Mittelformat zum Kleinbildpreis

Testbericht: Fujifilm GFX100S

Seite 2 von 2, vom 2021-05-20 (Autor: Benjamin Kirchheim)Zur Seite 1 wechseln

Auf dem 102 Megapixel auflösenden Bildsensor der GFX100S sitzen 3,78 Millionen Phasen-Detektions-Pixel, die laut Fujifilm für einen 0,18 Sekunden schnellen Autofokus sorgen sollen, der auch bei bis zu -5,5 EV (mit dem neuen GF 80 mm F1,7) noch arbeitet. Durch eine höhere Analyse-Frequenz sollen die Genauigkeit der Gesichts- und Augenerkennung gegenüber der GFX100 verbessert worden sein. Gleiches gilt für den Tracking-AF.

Bei unserem Kameratest kam das GF 63 mm F2.8 R WR zum Einsatz, das einen recht antiquierten Autofokus-Mechanismus mit ausfahrendem Tubus verwendet. Das ist laut und nicht allzu schnell. Dennoch stellt die Kamera innerhalb von 0,34 Sekunden von unendlich auf zwei Meter scharf und löst aus. Ohne Fokus haben wir eine Auslöseverzögerung von 0,09 Sekunden gemessen. Zwar stellt der Autofokus damit keine Rekorde auf, ist im Alltag aber mehr als brauchbar und ein zuverlässiges Werkzeug.

Eine Sportskanone ist die Fujifilm GFX100S indes nicht. Die maximale Serienbildfrequenz beträgt nur fünf Bilder pro Sekunde. Dabei macht sich der Verschlussschlag deutlich bemerkbar. Immerhin hält die Fujifilm diese Serienbildfrequenz trotz der hohen Auflösung für 88 JPEG-Bilder in Folge durch, bevor die Frequenz auf zwei Bilder pro Sekunde absinkt. Dies übertrifft die Herstellerangabe der Ausdauer deutlich. In Raw sind es mit 23 Aufnahmen bei fünf Bildern pro Sekunde und anschließend ebenfalls konstant zwei Bildern pro Sekunde ebenfalls deutlich mehr Fotos als von Fujifilm versprochen.

Wir haben zur Messung die höchste JPEG-Qualität beziehungsweise das verlustfrei komprimierte Raw-Format verwendet, für das Fujifilm lediglich 16 Aufnahmen in schneller Folge verspricht. Übrigens stehen bei Serienbildaufnahmen "nur" 14 Bit Raw-Farbtiefe zur Verfügung. Wer vom Kleinbildformat kommt, wird die 14 Bit ohnehin gewohnt sein. Nach einer Serienbildsequenz ist die Kamera direkt wieder einsatzbereit, auch wenn sich noch bis zu elf Sekunden parallel auf die SD-Karte speichert.

Möchte man manuell statt automatisch fokussieren, stehen als Fokushilfen im Livebild auf dem Bildschirm oder im elektronischen Sucher neben einer Lupe und Fokuspeaking auch eine Fokusskala samt Schärfentiefeanzeige zur Verfügung. Gerade letztere kann bei Kenntnis der Entfernung und der Tiefe des Motivs sehr hilfreich sein, zumal sich die Skalierung auf Pixelebene einstellen lässt. So kann man sicherstellen, dass das gewünschte Motiv auch wirklich komplett scharf abgebildet wird.

  • Bild Dank des ausgeprägten Handgriffs, der Daumenmulde und der genarbten Gummibelederung liegt die Fujifilm GFX100S sicher in der Hand. [Foto: MediaNord]

    Dank des ausgeprägten Handgriffs, der Daumenmulde und der genarbten Gummibelederung liegt die Fujifilm GFX100S sicher in der Hand. [Foto: MediaNord]

Die Fujifilm GFX100S bietet zahlreiche Aufnahmefunktionen für bestimmte Motivsituationen. Dazu gehören etwa eine Intervallaufnahmefunktion oder Mehrfachbelichtungen. Sehr mächtig ist auch die Belichtungsreihenfunktion. Hier lassen sich drei bis neun Fotos mit 1/3 bis 3 EV Belichtungsabstand aufnehmen, es werden also maximal +/- 12 EV abgedeckt, was für HDR-Aufnahmen weit mehr als ausreichend ist.

