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Neues für Weitwinkel-Fans

Nikon Coolpix 5400 mit 4-fach-Zoom und Weitwinkel bis 28 mm

2003-05-28 Nikon hat heute die Coolpix 5400 angekündigt, das Nachfolge-Modell der Coolpix 5000, die durch ihr Weitwinkel-Zoom (beginnend bei 28 mm Brennweite) viele Anhänger finden konnte. Die populäre Anfangsbrennweite hat Nikon bei der Coolpix 5400 beibehalten, dank 4-fach-Zoom reicht die Brennweite aber jetzt weiter in den Telebereich (116 mm) als der 3-fach-Zoom des Vorgängermodells.  (Carsten Meyer, Jan-Markus Rupprecht)

   Nikon Coolpix 5400 [Foto: Nikon]
 

Die Lichtstärke des Objektivs liegt jetzt bei F2,8 (Weitwinkel) bis F4,6 in Telestellung. Im Telebereich ist das Objektiv also etwas lichtstärker geworden. Insgesamt bauen die Mitbewerber jedoch deutlich lichtstärkere Objektive, die allerdings nicht so eine gute Weitwinkelbrennweite bieten. Einen Rekord stellt dafür laut Nikon die Naheinstellgrenze von nur 1 cm dar. Gepaart ist die Optik mit einem neuen, mit RGB-Filtern bestückten 1/1,8" CCD-Sensor mit 5,26 (physikalisch) bzw. 5,1 (effektiv) Millionen Pixelelementen. Damit erzeugt die Kamera noch ein Quäntchen größere Bilder als bisherige 5,0-Megapixel-Kameras: Die Bilder umfassen in höchster Auflösung nun 2.592 x 1.944 Bildpunkte, (5,0-Megapixel-Modelle erzeugen typischerweise 2.560 x 1.920 große Bilder).

Der interne Pufferspeicher ist satte 64 MByte groß, wodurch die Kamera bei speicherintensiven Anwendungen vor allem der Serienbildfunktion eine hervorragende Figur macht. So sind bei voller Auflösung bis zu 3 Bilder pro Sekunde möglich bei maximal 7 Aufnahmen in direkter Folge. Auch die Videofunktionalität konnte in diesem Zuge gegenüber der Coolpix 500 verbessert werden. Die Clips (mit Ton) können nun neben Q-VGA-Auflösung (320 x 240 Pixel) auch mit VGA-Auflösung (640 x 480) aufgenommen werden und erreichen dabei ansehnliche Qualität. Die Länge der Sequenzen beträgt dabei maximal 180 bzw. 70 Sekunden, die Bildwiederholrate in beiden Fällen 15 Bilder pro Sekunde. Der Schnelligkeit scheint Nikon bei der Entwicklung der Coolpix 5400 überhaupt einen hohen Stellenwert eingeräumt zu haben. So soll die Kamera bereits nach 3 Sekunden voll einsatzbereit und die Auslöseverzögerung kaum noch wahrnehmbar sein. Man darf also gespannt sein, wie sich die neue Kamera in Schnappschuss-Situationen bewähren wird.

Erstmals bei einer Digitalkamera aus dem Hause Nikon anzutreffen ist ein Panaroma-Assistent, der die Erstellung entsprechender Bilder mit dem im Lieferumfang enthaltenen 'Panorma-Maker' der Firma ArcSoft erleichtern soll. Eine weitere Innovation ist der weiterentwickelte Best-Shot-Selector (BBS), der nun nicht nur die Schärfe als Auswahlkriterium zur Grundlage hat, sondern auch aus einer Reihe von bis zu fünf Aufnahmen das beste Bild hinsichtlich der Belichtung zu beurteilen vermag. Dabei werden als Kriterien die Tonwertverteilung und der Tonwertumfang herangezogen. Den Schwerpunkt kann der Fotograf dabei wahlweise auf die hellsten (Lichter) oder die dunklen Partien (Schatten) legen oder die Elektronik auf ein ausgeglichenes Ergebnis trimmen. Darüber hinaus sollen 15 verschiedene Motivprogramme praktisch jeder Motivsituation gerecht werden und auch weniger versierten Fotografen optimale Ergebnisse ermöglichen. Benötigte man für die Erstellung von Intervallaufnahmen, bei der Coolpix 5000 noch die MC-EU1 Fernsteuerung, so verfügt die Coolpix 5400 nun serienmäßig über eine Intervall- bzw. Zeitrafferfunktion. Diese ermöglicht es Aufnahmen in Abständen Intervallen von 30 oder 90 Sekunden oder 10, 30 oder 60 Minuten zu schießen, die dann als JPEG-Movie gespeichert werden. Der in bewährter Weise dreh- und schwenkbare LCD-TFT Monitor der Coolpix 5400 ist mit 1,5" Größe gegenüber dem Vorgängermodell zwar deutlich geschrumpft, stellt aber dafür mit 134.000 Bildpunkten über 20 % mehr Bildinformation dar, was eine "knackscharfe" Bildwidergabe verspricht.

An der Ergonomie hat Nikon insbesondere mit einem neu hinzugekommenen Hauptwahlrad für den Betriebsmodus gefeilt. Ebenfalls verbessert wurde das Handling durch einen zentrale Taste des Multifunktionswählers, die die schnelle Bestätigung ausgewählter Eintellungen erlaubt. Auf bewährte Ausstattungsmerkmale, wie die Mikrodrive-Kompatibilität und den ISO-Blitzanschluss muss man auch bei der Coolpix 5400 nicht verzichten. Der interne Blitz der Coolpix 5400 ist sogar um eine innovative Stroboskop-Einstellung erweitert worden. Bei der Stromversorgung ist man dem bekannten Lithium-Ionen-Akku EN-EL1 treu geblieben, der bei Bedarf durch einen 6V-Einwegblock 2CR5 ersetzt werden kann. Eine besondere Stärke Nikons, die umfangreichen optischen Erweiterungsmöglichkeiten, sind auch bei der Coolpix 5400 vorhanden. Interessanterweise greift die Coolpix 5400 nicht mehr auf das Zubehör des Vorgängermodells zurück, sondern auf die mit dem 8-fach-Zoom-Modell Coolpix 5700 eingeführten Konverter WC-E80 und TC-D15ED sowie auf den ganz neuen Fisheye-Konverter FC-E9. Alle Konverter werden mittels optionalem Vorsatzobjektivadaper an der Kamera befestigt. Das Gehäuse der Coolpix 5400 ist aus einer Magnesium-Legierung gefertigt, wobei das Volumen gegenüber der Coolpix 5000 noch geringfügig verringert werden konnte. Die unverbindliche Preisempfehlung der am Ende Juni lieferbaren Coolpix 5400 liegt bei knapp 1.000 EUR. Das ausführliche Datenblatt zu dieser Kamera werden wir Anfang kommender Woche nachreichen.