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Testbericht: Olympus Pen E-P7

Seite 2 von 2, vom 2021-08-16 (Autor: Harm-Diercks Gronewold)Zur Seite 1 wechseln

Der Live-Bulb-Modus zeigt dem Fotografen auf dem Display eine Belichtungsvorschau an. Diese aktualisiert sich in bestimmten Intervallen. Der Fotograf erhält so eine Vorschau von dem, was auf der Speicherkarte landet. Die Live-Composite-Funktion geht einen Schritt weiter und kann, nachdem ein Basisbild aufgezeichnet wurde, neue Lichteindrücke auf das Bild bringen. Damit sind Überbelichtungen, wie sie bei der Live-Bulb-Funktion auftreten, eher unwahrscheinlich. Mit dieser Funktion lassen sich beispielsweise Startrails aufzeichnen.

  • Bild Das Metall-Stativgewinde der Olympus Pen E-P7 befindet sich zwar in der optischen Achse, sitzt aber sehr weit vorne. [Foto: MediaNord]

    Das Metall-Stativgewinde der Olympus Pen E-P7 befindet sich zwar in der optischen Achse, sitzt aber sehr weit vorne. [Foto: MediaNord]

Ebenfalls dabei sind eine Korrekturfunktion, um stürzende Linien zu reduzieren, Panoramen aufzunehmen und ein lautloser Modus. Letzterer lässt sich auch in der Programm- und den Halbautomatiken sowie dem manuellen Modus aktivieren. Außerdem besitzt die Pen E-P7 eine automatische Fokusreihenfunktion. Bei dieser nimmt die Kamera in schneller Folge Fotos auf und verstellt den Fokusabstand pro Aufnahme. Um die Aufnahmen zu einer Aufnahme zu verrechnen ist dann allerdings eine externe Software auf dem heimischen Rechner notwendig, in der Kamera geht das leider nicht mehr.

Die Panorama-Funktion gehört bei Olympus zu den nicht wegzudenkenden Standards. Die Pen E-P7 bietet eine Schwenkpanorama-Funktion. Der Fotograf muss also lediglich seinen Bildausschnitt wählen, den Auslöser drücken und die Kamera in Pfeilrichtung langsam schwenken. Den Rest erledigt dann der Bildprozessor der Kamera. Maximal kann die Kamera ein 360-Grad-Panorama mit einer Auflösung von 12.400 x 1.792 (etwa 22,2 Megapixel) erstellen. Das ist immerhin mehr als die 16 Megapixel auflösenden Panoramen der OM-D E-M10 Mark IV.

Die umfangreiche Intervall-Funktion gehört nicht zu den AP-Funktionen und kann nur über das Hauptmenü aufgerufen werden. Damit lassen sich bis zu 999 Aufnahmen über einen fein einstellbaren Timer automatisiert aufnehmen. Ebenso können die Aufnahmen gleich als Video kodiert werden. Dabei stehen bei 4K-Videos maximal fünf Bilder pro Sekunde bereit und 15 Bilder pro Sekunde bei FullHD-Aufnahmen.

In Sachen kreativer Bildveredelung macht Olympus auch bei der Pen E-P7 alles richtig. Auch wenn die Art-Filter schon seit Jahren zu den Ausstattungsmerkmalen von Olympus-Einsteigerkameras gehören, sind sie immer noch erwähnenswert. Sie sind nämlich eine einfache und schnelle Methode, Bilder ganz ohne gesonderte Bearbeitung zu individualisieren. Dazu stehen 16 verschiedene Art-Filter zur Verfügung. Einige davon gibt es sogar in verschiedenen Versionen, so dass sich die Summe auf 31 verschiedene Filter beläuft.

