Kompaktkamera

Testbericht: Olympus C-2500L

1999-12-03 Die Kamera ist derzeit kaum zu bekommen: 19.000 Stück hat Olympus für den europäischen Markt "im Rückstand", d. h. so viele Bestellungen liegen in Hamburg vor und können derzeit mangels ausreichender Produktions-Stückzahlen nicht ausgeliefert werden. Der Grund liegt offenbar überwiegend in dem exklusiv in diesem Modell eingesetzten CCD-Sensor mit 2,5 Millionen Pixeln. Ähnlich wie früher bei TFT-LCD-Monitoren ist der Ausschuß bei der Produktion enorm, er soll noch bei rund 85 % liegen. Die Anzahl einwandfreier Exemplare reicht damit aber derzeit nicht aus, das derzeitige Olympus-Spitzenmodell in der benötigten Stückzahl zu bauen.

Um so froher sind wir, daß wir eines der ersten in Europa ausgelieferten Serienmodelle sechs Wochen lang ausgiebig im praktischen Einsatz erproben konnten. Wie sich die Olympus C-2500L dabei bewährt hat und wo wir die besonderen Vorzüge des Modells sehen, lesen Sie in diesem digitalkamera.de-Praxis-Test.  (Jan-Markus Rupprecht)

Olympus C-2500L mit Zusatzblitzgerät Olympus FL-40 [Foto: MediaNord]Das aktuelle Olympus Spitzenmodell C-2500L ist zum Zeitpunkt seiner Markteinführung mit 2,5 Millionen Pixeln knapp Auflösungssieger – die Verfolger besitzen alle 2,1- oder 2,3-Megapixel-CCDs. Da Olympus für die erste Zeit einen Exklusiv-Vertrag mit dem Hersteller des CCD-Sensors abgeschlossen hat, wird sich daran vermutlich erst in der nächsten Runde der Auflösungsspirale etwas ändern. Als Spiegelreflexkamera tritt die C-2500L die Nachfolge der äußerst erfolgreichen C-1400L/XL-Baureihe an, die Ende 1997 Maßstäbe in Sachen Auflösung und Bildqualität bei den bezahlbaren Digitalkameras setzte. Entsprechend hoch waren unsere Erwartungen an dieses Modell, das wir als eines der ersten für den europäischen Markt bestimmten Seriengeräte sechs Wochen lang ausgiebig erprobt haben.

Mächtig zugelegt gegenüber früheren Olympus Digitalkameras haben das Gehäusedesign und die Verarbeitungsqualität. Statt metallicfarben lackiertem Kunststoffgehäuse in japanischem Stromliniendesign dominieren bei der C-2500L jetzt eher technische, eckige Formen und die Farben Mattschwarz und Alusilber. Dabei ist allerdings lange nicht alles Metall, was nach Metall aussieht. Tatsächlich ist nur die Kamerarückseite aus Aluminium, die übrigen Gehäuseteile bestehen weiterhin aus Kunststoff, was aber weder der Funktion noch dem hochwertigen Gesamteindruck schadet. Zwei stabile Metallösen dienen zur Befestigung des Tragegurtes und auch das Stativgewinde besteht aus Metall und ist sehr günstig in einer Linie mit dem Objektiv inmitten einer großen Auflagefläche eingelassen. Durch ihren ergonomisch ausgeformten Griffbereich liegt die Kamera Rechtshändern perfekt in der Hand, Auslöser und Zoom sind auch im Einhandbetrieb gut bedienbar.