Außerdem gibt es Reihenaufnahmen für den Weißabgleich, die Filmsimulationen und eine Fokus-Reihenaufnahmefunktion. Hier sind Schrittweite und Bildanzahl (bis zu 999) einstellbar, eine Automatik gibt es auch. Am Computer können solche Aufnahmen zu einer mit größerer Schärfentiefe zusammengesetzt werden, beispielsweise bei Makroaufnahmen.

Ein Highlight der Fujifilm GFX100S dürfte ihr Sensor-Shift-Bildstabilisator sein. Fujifilm schafft es, den 44x33 mm großen Mittelformatsensor mit derart hoher Geschwindigkeit und Genauigkeit zu bewegen, dass Verwackelungen für bis zu sechs Blendenstufen längere Belichtungszeiten ausgeglichen werden können. Wenn man in der Praxis mit 4 EV rechnet, ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite, auch wenn mal stark ins Bild hineingezoomt wird. Der Bildstabilisator macht sich durch ein relativ leises Rauschen bemerkbar.

Wem die 102 Megapixel des Mittelformatsensors nicht ausreichen, der kann die GFX100S auf ein Stativ montieren und die Pixel-Shift-Aufnahmefunktion aktivieren. Mit elektronischem Verschluss werden dann vier Aufnahmen mit minimal verschobenem Sensor im Raw-Format aufgenommen. Diese Bilder lassen sich am PC zu einem 400 Megapixel auflösenden Foto kombinieren. Perfekt für Studio oder Repro-Aufnahmen, etwa von wertvollen Gemälden. Dabei werden selbst allerfeinste Strukturen sichtbar, die man mit bloßem Auge nicht erkennt.

Auch wenn die Fujifilm GFX100S sicher in erster Linie als Fotoapparat gesehen wird, stellt Fujifilm die Videofunktion nicht mehr so hintenan, wie es noch früher im X-System der Fall war. Die GFX100S besitzt einen Modusumschalter für Video, so dass man hier andere Tastenbelegungen, Programme usw. verwenden kann und die Fotoeinstellungen nicht verloren gehen.

Trotz der hohen Sensorauflösung gibt es allerdings keine 6K- oder 8K-Videofunktion, sondern "nur" 4K. Hier kann man zwischen DCI mit 17:9 und UHD mit 16:9 wählen, wobei maximal 30 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden. In Full-HD sind 60 Bilder pro Sekunde möglich. Beide Modi arbeiten wahlweise ohne oder mit 1,1-fachem Crop. In 4K erfolgt die Aufzeichnung maximal mit 400 mbps, in Full-HD mit 200 mbps, als Formate stehen MOV mit H.265- oder H.264-Kompression sowie MP4 mit H.264-Kompression zur Verfügung. F-Log, HLG und auch eine externe Raw-Aufzeichnung via HDMI mit 12 Bit sind ebenfalls möglich.

  • Bild Mit über 110 lp/mm im Kleinbildäquivalent erreicht die Fujifilm GFX100S eine sehr hohe Auflösung. Die beste Bildqualität gibt es von ISO 100 bis 400. [Foto: MediaNord]

    Mit über 110 lp/mm im Kleinbildäquivalent erreicht die Fujifilm GFX100S eine sehr hohe Auflösung. Die beste Bildqualität gibt es von ISO 100 bis 400. [Foto: MediaNord]

Als drahtlose Schnittstellen bietet die Fujifilm GFX100S Bluetooth und WLAN. Das verbaute WLAN-Modul unterstützt die Standards b/g/n, ac-WLAN gibt es hingegen nicht. Die Kamera kann per App gesteuert werden, Firmwareupdates sind darüber ebenfalls möglich. Auch eine Bildübertragung auf den Computer gibt es, wobei man hier mit der USB-C-Schnittstelle besser bedient ist. Hierüber lässt sich die Kamera mit entsprechender Software auch fernsteuern.