Darunter finden sich ein Pop-Art-Filter, ein Weichzeichner, eine Filmkornsimulation, ein Lochkameramodus und einiges mehr. Mehrere der vorhandenen Filter lassen sich zudem mit kreativen Rahmen, Vignetten und Effekten versehen. Die Art-Filter stehen im Aufnahmemodus "Art" sowie über das SCP in den Halbautomatiken und der Programmautomatik zur Verfügung. So steht es dem Fotografen offen, ob er sich nur um die Effekte kümmern möchte oder zusätzlich auch noch um die Aufnahmeeinstellungen.

Der bereits erwähnte Farbgestalter wurde erstmals beim Pen-Top-Modell, der Pen-F, vorgestellt. Seither lag diese Funktion brach, was wirklich Schade war. Denn mit dem Farbgestalter lassen sich Farbstimmungen in der Programmautomatik, den Halbautomatiken und im manuellen Modus anwenden. Dabei kann der Fotograf entweder auf Voreinstellungen von Olympus zurückgreifen oder die vorhandenen Einstellungen anpassen. Dafür stehen je vier Monochrom- und Farbprofile zur Verfügung.

  • Bild Eingeschaltet fährt der Tubus des Objektivs aus. Auf der rechten Seite der Olympus Pen E-P7 ist die Abdeckung der Schnittstellen zu sehen. [Foto: MediaNord]

    Eingeschaltet fährt der Tubus des Objektivs aus. Auf der rechten Seite der Olympus Pen E-P7 ist die Abdeckung der Schnittstellen zu sehen. [Foto: MediaNord]

Um ein monochromes Profil zu erstellen, steht ein komfortabler Farbring zur Verfügung, den man mit Hilfe der beiden Drehräder auf die gewünschte Farbposition bringen kann. Insgesamt stehen neun Positionen für den Farbton und jeweils vier Positionen für die Stärke zur Verfügung (0 bis +3). Damit stehen dem Fotografen 33 verschiedene Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung, inklusive der Neutralstellung.

Bei den Farbprofilen lässt sich sogar deutlich mehr einstellen. Immerhin kann der Fotograf im Farbkreis zwölf Positionen für die Farbauswahl selektieren und in jeweils elf Stufen (-5 bis +5) einstellen. Im Gegensatz zum Monochromprofil lässt sich beim Farbprofil jede Farbeinstellung individuell und zeitgleich einstellen. Rein rechnerisch kommt man dabei auf 743.008.370.688 (12 hoch 11) Kombinationen. Für beide Profilarten stehen zudem eine Vignettierungseinstellung (-5 bis +5) für dunkle und helle Vignetten und die Möglichkeit zur Verfügung, die Gradationskurve des Profils nach eigenen Wünschen anzupassen.

Bei der Rohdatenentwicklung hat Olympus im Vergleich zur OM-D E-M10 Mark IV (leider) nichts geändert. Möchte der Fotograf einfach das Rohdatenbild umwandeln, braucht er nur wenige Klicks aus dem Wiedergabemenü heraus. Sollen Eigenschaften der Aufnahme wie beispielsweise Kontrast oder die Gradationskurve angepasst werden, dann müssen die Einstellungen zunächst über das SCP-Aufnahmemenü vorgenommen werden. Danach wird die Wiedergabefunktion aktiviert und der Rohdatenkonverter ausgewählt. Dann sind nur noch zwei Bestätigungen nötig und schon erstellt die Kamera ein JPEG mit den gewählten Kameraeinstellungen. Danach muss man allerdings daran denken, die ganzen Einstellungen wieder zurückzusetzen, denn ansonsten finden diese bei der nächsten Aufnahme direkt ins Bild. Erst in "größeren" Kameramodellen von Olympus gibt es einen separaten Rohdaten-Entwickler mit direkten Einstellmöglichkeiten.

Auch ohne Rohdaten können einige Bearbeitungsfunktionen im Wiedergabemodus durchgeführt werden. Dabei stehen dann Funktionen wie eine Größen- oder Seitenverhältnisänderung ebenso zur Verfügung wie eine Entfernung von roten Augen oder die Anwendung eines Sepia-Filters. In diesem Bereich kann dann auch das e-Portrait-Bearbeitungsprogramm eingesetzt werden, allerdings nur, wenn auf dem Bild ein Gesicht erkannt wurde. Die Kamera gleicht mit dieser Bearbeitung unter anderem Kontrastunterschiede der Haut aus, um einen glatten und faltenfreien Look zu erzeugen.