Spiegelreflex-Sucher mit Sicherheitsabstand

Einen gravierenden Unterschied zu den meisten anderen kompakten Digitalkameras stellt der Spiegelreflex-Sucher der C-2500L dar. Die üblichen Durchsicht-Sucher zeigen je nach Aufnahmeentfernung mehr oder weniger starke Abweichungen vom tatsächlich aufgenommenen Bild. Beim Blick durch den Sucher der C-2500L schaut man hingegen durch das Objektiv und sieht unabhängig von Aufnahmeentfernung und eingestellter Brennweite das Motiv genauso, wie es der CCD-Sensor im Moment der Aufnahme "sieht". Allerdings besitzt auch die C-2500L einen kleinen "Sicherheitsabstand", denn das aufgenommene Bild ist ein klein wenig höher und breiter als im Sucher dargestellt. Die Spiegelreflextechnik und das gewohnte Klack-Geräusch des im Moment der Aufnahme wegklappenden Spiegels läßt bei Kleinbild-Spiegelreflex-Fotografen das gewohnte Feeling aufkommen. Bei einer Digitalkamera hat diese Technik aber auch einen entscheidenden Nachteil: Da der Spiegel nur im eigentlichen Moment der Aufnahme vom Sucher auf den CCD-Sensor "umschaltet", kann der TFT-LCD-Monitor der C-2500L nicht als Sucher, sondern ausschließlich zur Anzeige des bereits aufgenommenen Bildes und für die Menüführung genutzt werden. Einen Vorschau-Modus besitzt die Kamera also ebensowenig wie einen aktiven Video-Ausgang. Hier zeigt der Mitbewerber Sony mit seinen digitalen Spiegelreflexkameras DSC-D700/770 der Welt wie es geht: Ein halbdurchlässiger Spiegel ermöglicht bei diesen Modellen die gleichzeitige Nutzung von optischem Spiegelreflex-Sucher und LCD-Monitor bzw. aktivem Video-Ausgang.

OlympusC-2500L Detail LC-Display   
Olympus C-2500L Anzeige der Aufnahmedetails auf dem LCD-Monitor

Kurz vor der Aufnahme, d. h. bei halb gedrücktem Auslöser kann der LCD-Monitor zur großformatigen Anzeige fast derselben Informationen dienen, die auch auf dem übersichtlichen LC-Display an der Gehäuseoberseite angezeigt werden. Um dieses abzulesen, muß man das Auge aber genauso vom Sucher nehmen, wie um das obere LC-Display abzulesen – man gewinnt also kaum etwas. Nach der Aufnahme erscheint das eben gemachte Bild auf dem Monitor. Die Dauer ist einstellbar auf die Dauer des Speichervorganges ("Auto") oder fest auf fünf Sekunden. Zum Batteriesparen kann die Anzeige des aufgenommenen Bildes auch abgeschaltet werden. Der Monitor besitzt das übliche 4:3-Seitenverhältnis und bei unserem Testbericht blieben dabei noch etliche Bildschirmzeilen an der Oberseite ungenutzt, d. h. schwarz. Da die Kamera aber ein etwas höheres Aufnahme-Seitenverhältnis von 4:3,2 erreicht, wird das auf dem Monitor wiedergegebene Bild oben und unten beschnitten dargestellt. Auch die verkleinerten Miniaturansichten – gleichzeitige Anzeige von vier oder neun Bildern – werden immer mit Beschnitt dargestellt. Deshalb sahen wir uns bei unserem Praxiseinsatz öfter veranlaßt, die vermeintlich angeschnittenen Aufnahmen zu wiederholen – nur um dann später beim Auslesen der Speicherkarte festzustellen, daß bereits die erste Aufnahme in Ordnung war. Eine korrekte Monitordarstellung (notfalls mit schwarzen Balken links und rechts) hätte sich also positiv auf die Produktivität ausgewirkt.

Neben der üblichen Programmautomatik, bei der die Kameraelektronik Blende und Belichtungszeit steuert, verfügt die Olympus C-2500L über eine Zeitautomatik mit zwei vorwählbaren Blenden und eine vollständig manuelle Betriebsart. Eine Blendenautomatik wie das nächstkleinere Olympus-Modell C-2000 Zoom bietet die C-2500L nicht, denn statt der feinstufig verstellbaren Iris-Blende der C-2000 Zoom besitzt die C-2500L lediglich die beiden festen Blenden F2,8 und F5,6 (bezogen auf Weitwinkelstellung des Zoomobjektivs), was für eine Belichtungssteuerung allein über die Blende bei weitem nicht ausreicht. Interessant für Profis ist die manuelle Betriebsart, bei der Blende und Belichtungszeit von Hand eingestellt werden. So lassen sich Spezialeffekte erzeugen oder einmal ermittelte Einstellungen jederzeit wieder reproduzieren. Dabei ist der Fotograf nicht zwingend auf einen externen Belichtungsmesser angewiesen: Die Belichtungsmessung der Kamera ist weiterhin mit wählbarer Spot- oder Mittenmessung aktiv und signalisiert eine Über- oder Unterbelichtung über die Skala im LC-Display, die sonst die eingestellte Belichtungskorrektur (+/- 2 in Schritten von 1/3 Blendenstufen) anzeigt.

