ARR Fotoreisen

Foto-Rundreise Togo-Benin

Zauber in Westafrika Bei dieser Reise geht es in die selten besuchten Länder Togo und Benin – auf der Spur des Voodoo. Wir reisen von der tropischen Küstenregion in die Savannenlandschaften des Nordens. Dabei sehen wir Dörfer mit völlig unterschiedlicher Bauweise der Lehmhütten (je nach Volksgruppe), begegnen Menschen die noch viele ihrer Traditionen bewahrt haben, besuchen die bunten afrikanischen Märkte, und nehmen an mehreren traditionellen Zeremonien und Maskentänzen teil.

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  1. Tag: Flug nach Cotonou Flug nach Cotonou und Transfer ins Hotel.

  2. Tag: Cotonou – Quidah Unsere Reise beginnt mit einem Besuch von Cotonou, dem pulsierenden ökonomischen Zentrum Benins. Die Stadt ist geprägt von einem ständigen Verkehrschaos, das von Tausenden von Zemidjans (Moto-Taxis) in lila oder gelben Farben verursacht wird. Wir besuchen die Zinsou Foundation, die erste private beninesische Stiftung, die zeitgenössische afrikanische Kunst ausstellt. Die Zinsou-Stiftung, die als Familieninitiative gegründet wurde, engagiert sich stark in kulturellen und sozialen Aktivitäten. Nachmittags Fahrt nach Ouidah, durch die "route des pécheurs". Ouidah gilt als Hauptstadt des afrikanischen Voodoo. (F/M/A), ca. 40 km Fahrstrecke

  3. Tag: Voodoo Festival / Quidah Jeder 10. Januar ist ein nationaler Feiertag in Benin, der die traditionelle Religion und alle damit verbundenen Kulte ehrt. Vor allem in Ouidah finden Dutzende von Voodoo-Zeremonien statt. Das Festival findet in der gesamten Region um Ouidah statt. Ouidah wurde im 18. Jahrhundert von der Dahomey-Armee erobert, um einer der wichtigsten Sklavenhäfen zu werden. Die entspannte Haltung der Einheimischen fügt sich harmonisch in den Donner der fernen Wellen und den Rhythmus der Trommeln ein – eine zeitlose Atmosphäre, die Bruce Chatwin in seinem Buch "Der Vize-König von Ouidah" sehr gut beschreibt. Zu Fuß besuchen wir den Python-Tempel und das portugiesische Fort, heute ein Museum über die Geschichte von Ouidah und über den Sklavenhandel. Wir beenden dann unsere Stadtrundfahrt, indem wir der "Sklavenstraße" zum Strand folgen, dem Punkt "kein Zurück", wo Sklaven früher Schiffe bestiegen haben. (F/M/A)

  4. Tag: Geister / Quidah Fahrt nach Grand Popo. Mit einem kleinen Motorboot geht es entlang des Mono Flusses. In den kleinen Dörfern wird noch immer traditionelle Salzgewinnung angewandt. Wir durchqueren auch die Lagunen mit ihren Mangroven. In einem dieser Dörfer werden wir an einer Zangbeto-Zeremonie teilnehmen. Die Zangbeto-Maske ist sehr hoch und mit farbigem Stroh bedeckt. Es repräsentiert wilde, nicht-menschliche Geister (die Kräfte der Natur und der Nacht, die die Erde vor den Menschen bewohnten). Die Maskenträger gehören einer Geheimgesellschaft an und halten ihre Identität verborgen, da die Eingeweihten nicht wissen können, wer sie sind. Zangbeto garantiert Schutz vor bösen Geistern und böswilligen Menschen. Die Spinnbewegung der Maske symbolisiert die spirituelle Reinigung des Dorfes und Zangbeto vollbringt auch Wunder, um seine Kräfte zu beweisen. (F/M/A)

