Superzoom-Kamera, Kompaktkamera

Testbericht: Casio Exilim EX-FH25

2010-06-08 Mit der Exilim EX-FH25 strebt Casio an, gleich drei Wünsche auf einmal zu erfüllen: großer, universeller 20fach-Zoombereich mit 26 mm Weitwinkel (KB), Highspeedfunktion und hohe Lichtempfindlichkeit dank BSI-CMOS-Sensor. Wie für eine Superzoom-Bridgekamera üblich bietet die FH25 eine reichhaltige "Standardausstattung" mit großem 3"-Bildschirm, elektronischem Sucher, manuellen Belichtungseinstellungen, HD-Videoaufzeichnung und manuellem Fokus. Sogar die Stromversorgung ist mit 4 AA-Rundzellen "universell" und gehört zu einer "aussterbenden" Spezies, da Li-Ionen-Akkus ihren erfolgreichen Siegeszug fortsetzen. Welchen Ansprüchen die Digitalkamera letztlich – vor allem auch in der Bildqualität – wirklich genügt, zeigt der digitalkamera.de-Test.  (Benjamin Kirchheim)

Casio Exilim EX-FH25 [Foto: MediaNord]Ergonomie und Verarbeitung Das Gehäuse der Casio Exilim EX-FH25 besteht aus Kunststoff. Dieser wirkt zwar solide, aber bei beherztem Zugreifen knarzt es etwas. Der große, ausgeprägte Handgriff schmiegt sich gut an und gibt dank Gummierung ein sicheres Haltegefühl der Kamera. Beim Stativgewinde hingegen hat Casio zu sehr gespart. Es ist aus Kunststoff, nicht in der optischen Achse und nahe am Batteriefach – mehr kann man nicht falsch machen, außer es ganz weg zu lassen. An der Stromversorgung scheiden sich womöglich die Geister. Es finden vier AA-Rundzellen Verwendung. Das scheint antiquiert und ist beim Batteriewechsel zeitraubend, hat aber Vorteile, da man "an jeder Tanke" Ersatz bekommt. Frisch geladene NiMH-Akkus sollen 500 Bilder weit reichen – ein sehr ordentlicher Wert. Auch Alkali-Batterien sollen angeblich 340 Fotos ermöglichen, was aber sehr von deren Qualität abhängt. Mit Billigen kann nach 50 Fotos schon Schluss sein. Die Schnittstellenausstattung ist hingegen recht mager. Immerhin ein Netzteilanschluss ist vorhanden, auch der obligatorische USB-AV-Kombianschluss fehlt nicht. Blitzschuh oder HDMI-Anschluss hingegen sucht man vergeblich. Das Speicherkartenfach nimmt SDHC-Karten auf.

Casio Exilim EX-FH25 [Foto: MediaNord]Sehr gut zu erreichen sind der Auslöser sowie die ringförmig darum angeordnete Zoomwippe. Dabei stehen 33 feste Zoomstufen zur Verfügung, deren kleinbildäquivalente Brennweite und einstellbare Entfernungsbereiche auf dem Bildschirm angezeigt werden. Bei kleinerer Brennweite liegen die Stufen enger zusammen als im Tele, was sehr sinnvoll erscheint. Auch die Fokusgeschwindigkeit ist mit 0,5 bis 0,6 s für eine Superzoomkamera einigermaßen schnell. Etwas ungewöhnlich ist hingegen, dass die FH25 ohne Programmwahlrad auskommt, man das Aufnahmeprogramm also über das Schnellmenü bestimmt. Das Wahlrad auf der Oberseite hingegen bestimmt, ob man Einzelbilder, Highspeed-Serienbilder, Blitzserien, Videos oder Highspeedvideos aufnimmt. Eine dedizierte Videoaufnahmetaste fehlt hingegen, auch hier dient der Auslöser zum Starten und Stoppen.