Belichtungsmesser eingebaut

Das Autofokus-Problem der Vorgängermodelle, bei wenig Licht nicht mehr zuverlässig scharfzustellen, hat Olympus bei der C-2500L gelöst: Gleich zwei sehr starke Leuchtdioden unterhalb des Objektivs dienen über viele Meter als gebündeltes Autofokus-Hilfslicht und ermöglichen so ein zuverlässiges Scharfstellen auch bei unzureichender Beleuchtung. Zusätzlich ist der Autofokus abschaltbar, woraufhin die Aufnahmedistanz in 16 Stufen ausreichend fein manuell eingestellt werden kann. Zusätzlich kann eine der 16 Stufen auf die OK-Taste voreingestellt werden, die dann die Funktion einer Schnellfokus-Taste übernimmt: Hält man die OK-Taste gedrückt, während man den Auslöser halb herunterdrückt, fokussiert die Kamera nicht automatisch, sondern fährt blitzschnell auf den voreingestellten Wert. Olympus C-2500L mitOlympus Weitwinkelkonverter WCON-08 [Foto: MediaNord]Der Makro-Modus liefert automatisch scharfe Aufnahmen im Bereich von 30 bis 60 cm und ein sogenannter Supermakro-Modus liefert formatfüllende Aufnahmen bereits von Motiven in der Größe einer Münze. Dieser Modus sollte vorwiegend in Weitwinkelstellung des Zooms verwendet werden, da sich bei Telebrennweiten der minimale Aufnahmeabstand mehr vergrößert als man mit dem Zoom wieder heranholt und man im Endeffekt eine geringere Vergrößerung erhalten würde.

Einen Makrokonverter oder Nahlinsen benötigt man für die C-2500L also nicht, ihr 43-mm-Filtergewinde kann aber zur Montage von Tele- oder Weitwinkelkonvertern genutzt werden. Dabei zeigt sich die C-2500L genauso anspruchsvoll wie ihre Vorgängerinnen, gerade im Weitwinkelbereich bekommt man leicht Abschattungen in den Bildecken. Mit dem 0,8-fach-Konverter von Olympus kommt man aber immerhin auf eine resultierende Brennweite von rund 28 mm.

SmartMedia und CompactFlash vereint

Olympus C-2500L Detail Kartensteckplätze [Foto: MediaNord]   
Olympus C-2500L Unterseite mit Stativgewinde [Foto: MediaNord]
Olympus C-2500L Detail Systemblitzschuh [Foto: MediaNord]

