Sony gibt Gas

Vier Vollformat-Objektive und vier Konverter für Sony E-Mount

2015-03-04 Bisher war es in diesem Jahr (und auch bereits im Dezember 2014) ruhig um Ankündigungen der Kamerasparte von Sony, doch nun gibt es mit vier Vollformatobjektiven für die spiegellosen Alpha-Systemkameras sowie vier Vorsatzkonvertern, zwei für Vollformat und zwei für APS-C, in die Vollen. Die vier Objektive waren bereits auf einer Roadmap auf der Photokina 2014 präsentiert worden. Noch in diesem März 2015 sollen das lichtstarke 35 mm F1,4 Zeiss sowie das Zehnfachzoom 24-240 mm F3,5-6,3 OSS auf den Markt kommen, im Frühjahr folgt das 28 mm F2 und im Sommer das 90 mm F2,8 OSS Makro. Ebenfalls im Frühjahr kommen zwei Fisheye- sowie zwei Weitwinkel-Vorsatzkonverter auf den Markt.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Das Sony FE 35 mm F1,4 Distagon T* ZA (SEL-35F14Z) ist das bisher lichtstärkste Vollformat-Objektiv im FE-Lineup. Es soll die bei einem 35 mm bestmögliche Bildqualität bieten. [Foto: Sony]

    Das Sony FE 35 mm F1,4 Distagon T* ZA (SEL-35F14Z) ist das bisher lichtstärkste Vollformat-Objektiv im FE-Lineup. Es soll die bei einem 35 mm bestmögliche Bildqualität bieten. [Foto: Sony]

  • Bild Das Sony FE 24-240 mm F3,5-6,3 OSS (SEL-24240) soll mit seinem großen Brennweitenbereich viele Motive von Landschaft über Porträt bis Sport abdecken. [Foto: Sony]

    Das Sony FE 24-240 mm F3,5-6,3 OSS (SEL-24240) soll mit seinem großen Brennweitenbereich viele Motive von Landschaft über Porträt bis Sport abdecken. [Foto: Sony]

  • Bild Besonders klein und leicht fällt das Sony FE 28 mm F2 (SEL-28F20) aus und passt damit perfekt zur kompakten Alpha-7-Familie. [Foto: Sony]

    Besonders klein und leicht fällt das Sony FE 28 mm F2 (SEL-28F20) aus und passt damit perfekt zur kompakten Alpha-7-Familie. [Foto: Sony]

  • Bild Das Sony FE 90 mm F2,8 Macro G OSS (SEL-90M28G) bietet einen Abbildungsmaßstab von 1:1, einen Bildstabilisator sowie einen besonders schnellen Autofokus. [Foto: Sony]

    Das Sony FE 90 mm F2,8 Macro G OSS (SEL-90M28G) bietet einen Abbildungsmaßstab von 1:1, einen Bildstabilisator sowie einen besonders schnellen Autofokus. [Foto: Sony]

Das Beste, was mit einer 35 Millimeter Festbrennweite möglich ist, wollen Sony und Zeiss gemeinsam im neuen Distagon T* FE 35 mm F1,4 ZA (SEL-35F14Z) vereint haben. Besonders in schwierigen Lichtsituationen soll es dank seiner hohen Lichtstärke seine Stärken ausspielen. Mit knapp elf Zentimeter Länge und fast acht Zentimetern Durchmesser sowie 630 Gramm "Lebendgewicht" ist es ein ordentlicher Klopper, soll dafür aber optisch auf höchstem Niveau sein. Das bisher lichtstärkste FE-Objektiv soll ab März 2015 zu einem Preis von knapp 1.700 Euro erhältlich sein.

Ebenfalls im März kommt das FE 24-240 mm F3,5-6,3 OSS (SEL-24240) auf den Markt. Es ist das erste Zehnfachzoom für das E-Mount-Vollformat von Sony und soll einen großen Motivbereich von Landschafts- über Porträt- bis hin zu Sportaufnahmen abdecken. Fünf asphärische Elemente und ein ED-Glas sollen die Bildqualität trotz des großen Zoomumfangs auf hohem Niveau halten. Der "Advanced Linear" AF sorgt seinerseits für eine schnelle Fokussierung über den gesamten Aufnahmebereich, die Naheinstellgrenze liegt bei 50 Zentimetern im Weitwinkel und 80 Zentimetern in Telestellung, dabei wird ein maximaler Abbildungsmaßstab von 1:3,7 erreicht. Damit die Aufnahmen insbesondere im Telebereich nicht so leicht verwackeln, hat Sony einen optischen Bildstabilisator eingebaut. Beim SEL-24240 spricht Sony übrigens davon, dass dem Objektiv, wie allen FE-Objektiven, Staub und Feuchtigkeit kaum etwas anhaben können. Von einem Spritzwasser- und Staubschutz sowie entsprechenden Dichtungen ist aber nicht die Rede. Knapp 1.000 Euro sollen Händler für das SEL-24240 aufrufen, sobald es in den Regalen steht.