Casio Exilim EX-FH25 [Foto: MediaNord]Positiv hervorzuheben sind die AEL- sowie die Makrotaste links am Objektiv. Erstere speichert die Belichtung, Letztere stellt um zwischen normalem Autofokus, Makrofokus und manuellem Fokus. Hinten links bietet eine Taste die Wahl zwischen dem 3" (7,6 cm) großen Bildschirm und dem kleinen elektronischen Sucher. Letzterer empfiehlt sich zwar bei hellem Sonnenschein sowie für all diejenigen, die die Haltung am ausgestreckten Arm nicht mögen, aber die Qualität ist "unterirdisch": kontrastarm, pixelig und ruckelig. Die Menüs der Casio sind übersichtlich, zumal die zentral im 4-Wege-Kreuz angeordnete Set-Taste noch ein Schnellmenü für wichtige Fotoeinstellungen aufruft. Zudem können einige Einstellungen mit dem 4-Wege-Kreuz direkt aufgerufen werden, zumeist landet man dabei direkt im Schnellmenü, die Links/Rechts-Tasten lassen sich sogar mit einer bestimmten Funktion belegen.

Ausstattung Am herausragendsten ist sicherlich der BSI-CMOS-Sensor, der dank schnellem Bildprozessor und Casios Highspeed-Fähigkeiten zur Höchstform aufläuft. Die Technik des rückwärtig belichteten Sensors (siehe weiterführende Links) erlaubt zudem einen großen Empfindlichkeitsbereich von ISO 100 bis 3.200, wobei die Automatik vorausschauend nur einen Bereich von ISO 100-400 einstellt, wo eine Kompaktkamera die beste Bildqualität abliefern kann. Bei schnellen Bildserien schaltet sich die Auflösung leicht von 10 auf 9 Megapixel Casio Exilim EX-FH25 [Foto: MediaNord]runter. Geringere Auflösungen sind möglich, aber immer nur im 4:3-Seitenverhältnis, 3:2 und 16:9 stehen nur für Einzelbilder zur Verfügung. 40 Bilder/s schafft die FH25, wem das schon zu schnell ist, der kann auf 30, 15, 10, 5, 3 oder 1 Bilder/s runter schalten. Nach spätestens 30 Bildern ist eine Serie jedoch zu Ende. Wem die Wahl schwer fällt, der wählt eines der zahlreichen Best-Shot-Programme, wie Motivprogramme bei Casio heißen. Hier wählt die Kamera die Serienbildrate und -Anzahl inkl. möglicherweise Pre-Record-Option anhand des eingestellten Motiv wie etwa spielenden Kindern oder Sport aus. Die Pre-Record-Option erlaubt das Speichern der Fotos vor dem Auslöserdrücken, so dass man den richtigen Moment besser erwischen kann (Ausgleich der Reaktionszeit). Die technische Auslöseverzögerung der Exilim ist mit 0,03 s dagegen verschwindend gering.

Videoaufnahmen sind in HD-Auflösung (1.280 x 720 Pixel) bei 30 Bildern/s möglich, wobei das Zoom vor Aufnahmebeginn eingestellt werden muss, denn während der Aufnahme ist es fixiert, sofern die Tonaufzeichnung Casio Exilim EX-FH25 [Foto: MediaNord]aktiv ist. Es geht nur eines von beidem, man muss sich also entscheiden, was einem lieber ist. Der Autofokus wird hingegen nachgeführt, wenn auch mit etwas Verzögerung. Das Mikrofon zeichnet lediglich Monoton auf, auch das Speicherformat ist mit AVI-Motion-JPEG nicht sonderlich aktuell. Interessant wird es mit der Highspeedvideofunktion, die zum Experimentieren einlädt. Bis zu 1.000 Bilder/s (ohne Ton) sind möglich, wobei mit der Bildrate die Auflösung von VGA bei maximal 120 Bildern/s auf 224 x 64 Pixel bei 1.000 Bildern/s sinkt – das ist zudem ein extrem breites Panoramaformat (ca. 25:9).

Der Highspeedsensor ermöglicht noch andere interessante Funktionen, wie etwa das Aufnehmen von vielen kurz belichteten Bildern statt eines lang Belichteten, um dann durch Addition Verwackelungen bei Langzeitbelichtungen zu verhindern. Bei kürzeren, aber dennoch verwackelungsgefährdeten Belichtungszeiten hilft hingegen der beweglich gelagerte Bildsensor, der dadurch als Bildstabilisator fungiert. Bei hohem Casio Exilim 
EX-FH25 [Foto: MediaNord]Kontrastumfang kann man das Best-Shot-Programm "High-Speed-Beleuchtung" versuchen, das einer HDR-Aufnahme ohne den künstlichen HDR-Effekt ähnelt, d. h. hier werden unterschiedlich belichtete Fotos in Sekundenschnelle zu einem zusammengesetzt, um zulaufende Schatten und ausgerissene Lichter zu verhindern.