  5. Tag: Dorf auf Stelzen / Quidah – Ganvie Wenige Kilometer nördlich von Cotonou überqueren wir den Nokwe-See und erreichen Ganvie. Hier leben die Tofinou, hauptsächlich vom Fischfang. Typisch sind ihre Kanus mit den bunt bemalten Masten. Wir nächtigen in unserem – einfachen – Hotel auf Stelzen inmitten des Sees in der Ortschaft Ganvie. Abends haben wir die Möglichkeit „bokono“ ein Wahrsager-Orakel zu treffen. (F/M/A), ca. 70 km Fahrstrecke

  6. Tag: Ganvie – Cove / Gelede Masken Frühmorgens beobachten wir das lebhafte Markttreiben („Schwimmender Markt“) der mit ihren Booten fahrenden Händler und Käufer. Danach geht es zurück zum Festland ins Land der Yorouba. Wir besuchen einen Tanz der Sakpata. Sakpata ist ein sehr mächtiger Voodoo, der verehrt wird, um Menschen vor Pech zu schützen. Wir gehen durch die Dörfer, um Schreine zu entdecken und Treffen mit Fetischpriestern. Am Nachmittag geht es mit den Masken von Gelede weiter. Gelede ist ein Kult, welcher der Erde gewidmet ist und von der Gemeinschaft gefeiert wird, um die Fruchtbarkeit der Leute sowie des Bodens zu fördern. Jede Maske vertritt einen anderen Charakter und ist mit der Geschichte verbunden. Diese faszinierende Mischung aus Straßentheater und magischem Theater wirkt sowohl pädagogisch als auch humorvoll auf die hier Anwesenden. (F/M/A), ca. 150 km Fahrstrecke

  7. Tag: Cove – Dassa / Egun Masken Dassa ist der Sitz eines alten Königreichs. Ein Spaziergang durch die Hügel führt uns zu einem heiligen Ort, wo einst deren Könige begraben wurden. Am Nachmittag sehen wir den Egun Masken Tanz, wobei die Masken die Geister der Verstorbenen darstellen. Aus dem Wald kommend ziehen sie, in prächtige bunte Gewänder gekleidet, durch das Dorf. Ursprünglich sollten sie Angst einflößen, aber meist werden sie heute vom Gelächter der Zuschauer begleitet. (F/M/A), ca. 120 km Fahrstrecke

  8. Tag: Dassa – Natitingou / Berg der Fetischpriester Weiterfahrt nach Norden. Unterwegs besuchen wir den Savalou-Schrein, der ein wichtiger Ort für animistische Pilger ist. Eine kleine Wanderung führt uns zu einem der Taneka Dörfer. Diese bestehen aus runden Häusern, die mit einem kegelförmigen Dach bedeckt sind, das oben durch einen Terrakotta-Topf geschützt ist. Der obere Teil des Dorfes wird von den jungen Eingeweihten und von den Fetischpriestern bewohnt, die sich nur mit einer Ziegenhaut bedecken und immer eine lange Pfeife tragen. Unterwegs werden wir auch auf Fulani treffen, die bis heute ihr Leben als nomadische Viehhirten leben. Besonders sind ihre Gesichtstätowierungen, die einen wichtigen Symbolcharakter haben. (F/M/A), ca. 360 km Fahrstrecke

  9. – 10. Tag: Natitingou – Defalé Die nächsten beiden Tage sind wir im Gebiet der Betammaribe (auch Somba genannt) und der Tamberma unterwegs. Aus Gründen der Selbstverteidigung haben sie sich seit Jahrhunderten im Herzen der Atakora-Berge angesiedelt, einem Land, das so schwer zugänglich ist, dass sie vor jedem Angriff fliehen könnten, vor allem vor den Sklavenhändlern aus dem muslimischen Nordafrika. Anthropologen zufolge liegen ihre Ursprünge in der Nähe des Dogon-Volkes von Mali. Ihre Lehmbauten sind zweistöckig, schauen wie kleine Festungen aus und sind somit ein schönes Beispiele der antiken afrikanischen Architektur. Ihr Stil beeindruckte Le Corbusier so sehr, dass er von »skulpturaler Architektur» sprach. Wir werden auch die Schmucknarben der Menschen sehen, die sie am Bauch und Rücken während der Initiationsriten bekommen haben. (F/M/A), ca. 120 km Fahrstrecke