Bei der Serienbildgeschwindigkeit mit mechanischem Verschluss erreicht die E-P7 zwar keine Rekorde, ist aber mit neun Raw-Bildern pro Sekunde für etwa 42 Bilder in Folge überdurchschnittlich flott. JPEG Aufnahmen sind mit knapp 8,8 Bildern pro Sekunde nur unwesentlich langsamer, wobei diese gehalten werden, bis die Speicherkarte voll ist. Bei Raw-Aufnahmen sinkt die Geschwindigkeit dagegen nach 42 Bildern auf etwa 5,6 Bilder pro Sekunde ab.

Wie schon die OM-D E-M10 Mark IV kann auch die Pen E-P7 den eingebauten Blitz als drahtlose TTL-Steuerung für externe Blitzgeräte einsetzen. Das ist ehrlich gesagt auch notwendig, denn die Leitzahl von etwa 5,4 (ISO 100 / 1 Meter Abstand) des eingebauten Blitzes bietet keine sonderlich hohe Leuchtweite. Für das Ansteuern externer Blitze reicht es dagegen problemlos. Die Kamera kann Blitze in drei Gruppen auf einem von vier Kanälen ansteuern. Dabei können die Gruppen mit unterschiedlichen Belichtungskorrekturen versehen werden und auch eine Langzeit- sowie High-Speed-Synchronisation ist möglich. Zudem kann der eingebaute Blitz wahlweise als Aufheller oder nur als Steuergerät eingesetzt werden.

  • Bild Auf der linken Seite der Olympus Pen E-P7 ist bis auf den Lautsprecher nur die Belederung zu finden. [Foto: MediaNord]

    Auf der linken Seite der Olympus Pen E-P7 ist bis auf den Lautsprecher nur die Belederung zu finden. [Foto: MediaNord]

Die Videofunktion ist für das Jahr 2021 Substandard. Es gibt zwar einen 4K-Videomodus (2.160p) neben der FullHD-Auflösung (1.080p), aber diese hat maximal 30 Bilder pro Sekunde zu bieten. Immerhin gibt es keinen Bildbeschnitt bei 4K-Aufnahmen zu beobachten. Bei der FullHD-Aufzeichnung sind maximal 60 Bilder pro Sekunde möglich. Die Videos werden als MP4 gespeichert und mit H.264 codiert. Die maximale Aufnahmezeit ist auf 4 Gigabyte beziehungsweise 29 Minuten begrenzt. Die Bitrate gibt Olympus nicht an, sondern bezeichnet diese als Super Fine, Fine und normal. Die Bitrate ist allerdings nur bei FullHD-Aufnahmen wählbar.

Bei den Sonderfunktionen sind der Farbgestalter sowie 16 Art-Filter einsetzbar. Zudem gibt es eine HighSpeed-Video-Aufnahmefunktion in 720p mit 120 Bildern pro Sekunde. Bei der Tonaufzeichnung gibt es gerade einmal die Möglichkeit, eine manuelle Pegelkontrolle durchzuführen und einen elektronischen Windfilter hinzuschalten. Ein externer Mikrofonanschluss fehlt hingegen. Einen CleanHDMI-Ausgang gibt es ebenfalls nicht, aber immerhin kann man die Wiedergabe und auch die eingebaute Diashowfunktion mit maximal 4K-Auflösung über die HDMI-Schnittstelle einsetzen, um schnell mal ein paar Bilder zu präsentieren.

Die Wireless-Funktionen der Olympus Pen E-P7 sind ebenfalls nicht mehr zeitgemäß. Immerhin geht das Verbinden der Kamera mit der App dank eines QR-Codes leicht von der Hand und wenn man sich mit seinem iOS- oder Android-Device auskennt, kann man die Verbindung auch sehr leicht manuell einrichten.