Beim FE 28 mm F2 (SEL-28F20) handelt es sich um eine sehr kompakte und dennoch lichtstarke Weitwinkel-Festbrennweite. Das Objektiv misst gerade einmal 64 mal 60 Millimeter, kommt mit einem 49mm-Filtergewinde aus und wiegt nur 200 Gramm. Drei asphärische Linsen, eine davon ein Advanced Aspherical Element sowie zwei ED-Glaselemente sollen für eine hohe Bildqualität sorgen, neun Blendenlamellen wiederum sollen ein schönes Bokeh erzeugen. Auch hier kommt der schnelle Advanced Linear Autofokus zum Einsatz, bei dem sich die Baulänge des Objektivs beim Fokussieren nicht ändert. Passend zum 28 mm will Sony zwei Vorsatzkonverter anbieten, die allerdings die Lichtstärke beeinflussen: Der Ultraweitwinkelkonverter SEL-075UWC reduziert die Brennweite auf 21 Millimeter Weitwinkel bei einer maximalen Blendenöffnung von F2,8 und kostet damit eine Blendenstufe Lichtstärke, der Fisheyekonverter SEL-057FEC reduziert die Brennweite auf 16 Millimeter bei einer maximalen Blendenöffnung von F3,5, kostet also 1 2/3 Blendenstufen Lichtstärke, sogt jedoch für beeindruckende 180 Grad Bildwinkel diagonal. Die Konverter werden sogar in den EXIF-Informationen der Fotos vermerkt. Im Frühjahr 2015 sollen sowohl das SEL-28F20 als auch die Konverter auf den Markt kommen. Als Preise nennt Sony rund 450 Euro für das Objektiv, 250 Euro für den Weitwinkelkonverter SEL-075UWC und knapp 310 Euro für den Fisheyekonverter SEL-057FWC. Auch Kits aus Objektiv und Konverter will Sony anbieten.

  • Bild Mit dem Sony SEL-075UWC lässt sich die Brennweite des SEL-20F20 auf 16 mm verringern, dabei fällt die Lichtstärke auf F2,8. [Foto: Sony]

    Mit dem Sony SEL-075UWC lässt sich die Brennweite des SEL-20F20 auf 16 mm verringern, dabei fällt die Lichtstärke auf F2,8. [Foto: Sony]

  • Bild Mit dem Sony SEL-057FEC wird aus dem SEL-20F20 ein F3,5 lichtstarkes 180-Grad-Fisheye. [Foto: Sony]

    Mit dem Sony SEL-057FEC wird aus dem SEL-20F20 ein F3,5 lichtstarkes 180-Grad-Fisheye. [Foto: Sony]

  • Bild Der APS-C Weitwinkelkonverter Sony VCL-ECU2 löst den alten VCL-ECU1 ab und passt nun nicht mehr nur zum SEL16F28, sondern auch zum SEL-20F28 und verringert die Brennweite auf 16 beziehungsweise 12 Millimeter. [Foto: Sony]

    Der APS-C Weitwinkelkonverter Sony VCL-ECU2 löst den alten VCL-ECU1 ab und passt nun nicht mehr nur zum SEL16F28, sondern auch zum SEL-20F28 und verringert die Brennweite auf 16 beziehungsweise 12 Millimeter. [Foto: Sony]

  • Bild Der APS-C Fisheyekonverter Sony VCL-ECF2 löst den alten VCL-ECF1 ab und passt nun nicht mehr nur zum SEL16F28, sondern auch zum SEL-20F28. Er macht aus den Weitwinkelobjektiven ein 180- beziehungsweise 133-Grad-Fisheye. [Foto: Sony]

    Der APS-C Fisheyekonverter Sony VCL-ECF2 löst den alten VCL-ECF1 ab und passt nun nicht mehr nur zum SEL16F28, sondern auch zum SEL-20F28. Er macht aus den Weitwinkelobjektiven ein 180- beziehungsweise 133-Grad-Fisheye. [Foto: Sony]