  10. Tag: Defalé – Sokode / Traditionelle Häuptlinge In Bassar werden wir im traditionellen Häuptlingspalast empfangen, einer geräumigen Hütte mit einem sehr hohen, kegelförmigen Dach. Wir sehen Im Dorf auch auch wie traditionelle Eisenherstellungstechniken mit alten „Lehm-Hochöfen“ bis heute ausgeübt werden. Empirisches Wissen und magische Überzeugungen verschmelzen hier und machen diesen Prozess zu einer fast alchemistischen Erfahrung. Am späten Nachmittag erreichen wir Sokode, wo wir am Abend einen Feuertanz erleben können. Die Teilnehmer tanzen zum Rhythmus der Trommeln um ein großes Feuer, bevor sie schließlich in die glühende Glut springen, brennende Kohlen aufnehmen, sich mit heißen Kohlestückchen einreiben und diese sogar in den Mund nehmen. .. all dies, ohne sich selbst zu verletzen oder irgendwelche Anzeichen von Schmerz zu zeigen. Es ist schwierig, dafür eine Erklärung zu finden! (F/M/A), ca. 250 km Fahrstrecke

  11. Tag: Sokode – Kpalimé / Märkte Wir fahren nach Süden und halten in Atakpame. Die Stadt liegt an der Hauptstrecke der Eisenbahn, die Lomé mit Blitta verbindet und wurde ursprünglich von den Ewe und Yoruba besiedelt. Sie ist das Zentrum eines wichtigen Baumwollanbaugebiets, und hier arbeiten Männer an kleinen Webstühlen und stellen einen bunten Stoff namens "Kente" her. Am Nachmittag entdecken wir Kpalimé mit seiner reichen kolonialen Vergangenheit. Besuch des Marktes und des Kunstzentrums. (F/M/A), ca. 320 km Fahrstrecke

  12. Tag: Kpalimé / Wald Wanderung im Waldgebiet in der Umgebung von Kpalimé um die tropische Tier- und Pflanzenwelt zu bewundern. Ein lokaler Führer gibt uns Informationen über die hier vorkommenden Schmetterlinge und Insekten. Wir erfahren in einem Dorf, wie mit natürlichen Farben gemalt wird. Am Nachmittag, Besichtigung der Stadt Kpalimé. (F/M/A), ca. 320 km Fahrstrecke

  13. Tag: Kpalimé – Agbodrafo/ Im Herzen des Voodoo Entlang der Küste ist Voodoo eine Religion, die von den Vorfahren weitergegeben wurde und immer noch praktiziert wird. Voodoo ist viel reicher und komplexer, als die Menschen oft denken und nicht nur eine Form der schwarzen Magie In einem Dorf werden wir an einer Voodoo-Zeremonie teilnehmen: Der mitreißende Rhythmus der Trommeln und Gesänge der Teilnehmer helfen dabei, den Voodoo-Geist anzurufen, der dann von einigen der Tänzer Besitz ergreift. Sie fallen in eine tiefe Trance: Augen rollen zurück, Grimassen, Krämpfe, Unempfindlichkeit gegenüber Feuer oder Schmerz. Hier werden wir verstehen, was die Menschen meinen, wenn sie sagen: "In euren Kirchen betet ihr Gott; in unserem Voodoo-Schrein werden wir Gott!" (F/M/A), ca. 140 km Fahrstrecke

