Bild- und Videopräsentation

Testbericht: Aquasoft DiaShow 10 Ultimate

Seite 2 von 2, vom 2018-04-05, aktualisiert 2018-05-24 (Autor: Harm-Diercks Gronewold)Zur Seite 1 wechseln

Update 24-05-2018: Sollte eines Tages der Punkt kommen, an dem die vorhandenen Effekte und Überblendungen nicht mehr ausreichen, um eine Diashow zu erstellen, so kann der Fotograf auf Erweiterungspakete zugreifen. Diese Pakete sind thematisch zusammengestellt und enthalten Hintergründe, Vorlagen, Animationen, Dekoelemente, Sounds und mehr. Bis auf ein Erweiterungspaket sind diese allerdings nicht kostenlos und bewegen sich preislich zwischen 20 und 30 Euro. So finden sich Pakete für Babies, Hochzeit, Natureffekte sowie künstlerische Pakete wie Aquarell und "Kritzelkunst". Letzteres verwandelt Bilder  in "handgezeichnete" Kunstwerke in drei verschiedenen Stilen und enthält Dekoelemente sowie thematische Vorlagen. 

  • Bild Für den Videoschnitt stehen dem Benutzer das Trennen der Clips und das Wegschneiden von Videobereichen zur Verfügung. Auch diese "Schnitte" sind nicht destruktiv und verändern das Original nicht. [Foto: MediaNord]

    Für den Videoschnitt stehen dem Benutzer das Trennen der Clips und das Wegschneiden von Videobereichen zur Verfügung. Auch diese "Schnitte" sind nicht destruktiv und verändern das Original nicht. [Foto: MediaNord]

  • Bild Eine alternative Ansicht für die Arbeitsfläche ist das Storyboard. [Foto: MediaNord]

    Eine alternative Ansicht für die Arbeitsfläche ist das Storyboard. [Foto: MediaNord]

  • Bild Auch eine übersichtliche Bilderlistenansicht ist in DiaShow 10 Ultimate enthalten und bietet weniger grafische Elemente. [Foto: MediaNord]

    Auch eine übersichtliche Bilderlistenansicht ist in DiaShow 10 Ultimate enthalten und bietet weniger grafische Elemente. [Foto: MediaNord]

  • Bild Die letzte der vier wählbaren Ansichten ist die Toolbox. In dieser wird den kreativen Elementen der meiste Platz eingeräumt. Die Eigenschaftenbox fällt dafür komplett weg. [Foto: MediaNord]

    Die letzte der vier wählbaren Ansichten ist die Toolbox. In dieser wird den kreativen Elementen der meiste Platz eingeräumt. Die Eigenschaftenbox fällt dafür komplett weg. [Foto: MediaNord]

Eingangs haben wir den grundlegenden Aufbau der Arbeitsfläche erläutert und den Eigenschaftsbereich rechts neben dem Vorschaufenster als “mächtig” bezeichnet. Grund dafür ist, dass dieser dazu genutzt werden kann, schnell Ein- und Ausblendungen zu ändern, die Verweildauer anzupassen, Text einzufügen und zu animieren sowie die Transparenz über die Verweildauer zu steuern. Das Ganze funktioniert auch dann, wenn mehrere Bilder markiert wurden. Änderungen in den Eigenschaften werden dann auf alle ausgewählten Bilder übertragen. Damit lassen sich “im Bulk” Änderungen durchführen und somit Zeit sparen. Die Diashow kann jederzeit abgespielt werden, auf Wunsch auch ab einer bestimmten Position, die durch den sogenannten Playhead markiert wird.

Da moderne Digitalkameras nicht nur Fotos, sondern auch Videos aufzeichnen können, ist es für eine Präsentationssoftware unerlässlich, auch Videodaten verarbeiten zu können. Im Fall von DiaShow 10 darf nicht vergessen werden, dass es sich dabei nicht um eine Videoschnittsoftware handelt und dass Dinge wie Keyframe-Animationen nicht möglich sind. DiaShow 10 stellt dem Benutzer lediglich eine Teilungs- und eine Ausschnittsfunktion zur Verfügung. Für erstere wird der Playhead einfach auf den Punkt des Videos gezogen und auf das Scheren-Icon geklickt. Soll ein Teil des Video aus- oder abgeschnitten werden, so klickt man einfach auf das Icon rechts neben dem Playhead und markiert den entsprechenden Bereich, der gelöscht werden soll und drückt auf das Symbol zwischen dem geteilten Playhead. Auch bei diesen Schnittfunktionen ist die Bearbeitung immer nicht destruktiv. Des Weiteren stehen dem Benutzer alle Animationen sowie Ein- und Ausblendungsmöglichkeiten offen. Kombinationen aus Foto und Video sind, wie zu erwarten, auch kein Problem. Funktionen wie die Trennung von Ton- und Videospur finden sich in DiaShow 10 ebenso wenig wie Lautstärkekurven oder eine Normalisierungsfunktion. Die Nachvertonung über Musik oder eine eigene Tonaufnahme steht natürlich zur Verfügung.