Fotografen mit einer spiegellosen APS-C-Kamera von Sony, etwa der Alpha 6000 oder 5100, müssen auch nicht verzagen, denn für die beiden Festbrennweiten SEL-16F28 und SEL-20F28 will Sony ebenfalls einen Weitwinkelkonverter sowie einen Fisheyekonverter anbieten. Schon lange gibt es den Weitwinkelkonverter VCL-ECU1 für das SEL-16F28, der Nachfolger VCL-ECU2 soll sich nun nicht nur für das SEL-16F28, sondern auch für das SEL-20F28 eignen. Aus dem 16 mm wird mittels des Konverters ein 12-mm-Objektiv mit einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 18 Millimeter. Auf dem 20-mm-Objektiv wird immerhin ein 16 mm mit einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 24 Millimeter. Auch einen Fisheyekonverter, den VCL-ECF1, hat Sony bereits seit einigen Jahren im Programm. Ihm folgt nun der VCL-ECF2, der aus dem SEL-16F28 ein 180-Grad-Fisheye und aus dem SEL-20F28 ein 133-Grad-Fisheye macht. Preise und Markteinführungstermin nannte Sony noch nicht.

Mit dem FE 90 mm F2,8 Makro G OSS (SEL-90M28G) soll im Sommer 2015 ein erstes Makroobjektiv für das spiegellose Vollformatsystem von Sony auf den Markt kommen. Als klassisches Makoobjektiv soll es sich durch seine hohe Schärfe und natürlich den maximalen Abbildungsmaßstab von 1:1 auszeichnen. Beim Autofokus kommen gleich zwei leise "Direct Drive SSM" (DDSSM) Motoren zum Einsatz, die zwei unabhängige Fokusgruppen im Inneren des Objektivs bewegen. Die Baulänge ändert sich damit beim Fokussieren nicht (Innenfokus). Die minimale Fokusdistanz liegt bei 28 Zentimetern, was bei einer Objektivlänge von 13 Zentimetern und einem Auflagemaß von 18 Millimetern etwa einem Abstand von rund 13 Zentimetern ab Frontlinse entsprechen sollte. Auch einen optischen Bildstabilisator zur Reduzierung von Verwackelungen hat Sony verbaut. Am Objektiv befindet sich ein Knopf, um den Fokuspunkt zu fixieren, außerdem soll der Fotograf mit einer Bewegung vom Autofokus zum manuellen Fokus wechseln können. Feuchtigkeit und Staub sollen dem Objektiv nur wenig anhaben können, auch wenn Sony hier ebenfalls nicht von einem expliziten Staub- und Spritzwasserschutz mittels Dichtungen spricht. Einen Preis für das SEL-90M28G nannte Sony noch nicht.

Hersteller Sony Sony Sony
Modell FE 28 mm F2 (SEL28F20) FE 35 mm F1.4 Distagon T* ZA (SEL35F14Z) FE 90 mm F2.8 Macro G OSS (SEL90M28G)
Preis (UVP) 479,00 EUR 1.799,00 EUR 1.199,00 EUR
Bajonettanschluss Sony E Sony E Sony E
Brennweite 28,0 mm 35,0 mm 90,0 mm
Lichtstärke (größte Blende) F2 F1,4 F2,8
Kleinste Blendenöffnung F22 F16 F22
KB-Vollformat ja ja ja
Linsensystem 9 Linsen in 8 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
12 Linsen
inkl. asphärische Linse(n)
15 Linsen in 11 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
Anzahl Blendenlamellen 9 9 9
Naheinstellgrenze 290 mm 300 mm 280 mm
Bildstabilisator vorhanden nein nein ja
Autofokus vorhanden ja ja ja
Wasser-/Staubschutz nein ja ja
Filtergewinde 49 mm 72 mm 62 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 64 x 60 mm 79 x 112 mm 78 x 129 mm
Objektivgewicht 200 g 630 g 600 g
Hersteller Sony
Modell FE 24-240 mm F3.5-6.3 OSS (SEL24240)
Preis (UVP) 1.099,00 EUR
Bajonett Sony E
Brennweitenbereich 24-240 mm
Lichtstärke (größte Blende) F3,5 bis F6,3
Kleinste Blendenöffnung F40
Linsensystem 17 Linsen in 12 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
KB-Vollformat ja
Anzahl Blendenlamellen 7
Naheinstellgrenze 500 mm
Bildstabilisator vorhanden ja
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz ja
Filtergewinde 72 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 81 x 118 mm
Objektivgewicht 780 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.