Der Blitz muss per Knopfdruck von Hand aufgeklappt werden, automatisch macht er das nicht. Dank dieses Mechanismus wird die Gefahr von roten Augen deutlich reduziert, da der Blitz sich von der optischen Achse entfernt. Ist er offen, kann er automatisch abgefeuert werden, oder man nutzt ihn zum Aufhellen. Langzeitsynchronisation, Blitzen auf den zweiten Vorhang oder eine Blitzbelichtungskorrektur gehören hingegen nicht zum Repertoire der Casio. Wohl aber bietet sie beispielsweise eine Gesichtserkennung oder zahlreiche Bildbearbeitungsfunktionen wie Änderung des Weißabgleichs, der Helligkeit, des Bildausschnitts etc. bis hin zum Videoschnitt. Sogar RAW-Dateien lassen sich zusätzlich zum JPEG aufnehmen, falls man diese am Computer selbst entwickeln und bearbeiten möchte.

Bildqualität Ergänzend zu diesem Testbericht steht ein komplettes Labortestprotokoll zum Abruf bereit, das nicht nur Text in Form eines Kommentars des Testingenieurs enthält, sondern auch zahlreiche Diagramme und Tabellen, die Aufschluss über die Leistungsfähigkeit mit allen Stärken und Schwächen im Detail liefern. Der Labortest ist für 1,40 EUR im Einzelabruf oder in einer attraktiven Flatrate (kein Abo!) für 4,16 bis 9,90 EUR pro Monat, zusammen mit knapp 1.100 weiteren Labortests, einsehbar (siehe weiterführende Links). Dabei zeigen sich durchaus für die Superzoomklasse typische Probleme des Objektivs. Die Konstruktion eines preiswerten 20fach-Zooms ist eine große Herausforderung und ist nicht ohne Kompromisse zu machen. Diese zeigen sich oftmals in einem sichtbaren Randabfall der Auflösung und einem "schwachen" Brennweitenende. Beides trifft auch auf die FH25 zu, wobei man Casio Exilim 
EX-FH25 [Foto: MediaNord]durch Abblenden die Randauflösung im Weitwinkel und die Zentrumsauflösung in Telestellung noch etwas verbessern kann. Die geringste Auflösung bleibt aber bei 520 mm (KB), die "Schokoladenseite" des Objektivs ist eher im mittleren Brennweitenbereich so um 150 mm (KB) zu finden, wobei im absoluten Bildzentrum im Weitwinkel die höchste Auflösung erreicht wird.

Erstaunlich gering für eine Kompaktkamera fallen dagegen die Artefakte aus, was zeigt, dass die Casio entweder die Bilddetails nicht zu aggressiv aufbereitet oder aber davor ein Rauschfilter die feinsten Details mit dem Rauschen zusammen glatt bügelt. Tendenziell machen die Bilder eher den Eindruck, als sei Letzteres der Fall. Das Rauschen der FH25 ist äußerst gering, was aber mit dem Anheben der Empfindlichkeit mit Detailarmut erkauft wird. So stört zwar kein Rauschen, aber "Posterqualität" sollte man bei höheren Empfindlichkeiten nicht erwarten. Bis ISO 400 kann man die Kamera gut verwenden, bei ISO 800 sind die Bilder schon deutlich weicher, darüber taugt die Detailarmut allenfalls noch für Postkartengröße, Internetbilder oder eine Diashow auf FullHD-Fernsehgeräten.

Casio Exilim EX-FH25 [Foto: MediaNord]Die Scharfzeichnung der Exilim ist für eine Kompaktkamera gering und könnte ruhig höher ausfallen, um die Bilder etwas knackiger zu machen. Bei Randabdunklung und Verzeichnung greift die Software wieder stärker ein, denn beides ist für eine Superzoomkamera geringer als erwartet und erklärt zum Teil auch die relativ geringe Randauflösung, denn beide elektronische Korrekturen haben eben diese als "Nebeneffekt". Die Randabdunklung ist stets unkritisch und deutlich unter einer Blendenstufe, zeigt im Weitwinkel dabei aber einen leicht spontanen Charakter, was auf eine Bildkreisbegrenzung hindeutet. Die Verzeichnung ist im Weitwinkel 1,8 % tonnenförmig – für 26 mm relativ gering, aber doch sichtbar. Dass sie auch bei mittlerer Brennweite mit 0,8 % relativ stark tonnenförmig ausfällt, ist dagegen eher ungewöhnlich. In Telestellung kehrt sich die Verzeichnung um und wird kissenförmig, was dem menschlichen Auge unnatürlicher erscheint und daher selbst bei 1,4 % stärker wahrgenommen wird.