  • Bild Die Exportfunktion ist komfortabel und einsteigerfreundlich aufgebaut. [Foto: MediaNord]

    Die Exportfunktion ist komfortabel und einsteigerfreundlich aufgebaut. [Foto: MediaNord]

Ein großes Thema ist der Export der erstellten Diashow. Für diesen stellt DiaShow 10 einen komfortablen Dialog zur Verfügung. Hier kann man sich entscheiden, ob man das erzeugte Video gleich auf eine Compact-Disc, DVD oder BluRay brennen möchte oder ob die fertige Diashow auf dem Rechner als Videodatei abgelegt werden soll. Während bei den verschiedenen Disc-Brennmöglichkeiten nur wenige Optionen vorhanden sind, um die man sich kümmern muss, ändert sich das bei den Auswahlmöglichkeiten der Videodateien deutlich. Die MP4-Option ermöglicht beispielsweise maximal 3.840 x 2.160 Pixel mit 50 Bildern pro Sekunde als Ausgabeformat. Als Codec stehen H.264, MP4 und der sehr rechenintensive H.265 zur Verfügung. Der Anwender kann zudem die Encodierungsqualität sowie die Tonabtastrate wählen. Danach kann der Rendervorgang gestartet werden. Wie lange der eigene Rechner arbeiten muss, um das Video zu rendern, ist abhängig von der gewählten Bildauflösung, Bildwechselfrequenz, Codec sowie der Beschaffenheit der Diashow und natürlich der Leistung des eigenen Rechners.

Fazit

Aquasofts DiaShow 10 Ultimate ist eine umfangreich gefüllte Werkzeugkiste, die dem Anwender zunächst mit einfachem Drag-and-Drop-Vorgängen etwas unter die Arme greift, ihn am Ende aber sich selbst überlässt. Erfreulicherweise gibt es viele (Video)Tutorials von Aquasoft und von Anwendern, die komplexe Funktionen erläutern. Auch die eingebaute Hilfefunktion ist leicht verständlich. Die Integration der Videofunktion ist einfach gelöst. Auch wenn nur rudimentäre Schnittfunktionen zur Verfügung stehen, leisten sie dennoch problemlos ihren Dienst. Ob man sich DiaShow 10 oder eine Videoschnittsoftware kauft, ist abhängig davon, ob man ein Fotograf ist, der manchmal Videos aufzeichnet oder ein Videograf, der manchmal Bilder macht. DiaShow 10 ist eine klare Kaufempfehlung für alle, die gerne Diashows zusammenstellen und vorführen und dabei nicht vor dem Erlernen einer Software zurückschrecken. Wer die Software ausprobieren will, der kann sich die zeitlich begrenzte Testversion herunterladen.

Aquasofts DiaShow 10 ist in zwei Versionen erhältlich. Die uns von Aquasoft zur Verfügung gestellte Ultimate-Edition kostet knapp 80 Euro direkt beim Hersteller. Die vom Funktionsumfang reduzierte Premium-Edition liegt bei knapp 50 Euro. Welche Funktionen fehlen, kann auf der Aquasoft-Website nachgelesen werden (siehe weiterführende Links).

Bezeichnung Aquasoft DiaShow 10 Ultimate
Betriebssysteme Windows 10 (32 Bit), Windows 10 (64 Bit), Windows 7 (32 Bit), Windows 7 (64 Bit), Windows 8 (32 Bit), Windows 8.1 (64 Bit)
Mindestanforderung CPU Windows: Core 2 Duo (2,0 GHz)
Mindestanforderung RAM Windows: 2 Gigabyte
Testversion ja (Laufzeit: 30 Tage)
Internet (Link) Software auf der Herstellerwebsite
Im Handel (Herstellerseite) Herstellerwebsite

Beispiel-Diashow in 4K mit Aquasoft DiaShow 10 Ultimate

Diese tonlose Präsentation dient zur Illustration der Aquasoft DiaShow 10 Ultimate Edition.


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Kurzbewertung

  • Großer Funktionsumfang
  • Einfacher Einstieg
  • Videointegration möglich
  • Komfortabler Videoexport
  • Lediglich rudimentäre Videoschnittfunktionen
  • Tiefergehende Funktionen erfordern viel Einarbeitungszeit