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Filterstorm: Professionelle Bildbearbeitung für iPad und iPhone

2013-06-17 Anfangs als Spielerei abgetan gibt es inzwischen im Bereich Fotografie zahlreiche Apps, die die Arbeit des Fotografen auf dem iPad erleichtern – auch bei der Bildbearbeitung. Die meisten Apps bieten vorgefertigte Filter, mit denen sich das Bild in verschiedene Stilrichtungen verändern lässt. Einige wenige erlauben hingegen eine semi-professionelle Bearbeitung. Eine davon ist Filterstorm, in der Standard-Variante eine Univeral-App für iPhone und iPad zum Preis von 3,59 Euro. Die Pro-Version gibt es nur fürs iPad und kostet 13,99 Euro. Sie bietet eine eigene Foto-Verwaltung, Stapelverarbeitung sowie Export per FTP, ferner an Flickr, Dropbox sowie in die sozialen Netze Facebook und Twitter.  (Ralf Spoerer)

  • Bild Nach dem Öffnen des Bildes aus der Fotobibliothek, kann es per Zweifingergeste vergrößert und verkleinert, sowie per Fingerzeig auf dem Display verschoben werden. [Foto: Ralf Spoerer]

    Nach dem Öffnen des Bildes aus der Fotobibliothek, kann es per Zweifingergeste vergrößert und verkleinert, sowie per Fingerzeig auf dem Display verschoben werden. [Foto: Ralf Spoerer]

  • Bild Zu jedem Foto können die EXIF-Daten aufgerufen sowie die IPTC-Daten eingegeben werden. Voreinstellungen für verschiedenen Felder sind möglich. [Foto: Ralf Spoerer]

    Zu jedem Foto können die EXIF-Daten aufgerufen sowie die IPTC-Daten eingegeben werden. Voreinstellungen für verschiedenen Felder sind möglich. [Foto: Ralf Spoerer]

  • Bild Der Bildausschnitt kann einfach und schnell festgelegt werden. Voreinstellungen zur Größe sind möglich. Mit der Funktion „Ausrichten“ kann das Bild außerdem gedreht werden. [Foto: Ralf Spoerer]

    Der Bildausschnitt kann einfach und schnell festgelegt werden. Voreinstellungen zur Größe sind möglich. Mit der Funktion „Ausrichten“ kann das Bild außerdem gedreht werden. [Foto: Ralf Spoerer]

  • Bild Unter dem Punkt „Filter“ stehen 19 verschiedene Funktionen zur Wahl. Darunter Automatische Belichtung, Helligkeit/Kontrast, Farbton/Sättigung, Weißabgleich, Schärfen, Schwarz/Weiß, Rauschreduktion, Rauschen, Vignettierung und Doppelbelichtung. [Foto: Ralf Spoerer]

    Unter dem Punkt „Filter“ stehen 19 verschiedene Funktionen zur Wahl. Darunter Automatische Belichtung, Helligkeit/Kontrast, Farbton/Sättigung, Weißabgleich, Schärfen, Schwarz/Weiß, Rauschreduktion, Rauschen, Vignettierung und Doppelbelichtung. [Foto: Ralf Spoerer]

  • Bild Die Aufnahmen können mit einem Rahmen sowie Text versehen werden. [Foto: Ralf Spoerer]

    Die Aufnahmen können mit einem Rahmen sowie Text versehen werden. [Foto: Ralf Spoerer]

  • Bild Per Fingerzeig lassen sich Kontrast und Helligkeit blitzschnell anpassen. [Foto: Ralf Spoerer]

    Per Fingerzeig lassen sich Kontrast und Helligkeit blitzschnell anpassen. [Foto: Ralf Spoerer]

  • Bild Die Veränderungen können auch nur auf bestimmte Bereiche des Bildes angewendet werden. [Foto: Ralf Spoerer]

    Die Veränderungen können auch nur auf bestimmte Bereiche des Bildes angewendet werden. [Foto: Ralf Spoerer]

  • Bild Dazu stehen verschiedene Maskierungswerkzeuge zur Verfügung. Wird der Pinsel verwendet, können Größe, Weichheit und Deckkraft eingestellt werden. [Foto: Ralf Spoerer]

    Dazu stehen verschiedene Maskierungswerkzeuge zur Verfügung. Wird der Pinsel verwendet, können Größe, Weichheit und Deckkraft eingestellt werden. [Foto: Ralf Spoerer]

  • Bild Ist die „Live Vorschau“ aktiviert, werden die Veränderungen sofort sichtbar. [Foto: Ralf Spoerer]

