Testbericht

Panasonic Lumix DMC-TZ71

2015-05-02 Mit der Lumix DMC-TZ71 setzt Panasonic, der Erfinder der Travelzoomkamera, seine erfolgreiche Serie nun schon in zehnter Generation fort. Musste die erste Generation sich noch mit einem 10-fach-Zoom im 40 mm schlanken Gehäuse begnügen, protzt die TZ71 mit einem 30-fach-Zoom im 34 mm flachen Gehäuse. Zudem wagt Panasonic den Rückschritt auf eine gegenüber dem Vorgängermodell um über 30 Prozent reduzierte Auflösung. Die verbleibenden 12 Megapixel sollen eine bessere Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen ermöglichen. Zudem ist die TZ71 die wohl am besten ausgestattete Travelzoomkamera und die einzige mit elektronischem Sucher.  (Benjamin Kirchheim)

Hinweis

Parallel zu dieser kurzen Version, die ungefähr dem Umfang und Inhalt unserer bisherigen "Kompakt-Tests" entspricht, gibt es eine ausführliche Version in Form einer PDF-Datei als Bezahlinhalt ("Paid Content"). Die ausführliche Version erklärt viele Details noch genauer und ausführlicher und enthält darüber hinaus

  • viele zusätzliche Fotos
  • 5 Labortest-Diagramme mit erklärenden Bildunterschriften
  • noch umfangreicherer Steckbrief mit vielen weiteren Messwerten (Blitzleitzahl, Serienbildgeschwindigkeit u. a.)
  • einen Vergleich mit drei Konkurrenzmodellen
  • einen Link zu exklusiven Testbildern (ISO-Reihe unseres Testaufbaus, auch im Rohdatenformat)

Die 25 Seiten sind lesefreundlich im DIN-A5-Format gesetzt und eignen sich ideal zum Lesen auf Tablet-Computern ab 7 Zoll Bilddiagonale und können bei Bedarf auch ausgedruckt werden. Das PDF-Dokument ist DRM-frei und kann auf jedem Gerät angezeigt werden, das PDF-Dateien darstellen kann. Wenn Sie sich (z. B. vor dem Kauf) noch genauer oder detaillierter über die Panasonic Lumix DMC-TZ71 informieren möchten, sollten Sie unseren ausführlichen Testbericht für 1,49 Euro kaufen. Sie unterstützen damit übrigens auch die Arbeit der Redaktion!

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Ergonomie und Verarbeitung

Die Lumix TZ71 besitzt einen optischen 30-fach-Zoom von umgerechnet 24 bis 720 Millimeter Brennweite. Trotzdem ist sie unglaubliche 34 Millimeter flach und 243 Gramm leicht. Dabei ist die Kamera am Objektiv am dicksten. Der Handgriff, wenn man ihn denn überhaupt so nennen mag, fällt etwas flacher aus. Dank genarbter Gummierung bietet er durchaus etwas Halt. Das entsprechende Gegenstück auf der Rückseite für den Daumen hilft dabei. Etwas ungünstig ist allerdings die Positionierung des eingebauten Blitzgeräts. Zu leicht wird es vom Mittelfinger verdeckt.

Das Gehäuse besteht größtenteils aus Metall und wirkt solide verarbeitet. Auf der rechten Gehäuseseite (von hinten gesehen) befindet sich eine kleine, aber recht solide Kunststoffklappe. Hinter ihr verbergen sich die einzigen beiden Schnittstellen. Hierbei handelt es sich einerseits um einen Micro-HDMI-Anschluss (Typ D). Es ist allerdings lediglich für die Bildwiedergabe gedacht. Eine Livebildausgabe gibt es also nicht. Zum anderen befindet sich hier eine kombinierte USB- und AV-Schnittstelle. Es handelt sich um eine herstellerspezifische Buchse. Das passende AV-Kabel liegt der Kamera im Gegensatz zum USB-Kabel nicht bei. Dieses USB-Kabel wird zum Laden des Akkus benötigt. Es handelt sich um einen mit 4,5 Wh recht kleinen Lithium-Ionen-Akku. Er reicht für etwa 300 Fotos nach CIPA-Messverfahren.

