Neuauflage einer Neuauflage

Verbesserte Version des Leica Summulix-M 1:1.4/35 Asph. erhältlich

2022-09-15 Das 35mm-Objektiv ist der Klassiker unter den Leica-Objektiven schlechthin, oft wird sie auch als Reportagebrennweite bezeichnet. Nun bringt Leica nach 2010 bereits zum zweiten Mal eine noch weiter verbesserte Version des lichtstarken Summulix-M 1:1.4/35 Asph. auf den Markt. Dabei konnten die Leica-Ingenieure die Naheinstellgrenze nochmal verringern, wobei der Nahbereich nur per Livebild statt Messsucher fokussiert werden kann. Auch das Bokeh steht auf der Liste der Verbesserungen, die Blende besteht nun aus elf Lamellen. Ebenfalls neu: die eingebaute, ausfahrbare Gegenlichtblende.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Das 2022er Leica Summilux-M 1:1,4/35 mm Asph. besitzt elf statt neun Blendenlamellen und eine auf 40 Zentimeter verkürzte Naheinstellgrenze. [Foto: Leica]

    Das 2022er Leica Summilux-M 1:1,4/35 mm Asph. besitzt elf statt neun Blendenlamellen und eine auf 40 Zentimeter verkürzte Naheinstellgrenze. [Foto: Leica]

  • Bild Das Leica Summilux-M 1:1,4/35 mm Asph. besitzt in der 2022er Neuauflage eine ausziehbare Gegenlichtblende. [Foto: Leica]

    Das Leica Summilux-M 1:1,4/35 mm Asph. besitzt in der 2022er Neuauflage eine ausziehbare Gegenlichtblende. [Foto: Leica]

Das leichte Weitwinkelobjektiv besitzt einen optischen Aufbau aus neun Linsen, die in fünf Gruppen angeordnet sind. Darunter befinden sich Linsen aus Spezialglas sowie eine asphärische Oberfläche. Soweit, so alt. Neu ist ein zum Patent angemeldetes Doppelkurvengetriebe, das den Drehwinkel der manuellen Fokuseinheit im Vergleich zum Vorgängermodell auf 176 Grad fast verdoppelt. So lässt sich, nicht zuletzt dank des Floating-Elements-Designs, das bereits beim Vorgänger in der Fokusgruppe zum Einsatz kam, nun bereits ab 40 Zentimeter Entfernung fokussieren – beim Vorgängermodell waren es noch 70 Zentimeter.

Das hat allerdings einen Haken: Mit dem Messsucher funktioniert das nicht. Daher gibt es bei 70 Zentimetern einen spürbaren Widerstand. Überwindet man diesen, kann nur noch per Livebild fokussiert werden – egal ob es auf dem Bildschirm, im optionalen elektronischen Sucher oder in der Smartphone-App angezeigt wird. Der maximale Abbildungsmaßstab beträgt nun 1:8,9. Das ist für dieses lichtstarke Objektiv sehr gut, bot das Vorgängermodell doch lediglich 1:17,5 und das Vor-Vorgängermodell 1:20.

Neu ist zudem die integrierte Gegenlichtblende, die sich per Dreh ausfahren lässt. Dadurch steigt der Objektivdurchmesser um zwei Millimeter auf immer noch kompakte 58 Millimeter, auch das Gewicht legt minimal von 320 auf 338 Gramm zu. Mit einer Länge von 46 Millimetern ist das Objektiv nach wie vor sehr kurz. 46 Millimeter beträgt übrigens auch der Filterdurchmesser. Das äußere Design des Objektivs wurde ebenfalls dezent überarbeitet.

  • Bild Die silberne Version des 2022er Leica Summilux-M 1:1,4/35 mm Asph. ist 200 Euro teurer als die schwarze Version. [Foto: Leica]

    Die silberne Version des 2022er Leica Summilux-M 1:1,4/35 mm Asph. ist 200 Euro teurer als die schwarze Version. [Foto: Leica]

Ebenfalls überarbeitet hat Leica die mechanische Blende, die sich nun aus elf statt neun Lamellen zusammensetzt. Das soll für ein noch schöneres Bokeh sorgen. Das Leica Summulix-M 1:1.4/35 Asph. ist ab sofort in Schwarz zu einem Preis von 5.650 Euro im Fachhandel erhältlich. Zudem gibt es eine silberne Version, die allerdings mit 5.850 Euro zu Buche schlägt.

Hersteller Leica
Modell Summilux-M 1:1,4/35 mm Asph. (ab 2022)
Unverbindliche Preisempfehlung 5.650,00 €
Bajonettanschluss Leica M
Brennweite 35,0 mm
Lichtstärke (größte Blende) F1,4
Kleinste Blendenöffnung F16
KB-Vollformat ja
Linsensystem 9 Linsen in 5 Gruppen
inkl. asphärische Linse(n)
Anzahl Blendenlamellen 11
Naheinstellgrenze 400 mm
Bildstabilisator vorhanden nein
Autofokus vorhanden nein
Wasser-/Staubschutz nein
Filtergewinde 46 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 58 x 46 mm
Objektivgewicht 338 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 44, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.