Ultra-Telezoom für Natur-, Sport- und Tierfotografen

Tamron bringt das SP 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD

2013-11-07 Das Modell A011, wie sich das Tamron SP 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD außerdem noch nennt, punktet mit einer Brennweite, die in dieser Form bisher nicht im Angebot ist. 150 bis 600 Millimeter für Vollformatkameras und 233 bis 930 Millimeter bei Kameras mit Sensor im APS-C-Format stellt für viele Natur- und Sportfotografen sicher eine interessante Alternative dar. Um bei diesem Zoomumfang trotzdem hervorragende Bildergebnisse erzielen zu können, setzt Tamron auf eine neue eBAND-Vergütung, drei LD-Glaselemente, den Bildstabilisator Vibration Compensation (VC) und einen schnellen präzisen Autofokus mittels Ultraschallmotor USD.  (Daniela Schmid)

Tamron SP 150-600 mm F5-6.3 Di VC USD [Foto: Tamron]Bisher hatte Tamron das SP AF 200-500mm F/5-6,3 Di LD [IF] im Programm, das im Moment auch noch erhältlich ist. Mit der Brennweitenverlängerung in beide Richtungen gibt das neue SP 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD den Fotografen mehr Spielraum. Es setzt sich aus 20 Elementen in 13 Gruppen zusammen. Dabei enthalten die vorderen Gruppen drei LD-Glaselemente (LD = Low Dispersion) um axiale Aberrationen im Telebereich zu kompensieren. Gleichzeitig soll die neu entwickelte eBAND-Vergütung Streulicht und Geisterbilder minimieren und insgesamt das Antireflexionsverhalten deutlich verbessern. eBAND steht dabei für Extended Bandwidth & Angular-Dependency. Bei dieser Vergütung wird eine nano-strukturierte Schicht mit Abmessungen kleiner als die Wellenlänge der sichtbaren Lichtstrahlen auf die Oberfläche mehrerer Vergütungsflächen aufgebracht. Der extrem niedrige Brechungsindex soll die Effizienz maximieren.

Tamron SP 150-600 mm F5-6.3 Di VC USD [Foto: Tamron]Für das schnelle Scharfstellen ist der Ultraschallmotor USD (Ultrasonic Silent Drive) zuständig, der laut Tamron eine genaue und geräuschlose Hochgeschwindigkeitsfokussierung erlaubt. Dass sich beim Zoomen die Bewegungen der Linsengruppen auf ein Minimum beschränken, dafür sorgt eine ausgeklügelte Konstruktion des Objektivs. Das SP 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD findet so auch in einem für diese Klasse relativ kompakten Gehäuse Platz. Mit Nikon-Anschluss misst das Objektiv 257,8 Millimeter bei einem Durchmesser von 105, 6 Millimeter. Es wiegt nicht ganz zwei Kilogramm. Neben dem Nikon-Anschluss bietet Tamron das SP 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD auch für Canon und Sony an - bei Sony allerdings ohne Bildstabilisator, da Sony den bereits in den Kameras verbaut. Zu den weiteren technischen Merkmalen des Ultrazoomobjektivs gehört eine Naheinstellgrenze von 2,7 Metern, ein maximaler Abbildungsmaßstab von 1:5 und neun abgerundete Blendenlamellen, die ein kreatives Spiel mit Unschärfeeffekten ermöglichen sollen. Zum Lieferumfang des SP 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD gehört eine verbesserte abnehmbare Stativschelle, eine Gegenlichtblende und Silkypix Developer Studio für Tamron, das das Objektivprofil berücksichtigt. Wann das Objektiv tatsächlich zu kaufen sein wird, steht genauso wie der Preis noch nicht fest.


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Autor

Daniela Schmid

Daniela Schmid hat in Augsburg Sprachen studiert, bevor sie nach einem halben Jahr in einer PR-Agentur für IT-Firmen in die Verlagsbranche wechselte. Ab 2004 war sie als festangestellte Redakteurin für die Magazine Computerfoto und digifoto zuständig. Während eines dreijährigen Auslandsaufenthaltes in der Nähe von New York berichtete sie als freie Autorin für digitalkamera.de von der PMA, CES und der PhotoPlus Expo aus Las Vegas und New York und übernahm die Zuständigkeit für die Rubrik Zubehör. Seit 2009 testet sie auch regelmäßig Kameras.