Wer möchte, kann seine GFX100S sogar in eine Webcam verwandeln, allerdings mit etwas bescheidener Auflösung von 1.024x768 Pixeln. Dafür ist die Qualität der Pixel unvergleichlich. Mit einem HDMI-Grabber, die es inzwischen bereits für unter 10 Euro in Full-HD-Auflösung gibt (4K-Grabber sind zehnmal so teuer), ist man aber definitiv besser bedient, zumal man dann keine spezielle Treibersoftware benötigt.

Bildqualität

Der 44 x 33 Millimeter große Mittelformatsensor der der Fujifilm GFX100S löst mit 102 Megapixeln sehr hoch auf. Die Pixeldichte entspricht bei einem 36 x 24 Millimeter Kleinbildsensor genau 61 Megapixeln, die man beispielsweise bei der Sony Alpha 7R IV findet. Auf das APS-C-Format heruntergecroppt entsprich die Auflösung 26 Megapixeln, die bei vielen Fujifilm-X-Systemkameras zu finden ist. Dadurch ist im Grunde absehbar, wie sich die GFX100S bei höheren ISO-Empfindlichkeiten schlagen sollte. Uns standen mit dem GF 23 mm F4 R LM WR, dem GF 50 mm F3.5 R LM WR, dem GF 63 mm F2.8 R WR und dem GF 80 mm F1.7 R WR insgesamt vier Festbrennweiten zum Test zur Verfügung, deren Einzeltests allesamt in den weiterführenden Links zu finden sind.

Als Standardobjektiv für diesen Testbericht diente jedoch das GF 63. Einerseits entspricht seine kleinbildäquivalente Brennweite von 50 Millimetern einem Normalobjektiv und andererseits sind bieten alle der getesteten Objektive eine hohe Bildqualität. Den Bildqualitätstest haben wir wie immer nicht nur in der Praxis, sondern zur Vergleichbarkeit auch in unserem Testlabor im JPEG-Format vorgenommen. Der gesamte Labortest mit allen Diagrammen und deren Erläuterungen ist über die weiterführenden Links gegen ein kleines Entgelt erhältlich. Zudem bieten wir ein Testbildpaket mit einer ISO-Aufnahmereihe in Raw und JPEG gegen einen kleinen Preis zum Download an, so dass sich jeder Interessierte selbst die Bildqualität ansehen kann. Zudem bieten wir Flatrates an, die den zeitlich begrenzten Zugriff auf alle Labortests und Testbildpakete beinhalten.

Im Labortest zeigt das GF 63 mm F2.8 R WR an der Fujifilm GFX100S praktisch keine optischen Fehler. Farbsäume sind nicht vorhanden, die Randabdunklung ist mit maximal 0,3 Blendenstufen vernachlässigbar und auch eine Verzeichnung ist nicht vorhanden. Bei der Auflösung kommt das Fujifilm GF 63 mm F2.8 R WR problemlos mit den über 100 Megapixeln der GFX100S klar. Bei 50 Prozent Kontrast zeigt es in der Bildmitte bereits ab Offenblende eine sehr hohe Auflösung von über 100 Linienpaaren pro Millimeter (lp/mm) im Kleinbildäquivalent. Beim Abblenden überschreitet es ab F5,6 die 100 lp/mm und erreicht bei F11 sein Maximum von 114 lp/mm.