Als erste Digitalkamera überhaupt bietet die Olympus C-2500L Steckplätze für die beiden wichtigsten Wechselspeicherkarten-Standards CompactFlash und SmartMedia gleichzeitig. Dabei beschränkt sich der CompactFlash-Steckplatz allerdings auf die herkömmlichen, flachen Typ-I-Karten; Miniaturfestplatten oder hochkapazitative Flash-Karten in der Bauform des neuen, etwas dickeren Typ II können nicht verwendet werden. Zwischen beiden Kartensteckplätzen kann man jederzeit per Tastendruck umschalten. Sind zwei Karten gleichzeitig eingesetzt, können Bilddateien von der einen auf die andere Karte kopiert werden – praktisch, um Sicherungskopien wichtiger Aufnahmen direkt vor Ort anzufertigen oder Kopien der Aufnahmen direkt an andere Personen weiterzugeben. Die Schreib- und Lesegeschwindigkeit hält mit den von der Kamera erzeugten großen Datenmengen allerdings kaum noch Schritt. Zwar ist es erfreulich, daß die Kamera in der besten JPEG-Qualität nur minimal komprimierte, fast 2 MByte große Dateien erzeugt. Um diese zu speichern, benötigt die Kamera aber jeweils fast 10 Sekunden. Ein interner Pufferspeicher nimmt fünf Bilder auf, die im Serienbildmodus (mit identischen Bildeinstellungen), aber auch im Einzelbildmodus (mit jeweils individuellem Fokus- und Belichtungsvorgang) geschossen werden können. Im Serienbildmodus sind diese fünf Bilder in weniger als vier Sekunden geschossen, anschließend braucht die Kamera aber fast eine Minute, um die Bilder zu komprimieren und auf die Speicherkarte zu schreiben. Zwar können neue Aufnahmen "nachgeschossen" werden, sobald die ersten auf die Speicherkarte geschrieben wurden. Trotzdem wünscht man sich mehr "Dampf" d. h. einen leistungsfähigeren Prozessor, der die Komprimierung der großen Bilddateien und das Wegschreiben auf die Speicherkarte in adäquater Zeit bewältigt. Das Speichern als unkomprimierte TIFF-Datei dauert übrigens jeweils 20 Sekunden auf SmartMedia und rund 30 Sekunden auf CompactFlash, der Lesezugriff bei der Bildwiedergabe geht etwa doppelt so schnell wie der Schreibvorgang vonstatten.

Heute nicht mehr "State of the Art" ist die serielle Schnittstelle, die als einzige Möglichkeit zur Datenübertragung angeboten wird. Eine zeitgemäße USB-Schnittstelle stünde einer 3.000-DM-Kamera sicherlich gut zu Gesicht. So ist der Käufer praktisch gezwungen weiteres Geld in ein externes Kartenlesegerät zu investieren, um in endlicher Zeit an seine Bilddaten zu kommen. Erfreulich ist dagegen der moderate Batterieverbrauch, der allerdings zum Teil seine Ursache in der Spiegelreflextechnik hat. Da man den LCD-Monitor als einen der größten Stromverbraucher nicht als Sucher mit zuschalten kann, halten wenigstens die Akkus lange. Mindestens 100 Aufnahmen kann man in der Praxis mit einem Satz guter NiMH-Akkus bei gelegentlicher Verwendung des eingebauten Blitzes erwarten.

Komfortabler Studiobetrieb

Als angenehm erweist sich der Stativbetrieb der C-2500L im Studio. Netzanschluß und Schnittstellen sind günstig auf der linken Gehäuseseite plaziert, wo sich die Kabel nicht mit irgendwelchen Bedienelementen ins Gehege kommen können. Die Klappe für die Speicherkarte bleibt zugänglich und die Kamera beim Wechsel der Speicherkarten eingeschaltet, so daß alle Einstellungen beim Speicherkartenwechsel erhalten bleiben und die Arbeit nach dem Sichten erster Probeaufnahmen via Speicherkarte unmittelbar fortgesetzt werden kann. Der Sleep-Modus kann abgeschaltet oder auf lange Zeiten (5 oder 10 Minuten) gesetzt werden. Selbst das Batteriefach auf der Unterseite der Kamera bleibt bei den meisten Schnellwechselplatten weiterhin zugänglich. So muß man zum Akkuwechsel zwar die Kamera vom Stativ nehmen, die Schnellwechselplatte des Stativkopfes kann aber an der Kamera montiert bleiben. Der Mittenkontakt-Systemblitzschuh ermöglicht die Ansteuerung handelsüblicher Automatik-Blitzgeräte, die dann aber eine recht feinstufige Möglichkeit zur Regulierung der abgegebenen Lichtmenge bieten sollten, da die Kamera mit ihren lediglich zwei Blenden kaum Möglichkeiten zur Belichtungssteuerung mit Fremdblitzgeräten bietet.

