Rubrik: Bildbearbeitung

Fotos importieren und sichern mit Adobe Photoshop Elements 11

2012-12-31 Der Organizer von Adobe Photoshop Elements 11 verfügt über einen sogenannten Foto-Downloader, der seine Arbeit von Hause aus immer dann aufnehmen sollte, wenn der Organizer geöffnet ist und anschließend eine Kamera angeschlossen wird. Wenn Sie über ein zeitgemäßes Kartenlesegerät verfügen, dürfen Sie den Kamerachip auch dort einstecken. Es kommt auf einen Versuch an. Denn möglicherweise dauert der Transfer länger als beim herkömmlichen Direkt-Transfer zwischen Kamera und PC (via USB).  (Robert Klaßen)

Nach Aktualisierung der Liste findet sich in der Regel auch das neue Gerät. [Foto: Robert Klaßen]Es ist gut möglich, dass Photoshop Elements überhaupt nicht darauf reagiert, wenn Sie die Kamera via USB anschließen und einschalten. Das ist aber kein Grund zur Melancholie. Zunächst einmal müssen Sie sicherstellen, dass die Kamera (im Zweifelsfall auch der Kartenleser) verbunden ist. Sollte sich der Foto-Downloader nicht automatisch zeigen, gehen Sie über "Datei" – "Fotos und Videos laden" – "Aus Kamera oder Kartenleser", oder drücken Sie Strg+G. Danach widmen Sie sich dem obersten Pulldown-Menü, "Fotos laden aus", und selektieren darin die gewünschte Kamera beziehungsweise den Kartenleser. Sollte kein Gerät gefunden werden, klicken Sie auf "Liste aktualisieren" (1) und öffnen das Pulldown-Menü anschließend erneut. Bedenken Sie zudem, dass nicht alle Kameras die Zusammenarbeit mit dem Downloader unterstützen. Sollte sich die Kamera nach einer Aktualisierung nicht in der Liste befinden, müssen Sie wohl oder übel den Kamerachip in Verbindung mit einem Kartenleser benutzen.

Wenn Sie keine Unterordner wünschen, müssen Sie diese Funktion manuell deaktivieren. [Foto: Robert Klaßen]Kurze Zeit später ist gleich unterhalb des erwähnten Pulldown-Menüs abzulesen, wie viele Dateien der Downloader gefunden hat. Damit ist es an der Zeit, auf "Durchsuchen" (2) zu klicken und einen Speicherort für die Fotos anzugeben. Am Mac verwenden Sie den Button "Auswählen". Zudem stellt sich die Frage, ob Sie Unterordner wünschen. Standardmäßig ist diese Funktion sogar aktiv. Das bedeutet, dass die Anwendung automatisch neue Verzeichnisse anlegt, sobald Fotos mit neuem Aufnahmedatum auftauchen. Ob Sie wirklich wünschen, dass für jeden Tag ein eigener Ordner erstellt wird, ist fraglich. Wenn Sie lieber einen einzelnen Ordner für alle Fotos haben wollen, stellen Sie im Pulldown-Menü "Unterordner erstellen" den Parameter "Ohne" ein.

Per Klick bestimmen Sie, welche Fotos von der Speicherkarte geladen werden sollen. [Foto: Robert Klaßen]Es fragt sich, ob »IMG_5289.jpg« oder Ähnliches als Bildname wirklich sinnvoll ist. Sie können derartige Bezeichnungen zwar beibehalten; wenn Sie jedoch lieber das Aufnahmedatum oder eine Kombination aus Name und Datum haben wollen, stellen Sie das in der Liste Dateien umbenennen ein. Darüber hinaus legen Sie in den Löschoptionen fest, ob die Anwendung die heruntergeladenen Fotos anschließend vom Speicherchip entfernen soll oder nicht.

Wenn Sie alle Fotos importieren wollen, klicken Sie jetzt auf "Mediendateien laden" (4) Sollen jedoch nur einzelne Bilder von der Karte geholt werden, wählen Sie in der Fußleiste des Fensters zunächst "Erweitertes Dialogfeld" (3) an. (Dieser Button mutiert dadurch zu Standard-Dialogfeld. Wenn Sie ihn abermals anklicken, gelangen Sie wieder zum »kleinen« Foto-Downloader zurück.) Danach sollten Sie unterhalb der Miniaturen auf "Alle deaktivieren" (5) klicken, damit sämtliche Häkchen entfernt werden. Scrollen Sie anschließend durch die Liste, und markieren Sie alle Fotos, die Sie importieren möchten (6). Die letzte Aktion ist dann der ersehnte Klick auf Mediendateien laden (7).