Erstaunlich linear ist wiederum die Tonwertkurve. Die Lichter sind nur leicht, die Schatten etwas stärker weich; sie könnten ruhig etwas dunkler sein, so verschenkt die Kamera "echtes" Tiefschwarz. Die Eingangsdynamik wiederum ist über einen weiten ISO-Bereich mit über 8 Blendenstufen gut, nur bei ISO 3.200 zeigt sie Schwächen. Insgesamt kann man der Casio, insbesondere als Superzoomkamera, eine solide Bildqualität bescheinigen. Auch die Belichtung, der visuelle Eindruck und der Weißabgleich sind für eine Kompaktkamera gut.

Fazit Es gibt nicht viel zu kritisieren an der Casio Exilim EX-FH25. Als Weiterentwicklung bzw. "Update" der FH20 macht sie einen wirklich guten Job und punktet mit ihren universellen Fähigkeiten von Foto über Video bis hin zu Highspeedaufnahmen, die zum Experimentieren einladen. Dabei ist das Gehäuse solide, die Stromversorgung universell, die Ergonomie gut, wenn auch in Teilen verbesserungswürdig. Auch die Bildqualität lässt sich mit kleinen Abstrichen als gut bezeichnen – vor allem für eine Superzoomkamera liegt sie im vorderen Feld. Die Abstriche sind aber weniger der Kamera anzulasten als ihrer Klasse, denn die Randunschärfen und die etwas weicheren Bilder in Teleposition sind typisch für Superzoomkameras. Wer eine "eierlegende Wollmilchsau" sucht und weder DSLR-Qualität erwartet noch bei wenig Licht fotografieren möchte, kann bedenkenlos zur FH25 greifen.

Kommentare

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fxshot 2010-10-01

Stromversorgung mit 4xAA-Akkus "aussterbend"?!

Sie schreiben im Artikel, "Stromversorgung ... mit 4 AA-Rundzellen ... gehört zu einer "aussterbenden" Spezies, da Li-Ionen-Akkus ihren erfolgreichen Siegeszug fortsetzen". Aber sollte es das? Ich denke nicht, sondern als kostenbewußte Verbraucher sollten wir genau das Gegenteil von der Kameraindustrie einfordern! Aus Sicht von ambitionierten, aber auch ökonomisch denkenden Foto-Fans ist dies nämlich alles andere als "antiquiert" - wenn man Preise & Verfügberkeit für proprietäre (Original-) Ersatz-Akkus denen von (guten!) AA-Akkus (z.B. Eneloop) gegenüberstellt.

Dieser Aspekt findet meiner Meinung nach im den ansonsten sehr gut gestalteten Online-Bewertungen auf diesen Seiten immer noch zu wenig Beachtung! Wer will schon ein Sammelsurium verschiedenster Akku-Typen einschließlich (inkompatibler) Ladegeräte mit auf Reise oder Urlaub nehmen...

Im Sinne von gut gemachten Tests aus der PC-Medien-Welt wäre ich eher dafür, die Art der Stromversorgung auch bei digitalkamera.de-Tests zu berücksichtigen in der Form:

Proprietärer Akku -> führt zu Abwertung!

Frank H.

Harm Gronewold 2010-10-01

[quote user="fxshot"]Proprietärer Akku -> führt zu Abwertung!

Sorry, aber wieso? Mein LiIon Akku hält um einiges länger durch als AAA-Akkus, besonders wenn es kalt wird, dann sind sind sogar die grandiosen Eneloop Akkus schwer am kämpfen die Leistung zu halten und ewigen "aus der Hosentasche in die Kamera" ist auch wenig Nutzenoptimiert. Ich benutze Eneloops wirklich für alles, ausser für meine Kamera.