  14. Tag: Agbodrafo/ Heiler & Hexerei Wir besuchen Dörfer mit Voodoo-Schreinen und treffen auch einen Heiler, der komplizierte Probleme mit sehr einfachen Lösungsvorschlägen zu heilen versucht. Dabei wird die materielle und geistige Welt vereint, auch Pflanzen werden zur Behandlung der Patienten verwendet. Am Nachmittag nehmen wir an einer zweiten Voodoo-Zeremonie teil, welche die Meister von Koku durchführen – diese Zeremonie ist für Außenstehende oft sehr kraftvoll und manchmal auch erschreckend. (F/M/A), ca. 70 km Fahrstrecke

  15. Tag: Agbodrafo – Lomé / Abreise Lomé liegt bereits unmittelbar an der Grenze zu Ghana und ist die einzige Stadt Afrikas die sowohl von Deutschen, Engländern, als auch von Franzosen kolonialisiert wurde. Durch diese Vergangenheit und seiner Lage war Lomé schon immer ein Kreuzungspunkt der Kulturen, der Völker und des Handels. Wir sehen u. a. das Verwaltungsviertel mit den alten Kolonialgebäuden mit ihren Arkaden und Galerien, und besuchen den Grand Marché – den zentralen Markt. Hier befindet sich das „Königreich der Nana Benz“ – damit werden die Marktfrauen bezeichnet, die den Handel großteils unter Kontrolle haben. (leider wurde der Markt teilweise durch Feuer zerstört) Wir sehen die Kolonialbauten im Verwaltungsviertel und besuchen den Fetischmarkt, wo wir ein äußerst vielseitiges Angebot aller möglichen Zutaten der Fetische finden können. – hier kommen alle „Chefs“ der lokalen animistischen Religion, um die notwendigen Gegenstände zu kaufen, um ihre Kulte zu praktizieren. Die Marktmeister stellen uns einige ihrer hausgemachten "Gris-Gris" vor, die darauf vorbereitet sind, uns bei der Lösung unserer täglichen Lebensprobleme zu helfen. Voraussichtlich abends Transfer zum Flughafen. (F/M/A), ca. 40 km Fahrstrecke

  16. Tag: Ankunft in Wien

17 Reisetage Zuschlag Einzelzimmer € 510,- Zuschlag Kleingruppe (7-8 Pers. ) € 250,-

ARR Foto-Reiseleitung: Bernhard Brenner

Inkludierte Leistungen

  • Fahrten lt. Programm mit einem Minibus
  • Eintrittsgebühren zu den im Programm erwähnten Sehenswürdigkeiten
  • Nächtigung im Doppelzimmer, teils einfacher Hotels
  • Verpflegung wie tageweise angegeben (F = Frühstück, M = Mittagessen, A =Abendessen)
  • Mineralwasser im Bus
  • lokaler deutschsprechender Guide
  • ARR Foto-Reiseleitung: Bernhard Brenner

Nicht inkludierte Leistungen

  • Flug nach Lomé bzw. Cotonu und retour (Richtpreis ab/bis Wien, ab ca. € 900,- / andere Abflugsorte auf Anfrage)
  • zwei Visa (Togo und Benin) inkl. Besorgung
  • Getränke während der Mahlzeiten
  • Reiseversicherung
  • persönliche Ausgaben

Teilnehmer: 7 – 12 Personen

Achtung: Für die Einreise bzw. Visa-Erteilung ist der Nachweis einer Gelbfieberimpfung erforderlich!

Veranstaltungsart Fotoreise (zum Fotografieren)
Kategorien Menschen/Porträt, Landschaft/Natur, Reisefotografie
Ort ARR Fotoreisen
Kainzstr. 12/2
3512 Mautern
Österreich
Togo, Benin
Dozent(in) Bernhard Brenner
Max. Teilnehmeranzahl 12
Termine
Termin
08. bis 24.01.2022
Preis 4.410,00 €
Veranstalter ARR Fotoreisen (info@arr.at)
Website https://arr.at/trip/

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