Verlustschutz

Fidlock SnapSnap Lens Cap Clip im Test

2022-08-11 Magnetische Verschlüsse made in Germany von Fidlock sind Eltern schulpflichtiger Kinder (von deren Schulranzen-Verschlüssen), Fahrradfahrern (von deren Helm-Verschlüssen) und vielleicht auch schon einigen Fotografen ein Begriff – immerhin haben wir auf digitalkamera.de bereits den SnapSnap Schultergurt getestet. In diesem neuen Test sagt nun der kleine Fidlock SnapSnap Lens Cap Clip dem Verlust von Objektivdeckeln den Kampf an und das mit einem für Fidlock typischen magnetischen Sicherungssystem.  (Harm-Diercks Gronewold)

  • Bild Der Lieferumfang des Fidlock SnapSnap Lens Cap Clip ist übersichtlich und ausreichend, um zwei Objektivdeckel abwechselnd am Halter zu montieren. [Foto: MediaNord]

    Der Lieferumfang des Fidlock SnapSnap Lens Cap Clip ist übersichtlich und ausreichend, um zwei Objektivdeckel abwechselnd am Halter zu montieren. [Foto: MediaNord]

Der Lieferumfang des Fidlock SnapSnap Lens Cap Clip besteht aus sechs Einzelteilen. Das größte Teil ist der eigentliche Magnethalter, der im Gegensatz zu den Haltern beim SnapSnap Tragesystem ein orangenes Innenleben besitzt. Zudem sind zwei etwa 30 Millimeter lange, 15 Millimeter breite und etwa zehn Millimeter hohe, selbstklebende, männliche Konnektoren enthalten. Für die Montage des Halters an einem Rucksack- oder Taschen-Gurt sind außerdem drei Silikonbänder mit 68, 58 und 48 Millimetern Länge enthalten.

Die Montage des großen Halters an einem Gurt ist denkbar einfach, solange man bedenkt, dass er schön stramm sitzen sollte. An weichen Gurten kann man den Halter mit den Silikonbändern zwar befestigen, aber das ist nicht ganz optimal. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass ungepolsterte Gurte 40 bis 58 Millimeter breit sein sollten, um die höchste “Klemmung” zu erreichen.

  • Bild Die schematische Montage des Fidlock SnapSnap Lens Cap Clip. [Foto: Fidlock]

    Die schematische Montage des Fidlock SnapSnap Lens Cap Clip. [Foto: Fidlock]

Optimal funktioniert das Befestigen mit einem gepolsterten Gurt, dieser kann dann durchaus auch breiter sein als 58 Millimeter. Wir haben den SnapSnap Lens Cap Clip an einem Deuter-Rucksack-Gurt mit einer Breite von knapp 60 Millimetern und einer Dicke von knapp 15 Millimetern getestet. Der Halter saß straff auf dem Gurt und störte auch bei längerer Tragezeit des Rucksacks überhaupt nicht.

Der kleine Konnektor besitzt eine Klebefläche auf der Oberseite. Diese ist dafür vorgesehen, dass sie auf die Oberseite eines Objektivdeckels geklebt wird. Damit die Klebung richtig gut hält, ist ein möglichst glatter Deckel empfehlenswert. Zudem zeigt Fidlock in dem mitgelieferten Handzettel des SnapSnap Lens Cap Clip, dass der Konnektor so geklebt werden soll, dass etwaige Klemmmechaniken über und unter der Längsseite des Konnektors liegen, und nicht links und rechts vom Konnektor.

Diese Klebung ist einer hohen mechanischen Belastung ausgesetzt, da die Deckel/Konnektor-Kombination am Deckel aus dem Halter gezogen wird. Beim Aufkleben des Konnektors sollte man also darauf achten, dass die Oberfläche optimal zur die Klebung vorbereitet ist. Ist der Konnektor fest auf dem Objektivdeckel angeklebt und der Halter an einem Gurt montiert, ist der SnapSnap Lens Cap Clip einsatzbereit.