Olympus C-2500L mit Blitzgerät Olympus FL-40, Rückansicht [Foto: MediaNord]Richtig in Hochform läuft die C-2500L in Verbindung mit dem als Sonderzubehör lieferbaren Olympus FL-40 Blitzgerät auf. Zwar ist dieses Gerät mit knapp 900 DM für ein Kompaktblitzgerät alles andere als billig (vermutlich frei nach dem Motto "Wer 3.000 DM für eine Digitalkamera ausgibt, kann sich auch den passenden Blitz für 900 DM leisten."), aber das Gerät geht mit der Kamera eine derart perfekte Verbindung ein, daß die Investition tatsächlich gut angelegt ist. Dank Systemblitzschuh und echter TTL-Messung der Kamera gelingen mit diesem Dreamteam spielend perfekte Blitzaufnahmen. Im Automatik-Modus muß man den Blitz lediglich einschalten, um die weitere Steuerung kümmert sich vollständig die Kamera, die wie üblich bedient werden kann. Belichtungskorrekturen werden über die Plus/Minus-Korrektur durchgeführt und auch die Blitzhelligkeit kann bei Bedarf über das Menü der Kamera beeinflußt werden. Auf dem LC-Display des FL-40 wird die aktuell nutzbare Blitzreichweite angezeigt und der Reflektor schaltet abhängig von der an der Kamera eingestellten Brennweite automatisch zwischen Tele- und Weitwinkelstellung um. Ist es dem Autofokus zu dunkel, unterstützen zwei weitere Autofokus-Hilfsleuchten des FL-40 die beiden in die Kamera eingebauten Leuchtdioden. Für indirektes Blitzen ist der Schwenkreflektor des FL-40 nach oben in alle Richtungen frei schwenkbar (leider aber nicht etwas nach unten, was bei Nahaufnahmen wichtig wäre). Der serienmäßige Blitz der Kamera kann dann als Zweitreflektor genutzt werden, ohne daß dies die Automatik irgendwie aus dem Tritt bringen würde. Die Kamera steuert die Blitze auf 1/8 Blendenstufen genau und zündet dazu zunächst einen oder mehrere Meßblitze mit verminderter Leistung, um aus der zurückgeworfenen, im Objektiv gemessenen Lichtmenge die erforderliche Energie für den Hauptblitz während der Aufnahme zu errechnen. Das Ergebnis dieses Aufwandes sind perfekt belichtete Blitzaufnahmen, ohne daß sich der Benutzer um irgend etwas kümmern müßte. Fortgeschrittene Anwender freuen sich auch beim Blitzbetrieb über eine abschaltbare Automatik (mit manueller Einstellung der Leitzahl am Blitzgerät) und die per Kameramenü wählbare Synchronisierung des Blitzes auf den ersten oder zweiten Verschlußvorhang ("1st Curtain" / "2nd Curtain").

Blitzbetrieb in Perfektion

Die Olympus C-2500L ist also eine problemlose Allround-Kamera der gehobene Klasse. Die auffälligste Innovation des Olympus-Spitzenmodell ist nicht die hohe Auflösung oder die Unterstützung zweier Wechselspeicherstandards, sondern die perfekte Integration des Blitzgerätes Olympus FL-40. Sämtliche Mitbewerber konnten an dieser Stelle bisher nur halbherzigen Lösungen vorweisen, die Olympus-Kombination hingegen läßt kaum Wünsche offen. Eine Komplettausstattung mit C-2500L, Blitzgerät FL-40, größerer Speicherkarte und Lesegerät kostet jedoch weit über 4.000 DM. Ob dieser sehr hohe Preis gerechtfertigt ist, muß jeder ebenso individuell entscheiden wie die Frage, ob er bereit ist für den Vorteil eines Spiegelreflexsuchers auf die Vorschaumöglichkeit über den LCD-Monitors zu verzichten. Für künftige Weiterentwicklungen wünschen wir uns vor allen Dingen mehr Blendenstufen und eine höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit beim Speichern. Und eine neue deutsche Übersetzung der Bedienungsanleitung, denn diese ist so schlecht und fehlerhaft, daß wir mehrfach das englische Original zu Hilfe nehmen mußten, um Funktionen der Kamera überhaupt korrekt zu verstehen.

Detaillierte Informationen über die Ausstattung der Olympus Camedia C-2500L finden Sie im "Steckbrief" links und im ausführlichen digitalkamera.de-Datenblatt. Testbilder der Kamera enthält unsere Rubrik ComputerFoto-Testbilder.

