Amok

Testbericht: Amok Amok Exif Sorter

2007-05-23 Nach jedem Urlaub und jeder Foto-Session muss man seine Schätze sorgfältig auf der Festplatte verstauen. Ansonsten droht jedes Mal eine mühselige Suche, wenn man ein bestimmtes Foto oder eine Bilderserie betrachten will. Mancher scheut natürlich das zeitraubende Sortieren, doch erleichtern Hilfsmittel wie der Amok Exif Sorter die Arbeit erheblich. Wie der Exif Sorter hilft, Bilder zu archivieren, wird im Folgenden kurz vorgestellt.  ( PhotoWorld)

Amok Exif Sorter [Foto: Photoworld] Die kostenlose Software überspielt Digitalfotos von der Speicherkarte auf die Festplatte. Mithilfe von Exif-Daten erzeugt sie automatisch eine sinnvolle Ordnerstruktur und benennt alle Dateien so um, dass man etwa das Motiv und Aufnahmedatum mit einem Blick ablesen kann. Zuerst einmal nimmt der Amok Exif Sorter die Aufnahmen aus der Kamera von der Speicherkarte entgegen und ordnet sie sinnvoll in Verzeichnissen an. Jede Aufnahme wiederum kann man automatisch so umbenennen lassen, dass sie über den Dateinamen leichter zu identifizieren ist – jedenfalls augenfälliger als das normale dsc123456.jpg der Kamerasoftware. Da die Software in der Programmiersprache Java geschrieben wurde, läuft sie auf praktisch jedem Betriebssystem. Eventuell muss allerdings zuerst das so genannte Java Runtime Environment installiert werden, das auch für viele andere Programme erforderlich ist (siehe weiterführende Links).

Der Amok Exif Sorter bedient sich vor allem der Exif-Daten, um Fotos zu strukturieren. Diese werden von jeder Kamera unsichtbar in alle Fotos hineingeschrieben. Sie enthalten Fakten wie das Aufnahmedatum, die verwendete Brennweite und vieles mehr. Diese Angaben lassen sich einsetzen, um übersichtliche Bildverzeichnisse anzulegen und die einzelnen Dateien umzubenennen. Ebenso erleichtern sie die Suche nach einem bestimmten Exemplar. Die einzelnen Arbeitsschritte vom Anstöpseln der Digitalkamera bis zum Begutachten kann man so gliedern: Beliebte Motivgruppen lassen sich schnell gruppieren, indem man ein Profil anlegt, das einige Einstellungen speichert. So etwa soll der Inhalt der Speicherkarte in ein Verzeichnis gelangen, der nach Jahr und Motiv etikettiert ist. In diesem wiederum soll je nach Amok Exif Sorter - Betrachter  [Foto: Photoworld] Monat ein Unterordner angelegt werden. Die entsprechenden Kategorien wie das Datum und Verzeichnis lassen sich aus einer Klappliste wählen. Die Software macht daraus das Muster im Feld "Verzeichnis" %year%%dir%%month%. Zwischen Jahr (%year%) und Unterverzeichnis (%dir%%month%) fügt man eine Kategorie wie "Landschaft" oder "Familie" ein. Dies ergibt das Muster %year%Familie%dir%%month%. Nach einem Klick auf "Sortieren" wird gemäß Exif-Daten beispielsweise der Ordner 2007Familie angelegt mit dem Unterverzeichnis 03. Im nächsten Monat hieße es dann automatisch 04. Ähnlich lassen sich die einzelnen Bilder kennzeichnen. Dies kann auch jederzeit nachträglich per Stapelverarbeitung durchgeführt werden. Falls so genannte IPTC-Daten in die Fotos eingeschrieben sind, ist die Aktion weiter differenzierbar. Dann können sogar Motivkategorien, Autor und Kommentare berücksichtigt werden.

Fazit: Die Software kann dem Benutzer nicht abnehmen, sich eine sinnvolle Verzeichnisstruktur auszudenken. Doch hat sich die oben im Text Genannte bewährt. Wenn dies einmal beschlossen ist, hat man die Bilder von der Speicherkarte erfreulich schnell unter Dach und Fach. Zwei Klicks genügen, und sie sind übersichtlich auf der Festplatte verstaut. Perfekt wäre die Software, wenn man die eigene Bildersammlung auch entsprechend durchforsten könnte, etwa mit einem Suchmuster aus Aufnahmedatum und Bildinhalt. Auf diese Weise ließe sich jedes Foto mühelos wiederfinden, ohne dass ein umfangreiches Archivprogramm nötig wäre. Allerdings erledigen die Recherche ebenso kleine Helferlein wie etwa Pixvue  oder Mapivi (siehe weiterführende Links unten). Auf diese Weise besitzt man trotz kleiner Werkzeuge eine leistungsfähige Bildverwaltung.

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