  • Bild Das Magnetfeld des Fidlock SnapSnap Lens Cap Clip führt den Objektivdeckel zum Halter am Schultergurt. [Foto: Fidlock]

    Das Magnetfeld des Fidlock SnapSnap Lens Cap Clip führt den Objektivdeckel zum Halter am Schultergurt. [Foto: Fidlock]

Um den Objektivdeckel am Halter zu befestigen, muss der Konnektor nur in der Nähe des Halters sein und schon greifen die recht kräftigen Magnetfelder, um den Deckel zum Halter zu führen. Dann klackt es meist auch schon hörbar, wenn der Konnektor im Halter einrastet. Gelöst wird die Deckel-Konnektor-Kombination, indem er schräg nach rechts oben bewegt wird (wenn man den Rucksack auf dem Rücken trägt).

  • Bild Ist der Konnektor des SnapSnap Lens Cap Clip erst einmal auf dem Objektivdeckel geklebt, kann es auch schon losgehen. [Foto: Fidlock]

    Ist der Konnektor des SnapSnap Lens Cap Clip erst einmal auf dem Objektivdeckel geklebt, kann es auch schon losgehen. [Foto: Fidlock]

  • Bild Der Deckel wird mit dem Konnektor in Richtung Halter geführt und ab einer gewissen Entfernung von den Magnetfeldern geführt. [Foto: Fidlock]

    Der Deckel wird mit dem Konnektor in Richtung Halter geführt und ab einer gewissen Entfernung von den Magnetfeldern geführt. [Foto: Fidlock]

  • Bild Zum Abnehmen muss der Deckel lediglich in Richtung der Öffnung gezogen werden und schon gibt der Halter ihn frei. [Foto: Fidlock]

    Zum Abnehmen muss der Deckel lediglich in Richtung der Öffnung gezogen werden und schon gibt der Halter ihn frei. [Foto: Fidlock]

Bei gleichzeitiger Benutzung des SnapSnap Lens Cap Clip und des SnapSnap Tragesystems könnte man denken, dass es zu Problemen kommen kann, wenn beide Halter zu dicht beieinander montiert werden, da beide Halter die gleichen Abmessungen haben. Fidlock hat hier allerdings vorgesorgt und die Polaritäten im Halter und dem Konnektor umgedreht, so dass der Konnektor des Tragesystems vom Halter des Lens Cap Clip abgestoßen wird. Aus diesem Grund ist auch ein Teil des Innenlebens des Lens Cap Clip Halters orangegelb und nicht schwarz.

Fazit

Der SnapSnap Lens Cap Clip macht einen sehr durchdachten Eindruck. Der kräftige Magnet hält den Deckel bombenfest. Einzig und allein die Klebeverbindung zwischen Konnektor und Objektivdeckel muss sich langfristig beweisen, denn hier liegt die maximale Belastung, wenn der Deckel über den Konnektor aus dem Halter gezogen wird. Auch die Montage an einem Gurt stellt sich mehr als nur simpel dar. Der Einsatz in der Praxis stellte sich intuitiv und sehr einfach dar, so dass wir das nur knapp 15 Euro teure Zubehör empfehlen können.

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Kurzbewertung

  • Leichte Montage
  • Intuitive Handhabung
  • günstiger Preis
  • Nur für glatte Deckel geeignet
  • Klebeverbindung ist mechanische Belastung ausgesetzt

Autor

Harm-Diercks Gronewold

Harm-Diercks Gronewold, 51, ist gelernter Fotokaufmann und hat etliche Jahre im Fotofachhandel gearbeitet, bevor er 2005 in die digitalkamera.de-Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Produktdatenbanken, Bildbearbeitung, Fototipps sowie die Berichterstattung über Software und Zubehör. Er ist es auch, der meistens vor der Kamera in unseren Videos zu sehen ist und die Produkte vorführt.