Neue Objektivserie

Tokina atx-m 85mm F1.8 FE für spiegellose Vollformat-Kameras von Sony

2020-01-24 Mit dem Tokina atx-m 85mm F1.8 FE startet der japanische Hersteller eine neue Objektivreihe für spiegellose Systemkameras. Das "m" steht dabei nicht etwa für "manuell", sondern für "mirrorless", also spiegellos. Das Objektiv besitzt einen Autofokus und erfüllt von Sony lizensierte Spezifikationen für die volle Kompatibilität aller Funktionen des E-Bajonetts. Systemweit gesehen ist das Tokina atx-m 85mm F1.8 FE übrigens bereits das sechste 85er-Objektiv mit Autofokus und das dritte mit F1,8, womit es sich gegen eine starke Konkurrenz behaupten muss.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Das Tokina atx-m 85 mm F1.8 FE besitzt einen Autofokus und erfüllt von Sony lizensierte Spezifikation für volle Kompatibilität zu den spiegellosen Alpha-Systemkameras. [Foto: Tokina]

    Das Tokina atx-m 85 mm F1.8 FE besitzt einen Autofokus und erfüllt von Sony lizensierte Spezifikation für volle Kompatibilität zu den spiegellosen Alpha-Systemkameras. [Foto: Tokina]

Das Tokina atx-m 85mm F1.8 FE besitzt ein seidenmatt eloxiertes Metallgehäuse, die optische Konstruktion setzt sich aus zehn Linsen zusammen, die in sieben Gruppen angeordnet sind. Ein SD-Glaselement soll optische Fehler wie chromatische Aberrationen minimieren und für eine hohe Randauflösung sorgen. Die besonders große Frontlinse soll laut Tokina Randabschattungen minimieren, für hohe Kontraste und eine Reduktion von Reflexionen soll die Beschichtung namens Super Low Reflection sorgen. Zudem besitzt die Frontlinse eine schmutzabweisende Beschichtung.

Das Objektiv besitzt einen Mikrochip sowie einem ST-M-Fokussiermotor und soll die Spezifikationen des Sony-E-Bajonetts ganz offiziell erfüllen, wofür Tokina das Bajonett von Sony lizensiert hat. Das bringt zahlreiche Vorteile mit sich, so übermittelt das Objektiv beispielsweise Korrekturdaten für die Bildaufbereitung an die Kamera, die damit die Randabdunklung, Verzeichnung und auch Farbsäume weiter reduzieren kann. Auch sämtliche AF- und MF-Funktionen sowie der 5-Achsen-Bildstabilisator, den einige Sony-Modelle besitzen, werden voll unterstützt. Der Autofokus soll schnell und leise inklusive beispielsweise der Augenerkennung arbeiten. Im manuellen Fokus springen die Fokushilfen der Kamera, wie etwa die Fokuslupe, automatisch an, sobald man am Fokusring dreht. Ob das Objektiv auch Firmwareupdates über die Kamera unterstützt, verriet der japanische Hersteller indes nicht.

Behaupten muss sich das 9,3 Zentimeter lange und acht Zentimeter "dicke" Objektiv gegen eine starke Konkurrenz, denn selbst Sony bietet ein recht preisgünstiges 85mm-Objektiv mit F1,8 Lichtstärke an (Test siehe weiterführende Links). Das 645 Gramm schwere Tokina will immerhin mit einem schönen Bokeh und neun Blendenlamellen punkten, was man von einem Porträtobjektiv auch erwarten kann. Die Filtergewindegröße beträgt übrigens 72 Millimeter und die minimale Aufnahmedistanz 80 Zentimeter.

Ab Februar 2020 soll das Tokina atx-m 85mm F1.8 FE zu einem Preis von ca. 540 Euro erhältlich sein. Dieser Preis ist laut des Importeurs Hapa Team noch nicht final kalkuliert. Er würde über dem aktuellen Straßenpreis des Sony-Objektivs liegen, wobei sich der Straßenpreis des Tokina-Objektivs aber vermutlich etwas darunter einpendelt. Die passende Streulichtblende gehört übrigens zum Lieferumfang.

Hersteller Tokina
Modell atx-m 85 mm F1.8 FE
Unverbindliche Preisempfehlung 539,00 €
Bajonettanschluss Sony E
Brennweite 85,0 mm
Lichtstärke (größte Blende) F1,8
Kleinste Blendenöffnung F16
KB-Vollformat ja
Linsensystem 10 Linsen in 7 Gruppen
inkl. ED Linse(n)
Anzahl Blendenlamellen 9
Naheinstellgrenze 800 mm
Bildstabilisator vorhanden nein
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz nein
Filtergewinde 72 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 80 x 93 mm
Objektivgewicht 645 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 42, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.