Während die WLAN Verbindung für die Live-View-Fernsteuerung und Bildübertragung zum Einsatz kommt, wird die Bluetooth-Verbindung für einen einfachen Fernauslöser oder zum "aufwecken" der Kamera eingesetzt. Beide Funktionen können für das "Ausschalt-Standby" eingesetzt werden. Dabei können Bilddaten im Hintergrund heruntergeladen werden, wenn die App eine solche Anforderung an die Kamera schickt. Wie es der Name schon sagt, funktioniert das auch im ausgeschalteten Zustand der Kamera. Ziemlich komfortabel, aber auch am Akkustand zehrend.

  • Bild Das Setobjektiv 14-42 mm ED EZ ist sehr flach und passt optisch gut zur Olympus Pen E-P7. [Foto: MediaNord]

    Das Setobjektiv 14-42 mm ED EZ ist sehr flach und passt optisch gut zur Olympus Pen E-P7. [Foto: MediaNord]

Einer der größten Kritikpunkte ist die Übertragung der Positionsdaten von einem Smartgerät zur Kamera. Während eigentlich alle Hersteller es schaffen, eine dauerhafte Bluetooth-Verbindung von Kamera zum Smartphone herzustellen, um Positiondaten bei der Aufnahme in die Kamera zu übertragen, nutzt Olympus immer noch eine Logging-Funktion, die die Positionsdaten nur nachträglich in die Aufnahmen einträgt. Dazu muss der Fotograf noch eine zusätzliche App auf seinem Smartgerät installieren (Image Track) und manuell "auslösen". Das ist wirklich ziemlich umständlich.

Bildqualität

Wie bereits erwähnt, haben wir die Olympus Pen E-P7 zusammen mit dem Set-Objektiv 14-42 mm 3,5-5,6 ED EZ getestet. Die Pen E-P7 setzt einen 20 Megapixel auflösenden 4/3"-LiveMOS-Sensor ein, um Bilder auf Speicherkarte zu bannen. In diesem Abschnitt des Testberichts geben wir eine Zusammenfassung unseres ausführlichen Labortests. Dieser und viele andere Labortests sind hier auf digitalkamera.de gegen eine kleine Gebühr als PDF-Datei abrufbar. Zusätzlich bieten wir ein Testbilderpaket (ISO-Reihe mit JPEG und Rohdaten) zum Kauf an (siehe weiterführende Links).

Wie wir bereits im Test der OM-D E-M10 Mark IV konstatiert, könnte das Set-Objektiv 14-42 mm 3,5-5,6 ED EZ langsam aber sicher mal mit einer neuen Version auf Stand gebracht werden. Auch im Labortest der E-P7 leidet das Objektiv unter leichten Farbsäumen in jeder Brennweite. An starken Kontrastkanten zeigen sich starke Farbsäume ab F5,6 im Weitwinkel und der mittleren Brennweite. Die Verzeichnung ist mit etwas weniger als 1,5 Prozent Tonnenform im Weitwinkel gut auskorrigiert. Die Randabdunklung (Vignettierung) ist bei offener Blende im Weitwinkel mit 1 EV am höchsten und damit kaum relevant.

Die Auflösung der Kamera beträgt bei 50 Prozent Kontrast maximal knapp 48 Linienpaare pro Millimeter (lp/mm) im Kleinbildäquivalent. Erreicht wird diese bei Blende 4 und 5,6 im Weitwinkel bei einem Auflösungsverlust zum Bildrand von 40 beziehungsweise 34 Prozent. Der Auflösungsunterschied von der Bildmitte zum Bildrand wird geringer, je größer die Brennweite und Blendenzahl wird. Allerdings nimmt die Gesamtauflösung auch durch die Beugung dramatisch ab F16 ab.