  • Bild Mit dem aus der X-T4 bekannten NP-W123S kommt zwar ein relativ kleiner Akku zum Einsatz, mit 460 Aufnahmen nach CIPA-Standard bietet er aber eine ausreichende Ausdauer. Dank zwei SDHC/SDXC-Steckplätzen mit UHS II werden die Fotos schnell gespeichert. [Foto: MediaNord]

    Mit dem aus der X-T4 bekannten NP-W123S kommt zwar ein relativ kleiner Akku zum Einsatz, mit 460 Aufnahmen nach CIPA-Standard bietet er aber eine ausreichende Ausdauer. Dank zwei SDHC/SDXC-Steckplätzen mit UHS II werden die Fotos schnell gespeichert. [Foto: MediaNord]

Am Bildrand ist die Auflösung zunächst etwas geringer. Die knapp unter 70 lp/mm bei Offenblende F2,8 sind zwar auch nicht wenig, aber doch etwas über 30 Prozent unterhalb der Auflösung im Bildzentrum. Dies ändert sich beim Abblenden, bereits ab F5,6 ist die Randauflösung deutlich höher und überschreitet bei F11 sogar die Marke von 100 lp/mm. Wer also eine Landschaft oder ein anderes Motiv bei höchster Auflösung fotografieren möchte, blendet am besten auf F11 ab. Bis F16 fällt die Auflösung nur etwas, weiter sollte man jedoch nur im Notfall abblenden, weil die Auflösung dann stark abfällt.

Neben der Auflösung spielen aber auch andere Bildqualitätsparameter eine wichtige Rolle. Der Signal-Rauschabstand etwa bewegt sich von ISO 50 bis 400 auf einem guten Niveau von über 40 dB, bei ISO 3.200 wird die kritische Schwelle von 35 dB knapp unterschritten. Ab hier wird leichtes Helligkeitsrauschen sichtbar, das sich bei steigender Empfindlichkeitseinstellung immer stärker steigert und ab ISO 25.600 stark sichtbar wird, jedoch stets feinkörnig bleibt. Farbrauschen spielt dagegen praktisch keine Rolle.

Feine Texturen werden bis ISO 400 praktisch verlustfrei wiedergegeben, darüber nehmen feinste Details mit steigender Empfindlichkeit langsam ab. Bis ISO 3.200 sind noch ausreichend Details vorhanden und ISO 6.400 sind auch noch gut brauchbar. Ein wenig hängt die Schwelle auch davon ab, wie groß die Bilder in der Ausgabe tatsächlich werden und in welchem Abstand sie betrachtet werden.

Der Dynamikumfang bewegt sich von ISO 50 bis 6.400 auf einem hohen Niveau von über zehn Blendenstufen, bei ISO 100 ist er mit 10,8 Blendenstufen am höchsten. Weil ISO 50 durch eine Signaldämpfung erreicht wird, ist hier der Dynamikumfang mit gut zehn Blendenstufen "nur" auf dem Niveau wie bei ISO 6.400. Bis etwa ISO 400 beträgt der Dynamikumfang über 10,5 Blendenstufen.

Die Signaldämpfung bei ISO 50 lässt sich auch an der Tonwertkurve ablesen, die hier sichtbar flacher verläuft. Ab ISO 100 zeigt sich ein bauchigerer Verlauf mit leicht gesteigerten Mittenkontrasten für eine knackigere Darstellung. Beim Ausgangs-Tonwertumfang zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Farbkanälen. Während im Helligkeitskanal über alle Farben bei ISO 50 und ISO 100 alle 256 Helligkeitsabstufungen ausgenutzt werden, sind es im Blaukanal mit nur knapp über 160 Stufen deutlich weniger, aber auch der Rotkanal zeigt sich mit ca. 200 Stufen deutlich geringer.

Nur der Grünkanal kann sich mit deutlich mehr als 224 Stufen im besten Bereich behaupten. Hier ist deutlich zu merken, dass im Grünkanal doppelt so viele Pixel zur Verfügung stehen wie im Rot- und Blaukanal. Bis ISO 6.400 nähern sich die Farbkanäle stark an, jedoch liegen hier alle nur noch im Bereich von 128 Helligkeitsabstufungen. Sehr gut ist der Luminanz-Tonwertumfang bis ISO 400 und gut bis ISO 1.600, während er bei ISO 3.200 nur noch weniger als 160 Helligkeitsabstufungen erreicht.