    Ist die „Live Vorschau“ aktiviert, werden die Veränderungen sofort sichtbar. [Foto: Ralf Spoerer]

  • Bild In der Funktion Vignettierung kann die Vignette nicht nur dunkel sondern auch hell eingefärbt werden. [Foto: Ralf Spoerer]

    In der Funktion Vignettierung kann die Vignette nicht nur dunkel sondern auch hell eingefärbt werden. [Foto: Ralf Spoerer]

  • Bild Bei der Funktion Farbton/Sättigung lassen sich die verschiedenen Farben individuell verändern. Die Schieberegler lassen sich einfach per Fingerzeig verstellen. Das Ergebnis ist sofort sichtbar. [Foto: Ralf Spoerer]

    Bei der Funktion Farbton/Sättigung lassen sich die verschiedenen Farben individuell verändern. Die Schieberegler lassen sich einfach per Fingerzeig verstellen. Das Ergebnis ist sofort sichtbar. [Foto: Ralf Spoerer]

  • Bild Soll das Foto in Schwarz/Weiß umgewandelt werden, können die einzelnen Farben individuell gefiltert werden. [Foto: Ralf Spoerer]

    Soll das Foto in Schwarz/Weiß umgewandelt werden, können die einzelnen Farben individuell gefiltert werden. [Foto: Ralf Spoerer]

  • Bild Beim Klonen können einzelne Bereiche des Bildes kopiert werden. [Foto: Ralf Spoerer]

    Beim Klonen können einzelne Bereiche des Bildes kopiert werden. [Foto: Ralf Spoerer]

  • Bild In der Ebenen-Funktion lassen sich mehrere Bilder kombinieren, wobei Masken verwendet werden können und die Deckung verändert werden kann. [Foto: Ralf Spoerer]

    In der Ebenen-Funktion lassen sich mehrere Bilder kombinieren, wobei Masken verwendet werden können und die Deckung verändert werden kann. [Foto: Ralf Spoerer]

  • Bild In der Standard-Version der App lassen sich die bearbeiteten Fotos entweder in der Bibliothek speichern oder per Mail versenden. Sowohl Bild- als auch Dateigröße können limitiert werden, zusätzlich die JPEG-Qualität. [Foto: Ralf Spoerer]

    In der Standard-Version der App lassen sich die bearbeiteten Fotos entweder in der Bibliothek speichern oder per Mail versenden. Sowohl Bild- als auch Dateigröße können limitiert werden, zusätzlich die JPEG-Qualität. [Foto: Ralf Spoerer]

  • Bild Erst beim Speichern werden alle Aktionen ausgeführt und das Bild neu berechnet. Je nach Bildgröße kann die Verarbeitung einen Moment dauern. [Foto: Ralf Spoerer]

    Erst beim Speichern werden alle Aktionen ausgeführt und das Bild neu berechnet. Je nach Bildgröße kann die Verarbeitung einen Moment dauern. [Foto: Ralf Spoerer]

Gleich vorweg: Filterstorm bietet einen riesigen Funktionsumfang, so dass an dieser Stelle nicht jede Funktion detailliert beschrieben werden kann. Filterstorm lässt Dateigrößen bis zu 22 Megapixel zu, so dass auch Dateien von Spiegelreflexkameras bearbeitet werden können.

Nach dem Öffnen der App wird mit einem Klick auf das Kamerasymbol oben links ein Bild aus der Bibliothek geöffnet. Mit einem Klick auf das kleine „i“ im Kreis lassen sich die EXIF-Daten des Fotos aufrufen und die IPTC-Daten können bearbeitet werden. Hier gibt es die Möglichkeit, auszuwählen, welche Felder zur Verfügung stehen sollen und bereits bestimmte Vorgaben zu speichern. So lassen sich die IPTC-Daten schnell mit den wichtigsten Copyright-Informationen versehen.

Im Bereich der Bildbearbeitung gibt es drei Funktionen: Arbeitsfläche, Filter und Ebenen. Unter dem Punkt „Arbeitsfläche“ können verschiedene Größenänderungen, Ausschnitte oder Rahmen erstellt werden. Unter dem Punkt Crop kann sowohl eine feste Bildgröße festgelegt werden, als auch ein freier Ausschnitt erstellt werden. Einfach auf Crop tippen und im nächsten Bild die Begrenzungsbalken entsprechend den Wünschen verschieben. Ist eine feste Größe gewählt, wird das Motiv einfach so lange um Rahmen verschoben, bis der gewünschte Ausschnitt erreicht ist. Mit einem Klick auf den Haken wird die Auswahl bestätigt.

