Zwergenaufstand – Teil 1

Yashicas neuer 3-Megapixel-Winzling: die Finecam S3

2001-02-12 Vor knapp einem halben Jahr riss Yashica-Kyocera mit der Micro Elite 3300 bereits den Titel der "kleinsten und leichtesten 3-Megapixel-Digitalkamera der Welt mit Zoom" an sich. Anlässlich der Fotomesse PMA stellt die Firma nun die neue Digitalkamera Finecam S3 vor, die in Sachen Miniaturisierung im Vergleich zu ihrer Vorgängerin nochmals eins drauf setzt.  (Yvan Boeres)

   Yashica Kyocera Finecam S3 [Foto: Yashica Kyocera]
 
Die Yashica-Kyocera Finecam S3, die – laut Yashica-Deutschland in Europa wohl unter einem anderen Namen auf den Markt kommen wird – behält den 3,34-Megapixel-Bildwandler der Micro Elite 3300 bei, schrumpft aber noch etwas weiter und erreicht so die geringe Baugröße einer Canon Digital Ixus. Die "Abmagerungskur" wurde durch ein neu gestyltes Metallgehäuse, den Verzicht auf eine Datenschnittstelle und nicht zuletzt durch die Verwendung der neuen, winzigen MultiMediaCard bzw. SecureDigital-Wechselspeicherkarten möglich gemacht. Die fingernagelgroßen Speicherkarten nehmen so die Bilddateien im JPEG- oder TIFF-Format auf, die in Auflösungen von wahlweise 2.048 x 1.536 oder 1.024 x 768 Pixel vorliegen. Alternativ zu Standbildern kann die Fincam S3 bis zu 15 Sekunden lange Videosequenzen in QVA-Auflösung (320 x 240 Bildpunkte) und im AVI-Format bei einer Bildfrequenz von 15 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Den "richtigen Durchblick" verschafft sich die Finecam S3 mit einem optischen 2-fach-Zoom (entspr. 38-76 mm/F2,8-3,5 bei Kleinbild), dessen Brennweite elektronisch per Digitalzoom um bis zu Faktor 2 verlängert werden kann. Die Scharfeinstellung erfolgt dabei automatisch in einem Bereich zwischen 30 cm und unendlich; ist die Makrofunktion eingestellt, kann man bis zu 9 cm an das Motiv herangehen. Eine manuelle Scharfeinstell-Möglichkeit wird ebenfalls geboten.

Bei der Belichtungsmessung hat der Benutzer drei Messverfahren (Mehrfeldmessung, mittenbetonte Integralmessung, Spotmessung) zur Wahl, bei der Belichtungssteuerung kann er auf eine Programmautomatik oder auf eine Zeitenautomatik mit Blendenvorwahl (F2,8 oder F6,2) zurückgreifen. In beiden Fällen stellt die Kameraautomatik den Lichtverhältnissen entsprechend eine Verschlusszeit zwischen 1/2.000 und 1 Sekunde ein. Eine manuelle Belichtungskorrektur (+/- 2 Blenden in 1/3-Stufen) rundet das Angebot an Eingriffsmöglichkeiten in die Belichtungssteuerung ab. Den Weißabgleich kann man wiederum entweder der Kameraautomatik überlassen, eine der vier Voreinstellungen (Tageslicht sonnig/bewölkt, Glühlampenlicht, Leuchtstofflampenlicht) wählen oder den Weißpunkt manuell anmessen. Reicht das vorhandene Licht nicht aus, schaltet sich der eingebaute Miniaturblitz der Kamera automatisch zu – über weitere Blitzfunktionen (erzwungener Blitz, Rote-Augen-Verringerung, ausgeschalteter Blitz) behält der erfahrene Fotograf die Kontrolle über die Automatik. Die Motivgestaltung erfolgt wahlweise durch den optischen Sucher oder über den 1,5"-LCD-Farbbildschirm mit 110.000 Bildpunkten, der im Wiedergabemodus zur Kontrolle oder zur Präsentation der aufgenommenen Bilder dient. Ist ein Fernsehgerät in unmittelbarer Reichweite, kann dieses ebenfalls zur Wiedergabe der Bilder dank umschaltbaren PAL/NTSC-Videoausgang an der Kamera genutzt werden. Seinen "Lebenssaft" zieht die Finecam S3 aus einem 3,6-V-Lithiumionen-Akku, der mit einer Kapazität von 800 mAh laut Hersteller eine Bildausbeute von bis zu ca. 120 Bilder erlaubt. Trotz Metallgehäuse wiegt die Finecam im betriebsbereiten Zustand lediglich 160 Gramm.

Damit der Inhalt der Speicherkarte auch auf den heimischen Rechner gelangt, liefert Yashica-Kyocera – wie bereits bei der Micro Elite 3300 – die Finecam S3 mit einem externen, ultrakompakten USB-Kartenlaufwerk aus. Zum Lieferumfang gehören ebenfalls eine 16 MByte fassende MMC-Speicherkarte, der Lithiumionen-Akku samt Netz-/Ladegerät, ein Videokabel sowie Handbuch und Software. Der Preis und die Verfügbarkeit für Deutschland und Europa stehen noch nicht fest, in Japan ist die Finecam S3 ab Ende April zu einem Preis von 88.000 Yen (ca. 1.600 DM) erhältlich.

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