Artikel-Vorschläge der Redaktion

Preissenkungen bei diversen Franzis-Kamerabüchern und E-Books

Preissenkungen bei diversen Franzis-Kamerabüchern und E-Books

27 Kamerabücher hat Franzis drastisch im Preis gesenkt. Der neue Preis von 14,99 € gilt auch für die E-Book-Versionen. mehr…

digitalkamera.de veröffentlicht Original-Testaufnahmen von 170 Kameras

digitalkamera.de veröffentlicht Original-Testaufnahmen von 170 Kameras

Eine komplette ISO-Reihe je Kamera, auch im Raw-Format, ermöglicht den direkten Vergleich von Kameras untereinander. mehr…

Vor- und Nachteile von elektronischem, Schlitz- und Zentralverschluss

Vor- und Nachteile von elektronischem, Schlitz- und Zentralverschluss

In diesem Fototipp erläutern wir die Vor- und Nachteile der drei in Digitalkameras zum Einsatz kommenden Verschlüsse. mehr…

DigitalPhoto FotoBibel 2019 als PDF kostenlos auf digitalkamera.de

DigitalPhoto FotoBibel 2019 als PDF kostenlos auf digitalkamera.de

Das Sonderheft der DigitalPhoto-Redaktion ist Testkompendium und Einkaufsberater für Kameras, Objektive und Zubehör. mehr…

Kamera-Tests Auswahl

Hersteller
Modell

Steckbrief

Steckbrief
Hersteller Olympus
Modell Camedia C-2500L
Preis ca. 3.000 DM
Bildauflösung
physikalisch
1.712 x 1.368
Auflösung CCD-Sensor 2.500.000
Brennweite 36 – 110 mm
Filtergewinde 43 mm
Weitwinkelkonverter* 0,8-fach
Telekonverter* 1,45-fach
optischer Sucher
   Dioptrienausgleich
ja
ja
Spiegelreflex ja
LCD-Monitor
   Auflösung
   schwenkbar
   als Sucher
   verzögerungsfrei
1,8"
122.000


PAL-Videoausgang
   als Sucher
   verzögerungsfrei
ja

Serienbilder
   Auflösung
   Geschwindigkeit
   Anzahl
   mit Blitz
ja
1.712 x 1.368
1,25 Bilder/s
5
ja
Programmautomatik ja
Zeitautomatik ja
Blendenautomatik
Manuelle Belichtung ja
TTL-Belichtungs-
messung
ja
Blitz eingebaut ja
Blitzanschluß Blitzschuh
(Olympus System)
Empfohlene Blitzgeräte Olympus FL-40
TTL-Blitzsteuerung
externer Blitz
ja
Multitasking
Einhandbedienung** ja
Fernauslöser Infrarot
Intervall-Aufnahmen
Steckplatz für
Speichermedium
SmartMedia
(auch 64 MByte),
CompactFlash (Typ I)
unkomprimierte
Speicherung
Standard-TIFF
Tonaufzeichnung
 
– = "entfällt" oder "nicht vorhanden"

* optionales Zubehör erforderlich, vom Kamerahersteller angeboten
** mindestens Zoom und Auslöser mit einer Hand bedienbar

In unserem Test verwendetes Blitzgerät: Olympus FL-40 (ca. 900 DM)

Kurzbewertung

  • Bild-Zwischenspeicher
  • viele Möglichkeiten zur Bildbeeinflussung
  • Anzeige von Blende und Belichtungszeit
  • optimale Systemblitz-Ansteuerung
  • Monitor nicht als Sucher verwendbar
  • nur zwei Blendenstufen
  • speichert recht langsam
  • hoher Preis

Autor

Jan-Markus Rupprecht

Jan-Markus Rupprecht, 54, fotografiert mit Digitalkameras seit 1995, zunächst beruflich für die Technische Dokumentation. Aus Begeisterung für die damals neue Technik gründete er 1997 digitalkamera.de, das Online-Portal zur Digitalfotografie, von dem er bis heute Chefredakteur und Herausgeber ist. 2013 startete er digitalEyes.de als weiteres Online-Magazin, das den Bogen der digitalen Bildaufzeichnung noch weiter spannt.