Weitere Punkte sind das Skalieren, bei dem die Auflösung des Bilds verkleinert werden kann, sowie das Ausrichten, bei dem das Bild gedreht werden kann und so beispielsweise nicht waagrechte Horizonte korrigiert werden können. Außerdem lässt sich ein Rahmen um das Bild legen, der zusätzlich auch beschriftet werden kann. Wichtig: Der gewählte Rahmen wird erst angewendet und gespeichert, nachdem die Taste „Add Border“ gedrückt wurde.

Soll eine der angewendeten Funktionen zurück genommen werden, einfach das Uhr-Symbol antippen. Nun wird eine Liste der letzten Aktivitäten angezeigt und man kann einfach auf die Stelle tippen, an der man die Bearbeitung erneut fortsetzen möchte. Tippt man auf einen Punkt darunter, wird die Funktion wieder eingebunden.

Nun kommt der mächtigste Punkt: Filter. Es stehen 19 Funktionen zur Wahl. Das sind: Automatische Belichtung, Helligkeit/Kontrast, Kurven, Tonwertspreizung, Farbton/Sättigung, Weißabgleich, Schärfen, Schwarz/Weiß, Unschärfe, Klonen, Tonwertkorrektur, Text, Rauschreduktion, Rauschen, Rote Augen, Farbe, Vignettierung, Tontrennung und Doppelbelichtung. Zusätzlich lassen sich alle Funktionen per Maskierung nur partiell anwenden.

Und so geht’s am Beispiel von Helligkeit und Kontrast: Zunächst die Funktion aufrufen. Nun die Funktion über die Schieberegler an der Seite ausführen. Soll nur ein bestimmter Bereich verändert werden, so lange an den Reglern schieben, bis dieser Bereich optimal aussieht. Hier im Beispiel die Hausfassaden. Nun auf den kleinen Pinsel mit dem Schriftzug „Mask“ tippen. Zunächst wird das Foto wieder in seiner Originalansicht gezeigt. Nun auf den Pinsel tippen und es erscheinen drei Regler: Durchmesser, Weichheit und Deckkraft. Jetzt einfach auf den Bereich des Fotos tippen, der verändert werden soll. Beim Drüberstreichen wird der Effekt sofort angezeigt. Ist das nicht der Fall, einfach auf die drei Regler unten auf der Leiste tippen und beim Punkt „Live Vorschau“ den Haken aktivieren. Mit zwei Fingern kann die Fläche vergrößert werden, um genauer zeichnen zu können. Mit zwei Fingern auf dem Foto, kann das Foto dann verschoben werden. Ist die Korrektur abgeschlossen, einfach den Haken antippen – fertig.

Noch ein Tipp: Unten rechts ist ein kleines Rechteck, wird es angetippt, werden das originale und bearbeitete Bild halb-halb angezeigt oder nur das bearbeitete – einfach mehrmals drauf tippen.

In genau diesem Stil werden alle anderen Veränderungen unter dem Punkt „Filter“ ausgeführt. Bei der Vignettierung kann sowohl hell, als auch dunkel vignettiert werden. Unter dem Punkt „Klonen“ lassen sich Bildbereiche kopieren. Dazu wird das Fadenkreuz auf das Element geschoben, das kopiert werden soll. Nun auf den Pinsel tippen und an der Stelle zeichnen, wo das Bildelement auftauchen soll. Mit dem Radiergummi können Teile wieder entfernt werden. Alle Funktionen lassen sich einfach per Fingerzeig bedienen – aber ein bisschen rumprobieren ist erforderlich, denn die Vielfalt der Einstellungen und Möglichkeiten ist groß.

Unter dem Punkt „Ebenen“ können die zusammengefügten Aufnahmen noch verändert und Masken nachträglich angepasst werden. Hier ist ein wenig Einarbeitung erforderlich, um alle Funktionen nutzen zu können.

Ist die Standard-App installiert, kann das bearbeitete Bild nun in der Fotobibliothek gespeichert werden oder per Mail verschickt werden. Unter dem Punkt Optionen kann eingestellt werden, in welchem Format und welcher JPEG-Komprimierung das Foto gespeichert werden soll. In der Pro-Version stehen hier zusätzliche Optionen zur Wahl, wie der Export zu Flickr oder Facebook.

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Autor

Ralf Spoerer

Ralf Spoererhat mehrere Jahre für die Zeitschrift Audio-Video-Foto-Bild als leitender Redakteur gearbeitet und war dort für das Ressort Foto zuständig. Seit September 2012 ist er selbständiger Journalist. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Tests von Digitalkameras aller Art, Neuheiten, Zubehör, sowie Ratgeber rund um das Thema Fotografie.

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