Die Auflösung wird durch eine differenzierte Schärfung in Abhängigkeit von Brennweite und Blende erreicht, das zeigt sich an den Schärfenartefakten von bis zu 15 Prozent. Allerdings stellen sich die Bilder nicht überschärft, sondern bis ISO 800 optimal dar. Erst ab ISO 3.200 wird die Schärfe geringer, was an der Rauschunterdrückung liegt.

Feine Details zeigt die Kamera bis ISO 1.600 visuell im Testbild. Die Messung des Signal-Rauschabstands bestätigt das. Bei ISO 1.600 liegt der Abstand minimal über 35 dB. 35 dB ist die Grenze, wo das Störsignal anfängt, das Bildsignal zu überlagern. Hier beginnt die Rauschunterdrückung auch, feine Details im Bild als Rauschen zu erkennen und eliminiert diese. Das Rauschen ist von seiner Anatomie monochrom, sehr fein und wird erst ab ISO 6.400 auffällig.

  • Bild Der Akku und die Speicherkarte teilen sich eine Klappe auf der Unterseite der Olympus Pen E-P7. [Foto: MediaNord]

    Der Akku und die Speicherkarte teilen sich eine Klappe auf der Unterseite der Olympus Pen E-P7. [Foto: MediaNord]

Die Messung der Eingangsdynamik ermittelt, welche Kontraste die Kamera bewältigen kann, ohne dass Höhen "ausbrennen" und Tiefen "absaufen". Bei der Pen E-P7 sind es sehr gute 13 Blendenstufen (EV) bei ISO 200 (native Sensor Empfindlichkeit). Bei steigender ISO-Empfindlichkeit sinkt auch der Dynamikumfang kontinuierlich ab, bleibt bis ISO 6.400 aber erfreulicherweise über 10 EV und sinkt auch bei maximaler Empfindlichkeit von ISO 25.600 nicht unter 9 EV.

Der Ausgangstonwertumfang gibt dagegen an, wie viele Graustufen die Kamera ausgeben kann. Das acht Bit JPEG-Format erlaubt maximal 256 Helligkeitsstufen. Die Pen E-P7 erreicht bis ISO 200 sehr gute fast 256 Helligkeitsstufen. Bis ISO 800 liegt sie noch fast bei guten 196 Stufen und sinkt erst bei ISO 6.400 auf die nur noch ausreichende Sieben-Bit-Marke mit 128 Helligkeitsstufen ab.

Die Farbdarstellung gehört zu den wichtigsten Eigenschaften einer Kamera. Auch wenn Olympus verschiedene Farbmodi anbietet und sogar einen Farb-Ersteller implementiert hat, testen wir die Kameras immer in der neutralen Farbdarstellung. Die Farbtiefe ist mit 23-Bit gut und sinkt erst ab ISO 6.400 auf "nur" noch akzeptable Werte. Bei der Pen E-P7 zeigt sich die durchschnittliche Farbabweichung mit etwas weniger als 6 DeltaE eher gering. In bestimmten Farbbereichen (Orange, Cyan, Grün, Magenta) ist die Abweichung mit knapp 14 DeltaE schon deutlicher.

Fazit

Die Olympus Pen E-P7 bietet genau das, was man von Olympus unter der "alten" Führungsriege erwarten konnte. Sie ist eine solide Systemkamera mit etwas überdurchschnittlicher Bildqualität und einem flotten Autofokus sowie einer ausdauernden Serienbildfunktion. Leider bleiben dabei lang ersehnte Standard-Austattungsmerkmale wie eine komplette Touchbedienung, eine permanente Smartphone-Kopplung für die Übertragung von Positionsdaten oder auch eine zeitgemäße Videofunktion auf der Strecke. Da reißen auch der fantastische Farb-Gestalter und das gute Kamera-Handling das Ruder nicht mehr rum.