  • Bild Wer es besonders kompakt und leicht mag, sollte seine Fujifilm GFX100S mit dem GF 50 mm F3.5 R LM WR ergänzen. Die Kombination wiegt lediglich 1,25 Kilogramm. [Foto: MediaNord]

    Wer es besonders kompakt und leicht mag, sollte seine Fujifilm GFX100S mit dem GF 50 mm F3.5 R LM WR ergänzen. Die Kombination wiegt lediglich 1,25 Kilogramm. [Foto: MediaNord]

  • Bild Blendet man das Fujifilm GF 50 mm F3.5 R LM WR auf F5,6 bis F11 ab, erhält man an der GFX100S eine hervorragende Bildqualität bis an den Bildrand. [Foto: MediaNord]

    Blendet man das Fujifilm GF 50 mm F3.5 R LM WR auf F5,6 bis F11 ab, erhält man an der GFX100S eine hervorragende Bildqualität bis an den Bildrand. [Foto: MediaNord]

Die Farbwiedergabe ist wieder eine echte Paradedisziplin für die Fujifilm GFX100S. Bis ISO 1.600 werden mehr als vier Millionen Farbnuancen differenziert, am höchsten ist der Wert (mal wieder) zwischen ISO 100 und 400. Auch die Farbtreue ist sehr hoch. Im Mittel weichen die Farben weniger als sechs Delta-A-B von der Originalvorlage ab. Selbst die stärksten Ausreißer bewegen sich bis ISO 3.200 bei unter 15 Delta-A-B.

Bei höheren Empfindlichkeiten werden die Farbwiedergabe und Farbgenauigkeit etwas schlechter, aber nicht dramatisch. Teilweise beziehen sich die Farbabweichungen lediglich auf die Sättigung und nicht den Farbton selbst. Die stärksten Abweichungen sind bei Cyan, das Richtung Blau tendiert (gut für eine subjektiv schöne Darstellung des Himmels), sowie bei Gelb zu beobachten, das leicht Richtung Grün tendiert und etwas entsättigt wird.

Fazit

Die Fujifilm GFX100S ist eine in allen Belangen sehr überzeugende Digitalkamera. Trotz des großen Mittelformatsensors überrascht sie mit einem verhältnismäßig kompakten, aber dennoch sehr robusten Gehäuse, womit sie sogar manche spiegellose Kleinbildkamera von der Größe und Gewicht unterbieten kann. Dies gilt sogar preislich, wobei jedoch die Objektive von der Größe und auch vom Preis mehr ins Kontor schlagen als bei einer Kleinbildkamera.

Das Gehäuse überzeugt aber nicht nur mit seiner Robustheit, sondern auch mit seiner guten Ergonomie. Die Fujifilm GFX100S bietet viele Bedienelemente, so dass man beim Fotografieren kaum ins Menü muss. Dank der vielen individualisierbaren Tasten und Bedienräder kann man sich die Kamera an die eigenen Vorlieben anpassen. Auch wenn die Serienbildgeschwindigkeit nicht die schnellste ist, hält die GFX100S doch trotz der hohen Auflösung erstaunlich lange Bildserien durch und weiß auch beim Autofokus zu überzeugen, dessen Leistung stark vom verwendeten Objektiv abhängt.

Technisch zeigt sich die Fujifilm mit ihrem Sensor-Shift-Bildstabilisator, den vielen Schnittstellen, dem beweglichen Touchscreen, elektronischem Sucher und großem Status-LCD sowie den Autofokusfunktionen, aber auch den Drahtlosfunktionen und vielem mehr sehr modern. Beim Videofilmen gibt es dank Umschalter sogar ein eigenes Benutzerinterface und die Qualität der 4K-Aufnahmen kann sich nicht zuletzt dank des Mittelformats sehen lassen.

