der Kamera in unseren Videos zu sehen ist und die Produkte vorführt.