Manchmal erweist sich Photoshop Elements übervorsichtig. [Foto: Robert Klaßen]Von Zeit zu Zeit sollten Sie den Bestand Ihres Organizers auf einer externen Festplatte sichern. Denn nichts ist schlimmer als der Verlust sämtlicher Fotos nach einem irreparablen System-Crash. Sie dürfen jederzeit ein manuelles Backup Ihrer Fotos einleiten. Wohlgemerkt: Das ist keine 1:1-Sicherung Ihres Katalogs, sondern lediglich ein Backup all Ihrer Fotos. (Wie das mit der Katalogsicherung funktioniert, schauen wir uns gleich noch an.) Gehen Sie im Menü auf "Datei" – "Auf Die Sicherung erfolgt in zwei Schritten. Der hier gezeigte ist Schritt 1. [Foto: Robert Klaßen]Wechseldatenträger kopieren/verschieben". In gewohnter Sorge fragt die Anwendung nach, ob das denn auch wirklich Ihr Wunsch ist. Bleiben Sie entschlossen, und schleudern Sie ein konsequentes "Ja" zurück. Sie sollten die oberste Checkbox "Dateien verschieben" (1) nur dann aktivieren, wenn Sie die Daten auf eine externe Festplatte auslagern und darüber hinaus am vorhandenen Rechner löschen wollen. Das ist beispielsweise dann angezeigt, wenn Sie Ihren Bildbestand auf einen weiteren Rechner übertragen wollen. Wenn Sie die Daten lediglich sichern, auf dem PC jedoch erhalten wollen, lassen Sie die Checkbox inaktiv. Die beiden Funktionen im Bereich "Stapel und Versionssätze" (2) sind derzeit nicht anwählbar, da wir zuvor weder Stapel noch Versionssätze erzeugt hatten. Sollte es Derartiges in Ihrem Bestand geben, ist es empfehlenswert, beide zu aktivieren. Abschließend klicken Sie auf "Weiter".

Schritt 2 besteht im Festlegen der Zieleinstellungen. [Foto: Robert Klaßen]
Jetzt wird der Katalog gesichert. [Foto: Robert Klaßen]
Im nächsten Dialog ist zunächst das Ziellaufwerk einzustellen (hier: die Festplatte Elements "L:") (3). Vergeben Sie einen aussagekräftigen Namen, und betätigen Sie anschließend "Durchsuchen" (4) in der Zeile Zielpfad. Damit haben Sie die Möglichkeit, einen Zielordner auf der zuvor auserkorenen Festplatte zu bestimmen oder zu erzeugen. Zuletzt klicken Sie auf "OK" (5). Nun kann es je nach Umfang des Katalogs mehr oder weniger Zeit in Anspruch nehmen, bis die Sicherung abgeschlossen ist. Wie dem auch sei: Währenddessen wird Ihnen ein Fortschrittsbalken angezeigt, und am Schluss gibt es eine Bestätigung. Job erledigt!

Beim ersten Backup wird der komplette Bestand gesichert. [Foto: Robert Klaßen]Sie wollen Ihren Katalog so, wie er ist (also inklusive darin erzeugter Ordner, Alben usw.), sichern? Dann gehen Sie so vor: Entscheiden Sie sich zunächst für "Datei" – "Katalog sichern". In der Folge haben Sie die Wahl zwischen einem kompletten oder einem inkrementellen Backup. Letzteres bietet sich nur dann an, wenn Sie zuvor bereits ein komplettes Backup erstellt hatten. In diesem Fall werden die Sicherungsdateien über die Funktion Inkrementelles Backup auf den neuesten Stand gebracht – bei großen Organizer-Beständen ist das wesentlich schneller realisiert als die komplette Neuanfertigung eines Backups. Wollen Sie Ihren Fundus erstmals sichern, entscheiden Sie sich für "Komplettes Backup", gefolgt von "Weiter".

Danach geben Sie für das komplette Backup ein Ziellaufwerk und den gewünschten Backup-Pfad an. Wie das geht, haben Sie ja bereits im vorangegangenen Abschnitt erfahren. Legen Sie aber auf jeden Fall einen neuen Ordner an, da die Dateien ansonsten auf der höchsten Ebene des Datenträgers verstreut werden. Das Ziellaufwerk kann eine interne oder externe Festplatte sein, unter Windows können Sie die Sicherungsdateien aber auch auf CD oder DVD brennen. Zuletzt ist "Backup sichern" (1) angesagt.

Robert Klaßen – Phototshop Elements 11 – Der praktische Einstieg [Foto: Galileo Press]

Dieser Fototipp besteht aus Auszügen des Buchs “Photoshop Elements 11 – Der praktische Einstieg“ aus dem Galileo-Verlag, mit dessen Einwilligung dieser Fototipp entstand. Wer sich eingehender mit Photoshop Elements auseinander setzen möchte, auch das Thema dieses Fototipps wird im Buch sehr viel ausführlicher behandelt, dem sei das 420-seitige Softcover ans Herz gelegt. Der Autor Robert Klaßen, selbst begeisterter Digitalfotograf, zeigt dem Leser, welche Möglichkeiten Photoshop Elements 11 bietet und wie man den eigenen Bildern den letzten Schliff gibt. Belichtung und Farben optimieren, Motive freistellen und neu kombinieren, Porträts verschönern, Fehler verschwinden lassen – Schritt für Schritt lernt der Leser alle wichtigen Facetten des Programms kennen und hat die Software so schon bald im Griff. Das Gelernte kann man dann in 70 Workshops direkt in die Praxis umsetzen. Der Autor Robert Klaßen ist als Mediendesigner und Dozent in den Bereichen digitale Bildbearbeitung und Videoschnitt tätig. Er hält Software-Schulungen und Kreativseminare ab. Neben zahlreichen Fachbeiträgen verfasste er bereits mehrere erfolgreiche Büch zum Thema Bildbearbeitung mit Photoshop, Photoshop Elements und Gimp. Das Buch “Photoshop Elements 11 – Der praktische Einstieg“ ist für 24,90 EUR im Buchhandel sowie hier bei digitalkamera.de erhältlich.


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