Jan-Markus Rupprecht 2010-10-01

Den Vorteil von AA-Zellen kann, muss man aber nicht so sehen. Man kann auch fragen: Wer will schon alle paar Tage zwei oder vier fummelige Rundzellen aus seiner Kamera entnehmen, um diese in einem externen Ladegerät zu landen und anschließend – die Polarität beachtend – wieder in seine Kamera "einfädeln".

Der Betrieb der Kamera geht dann daher mit einer unzuverlässigen Restkapazitätsanzeige, weil die Kamera ja nicht wissen kann, welche Kapazität eingelegt ist und welche Entladekurve die Akkus haben. Da macht die Kamera dann liefer rechtzeitig (z. B. bei 50 % Restkapazität) den Hahn zu bevor irgendwas schief geht und beim Speichervorgang plötzlich die Spannung zusammenbricht und die Speicherkarte ein Fall für die Datenrettung wird. Hierdurch ist die Laufzeit von Kameras mit AA-Zellen in der Regel geringer als mit Spezialakkus gleicher Kapazität. Zum Nachteil, dass AA-Zellen bei gleicher Kapazität größer und schwerer sind, kommt also noch hinzu, dass ihre Kapazität nicht richtig ausgenutzt wird.

Nein, ich kann nicht sagen, dass die digitalkamera.de-Redaktion in Mignon-Zellen das Optimum sieht. Natürlich finden wir properitäte, von Kamerageneration zu Kamerageneration wechselnde, extern zu ladende Akkus auch nicht toll. Aber es gibt einen neuen begrüßenswerten Trend, dass den (Kompakt-)Kameras nur noch USB-Steckerlader beiliegt, in den man das mit der Kamera verbundene USB-Kabel steckt. Das Akku wird dann in der Kamera geladen -- entweder mit Saft aus der Steckdose oder aus dem PC. Wie bei MP3-Spielern oder Smartphones. Auch gibt es Hersteller, die ihre Akkubauform über Jahre beibehalten und es gab sogar früher mal Lithiumionen-Akkus (die von mehreren Herstellern (Fujifilm, Kodak und andere) eingesetzt wurden.

Und am besten ist es ja sowieso, man lässt dem Anwender die Wahl zwischen Spezialakku und AA-Zellen oder anderen "Fotobatterie-Speziallösungen" (die aber auch aussterben). Ricoh war hier vorbildlich, aber auch Kameras anderer Hersteller können beides wahlweise einsetzen.

"Kundenfreundlichkeitserweiterungspotential" in der Akkutechnik ist also sicherlich reichlich vorhanden, aber unserer Meinung nach eher nicht mit AA-Zellen. Auch das muss man natürlich nicht so sehen. In unseren Tests beurteilen wir das deshalb eher neutral. Eine Abwertung gibt es weder für das eine noch das andere.

Photooldie 2010-10-10

Kann da nur allen Kommentaren recht geben vor allem bei diesem Satz:

"Und am besten ist es ja sowieso, man lässt dem Anwender die Wahl zwischen Spezialakku und AA-Zellen oder anderen "Fotobatterie-Speziallösungen" (die aber auch aussterben). Ricoh war hier vorbildlich, aber auch Kameras anderer Hersteller können beides wahlweise einsetzen."

Hatte zwei Ricoh´s R1 und R2 wo dies möglich war und mit beiden Akku-Arten lange Laufzeiten erzielt werden konnten.

Jetzt habe ich noch eine Kodak Z812IS wo ich auch beide Arten verwenden kann, die Li-Ion aber eine erheblich längere Laufzeit ergeben.

Aber die Anzahl der verschiedensten Ladegeräte in meinem Besitz für, zum Teil annähernd gleich große Akkus, ist jenseits von gut und böse, incl Handy: 4xSamsung, Panasonic, Casio, Kodak, HP und Sony + 1x für AA-Universal + 1x ein prozessorgesteuertes für AA-Akku´s.

Ich wundere mich immer wieder über die so intelligenten Kamera-Entwicklungs-Akrobaten, daß sie, z.B.bei Samsung, einen annähernd gleich großen Akku so gekonnt umgestalten, daß die Kontakte wieder leicht verschoben sind und eine Ecke neu gestaltet wurde, so daß bereits vorhandene Teile eines anderen Modells auf keinen Fall bei einem Nachfolgemodell mehr passen.

Auf ein neues !!!