  • Bild Die Panasonic Lumix DMC-TZ71 besitzt einen praktischen Objektivring, über den sich verschiedene Einstellungen steuern lassen. [Foto: MediaNord]

    Die Panasonic Lumix DMC-TZ71 besitzt einen praktischen Objektivring, über den sich verschiedene Einstellungen steuern lassen. [Foto: MediaNord]

  • Bild Der eingebaute Blitz sitzt bei der Panasonic Lumix DMC-TZ71 direkt über dem Handgriff und wird viel zu leicht versehentlich vom Mittelfinger verdeckt. [Foto: MediaNord]

    Der eingebaute Blitz sitzt bei der Panasonic Lumix DMC-TZ71 direkt über dem Handgriff und wird viel zu leicht versehentlich vom Mittelfinger verdeckt. [Foto: MediaNord]

  • Bild Auf der Rückseite besitzt die Panasonic Lumix DMC-TZ71 einen recht hoch auflösenden Sucher, dessen Einblick allerdings nicht sonderlich bequem ist. Der rückwärtige 7,5-cm-Bildschirm ist weder beweglich, noch verfügt er über eine Touchfunktion. [Foto: MediaNord]

    Auf der Rückseite besitzt die Panasonic Lumix DMC-TZ71 einen recht hoch auflösenden Sucher, dessen Einblick allerdings nicht sonderlich bequem ist. Der rückwärtige 7,5-cm-Bildschirm ist weder beweglich, noch verfügt er über eine Touchfunktion. [Foto: MediaNord]

Als einzige Kamera ihrer Klasse verfügt die Panasonic Lumix DMC-TZ71 über einen eingebauten elektronischen Sucher. Löste er beim Vorgängermodell noch pixelige 200.000 Bildpunkte auf, sind es bei der TZ71 nun feine 1,16 Millionen Bildpunkte. Aufgrund der im Vergleich zu Kleinbild nur 0,5-fachen Vergrößerung wirkt das Sucherbild etwas klein, dadurch sind die einzelnen Pixel praktisch nicht auszumachen. Durch die 60 Bilder pro Sekunde hohe Bildwiederholrate bleibt die Bildverzögerung gering. Dank (abschaltbarem) Näherungssensor erfolgt die Umschaltung vom Bildschirm auf den Sucher automatisch.

Der rückwärtige 7,5-Zentimeter-Bildschirm ist fest verbaut und bietet keine Touchfunktion. Mit 1,04 Millionen Bildpunkten löst er fein auf. Sehr praktisch sind zuschaltbare Einblendungen auf dem Bildschirm und im Sucher. Es gibt verschiedene Gitter- und Hilfslinien. Markierungen zeigen den Ausschnitt für 16:9-Videoaufnahmen an. Auch ein Live-Histogramm und eine elektronische 3D-Wasserwaage sind einblendbar. Im manuellen Belichtungsmodus zeigen Live-Histogramm und Sucherbild erst bei halb gedrücktem Auslöser das wahre Belichtungsausmaß an. Nur die Belichtungskorrektur wirkt sich direkt auf die Anzeige aus.

Die TZ71 besitzt zwei Drehräder und ein Programmwählrad. Hinzu kommen ausreichend viele Tasten. Dadurch lässt sich die TZ71 für eine Kamera ihrer Klasse erstaunlich direkt bedienen. Der Objektivring und zwei Tasten sind individuell belegbar. Zudem bieten zwei Speicherplätze auf dem Programmwählrad direkten Zugriff auf bevorzugte Einstellsets. Ein Quick-Menü ermöglicht den schnellen Zugriff auf weitere wichtige Funktionen. Das Hauptmenü hingegen ist etwas unübersichtlich. Statt Registerkarten gibt es eine obere Menüebene. In den vier bis fünf Untermenüs muss sich der Anwender durch bis zu neun Seiten lange Listen scrollen. 

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Autor

Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.