Gedrucktes Buch

Addison-Wesley Einrichten und Automatisieren

Digitale Werkzeuge haben ihren Ursprung in der analogen Welt. Der Unterschied besteht darin, dass sie meist einfacher, oft genauer und fast immer schneller funktionieren als ihre Vorbilder. Nach kürzester Entwicklungszeit werden sie dann aber auch um ein Vielfaches komplexer. Man denke nur die Abläufe und Möglichkeiten von Textverarbeitung mit der Schreibmaschine im Vergleich zu einer aktuellen Version von Microsofts Word. Mancher Anwender verläuft sich in der Funktionalität soweit, dass die eigentliche Textproduktion zur Nebensache wird und es letztendlich länger dauert, mit dem digitalen Werkzeug zu arbeiten als ohne. Wer seine Texterfassung beschleunigen will, greift nicht zu einem schnelleren Rechner, sondern lernt mit zehn Fingern zu schreiben. Um mit möglichst wenig Aufwand zu viel Text zu kommen, definiert man sich Kürzel für immer wiederkehrende Textbausteine. Im Idealfall spricht man seine Texte per Mikrofon nur noch ein, und der Computer erledigt den Rest. Dazu muss er aber zunächst an die sprachlichen Eigenheiten seines Besitzers gewöhnt werden, muss Worte hinzulernen, die nicht in seinem Wörterbuch stehen - kurz: Man muss seine Software trainieren und so individualisieren. Nicht anders ist es bei Photoshop. Wer gelegentlich Bilder bearbeitet, braucht kaum Optimierung: Er erledigt viele Wege schneller zu Fuß. Dieses Buch ist für jene Photoshop-Anwender gemacht, die viel Zeit mit ihrem Programm verbringen. Erfolgserlebnisse stellen sich jedoch schon ein, wenn der Rechner nach ein paar Klicks an der richtigen Stelle deutlich schneller arbeitet, ohne dass eine Hardware-Neuanschaffung nötig war. Doch die meisten aktuellen Systeme gönnen ihren Bedienern ohnehin kaum noch Kaffeepausen. Zur Effizienzsteigerung eignen sich dann aufgezeichnete Befehlsfolgen ebenso wie vordefinierte Werkzeugparameter, Pinselspitzen für regelmäßig wiederkehrende Anwendungen, Tastenkürzel, Beschnittvorgaben, vordefinierte Ebenenstile oder effektspezifisch abgespeichterte Einstellungen für die Farbkorrekturdialoge.

  • Vorderseite von 'Einrichten und Automatisieren' [Foto: Foto: MediaNord]
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  • Vorderseite von 'Einrichten und Automatisieren' [Foto: Foto: MediaNord]
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Titel Einrichten und Automatisieren
Autor(en)
Christoph Künne
Doc Baumann
Verlag Addison-Wesley
Rubrik(en) Digitalfotografie
Anspruch Anfänger: NEINEinsteiger mit Grundwissen: JAFortgeschrittene: JAambitionierter Amateur: JAProfi: NEIN
Erscheinungsdatum November 2007
Format
  Preis (für Deutschland)
  Shop (Kauflink)
  Dateigröße
  Seitenanzahl
  Seitenmaße
  Ausdruckbar
  ISBN
Gedruckt
14,95 €
110
978-3-8273-2602-7
Rezension

Die Arbeit mit Photoshop ist schon umfangreich genug, da sollte man sich nicht noch unnötig Arbeit dazu aufhalsen, dachten sich wohl Christoph Künne und Doc Baumann und haben in der Edition Docma einen Ratgeber zu "Einrichten und Automatisieren" in Photoshop herausgebracht. Obwohl das Heftchen nur 110 Seiten umfasst, ist es dennoch prall gefüllt mit Tipps und Tricks gegen zeitraubende Arbeitsschritte. Darunter fällt der Kampf gegen unangepasste Voreinstellungen und die individuelle Anpassung der verschiedenen Voreinstellungen ebenso wie persönliche Werkzeugvorgaben oder das Einrichten eigener Arbeitsbereiche. Auch werden Protokollpalette, Einstellungsebenen, RAW-Bilder und Smartfilter mit in den vereinfachten Workflow einbezogen. Das Erstellen von Aktionen wird natürlich auch erläutert, da es so ein komplexes Thema ist, kann Künne natürlich in dem gegebenen Rahmen nicht in die Tiefe gehen, aber für einen guten Einblick und solide Aktionen reicht es allemal. Die mit Beispielfotos und Screenshots reich bebilderten Seiten geben zusätzliche Orientierungshilfe.

Das Thema mag zwar auf den ersten Blick so prickelnd sein wie erotische Einblicke in das Liebesleben von Nacktschnecken, hilft aber tatsächlich, den eigenen Arbeitsfluss zu verbessern. Dass dies gut gelingt, liegt nicht zuletzt an den eingängigen und nachvollziehbaren Schritt-für-Schritt-Beschreibungen des Autorenduos. (Kirsten Hudelist)

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