Die Pen E-P7 ist keinesfalls schlecht oder nicht empfehlenswert, alleine das Kreativpotential durch die Art-Filter und den Farb-Gestalter sind sehr groß. Die Olympus Pen E-P7 fühlt sich an, als hätte man eine herausragende Kamera geplant und bei der Hälfte der Entwicklung hat einen der Mut verlassen oder der Rotstift wurde angesetzt. Übrig geblieben ist eine Kamera, die es schwer hat, aus der Mittelmäßigkeit herauszukommen, obwohl sie das Potential dazu gehabt hätte.


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Steckbrief

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HerstellerOlympus
ModellPen E-P7
SensorLiveMOS 4/3" 17,3 x 13,0 mm (Cropfaktor 2,0)
20,3 Megapixel (effektiv)
Pixelpitch3,3 µm
Auflösung (max.)5.184 x 3.888 (4:3)
Video (max.)3.840 x 2.160 30p
ObjektivOlympus 14-42 mm 3.5-5.6 ED EZ (EZ-M1442EZ) (Zoom-Objektiv)
Monitor3,0" (7,6 cm)
  Auflösung1.037.000 Bildpunkte
  kippbarja
  drehbar
  schwenkbar
  Touchscreenja
AV-AnschlussHDMI-Ausgang Micro (Typ D)
Vollautomatikja
Motivautomatikja
Motivprogramme21
Programmautomatikja
Programmshiftja
Blendenautomatikja
Zeitautomatikja
Manuellja
Bulb-Langzeitbelichtungja
HDR-Funktionja
Panoramafunktionja, Stich-Panorama-Assistent (zum extern zusammenfügen)
BelichtungsmessungMatrix/Mehrfeld-Messung (324 Felder), Mittenbetonte Integralmessung, Spotmessung
kürzeste Verschlusszeit1/4.000 s
Blitzeingebauter Blitz
  Synchronzeit1/250 s
  BlitzanschlussBlitzschuh: Olympus/Panasonic (auch Leica-Kompaktkamera), Standard-Mittenkontakt
WLANja
NFC
GPSextern, Smartphone als GPS-Logger
Fernauslöserja, Fernsteuerung über Smartphone/Tablet
Intervallaufnahmeja
Speichermedium
SD (SDHC, SDXC, UHS I)
Empfindlichkeit
  automatischISO 200-25.600
  manuellISO 100-25.600
Weißabgleich
  automatischja
  manuelle Messungja
  Kelvin-Eingabeja
  Feinkorrektur
Autofokusja
  Anzahl Messfelder121 Kontrastsensoren
  Geschwindigkeit0,24 s bis 0,27 s
  AF-Hilfslichtja
Abmessungen118 x 69 x 38 mm
Gewicht (betriebsbereit)337 g (nur Gehäuse)
430 g (mit Objektiv)
Stativgewindein optischer Achse
Zoom
  ZoomverstellungObjektivring (motorisch)
Akkulaufzeit360 Aufnahmen (gem. CIPA-Standard)

– = "entfällt" oder "nicht vorhanden"

DXOMARK Logo

Die Bildqualität in unseren Tests ermitteln wir seit 2011 mit DXOMARK Analyzer.

Kurzbewertung

  • Enormes Kreativpotential mit Art-Filtern und umfangreichem Farbgestalter
  • Einfache Kopplung mit App
  • Aufgeräumte Menüstruktur und gutes Handling
  • Interner Blitz als Master einsetzbar
  • Glatte Belederung
  • Nur GPS-Logger-Funktion
  • Unglückliche Ein/Aus-Schalterposition
  • Geringe Blitzleitzahl

Autor

Harm-Diercks Gronewold

Harm-Diercks Gronewold, 51, ist gelernter Fotokaufmann und hat etliche Jahre im Fotofachhandel gearbeitet, bevor er 2005 in die digitalkamera.de-Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Produktdatenbanken, Bildbearbeitung, Fototipps sowie die Berichterstattung über Software und Zubehör. Er ist es auch, der meistens vor der Kamera in unseren Videos zu sehen ist und die Produkte vorführt.