Die Paradedisziplin der Fujifilm GFX100S ist aber ihre hohe Bildqualität, was nicht zuletzt an den hervorragenden Objektiven liegt, die spielend mit den über 100 Megapixeln Sensorauflösung zurechtkommen. Zwar sollte man für allerhöchste Ansprüche im Bereich von ISO 100 bis 400 bleiben, aber auch bis zu ISO 3.200 oder sogar mal ISO 6.400 kann man die Empfindlichkeit schrauben und erhält immer noch eine gute Bildqualität. Neben der Auflösung sind zudem die nuancierten und genauen Farben eine Paradedisziplin der Fujifilm GFX100S.


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Kamera-Tests Auswahl

Hersteller
Modell

Steckbrief

Steckbrief
HerstellerFujifilm
ModellGFX100S
SensorCMOS Mittelformat 44,0 x 33,0 mm (Cropfaktor 0,8)
102,0 Megapixel (effektiv)
Pixelpitch3,8 µm
Auflösung (max.)11.648 x 8.736 (4:3)
Video (max.)4.096 x 2.160 30p
ObjektivFujifilm GF 63 mm F2.8 R WR (Objektiv mit fester Brennweite)
VideosucherEVF, 100 % Bildfeldabdeckung, 3.690.000 Bildpunkte Auflösung, 0,61-fache Vergrößerung (Sensor-bezogen), 0,77-fache Vergrößerung (KB-Äquiv.), Dioptrienausgleich (-4,0 bis 2,0 dpt)
Monitor3,2" (8,1 cm)
  Auflösung2.360.000 Bildpunkte
  kippbarja
  drehbar
  schwenkbarja
  Touchscreenja
AV-AnschlussHDMI-Ausgang Micro (Typ D)
Vollautomatik
Motivautomatik
Programmautomatikja
Programmshiftja
Blendenautomatikja
Zeitautomatikja
Manuellja
Bulb-Langzeitbelichtungja
HDR-Funktion
Panoramafunktionnein
BelichtungsmessungMatrix/Mehrfeld-Messung (256 Felder), Mittenbetonte Integralmessung, Spotmessung
kürzeste Verschlusszeit1/4.000 s
Blitz
  Synchronzeit1/125 s
  BlitzanschlussBlitzschuh: Fujifilm, Standard-Mittenkontakt
WLANja
NFC
GPSextern, dauerhafte Smartphone Verbindung
Fernauslöserja, Kabelauslöser, Fernsteuerung über Smartphone/Tablet
Intervallaufnahmeja
Speichermedium
SD (SDHC, SDXC, UHS I, UHS II)
  Slot 2
SD (SDHC, SDXC, UHS I, UHS II)
Empfindlichkeit
  automatischISO 100-12.800
  manuellISO 50-102.400
Weißabgleich
  automatischja
  manuelle Messungja
  Kelvin-Eingabeja
  Feinkorrekturja
Autofokusja
  Anzahl Messfelder425
425 Kontrastsensoren
  Geschwindigkeit0,34 s
  AF-HilfslichtLED
Abmessungen150 x 104 x 87 mm
Gewicht (betriebsbereit)908 g (nur Gehäuse)
1.311 g (mit Objektiv)
Stativgewindein optischer Achse
Zoom
  Zoomverstellungmanuell am Objektiv
Akkulaufzeit460 Aufnahmen (gem. CIPA-Standard)

– = "entfällt" oder "nicht vorhanden"

DXOMARK Logo

Die Bildqualität in unseren Tests ermitteln wir seit 2011 mit DXOMARK Analyzer.

Kurzbewertung

  • Äußerst robustes, ergonomisches Gehäuse
  • Individualisierbare Bedienung
  • Effektiver Sensor-Shift-Bildstabilisator
  • Hervorragende Bildqualität bis ISO 400, gute bis ISO 3.200
  • Großer Ausstattungsumfang
  • Trotz über 100 Megapixeln "nur" 4K-Video
  • Relativ langsame Serienbildrate
  • Trotz fehlenden Spiegels lauter, deutlich spürbarer Verschlussschlag