Touri 2010-10-24

Ich finde es ist höchste Zeit die Akkupacks zu standardisieren. Allerdings dürfte es beim Wunsch bleiben weil die Hersteller alle weiter inkompatibel bleiben wollen.

Bestes Beispiel die Fuji S5.
Die Kamera ist ein D200 Gehäuse mit Fuji CCD. Die Kamera verwendet das Nikon Blitzsystem, hat Nikon Bajonett, der Batteriegriff für die D200 funktioniert einwandfei auch mit NiMh-Zellen... Nur beim LiIo-Akkupack geht nur der mit dem Fuji Chip. Ansonsten sind die Akkus bis auf den Aufdruck identisch, die Kontaktierung und die Werte sind gleich.

Ich kann daraus nur schlußfolgern, dass die Hersteller über die Akkus einen nicht unerheblichen Gewinn einfahren.

Christian

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Hersteller
Modell

Testnoten

Note Anteil  Punkte
Verarbeitung 12,5 % 91 %
Ausstattung 12,5 % 95 %
Handhabung 12,5 % 92 %
Geschwindigkeit 12,5 % 91 %
Bildqualität 50,0 % 86 %
Gesamtnote 89 %

Steckbrief

Steckbrief
Hersteller Casio
Modell Exilim EX-FH25
Preis ca. 400 EUR
Sensor Auflösung 10 Megapixel
Max. Bildauflösung 3.648 x 2.736
(Seitenverhältnis) (4:3)
Objektiv F2,8-4,5/26-520mm
Filtergewinde
Sucher elektronisch
  Auflösung 201.600
  Dioptrienausgleich ja
LCD-Monitor 3"
  Auflösung 230.000
  drehbar
  schwenkbar
  als Sucher ja
Videoausgang PAL/NTSC
Programmautomatik ja
Blendenautomatik ja
Zeitautomatik ja
manuelle Belichtung ja
  BULB-Langzeit-
  belichtung
Motivprogramme
  Porträt ja
  Kinder/Baby ja
  Landschaft ja
  Makro ja
  Sport/Action ja
  weitere 21
Belichtungsmessung   Mehrfeld, mittenbetont Integral, Spot
Blitz ja
  Blitzanschluss
Fernauslöser
Intervallaufnahme
Speichermedium SD/SDHC, MMC
Videomodus
  Format AVI
  Codec Motion-JPEG
  Auflösung (max.) 1.280 x 720
  Bildfrequenz (max.) 1.000 Bilder/s (bei 224 x 64 Pixeln Auflösung; 30 Bilder/s bei 1.280 x 720)
Empfindlichkeit
  automatisch ISO 100-400
  erweitert ISO 100-800
  manuell ISO 100-3.200
Weißabgleich
  Automatik ja
  Sonne ja
  Wolken ja
  Leuchtstofflampe ja
  Glühlampe ja
  Sonstiges Schatten
  Manuell ja
Autofokus
  Anzahl
  Messfelder
1
  AF-Hilfslicht Grün (LED)
  Geschwindigkeit ca. 0,5-0,6 s
Sprachen Deutsch
  weitere 22
Gewicht
(Betriebsbereit)
577 g
Zoom
  Zoomverstellung motorisch über Ringwippe
Einhandbedienung
(Zoom und Auslöser)
ja
Auslösung während d. Speicherns mögl.
Akkulaufzeit
ca. 500 Bilder (mit NiMH-Akkus)
ca. 340 Bilder (mit Alkaline-Batterien)
(je lt. CIPA)

– = "entfällt" oder "nicht vorhanden"

DXOMARK Logo

Die Bildqualität in unseren Tests ermitteln wir seit 2011 mit DXOMARK Analyzer.

Kurzbewertung

  • Betrieb mit universellen Energiequellen (AA-Akkus oder -Batterien)
  • Sicherer halt und gute Ergonomie durch wohlgeformten Handgriff
  • Highspeed-Serienbild- und Videofunktion
  • Für eine Superzoom insgesamt gute Bildqualität
  • Kein HDMI-Anschluss
  • Stativgewinde aus Kunststoff und außerhalb der optischen Achse
  • Schlechter elektronischer Sucher (grobpixelig, kontrastarm, ruckelig und klein)
  • Schwache Auflösung im Tele und hoher Randabfall der Auflösung im gesamten Brennweitenbereich

Autor

Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 43, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.